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Jeschurun · 1920-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1920) · p. Seite 257

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 257 (sequence 59)
Language
German
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Einiges über die Tätigkeit D1\ I. Hildesheimers ii ן Ungarn. 207 der im Jahre 1870 in Frankfurt a. M. anonym erschienenen biographischen Skizze1): ״Dr. Israel Hildesheimer״, S. 10—25 nachlesen. Eine grosszügige Schilderung seiner Freuden und Kämpfe in Eisenstadt findet man in der Gedenkrede Br. J. Wohlgemuth’s auf ״Rabbi Esriel Hildesheimer“ (Berlin 1902). Hier sei nur auf zwei Aeusserungen II.’s hingewiesen, durch die er selbst seine Tätigkeit in seiner Gemeinde charakterisierte, und die er im ungarisch-jüdischen Kongress getan hat. Ein Paragraph des Entwurfes der Organisations-Statuten für die Gemeinden bestimmte unter Anderem, dass jeder Rabbiner über seine Amtshandlungen ein Gestions-Protokoll führen sollte. Die Spitze dieser Bestimmung war offenbar gegen jene Rabbiner gerichtet, die ein derartiges Protokoll zu führen nicht im Stande waren. Welche Animosität im Kongresse gegen die Rabbiner herrschte, ־werden wir später sehen. — Da bemerkte II. in einer Rede folgendes: ,,Wir haben dreierlei Rabbiner. Erstens solche, die mit ihrer Gemeinde so gut wie gar nichts zu tun haben, die sich mehr mit der Schule befassen, die mehr Allotria zu treiben Zeit und Müsse haben. Ich muss gestehen, dass auch ich zu diesen gehöre. Diese können sich also leicht ein Gestions- Protokoll einrichten, weil — das das ganze Jahr leer bleibt. Nun aber gibt es auch mehrere Rabbiner, die eben nicht in dieser glücklichen Lage sind, die Ehescheidungen vorzunehmen haben, was bei mir, Gott sei Dank, noch nicht ein einziges Mal vorgekommen ist. Ich wäre, wie gesagt, in einer grossen Verlegenheit, wrenn ich ein Gestions-Protokoll anlegen sollte — es wäre gegenstandlos“2) . . . Bei einer anderen Gelegenheit hören wir H. wieder: ,,Sie können [aus gewissen statistischen Daten] beurteilen, dass mir meine Gemeinde viele Müsse für die über ihre engeren Gauen hinausgeh enden Angelegenheiten lässt, und das ich mit beiden Händen nach dieser Gelegenheit greife, die friedliche Gemeinde sich eben selbst leiten zu lassen, so viel dies irgend *) Wie ich hörte, soll der Verfasser Gustav Karpeles gewesen sein. 2) Rechenschafts-Bericht (s. weiter) S. 180.

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