Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- Seite 628 (sequence 104)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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628 Bücherbesprechangen Hoffnung, Ehrfurcht vor dem Göttlichen, die Opfer“ etc. lauten. In den Abschnitten ״Die Psalmen über das Glück der Gottlosen“, ist der Inhalt der Ps. 73 und 92 nicht genügend ausgeschöpft. Yon diesen Ausstellungen abgesehen, ist zu sagen: Der Gedankeninhalt der Psalmen ist ausgezeichnet gegliedert und die erhabene Wucht und die zarte Innigkeit der Gefühlswelt, die uns aus den Psalmen entgegenweht, hat der Verf. in einer formvollendeten und zu Herzen gehenden Sprache dem Leser nahegebracht Das Buch wird besonders dem Religionslehrer zur Verlebendigung der Bibellektüre bei den Psalmen gute Dienste leisten. Max Grunwald; Geschichte der Wiener Juden bis 1914 der Schuljugend erzählt Wien 1926. Selbstverlag der Isr. Kultusgemeinde. Eine in gedrängter Kürze dem Verständnis der Jugend angepasste geschickte Darstellung. Die Periode von 1848—1914 nimmt nur für die 1600 jährige Geschichte einen unverhältnismässig grossen Platz ein (die Hälfte des Buches!). B. Isak Or Sorna, dieser grösste Stolz Wiens, nach unser er Auffassung, hätte schliesslich eine ebenso eingehende Schilderung verdient wie — Mosenthal. —h Ueber Mensirualgift. D. J. M a c h t - Baltimore (Proc. Soc. Exp. Biol. and Med. 1923 XX 265., 1925 XXH 208.) Der bekannte amerikanische Physiologe Dawid Israel Macht hat aus dem pharmakologischen Laboratorium der John Hopkins-Universität in Baltimore eine Reihe von Arbeiten veröffentlicht, die das Vorhandensein eines Menstrualgiftes sicherstellen. Schon seit langem war bekannt, dass Blumen, die mit dem Sehweiss menstruierender Frauen in Berührung gebrächt werden, schnell dahinwelken. Auf Grund praktischer Erfahrungen wurden auch Frauen während der Menstruationsperiode in manchen Konservenfabrikationsbetrieben von der Arbeit zurüekgehaltep, weil die Konserven dadurch litten. Macht konnte nunmehr in systematischen experimentellen Untersuchungen nachweisen, dass im Blut, Sehweiss, Speichel, Milch und anderen Sekreten von Frauen während der Menstruation ein Giftstoff (Menotosin) vorhanden ist, der chemisch eine Verwandtschaft mit dem Oxycholosterin besitzt Die Giftigkeit bezieht sich besonders auf Pflanzen, die dahinwelkten, oder — bei jungen Pflanzen — in ihrem Wachstum gehemmt wurden. Aber auch tierische Keimlinge wurden in der Entwicklung gestört, und schliesslich gelangt es Mach t bei Ratten, durch Einspritzung des mit Giftstoffen beladenen Blutserums ähnliche nervöse Symptome zu erzeugen, wie sie sich vielfach bei Frauen während der Periode zeigen. Macht, der persönlich thoratreuer Jude ist, hat bei diesem Experimente selbst an Beziehungen zu dem Gedanken der נדה-Gesetze gedacht. Und es läge *in der Tat nahe,'bei den Absonderungsvorschriften der תווית an die