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Jeschurun · 1920-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1920) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1920)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1920)
Date
1920-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rabbi Esriel Hildesheimer זצ״ל. 0 Und diesen Weg hatte unser Meister bescliritten in frühester Kindheit und ist nie um Haaresbreite von ihm gewichen sein Leben lang; darum konnte er zum Führer werden der gesetzestreuen Juäenheit. Glauben und Wissen, aber vom Glauben zum Wissen. Ein!!!־deutscher Knabe, hat er erst die Jeschiba besucht und dann das Gymnasium absolviert. Das Tagewerk musste mit ״Lernen“ beginnen, dann durften die profanen Studien folgen. Im Mittelpunkt Thora und Talmud, im Kreise die nichtjüdischen Fächer. ״Es gereicht mir zur Beruhigung“, — so heisst es im dritten Bericht aus Eisenstadt1) — ״dass die wissenschaftliche Beschäftigung im richtigen Verhältnis zum עיקר, dem למוד התודה gehalten wurde“. Und unzählige Male hat er wiederholt, was er in seiner Abhandlung über die Jescbiba-Angelegenheit2) so feurig ausgesprochen: ״Es gibt nur ein Mittel, Begeisterung zu wecken, zu Mut zu entflammen, zur Tat zu entzünden, zu Opfern zu erziehen, gegen jede Unhill und jede vielleicht im Schosse der Zukunft verborgene Gewitterwolke zu stählen und zu waffnen, ein Mittel, das durch kein anderes zu ersetzen, dem kein anderes auch nur im Allerentferntesten nahe kommt, mit welchem Alles gewonnen ist, ohne welches aber jede heilige Regung in Trümmer fällt — dies eine Mittel ist eben Rückkehr zu ״.ש פ ופוסקים ״ ש״ם ופוסקיםLernen״ und immer wieder ״Lernen״ — das war seine Devise. Und darum brachte er, der doch dem Profanen so viele Jahre bat widmen müssen, es im Lernen zu einer Meisterschaft, dass eine ganze Welt in halachisehen Fragen sich an ihn wandte, brachte er es dahin, dass, als er kaum die Hälfte seiner Jahre ausgelebt, sein Name in wichtigen Ent- Scheidungen neben dem des ערוך לנר und des Würzburger Raw, der alten, hochbetagten, glänzte. Was er gewusst, wer will es zu schildern wagen, ״da weiter als die Erde das Maass und *) III. Bericht über die öffentl. Rabbinatsschnle zu Eisenstadt S. 6 2} Noch einmal über die Jeschiba-Angelegenheit .,Israelit“ VII, 1S66. S. 218.

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