Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 92)
- Language
- German
- Belongs to
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90 Zu dem Aufsatz: Aus R. Akiba Egers Heimat per S i k a r i e r, von denen die Mischna nicht sprechen möchte. Die sämtlichen Waffenarten waren demnach nicht nnr bei römischen Soldaten, sondern auch bei den einheimischen im Gebrauch. Freilich empfanden die Lehrer des jüdischen Volkes es als eiue ״Schande“ (גבאי), dass ein Mann diese Gegenstände, die in schreiendem Gegensätze zum Ideal der messianischen Zeit stehen, trage, wenn auch R. Elieser anderer Meinungfjwar. Auch die Lanze ko\/r{ (61) kommt in der tannaitischen Literatur vor, und zwar als 11ל׳ של ברזל'), womit gesagt sein will, dass darunter die eiserne Spitze zu verstehen ist, wie L. es richtig darlegt. Die römischen Legionen (לגיונות) waren in Palästina allzu gut bekannt. Als Bestätigung der von Lundgren angeführten Josephus-Stelle (61 Anin. 7), wonach der römische Soldat au33er Waffen noch allerhand Werkzeuge mit sich führte, sei auf Mischna Kelim XXIX, 6 verwiesen, wo מעצר של לגיונות ״)Beila) genannt wird. Die Han^tstation des römischen Militärs war Cäsarea am Meere (54). Dazu stimmt gut was von Rabbi Simon, dem Sohne Rabbis erzählt wird, er habe in Cäsarea einen Legionär (לגיון; gesehen, dessen Kopf bis zu den Knäufen der Säulen reichte11). Mit diesen Notizen ist das tannaitische Material über das Heerwesen in Palästina keinesfalls erschöpft12;. Eine monographische Behandlung der Frage würde sich lohnen. Zu dem Aufsatz: Aus R. Akiba Egers Heimat. Von Dr. Leo Eger, Berlin. In der letzten Nummer des ״Jeschurun“ hat Herr Professor Dr. Fürst in seinem Aufsatz ״Aus R. Akiba Egers Heimat“ Mitteilungen gemacht, die auch für den weiteren Kreis von Interesse sind, von ganz besonderem Interesse aber für Mitglieder der Familie Eger und sicher von allen EgeFschen Familienangehörigen, die den Aufsatz lasen, dankbar begrüsst wurden. Trotzdem möchte ich mir erlauben, den Vorwurf des Verfassers, dass die Familie sich mehr mit der lebenden Deszendenz als mit der toten Aszendenz Akiba Egers befasse, für nicht ganz gerechtfertigt zu ei klären. Dem Unterzeichneten ist es gelungen, einen Stammbaum der Vorfahren Akiba Egers festzustellen, der etwa 48 Vorfahren von Akiba Eger enthält, Vorfahren, deren Zusammenhang mit ihrem grossen Nachkommen unzweifelhaft feststeht. Das ist nicht ganz einfach, wenn man die Schwierigkeiten jüdischer Familienforschung bedenkt. In diesem Stammbaum findet sich, was Herr .10) Sanhedrin 14 a. 1ג) Tanhama 3 § וישב vgl. Krauss, Antoninus u Rabbi S. 40. 12) Es sei besonders auf manche Stellen des Traktats ערובין verwiesen.