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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 432

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 432 (sequence 100)
Language
German
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432 Wahrheit trad Frieden und bedeutet dort nach dem Zusammenhang (siehe Targum). ״Ist ihr Herz von der Thora getrennt, nun werden sie vernichtet“. Mit der inhaltlichen Schwierigkeit des Midrasch befasst sich u. a. Esriel Hildesheimer (Gesammelte Aufsätze Seite 42—44): ״Also Friede über Alles! Abgesehen nun davon, das diese Friedens״ liebe ä tout prix in Widerspruch zu unzähligen Stellen, ja zu dem ganzen Geist der Schrift steht, steckt in ihr auch Unvernunft sehr hohen Grades. . . . Obige Sentenzen wollen auch durchaus keine Beschönigung der Gesetzesverachtung um der Friedensliebe willen aussprechen. Der Midrasch besagt nur: Selbst wenn die ganze Judenheit der grössten Sünde, dem Götzen״ dienst verfallen wäre, kann Strafe sie nicht erreichen, solange Eintracht unter ihren Anhängern waltet; erst dann hat die Strafe Macht über sie, wenn Zwietracht sie gespalten hat. Hiermit kann aber nie und nimmer gesagt sein, dass um des Friedens willen Sünde aufhören soll, Sünde zu sein, nie und nimmer kann den יראים empfohlen werden, die פושעים nicht zu״ rechtzuweisen oder sich gar dem Götzendienste anzuschliessen, um mit diesen einig zu sein. Noch eine Deutung: Bei ein״ heitlichem Götzendienst kann Gtt. (gleichsam) keinen Ein״ fluss (zur Besserung) ausüben (אין אני יכול לשלוט בהם). Wenn nämlich ganz Israel sich zu jener inkarniertesten Form des Unverstandes, der ע״ז, bekennt, so ist dies ein Beweis, dass es ganz um seine selbstbewusste Individualität gekommen, dass es ganz vertiert, nur noch dinglich ist. Nun übt Gtt. bekanntlich auf יראת שמים keinen Einfluss aus, הבל בידי שמים חוץ מי״ש weshalb er es auch אברהם überlassen hat, der Mit״ und Nachwelt die Nacht zu erhellen. מציאות מצא הקב״ה Gtt. selbst will diesen Einfluss nicht üben, das Individuum ist noch nicht erwacht, weshalb auch für den Verführer (der im Menschen immer In״ dividualität vorfinden muss) keine Handhabe ist. אין השטן נוגע בהם Dies muss vielmehr der besseren Einsicht Ephraims selbst überlassen werden (הנח לו). Ist aber erst das Individuum in dem Menschen erwacht, erkennt er sich als Persönlichkeit, so macht sich dies in der Wahrung des Individuellen nach anderen Richtungen geltend; ist sie wirklich da, הלק לבם nun, dann ist

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