Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 51 (19.12.1935)
- Date
- 1935-12-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ernst Lochner &Horkheimer Frankfurt a. M. v LiebfranenV Ort; as I. - Grgr. *1837. - Fernruf.292%S Herrenstoffe IäJä k für <ir .-*•!!-ehrn't und Straße. .Reise und rr stand fco's. Jndiüercnten, Ilmvisienden oder AbgefaUcnen liefze i:'.!S uzde'icn völlig gleiche ^ülthv Cv-i 'fiele-- dc-.r berufenen Vertretern de« .^ui'cut-um-j nu'imucv ein. ..-„innere. -lUhincm" v1 trerbon,--. d:’e liyrf:ff nynvendig wäre.; freittbcmn beqe tnc-tc- 3^>m den llnwinenden. auch solchen, die es ohne üzre ^chned feint, gern mit --f?ochtnut, in.il '^chelren - und Gezeter, wie er.leidstes io stannq.auf den großen transatlantischen Dampfern erfahren, Gr fugte noch hinzu, das; er vc-rmnilich ein ironnncr Jude geworden Iväre, loenn er einmal einen getroffen hätte, der ihn hingeleitet zum «»landen imd die Tora ihm würde nahegevracht haben. In Dan Francisco lernte er endlich einen älteren Menschen kennen, welcher die Lehre 'des Nlenno Simonis vertrat, einer evangelischen Sekte. die damals in dieser Stadt kliiige tausend Anhänger umiasste. Hier horte er nun zinmersten B.ale eine religöse Lehre, wenn auch eine sektiererisch eigensinnige, znsaminenhangend vorgetragen von einem Viaim, der mir manch intelligent, aber mit Leib und Seele für feine Dache eintrat. Was ' war, natürlicher, als daß der jüdische Dlann dem 'chriflliehen Prediger zniiel wie eine—reife Frucht, sieh lausen lies; und Memwnit wurde: und das nidst allein, er ergriis sein geistliches Besitztum mit solchem Feuereifer, daß er es fortab nieht nur für fiel; allein haben wollte, sondern bciclilvi:. unter die Leute zu gehen und k-:-dort nach denen Kras len zu verbreiten. Aus solchen Wegen. die ihn in angelfächfürlie Länder, aber amch vielfach nach Litenrvpa führten, geschah ec- .das; er in einer Bauhütte nmveit des grenzen Industriezentrinns D t a l i n g r a d , zivei jüngeren Männern begegnete, einem Juden und einem lRuifen. die er kurz zuvor kennengelernt, und ivelrlie er sogleich als sehr harmlose Richllommunißen durchschaute, «s ivar 'chon in iclir■ fräter Stunde,- als er mit den beiden zu'-anunenliockle. um vorsichtig tastend ein religiöses Ge'prach einzuleiten, das von jenen zwar inuie feindselige, Ahwchr aber anel) olme sonderliil'es Interene angenominen ivnrde. Die zivei Blanner begegneten den eindringliehen Bkalmnngen und dem (stestvisiensauruf des Nliisionars mit nichtigen Redensarten: der aber liest steh nicht sogleich, abfd,recken. sondern loard immer deutlicher und geriet am bube, a's ob er von einem Strom mnstisch-roeri'cher Diradeii fortgetragen würde, in die lodernde Gim. des «lanbensverkünders. Der nichtkomnuini'tifelie Jude indef'eit lächelte hin und ivieder vernolilen vor fiel, lstn. als' ob itnn etwas ganz Iernliegendes einfiele. Alsdann holte-er eine Eifen'ch'.cne hervor, beseitigte au ihr e:nc 'Jtnrahl Talglichtlein und schien nur-darauf zu ivarten. b:s der .Augenblick des Delnveigens gekommen und des Mennonilenbegeisterter Dch'.vallverftumime. . Als diefen jedoch keine Ermüdung anfiel, zündete der Justd:e ri.In lein an und begann, fröhlich seine -stopf bin und iier ustegettd, einen Singsang in Hebrancher Sprache. Ta brach der'Menüonil -jäl> ab. und sah erstaunt .mit rveitgeonneten Angen ans: der Russe schmunzelte gutmütig.' feine Pfeife entzündend und fragte feinen Gefährten nach dem Grunde -solchen -ouns. Doch der Prediger hatte schnell erfaßt, daß es . sich hier um Chaniikkalichtlein und das ehedem fv geliebte „Moautz zur", heuchelte. ivelches freilich von dem Feiernden . nicht mit. der bei den.'Juden an Deutschland verbreiteten. Pfelodie gesungen stvurde.. ch s.... - Nachdem der Jude das Singen beendet, ststand' er Rode und .Antwort mit allerhand Ausflüchten und.Erklärungen., daß dieses-alles ■ weder religiös noch.national gemeint fei, fort- dem einfach . eine Erinnerung und gewohnter' Brauch feiner Jugendzeit, von dem - er .-nicht leicht lassen möchte. ..Was st", sagte er. „bin ich denn Diationalist( Bin ich vielleicht klerikal? Bewahre, bewahre!" Obschvn er gut wilßte. daß fein rnffifcher Geführte kein - Genvue sei. bemäntelte er sein Tun mit fauler Witzelei und den allcrdümmsten Entschuldigungen. - i Tie Lichtlein aber warfen ihren schönen Schein auf das Gerümpel der Baracke und aufden fast erschrocken.dantzenden Alennvnitenprediger.. welcher kein Wort mehr sagte. LIiLNuIrlcL-Feiern 22. Dezember, 16.20 Uhr: Jüdische Rescirmgcmeinde. Kiiiderseicr, ÄurfürftcnftraBc 115—116. 17 Uhr: eandschutheim (iaputh. Theaterausführung. 2>> Uhr: jüdische uiieiormciemeinde.. Chänukka- Feier der pui-zendgemeinschafr, .Uurnrrstenstr. 115 116. - 25. Dezember, 20.45 Uhr: Chanukka-Festabend zu- . ciunsten der pidlschen Winterhilfe. ' . Ansprache , Dr: M. ^warscnikp. Mitwirken.de: Lberkantor Neumann.. C. . Lbwiirfly zEtow,. . Ruth Cvndell, ->Nelly Hirs,h. . ' u Karten zum P reise-.van 1,50 und 2 RM sind .erhältlich: : der- .der - äildlichens .Winterhrtke.' Raseirslratzc' L—4 Norden. 6711 Apparate' G und 25j,, beim -Philo Perläp. Pariser ^trahe 44, bei der-Buchhandlung. CrnstWotö, - .Präger Platz-.4. im Caiü Leon', Kurfürstendamm 156—157. und im Brüder- - vcreinshauS, Kurfürftenstraße 116. 26. Dezember, 16 Uhr: Tynapoge Kaiserstraße. Ansprache: Rabbiner Tr. Lingermann. 28. Dezember, 20 llljr: Lynapoflenverband Berlin, Gruppe R y k e st r a tz e, Festansprache Tr. Lwarsenskp. . Nendenziestsäle, Landsberger Ltraße 21 20.15 Uhr: Friedenstempcl. Chemja Winawer mit seinen 30 jüdischen Längern. Jüdisches Leben und jüdischer Geist Robert Weltsch: „Theodor Herzl und Achad Haam.“ . Tas Lberthema der zweiten Donnerstag-Bortragsreihe „Eigenwelt und Umwelt im- Werke jüdischer Gestalter" hatte Tr. Robert Weltich an den Per'önlichkeitcn Theodor Hcrzls und Achad Haams abzuhandeln. Es mag für manchen Nichtzwnislen ein beherrschender Eindruck gewesen fein, wie diele Konfrontation dreier Zionisten — denn der Redner selbst ging als Eigenpersönlichkeit in sic ein — den Generalnenner „Zionismus" als allzu primitive Abstempelung eines außerordentlich differenzierten GedankenkomplercS erwies. Mochte, er auch als Kennzeichnung nach außen, etwa gegenüber den zuletzt' behandelten Tcnkern Franz Rosen zweig und Jakob Wassermann, weiter seine Gültigkeit behalten.— nach ■ innen zu taten sich genzaltige Riste auf, in seinen Grundlagen sowohl wie in seinen Zielen. Weltfch wehrte sich zivar zunächst dagegen, den großen, durch die Geschichte des Zionismus hiu- ' durchgehenden Gegemäl; zwilchen dem Politischen und dem spgenaniüen „Kiiltnrzionismus" an Herzl und Achad Haam zu erweisen, weil er diese --- übliche. Gegenüberstellung als zu schematisch und . äußerlich empfand:, aber es zeigte sich doch, daß sie einer Berüe'ung sehr wohl .zugänglich ist und daß sie so für das Berstäudnis lveiterer Kreiie durchaus fruchtbar gemacht rocrden kann. Ter ' Redner ging von derLst-West-Dpannung un' -^zudentnm ans, die, ein Donderialt der iveltgcschichtlichen Tiiualion. sich durch eine Zeitdisferen.z - — das öüliche Judentum lebte bis gegen den Ausgang des lü. Jahrhunderts im Mittelälter, während das loestliche einen ' 150 Jahre währenden Gestaltivandel zur lsteuzeit durchmachen durfte — und durch eine Tuaniitätsdisferenz — das oft-' lidie Judentum lebt zum großen Teil in Massen- 'stedlungen. das westliche nicht — erklärt. Achad Haam wurzelt ganz im L'len und steht dort in einer Reihe nnt den großen geistigen :>chvolutionen gegen die Erstarrung und die Unduldsamkeit deS Rabbinismus, als. die wir den Chassidismus sind die Haskala auszufassen haben. Ten Chorveive Zion, den Zionsliebenden, jener frühen östlicher) zionistischen Organisation wurde er Gegner upd Führer zugleich. Er kritisierte die Emanzipation als innere Knechtschaft bei äußerer Freiheit und proklamierte die Eroberung der Herzen durch das nationale Gefühl. Lein Ziel war die Gründung eines geistigen Zentrums in Palästina, von dem ans neue geistige und kulturelle Kräfte in die Diaspora ausstrahlen sollten. Tiefe neue gemeinschaftsbildende Rückbeziehnng auf das Land sei durch die zunehmende Auflösung der religiösen Bindungen notwendig geworden. Achad Haam war ein unerbittlicher Feind der Selbstgerechtigfeit mit» ein Fanatiker der Wahrheit. Als im Berlaufe der Araberunrnhen des Jahres 1922 bekannt wurde, daß sich, Juden tätlich an Arabern' gerächt hatten, fand er schärfste Worte der Verurteilung. In entschiedener Abkehr von einer Entwicklung in Palästina, die solche Zustände vielleicht sanktionieren könnte, rief er aus: „Wenn das der Messias ist, dann, soll er kommen! Ich will ihn nicht sehen." Theodor Herzl ist ganz Westler. Westcnropäer sogar viel mehr als Westjude, denn vom Judentum iveiß er zunächst nichts. Und auch nachdem er während der Vorgänge um Treytuß in Paris den inneren Durchbruch seines Judentums erlebt hat, ist es fast nur die äußere Jndennot, die ihn ,zum Handeln zwingt und die fortan sein Leben bestimmt. Don der inneren Judennvt ivird er nicht ersaßt, weil er sie nicht verstehen kann. Leine- Idee des Judenstaates —zu genau bekannt, als daß hier mehr darüber gesagt zu werden brauchte — umfaßt die äußere Rettung der bedrängten Juden, nicht ivie bei Achad Haam die Rettung des bedrängten Judentums. Mag so seine-Lehre auch für den heutigen Zionismus nicht mehr in allen Punkten gültig sein — sein Leben, daß er verschwendetesür die. denen er helfen wollte, behält seine 'Gültigkeit zu jeder Zeit.. Im Nahmen dieses Dorlragsberichtes^ der tm* Andeutungen des außerordentlich reichhaltige». Ltosses geben kann, ist ganz gewiß nicht, der' Raum für eine Kritik der dargestellten Lehra ' Meinungen. Abschließend sei nur bemerkt, daß es wohl tat, gedanklichen 'Auseinandersetzungen aus einer Zeit stolgen zu dürfen, in denen man sich noch der Führung von Erkenntnis und innerer Entscheidung überlassen duritc und nicht nirp der gewaltsam drängenden Wirklichkeit. Dr. E. R.-J. : Eduard Strauss (Frankfurt a. M.): „Religion und Vernunft!“ An! Stelle des ursprünglich geplanten -Ge- . .schichtskurius. für Jnge.ndsnhrer von Gemeinde- - rabbiner Grueiiewald i-Mannlselniß. £>cr auf einen fpiirercn Termin verschoben -werden, mußte, wär es-Etetzter Llnnde gelungen- Dr. Eduard Ltrauß- XFrLikstirt. -a. M.) zu. einem Bortrag für die Führeiv-'uttd Aelteren der Rlünchener Bünde zu gewinnen. Ans Einladung der Atünchener israelitischen Kultnsgemeinde und des Ortsrings^ der Jugcndverbände sprach Tr. Ltrauß über „Religion und. Verntinit". Eduard Ltrauß umriß die religiöse Vorstellungswelt als die Welt dessen, was vor und nach unserem Leben in geheinmisvollem Dunkel liegt. Tie Vcrnunst, deren Vorherrschaft ' über alle .. Pllistcrien schon die . jonische Philosophie vor 24 Jahrhunderten postulierte und die bis ins 19. Jahrhundert hinein immer auis neue iestgesetzt wurde, hat ihre recht eiiggezogencn Grenzen, die wir heute, trotz der großen und bewundernswerten Ideen Kants und Lchleiermachers fühlen. An nichts wird diese Unzulänglichkeit und Leere eines reinen Bernunftglaubens so klar, wie an dein tiefen Erlebnis, das uns Rosen,zweig von Hermann -Cohen berichtet, der in Tränen 'ausbrach, als ihn, nach einer langen ^)lnd. aufmerksamangehörten Darlegung feines Ltzstems, ein kleiner Landjude 'fragte: „Lehr schön, Herr Professor, und wo bleibt der Baure Auloin?" Auch die Gefühlsreligion, die Schleiermacher .zu schaffen, versuchte, als er verspürte, in welchem Zivicspalt der moderne Mensch fei, wenn er alte. Gläubigkeit mit Rationalismus und Aniklärnng zu vereinen bemüht ist. spricht nur eine Aleinnng und keinen Rat für Suchende aus. wenn die Frage nach dem Lchöpiec und dem Erlöser gestellt wird.^ In der fruchtbaren Ausspräche konnte Eduard Ltrauß scineAusführungen, insbesondere über unsere eigene jüdische Stellung inmitten dieser Probleme,, noch wesentlich per- ' tiefen. - _ ■ H. L. ^Leipziger Lehrhaus-Lehren." Das Leipziger jüdische Gemeindeblatt geht ans die Aleinungsver» schiedenheit nochmals ein, die in der Beurteilung der Veranstaltung des Leipziger jüdischen Lehrhanses^ mit den Herren Tr. Alterkhum und Tr. Lemle als Redner zwisckien uns und Kreisen des Leipziger Gemeindevorstandes besteht. Es wird ein Schreiben an uns zum Abdruck gebracht und hinzngesügt. daß man es uns in Erwartung . unserer Loyalität zur Dervssentlichung in der E.-V.- Zeitung geiandt habe, das wir es allerdings nicht vcrössentlicht Hütten. Wir und ans die Loyalität unseres Blattes als einer bekannten Tatsache stolz, aber sie findet ihre Grenze an unserer lleber- . zeugung von der Richtigkeit oder llnrichtigkeit uns zur Verössentlichung übersandter TarsteUrmgen. Das Patenschastskomitee des Schultverks der Adatz Jisrocl, dessen rührige Tätigkeit bekannt ist, lud ^zu einer Wohltätigkeitsmatinee in das Admiralskino. Drei erfolgreiche Kulturfilme der letzten Zeit . wurden gezeigt. Ter gute Besuch der Deranstaltung läßt erwarten, daß der gute Zweck, weitere Alittel aufznbringen, um die Kinder der Aermsten zu Chanukka mit warmer Kleidung und sestcrii Lchuhzcug zu beschenken, erfüllt wurde. SG Vom Reichsverbänd Jüdischer Kulturbünde Das Tentitie Nachrichtenbüro teilt mit: „Jni Ei.nvernelnnen mir dein Geheimen Staats vuni iiat >ieichskuliurwaller Hinkel. de r Ile berwaduiua der kulturnt tan zieu Jnd! dentsicheu Rß'idis- -. di Direkkor Georg 'Kares ki iitglied d staudes der Jiidifeilen ( '.eiude B zum veraukwovt- -er des-: 'leicki, -rdaudes südiickier .Kultur .de destir fein Intendanten Singer. im Bor'tand des Üieidl-:-: u'vb -rdlei ist. wmben , Leitung staltuu di D en "Nidstarieriv de. der Jai'aininenfdihiü :u Berei::ig:::ig geneliinigt. Zrnn^ Leiter^ dieier Bereinigung Ga!deron8 „Krone Üavid8" im Nreslauer Kulturbund d r a m a. mreden .erweck! es ist in der er srevelt gegen den Vater, bekriegt ihn und findet schließliai durch-den Feldherrn Joab den Tod. Adonias frevelt gegen die Brüder, und David iit ielbn in Schuld verürickt. Er kann nickst.strafen.. seine Liebe zu seinen Kindern sieht über der Pflicht, die er als König zu' erfüllen hat. Nur Salomen bleibt frei von schuld. Ealderon hält -siä, ziemlich treu an die Bibel. Geringe Berändernngen fallen auf. Das. Weib Thekoa der Bibel, die für Ab'alvn Gnade erbsttet, rvird im Drama Ziir Seherin Teuca. So kanri Abfalon ihre Brophezeiung. er iverde einst dura, feine Locken hochkvinmeii. nur auf feine erstrebte Tbronbeneiguiig und nicht aus seinen . Tod bezipben. Tbainar. von der in der Bibel nicht niclir die Rede m, liackidein 'Ainiiou sie verstoßen bar. wird bei Ealderon nach Amnoiis Tod^ zu einer furchtbaren . Kriegerin. die Al'falviiL Aufwand gegen David unierünut. In der im allgemeinen _t re-.icn der . biblischen Borgänge liegt z:vei'cllvs ei-ae gewisse Tchiväche der Ealderov.'cheii Konzeption-.- Tie ■ Erzäblung der Bibel iß eben uiciit ohne, weiteres zu dramaliüereii. Das Ttiamar-Trama. und das: Absälon- Traina ba-ßen rn:t größerer dramatischer Echtheit jeweils für nch durch.',enrhrt werden können. Tatsächlich bat Ealderon . den d.rineii' Akt der Tragödie ..Tie Raav Tvamars" feines.Landsmannes Tirw de Aü'liiia inigeräiiderl als. zweiten Alt in i'e::i 2r-er! ein.ic'ngi. Eaideron gab seinem WK'rk auäi kerne Tendenz., ihm genügte die Ausarbeiruug-der in der-Bibel ziini Teil nur angedeule'.en Ebarakrere: er fand. in dem Geschehen rim Tbamar im übrigen einen Stoff, an dem er. wie an dem ahnlickien- Vorwurf anderer Werke l..T:e Andacht ziim Kreuz". -„Ter Richter von.. ßalaniea'i st::;? Aiisänuung vom spanischen Ehr--- ' hält sich inseiner freien.Rachdichnal wörtlich an die lleber.setznng von irich Gries (18291, hat jedoch viele rchlich neuge'äit-iffen und das ganze mmenge'aßt. Seine Sprache ist ebenso ielleiter• .der- Breslauer Ausführung, a j ch o w , bat vepsÄcht. dem Trama, entsprechend dein neugewählten Titel, einen tieferen Sinn zu geben. Das Problem von Schuld -und Sühne sollte deutlicher erkennbar werden. Ohne Ziveifel ist es gelungen, Salomon, der als einziger frei von Schuld bleibt und deshalb zum Träger Per Krone Davids ausersehen ist, etwas stärker hervortretcn zu lassen, obwohl das noch ausgeprägter geschehen könnte. Für die Aussührnng ist dem Breslauer Kitltnrbnnd und dem. Spielleiter zu danken. Die Schwächen der Konzeption träten zurück gegenüber der dramatischen Wucht, mit der namentlich die! ersten Szenen abrollten. Tie Nnsführung vermittelte stärkste Eindrücke und fesselte von Anfang bis zu Ende. Die kleine Saalbühne war durch Vorhänge in drei Bühnen geteilt, so daß sich das Spiel reibungs- . los und überaus rasch abwickeln konnte. Die .ausgezeichneten Bühncnl'ilder wurden — auch das iß beinerkensivert — in kollektiver Zusannnem arbeit des technischen Personals und des Spielleiters geschaffen. Die Kostüme hat Alice C o h n, Bre-slan, mit viel . Geschick entworfen. In der Farbwirkung von künstlerischer Harmonie, waren sie keinem bestimmten -Zeitstil angeglichen. Tie Leißnngen der Darßeller waren, der Regieleistung. faß durchweg ebenbürtig. Ben S p a§ i e r zeichnete groß und sicher angelegt den König David als gerechten, milden Fürsten- und liebenden. Vater, der über sein, schiveres Schicksal hinansiväcl-ist. Alircd L i ch t e n st c i n bot wohl die reiiße Leistung:, sein Arnnvn war in der Schiverrnut. und in der Zügellosigkeit der Begierde von ' gleicher unmittelbarer Kraft. Ueberaus stark Erna E o h n (früherer Künstlername Erna Lorenz) als 'Teuca. Ihre große Weissagungsszene packte und ergriff. Hermann Schindler -gab dem Abialon die richtige Eharaktcrisiernng. des eitlem-isur auf 'einen Vorteil bedachten Höflings. Tie Thamar (Haust Schottenfels) war als-' liebende Schwester und als grausam enttäuschtes Weib durchaus hinreichend dargestellt. .. Fritz Ritter gab Absalons Hel'er Ahitophel gut ausgeprägt als skrupellosen Intriganten. Herbert Meverowitz. (Herbert MaihokF zeichnete den Feldher-.-n Joab klar und sicher als nnbeirrten Verfechter.des Rechts. Berthvld S e g a l I (Berndt) war ein sympathischer Salomon, der Adonias Erich Köhlers und der Huiai James- E l sncrs traten wenig hervor. Ter Simei Georg F c l d in a n n s zeigte zuviel von schlechter Routine., Heinrich Markt hatte eine Reihe von Chören zu einer wirkungsvollen Bühnenmusik zusainmengestellt. die er.selbst betreute. Tas Ganze war ein großer Erfolg, der sich aus andere Kulturbundbühueu svrtpflanzen sollte. Kurt Schwerin. Theater und Musik Professor Michael Wittels (Köln) hat in Bukarest mit großem Erfolg in einem Konzert Beethovensb>-clur-Konzert gespielt und einen Bach-Abend gegeben. Er ist daraufhin zu zwei weiteren Klavierabenden im Januar verpflichtet worden. Augenblicklich spielt der große Pianist . in Palästina. Emanuel F euermann spielte mit den „Wiener Philharmonikern" unter Oswald Kabasta dos Eellvkon'zert von Haydn in der Original-, faisting. Auch der berühmte Cellist Gregor P i a - ^igvrsky konzertierte in Wien mit großem Tie. Staatsoper Wien studierte Mey erbe er s „Airikanerin" neu ein. Ter Verwaltnngsausschuß 'der Mozart- '; Stiftung in Frankfurt a. M. schreibt, wie die. „Fränkische Tiigeszeitung" berichtet, ein neues Ltipendium aus, das am 1. September 1926 vergeben werden soll. Ter Meldung der Bewerber um das Stipendium ist der Nachweis der arischen Abstammung beizufügen. Die „Allgcm. Musikzeitung" berichtigt: In unserer Mitteilung über die All s u u hin e v o n— jüdische n K o mp oniftcn i n Verlags- Verzeichnisse n in 'Jh. 49 der „AMZ" muß es statt, „der Präsident der Reichsmusikkammer" heißen: . der Präsident der Reichskulturkammer hat entschieden . . ." Die Anfrage ging nicht, wie angegeben, vom Deutschen Mickikalidn - Verleger - Verein, sondern ' dem R e i ch s v e r b a n d der Deutsche n M u s i lalienHändler aus.