Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 139 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ibsen 139 Juden werden wird, darüber geben sie sich einem beneidenswerten Optimismus hin. Und die anderen, auch sie sind selbstzufrieden, sie verstehen ja kaum, dass wir im Galuth — wir meinen natürlich das seelische Galuth, — mitleiden an den Wider- Sprüchen des Lebens, an dem Gegensatz zwischen Forderung und Erfüllung. Aber den Wenigen, die den Willen haben, in sich hineinzuleuchten, sollte gezeigt werden, wie selbst eines scheinbar so religionsfeindlichen Mannes Werke als der Ibsen auf den ersten Anblick erscheint, fruchtbar gemacht werden können für die Abrechnung mit dem eigenen Selbst. Wir haben nur einen Ausschnitt gegeben, viele wichtige religiöse Probleme, wie das «יקד אמת pp, das bei Ibsen eine beherrschende Rolle spielt, wurden nicht erwähnt. Ibsens Werke mit ihrem Pessimismus und ihrer negativen Kritik können sicher nicht Führer sein, wohl aber Durchgangspunkt für die Würdigung der Welt- und Lebensanschauung des Judentums. Nicht wollend sprach er von den kahlen Höhen eisiger Weltbetrachtung das Segenswort über unser Volk und seine Lehre: Siehe ein Volk, das einsam weilt und unter die Völker nicht zu rechnen ist. J. W. Der Gottesdienst Synagogen der Gegenwart. in den Von Joseph Carlebach. III. Die Vorlesung aus der Tora. Die Männer der grossen Synagoge schufen unser Gebet, ordneten die Huldigung und Heiligung Gottes in der Gemeinde an. Aelter, weit älter ist das Gesetz von der periodischen, mindestens jeden dritten Tag sieh wiederholenden Tora vorlesung. Schon Mosche Rabbenu (und die Propheten seines Geschlechtes) spornten und regten Israel an, 80 berichtet Massecbeth Sofrim Kap. 10, an Sabbathen und Festtagen, an Neumonden