Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- I. Band (1865)
- Issue
- Heft 5 (August 1865)
- Date
- 1865-08-01
- Page
- Seite 409 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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Das synagogale Gebet. 409 6iotk 4 8. erikieal auä xüUoIogieal l1i8tiui8it1oli vv plt88üA68 in tiis Hebrezv text ok tüs Old 1'68tainsnt.) Stern, M. E. Toset und Eden, oder die vivina. (7oiurnocliL, von Immanuel den Salomo aus Rom. Aus dem Hebräischen übersetzt. Gr. 8. Wien, Herzseld u. Bauer. Geh. 16 Ngr. Testament, Das Alte. Von der Schöpfung bis zum Tode Joseph's. 32 kleine Geschichten für kleine Kinder. 16. Grimma, Henn. Cart. 4'/., Ngr.-. feine AusgabeNgr. Theo DW SMWWle GM in seiner geschichtlich enEntwickelung. Von vr. M. Dufthak. (Schluß.) stammt von den Gebetordnern Rab und Samuel her, wenn am Ausgang des Sabbats Fest ist. Rab ist auch Verfasser der nach ihm benannten Mussaf Tefilla des Reujahrstags, die mit dem bekannten Alenu anfängt, vermuthlich auch des in das Gebet des Versöhnungfestes gehörenden -an -nrr und noch einiger für jene heiligen Tage bestimmter Sachen. Das Musafgebet des Neujahrstags enthält neun Benedictionen; Sichronot und Schoferot wurden wahrscheinlich zur Zeit eingeführt, als der Rosch Haschana das ascetische Gepräge eines Fasttags erhielt, da?ip ru-iD und V21ursprünglich der Fastenagende angehörten (Taanit 2, 1). Obgleich die Männer der g. S. das Achtzehngebet einführten, so traute man doch dem täglich Betenden zu wenig Andacht und Aufmerksamkeit zu, als daß er täglich achtzehn Benedictionen mit voller Seelenstimmung und Geistessammlung sollte beten können, daher R. Josua meinte, inan solle das Schemone Eßra nur im Auszug beten, d. h. nach Rab, von jeder Benediction etwas, oder nach Samuel ein kurzes Gebet folgenden Inhalts: „Mache uns verständig, Ewiger unser Gott, daß wir deine Wege kennen, beschneide unser Herz zu deiner Furcht, vergib uns, auf daß wir erlöst werden, befreie uns von unfern Leiden, laß uns grünen in den Allen deines Landes, sammle unsere Zerstreuten von den vier Enden Hilberg's Jllustrirte Monatshefte. I, 5. — August 1865. logie. der Welt, gib, daß die Irrenden nach deinem Sinn urtheilen, erhebe deine Hand über die Frevler, gib, daß die Frommen sich freuen mit dem Bau deiner Stadt, mit der Herstellung deines Tempels, mit dein Aufblühen von David's Macht, mit dem Lichte deines Gesalbten, des Sohnes Jisai, bevor wir rufen, erhöre uns; gelobt seist du. Ewiger, der du das Gebet erhörst." Später verlangten die Amoräer, daß man doch auch die drei ersten und die drei letzten Benedictionen bete. Ein Sohn Abai's lind Samuel wollten später dieses inhaltliche Schemone Eßra für die Winterszeit und für das Maa ribgebet des Sabbatausgangs nicht gel ten lassen, wegen des Gebeis um Thau lind Regen im erstern lind der Habdala im zweiten Fall. Abai selbst fluchte demjenigen, der sich mit diesem kurzeil Gebet begnügte und von dem eigentlichen Schemone Eßra dispensirte, und gestattete dies nur im äußersten Nothfall, woraus hervorgeht, daß die Zeitgenossen Abai's die Concessiou R. Josua's gern benutzten. Es war überhaupt R. Josua eigenthümlich, die Liturgie so viel als möglich zu beschränken lind abzukürzen. Sv hielt er das Maaribgebet für nicht verpflichtend. Eine Tosifta berichtet, daß derjenige, welcher sich auf einem Ort aufhält, wo wilde Thiere oder Räuber sind, nur ein kurzes Gebet zu verrichteil hätte, und R. Josua bestimmte dafür die allerkürzeste Formel: „Höre das Flehen deines Volks Israel lind erfülle bald ihre Wünsche. Gelobt seist du, Herr, der du das Gebet erhörst", während andere Tanaiten ein weit größeres Gebet für den an dieser gefahrvollen Stelle sich Aufhaltenden vvrschrieben. . ' 27