Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 1 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 18 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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guter Freund, sagt dem Berel Meier, für 20 Rtl. und Stoff zu einem Rock will ich ihm Fälscheleien offenbaren". Als Berel Meier ihn darauf bedrängte, ließ er ihn warten. Am Freitag sei nun Salomon Joseph zu Beerel Meier gekommen und habe „zwey 17 kr. von ihm zürn Schabbes verlanget". Er wollte sie ihm aber nicht geben, bevor er ihm die Fälschungen offenbart hätte. S. Perlhefter gab ihm 1 17kr-Stück. Salomon Joseph habe dann, als der polnische Adlige, der „Kemppen in Mittung gehabt" hätte, nach Breslau gekommen sei, dem Berel Meier gesagt, „Bruder, es ist schon zu spät". — Man ersieht hieraus, daß die Juden sich bei ihrem Schammes zusammenfanden. 40) BoeA 82 f. 76/77. — Zum Verständnis des im folgenden abgedruckten Textes sei bemerkt, daß die Juden nach der neuen Judenordnung vom Jahre 1702 beim Eintritt in die Stadt ein Pfand erlegen mußten, wofür sie ein Zeichen bekamen; beim Verlassen der Stadt erhielten sie gegen Rückgabe des Zeichens auch ihr Pfand zurück. 41) BoeA 49, f. 320b (8. Jan. 1703). 42) Staatsarchiv, Rep. 17, II. 69 t. Sie wohnte bei dem Senkler Elias Düroff. 43) Am 27. 6. 1702 wird (BoeA 49) Salomon Ahron von Nikolsburg, „ein mährischer Schammes", als Breslauer Marktbesucher erwähnt. Ob er damals Salomon Perlhefter vertrat, oder ein mährischer Schammes gewesen ist, der in einem anderen Ort, wie z. B. Brünn dieses Amt innehatte, läßt sich nicht feststellen. Am 3. Juli 1702 war (wie a. a. 0. f. 236b hervorgeht) Salomon Samuel Perlhefter noch mährischer Schammes. 44) BoeA 75, S. 53 a—b (= NNN 466, f. 7). Recommendierte Juden Nr. 11 :> „Loebel Hirschel, ein Schneider, von Leipnig aus Mähren, vor dehn Ihro Exc. des Herren Hofkammerpräsidenten Frau Gemahlin Gräfin von Brauner (?) und Herr N. Tillegrave (s. auch o. Anm. 36), Hofcammersecretarius, inständigst angehalten, dass er hier geduldet werden möchte, der zugleich auch an Herrn Baron von Neidthardt von Hoff aus recommendiret worden, und dieser gleichfalls vor den Juden [hat] bitten lassen, darein man gewilliget." 45) M. Grunwald, S. Oppenheimer und sein Kreis, S. 198, Anm. 18