Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1920)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1920)
- Date
- 1920-05-01
- Page
- Seite 258 (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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208 Einiges über die Tätigkeit Dr. I. Hildesheimers in Ungarn. geht, und schon mehr als hundert Jahre gegangen ist,8) dass ich überhaupt nicht gern amtsfungiere, daher, indem ich von diesem Paragraphen spreche, weder für mein Haus noch für mein ״D achstübcbena spreche.“4) Seine hauptsächliche Tätigkeit galt also der Schule und seiner Jeschiwa, In seinem nun-Brief ist auch die Verpflichtung enthalten, dass die Gemeinde 10 בחירים seiner Jeschiwa zu erhalten hat. Und in dieser Jeschiwa herrschte eine mit tiefem Ernst gepaarte Gemütlichkeit. Recht charakteristisch ist in dieser Beziehung was Rabb. Siegmund Büchler in seiner Bibliographie des R. Juda Aszod, (Budapest 1901) S. 02 ff. im *Namen eines Schülers von Hildesheimer, dem Dr. David Altmaun in Kesmark mitteilt. Es handelt sich um ein von den Schülern der Jeschiwa vorgetragenes wohlgelungenes ״Purimspiel“ dessen Thema die witzige Bearbeitung der talmudischen Diskussion ven ריהא מילתא war, und das mehrfache Anspielungen auf den Meister, die Rabbinerin und die Baefcurim enthielt. ,,Aus den Augen des Rabbiners Dr. Hildesheimer — schliesst die Berichterstattung — quollen helle Freudentränen über den gelungenen Spass.“ Es wäre von grossem Interesse, eine Liste der Männer zusammenzustelleu, die die Eisenstädter Jeschiwa besuchten. Mir fehlt es leider an den nötigen Quellenschriften und es seien hier dazu Andere angeregt. Eine derartige Zusammenstellung soll auch kurz angeben, wohin die Schüler später gelangten und die Ideen Hildesheimers in den verschiedenen Ländern in Gemeinde und Schule verbreiteten. Sprichwörtlich, ja man möchte sagen, legendenhaft war die Munifizenz und Freigebigkeit Hildesheimers und zu einer דבר מצוד, hatte der vielbeschäftigte Mann immer Zeit. Als er einst gegenüber R. Juda Aszod sich entschuldigte, dass er ihn nicht früher habe besuchen können, da er in einer Mizwah-Angelegenheit ״zu gehen“' hatte, — bemerkte R. Juda scherzhaft, das sei nicht :b Die Eisenstädter Gemeinde ist in Wirklichkeit bedeutend älter, s. Braun in A. Schwarz' Festschrift S. 501 f. 0 RechenschaftS'Ber. S. 188.