Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 1 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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denschaft in diesem Richterkollegium nicht vertreten ist, obwohl sie doch auch die Breslauer Märkte stark frequentierte, läßt sich vorläufig nicht feststellen. Vielleicht wechselte sie mit den mährischen Juden ab, denn wir haben ja nicht von allen Messen die Besucherverzeichnisse, sondern nur von einigen. Daher kann es möglich sein, daß auf anderen Messen die Prager Juden auch einen Marktrichter stellten. In späterer Zeit stellten auch die schlesischen Juden (so um 1720 die Glogauer Juden) einen der Breslauer Marktrichter. 34) Über diese Wiener Exulantenfamilie, die auch durch Mitglieder in Zülz vertreten ist, s. B. Wachstein, Die Inschriften des alten Judenfriedhofs in Wien, im Register. 35) Die betreffende Stelle — Stadtarch. Hs. J. 37, 3, f. 27b — lautet wörtlich: „Salomon Samuel, mährischer Schammos, erhält salvum conductum auf 4 Wochen auf sein Anhalten und der creditorum Consens, vom Tage seiner Ankunft, die er alsbald melden soll. Sub dato des 3. Sept. Ao 1691." Daß er aus Proßnitz war, s. BoeA 49, f. 236b, 252b, 320b. 36) BoeA 75, S. 61a/b (= NNN 466, S. 18b): „Salomo-n Samuel Perleheffter, mährischer Schammos, voller Schulden, welchen der Lehmann incarceriren lassen, der Herr Tilegrave aber, Kammersecretarius zu Hofe, und der von Wien hereinkommen, hat den 18. Dez. endlich dergestalt sich mit dem Lehmann besprochen, dass er ihn losgegeben; zeit aber, dass er hier gefangen gesessen, hat ihn vertreten Israel Hirschel aus Leipenig." 37) Darüber s. H. 3 dieser Zeitschrift S. 146. 38) BoeA 75, S. 84a „Salomon, mährischer Schammos, mit dem Weib im Pockoys-Hoffe". 39) So wurde er am 20. Juli 1700 als Zeuge in einer Klagesache des Berel Meyer von Kremsier gegen Lewin Moses aus Hamburg auf dem St. Klarenstift verhört: BoeA 77, S. 282, 285—290. Er sagte aus, daß Lewin Moses ihn vor 6 Wochen an der Maria- Magdalenenkirche gebeten habe, er möge dem Berel Meier sagen, „er sollte ihn mit den Leipziger Wechselbriefen zufrieden lassen, oder er wolle ihm andere Wechselbriefe herschaffen". Moises Abraham Kuh, vor Breslau wohnhaft, sei bei diesem Gespräch zugegen gewesen. Dann sei Salomon Josef aus Kempen vor 3 Wochen zum Zeugen gekommen und habe gesagt: „Schammes, weil ihr mein 17