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Central-Verein-Zeitung · 1935-10-24 · 43 (24.10.1935) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
43 (24.10.1935)
Date
1935-10-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr.43 * 2..Beiblatt 24. Oktober 1935 Eröffnung des Berliner Lehrhauses Mit der Veranstaltung über -das Thema >.U n s e r e r e l i g i ö s e S i t u a t t an' begann das Jüdische Lehrhaus, Berlin, am Donnerstag, . dem 17. Oktober, int Brüdervereinshaus, sein . neues Semester.'Eine zahlreiche Zuhörerschaft hatte sich eingesunden, und daß sie sich zum großen Teil, ans Menschen zusammensetzte. denen die Interessiertheit für die Dinge, um die es 'ging, an den Mienen abzulesen., war, mag als besonders schönes „, Omen für . die Werbekrast un d , B e- . d'e u t u n g : des Lehrhausgedankens. in unserer^. Zeit gelten, ', ' " Rach begrüßenden Worten von Dr. Alexander namens des Gemeindevorstandes mtd des Lehrhaus-Kuratoriums, begann unter der Leitung von Dr. Fritz Bamberger und Dr. Paul Eppstein das Dreigespräch zwischen Dr. Bertha. Badt-Strauß (Berlin). Rabbiner Dr. Heinrich Lemle (Frankfurt a. M.) und Rabbiner Dr. Ignaz Maybaum (Frankfurt a. d.^ Oder). Gar mancher mag r-' vielleicht auch im unwillkürlichen Gedenken an Heines ..Disputation zu Toledo'" — einem solchen religiösen -Dreigespräch mit einer gewissen Skepsis entgegengesehen haben. Will doch bei solchen Gelegenheiten häufig „ein jeder seinen Gegner ad absurdum führen", und zwar meist mit Argumenten, die er bereits seit Jahren und Jahrzehnten mit unerschütterlicher und unerschütterter- Dogmatik -konserviert hat. Aber eine solche Skepsis erwies sich im vorliegenden Fäll als völlig unbegründet; im Gegenteil: in so mancher Stellungnahme und in so manchem Argument des. einen Gesprächspartners wird der andere gute Bekannte aus dem früheren eigenen Arsenal geistiger Waffen wiedergetroffen haben. - . . Das Gespräch verlief nicht einheitlich. Es wurden in diesem Trio viele Themen angeschlagen, aber nur wenige durchgeführt. Die Lebendigkeit der Aussprache ging teilweise aus . Kosten der Systematik. Bertha Badt-Strauß hatte es übernommen, die Rolle der Fragenden, die sie sehr anschaulich mit der Funktion, der fragenden Kinder aus der Haggadah verglich, zu spielen. Sie schnitt zunächst das Problem an. ob das erhebliche Anwachsen des Synagogenbesuches auf eine neues Erstarken des religiösen Gefühls unter den Juden schließen lasse. Lemle bejahte diese Frage bedingt. Biele treibe mehr die Sehnsucht nach der Gemeinschaft in die Synagoge als eine spezifisch religiöse Stimmung. Wer trotzdem biete das Erlebnis des Gottesdienstes auch für diese Schicht von Menschen eine religiöse Chance. Gleich ihm bejaht auch Maybaum das Borliegen einer religiösen Bereitschaft. Um unser Menschentum zu retten, sagt MaybÄNn, müssen wir unser Judentum wiedergewinnen. . . Was findet, so lautete die nächste Frage, der „Baal Teschuwa". der Zum Judentum ZurüchkehreNde, bei seinem Bemühen,um ein neues jüdisches Leben vor? Zunächst, sagt Mavbaum. die Parteien; das bedeutet nach seiner Einteilung den Liberalismus, die Orthodoxie und den Zionisnurs. " Diese Parteien können aber, niemals die legte jüdisch legitimierte Bindung sein.-Letzte Bindung sei vielmehr die ihrer religiösen Ausgaben bewußte Gemeinde, die Kehilla Keduscha. *— Jetzt gleitet die Diskusston ab. In einem Wortgeplänkel sollen die Beziehungeil zwischen Judentum und jüdischen Parteien aufgeklärt, werden. Lemle wendet sich, gegen-die Bezeichnung des Zionismus als Partei. Maybaum hält sie für dicienigen zionistischen Gruppen aufrecht, für die-,jüdischer Rationalismus,, politisiertes Judentum'bedeutet. Der'Rest, der zum Judentum znrückkehren wird. istnach Maybaum -im.Gegensatz zu Lemle nicht weniger, sondern mehr als das jüdische Bolk. Den jüdischen Rationalismus als Realisierung der Zionsliebe bejaht 'auch Maybaum. . - , Rach diesem Intermezzo wendet sich die Diskussion der Frage nach den, -jüdischen. Formen zu. Judentum ist heute da t'aeto, nach Maybaum, liberales Judentum. Ter jüdische Liberalismus, der mit dem Protestantismus verglichen wird, trage der Tatsache Rechnung, daß wir nicht mehr im Mittelalter leben. Lemle meint, daß man bei der Stellungnahme zu jüdischreligiösen Formen von den Menschen und ihrer Situation äilsgehcn müsse. Er erläutert dies sinnfällig an dem Erlebnis' eines Jilgendbundes: als diese Menschen einen Kameraden verloren, spürten sie das Bedürfnis, ihrer Trailer auch eine Form zu geben, und kamen so dazu, den Brauch des Kaddisch auszunehmen. So. meint Lemle. wird die Praxis aus dem Wunsch nach Verwirklichung erwachsend Das Gespräch, wendet sich nun der Frage: P a l ä st i n a und .Diaspora zu. Beide Partner sind sich einig in der Bejahung Palästinas. „Ein Judentum ohne Zionsliebe ist kein Judentuni". sagt Maybaum. In der Bewertung der beiden jüdischen Taseinsforinen Palästina und Diaspora aber scheiden sich die beiden Sprecher vo^nander, wobei sie allerdings in ihrer Polemik wcitergehen. als es ihren Grundposttionen entspricht. Maybaum bestreitet z., B.. daß ein prinzipieller Unterschied zwischen der jüdischen Lebensform in der Diaspora und in Palästina bestehet Demgegenüber muß aber auch von einem uichtzionistischen Standpunkt aus, ohne daß damit ein Werturteil gefällt wird, festgestellt werden, daß jüdische Menschen in Palästina - in unendlich zahlreicheren Lebensbezirken Misch erfaßt werden- (Sprache, Land. Wirtschaft usw.) als in der Diaspora; selbst wenn man hierin nur einen quantitativen Unterschied zur Lebensform der Diaspora, sieht, so ist dieser doch so groß, daß er in einen qualitativen umschlägt. Weit abwegiger aber noch erscheint uns die primitive Ueberbewertung Palästinas durch Lemle, der meint, in Palästina seien die Juden von allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungstendenzen der Welt unabhängig. Einen wichtigen Gedanken warf Lemle in die Palästinadcbatte, indem er darauf hinwies, daß, die Juden in Palästina m bttg stärkerem Maße Gelegenheit hätten, die ethischen Grundsätze des Judentiims zu bewähren, als in der Galut, wo ___(Fortsetzung iunseitig) Bibliographie idi/cher Werke I. Nachschlagewerke, Anthologien und Zeitschriften A. Nachschlagewerke Zur Orientierung über einzelne Fragen, zur Klärung von Begriffen und zur Fe»tate!lung biographischer Daten gibt es hervorragende Hilfsmittel, von denen wir hier die wichtigsten aufzählen: 1. The Jewish Encyclopaedia, 12 Bde, New York und London, 1901—1906 Wir weichen bei diesem Standardwerk jüdischer Wissenschaft von unserem Prinzip,' nur deutschsprachige Werke zu nennen, ab. — Obwohl bereits in vielem überholt, bietet die J.'E.. noch sehr viel, was in den deutschen Encyclopaedien nicht zu finden ist. Besonders reichhaltig ist sic an Biographien von jüdischen Persönlichkeiten der vergangenen Jahrhunderte. 2. Encyclopaedia Judaica, bisher lOBde (bis L einschl.), Berlin, Eschkol, 1928—1934 Die grösseren Abhandlungen -dieses von den ersten jüdischen Gelehrten unserer Zeit heraus-. gegebenen Werkes bieten oft gaiiz. ausgezeichnete Ueberblicke und Einführungen in d.is betreffende Gebiet. Die ganze hülle jüdischen Wissens wird überschaut und — mit vielen 'Illustrationen versehen — in-alphabetischer Folge abgehandelt Es Ft zu horten, dass das Werk vollendet werden kann. > 3. Jüdisches Lexikon, S Bde., Berlin, . Jüdischer Verlag, 1927—1930 (auch im Zusammenhang mit literarhistorischen u. a. Problemen) ist dieses Werk besonders wichtig. B. Anthologien Ausschnitte aus der gesamten jüdischen Literatur in deutscher Ucbcrsetzung geben folgende drei 1. Julius Höxter: Quellenbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur, 5 Bde., Frankfurt a.M., Kauffmann, 1927—30 Eine Sammlung von Proben aus der jüdischen Literatur aller Zeiten in chronologischer Folge. , Lim einen Einblick in die Epochen jüdischer Geschichtezu bekommen, sollte man dieses Werk stets heranziehen. 2. Nahum Norbert Glatzer und Ludwig Strauss: Sendung und Schicksal. Ein jüdisches Lesebuch. —— Aus dem Schrifttum des nachbiblischen Judentums. Berlin, Schocken, 1931 Diese schöne Auswahl bietet in der Flaupt« sache religiöse und philosophische Texte.' Sehr viel bisher Unbekanntes wird in künstlerischer Ucbcrsetzung geboten, so dass dieses . Buch ein wirkliches „Lesebuch“, ist. 3. Jisrael — Volk und Land, herausg. vom Deutschen Hechaluz.' Berlin, 1934, Kommissionsverlag Kedem. Hier ist alles in knapper Form dargestellt. Da das Werk vollendet vorhegt, so wird man bei fast allen Fragen darauf zurückgreifen können. 4. Philo Lexikon, Berlin, Philo Verlag, 16.—27. Tausend, 1935 In einem kleinen Band wird stichwortartig alles jüdisch Wichtige von den ältesten-Zeiten an bis auf die allerneuesten Fragen gegeben. — Für jeden, der irgendwie jüdisch arbeitet, cm unentbehrliches Nachschlagewerk. 5. Religion in Geschichte und Gegenwart, 5 Bde. und 1 Registerband, Tübingen, Mohr, 2. Ä. 1927—1931 Alle mit der Religion z.usammenhänizendcn Tragen sind von fachkundigster Seite behandelt. Ueber die das Judentum betreffenden .Siith- . worte ist sowohl von christlichen Theologen als auch von jüdischen Wissenschaftlern geschnoben. Für die Fragen der anderen Religionen Die ständige Verbundenheit der Juden mit Palästina soll in dieser Sammlung gezeigt werden. Sie gibt so einen Durchschnitt durch die jüdische Literatur aller Zeiten. Der Flauptteil des Buches ist dem neuen Palästinaaufbau gewidmet. Auch hier ist vieles erstmalig in deutscher Sprache. Besonders wertvoll ist das. Buch neben Nr. 2. C. Zeitschriften Liier sollen nur ganz wenige für das jüdische Leben wichtige Zeitschriften genannt werden. Zuerst zwei nicht mehr erscheinende Zeitschriften: 1. Der Jude, hg. von Martin Bub er. Erschien 1916—1932 Ueber viele der wichtigsten Fragen jüdischen Seins ist hier von kundiger Seite geschrieben worden. 'Die einzelnen Jahrgänge sind eine Fundgrube für 'jeden, der sich 1 ür jüdische Dinge interessiert. Die Löwenfelle Legende um König Salomo Von LEO HIRSCH Als die salomonischen Meerschiffe nach dreijähriger Fahrt wieder nach Ezjon Gaber heimgekehrt und die vierhundertund,zwanzig Barren Goldes, die riesigen Elsenbeinzähne, die kostbaren Hölzer, die Affen und Pfauen ausgeladen und an die Orte ihrer Bestimmung gebracht waren, lud König Salömo die Schiffshauptleute zu sich, um ihre Erlebnisse im Reiche Ophir zu erfahren. Ta klagte einer von ihnen einen Steuermann Namens Obal an, der ein Löwenfell erjagt, indessen sich geweigert habe, es dem Hüuptmann sür den König abzuliefern. ~ f König Salomo, dessen Art, es, war." immer beide Parteien zu. hören, auch wenn der Streitfall nichtig oder von Anfang an klar war. ließ den 'Steuermann Obal kommen; diesem aber folgte sein junges Weib mit ihrem kleinen Knaben. Sie ließ sich von den Wächtern des Palastes nicht zurückdrängen, schon mischte die Leibwache sich ein, und als nun auch der König , darauf aufmerksam v wurde, rief sie: Ta.sie ihrem Manne bis Ophir und selbst in der Wildnis durch dick und dünn gefolgt sei, so fürchte sie sich auch nicht, mit ihm vor den König zu treten, komme, was auch,' immer. daraus kommen Ter König lächelte, fragte den Hauptmann. der bestätigte, wieuntrennbar dies junge Weib von Obal, dem Steuermann, wäre. Als man vor drei Jahren in See stach, hatte der Steuermann trotz, dem. Verbot, Frauen^an Bord zu lassen, sie im untersten Lagerraum verborgen; als man sie, da sie bald nach der Abfahrt an'Teck gekommen war, im nächsten Hafen an Land bringen und aussetzen wollte, hatte der Steuermann geschworen, in diesem Falle gleichermaßen an Land zu gehen 'und zu bleiben, und als Obal schließlich im Goldlande, das er schon „zu kennen schien, eine gefährliche mehrtägige lleberlandwanderung antreten mußte und allein gehen wollte, da hatte sein Weib sich nun, selbst von ihm nicht zürückhalten lassen lut.ö ihn mitsamt ihrem damals erst wenige Monate zählenden Knaben begleitet. Obgleich diese Auskunft des Schiffshauptmanns als Beschwerde vorgebracht war, schien die ausdringliche Anhänglichkeit der Frau dem König nicht zu mißfallen, und wie, um zum Schluß zu kommen, drängte er den Hauptmamt wegen der eigentlichen Angelegenheit. „Wegen des Löwenfells?" fragte der Hauptmann und wußte nur noch,, daß der Steuermann Obal dies Löwenfell eben von jener mehrtägigen lleberlandwanderung mitgebracht habe nutz daß sich dies wertvolle Stück trotz allen Ermahnungen noch immer in seinem Besitz befinde. Nun fragte der König nach der Herkunft des Fells, und endlich mußte der Steuermann Obal selbst Auskunft geben. „Wir mußten", sagte Obal, „drei Nächte im'Busch verbringen, "und da ich, wie Ihr gehört habt, mit meinem Weib und Kinde reiste, schlugen wir in einer Lichtung ein Zelt , auf. während meine schwarzen Begleiter, die, eingeborenen Träger und Führer, die unser Herr Lchjsfshauptmann gemietet hatte, ein wenig abseits lagerten. Tie erste Nacht war mondlos, doch nicht völlig dunkel, und wir schliefen einen schweren Schlaf. Plötzlich erwachte ich wie unter einem unheimlichen und unerklärlichen Zlvange, meine Augenlider wurden wie von einer unsichtbaren Hand aufgetann, und ich hörte nichts, so lautlos kgm sie. doch ich sah. ich sah über mir und an mir vorübergleiten den mächtigen Kopf einer Löwin. . , Tas Herz, glaube ich. blieb mir stehen. Aber meine Augen sahen, wie das Tier zuriT Köpfende vom Lager meines Weibes sich bewegte, das bastene Steckkissen mit unserem Kinde mit dem Maul aufhob. trotz der Enge des Zeltes sich geschickt wendete und — verschwunden war^ Tas hatte ich mit meinen eigenen offenen Augen gesehen, ohne eilten Finger zu rühren, denn ich, war wie gelähmt, wie gebannt. . ." „Und das gleiche Banngefühl", bemerkte der König dazwischen, „das dich erwachen ließ, hinderte dich, den Finger zu .regen: beide Male konnte dir Besseres nicht' geschehen. Aber du" — wendete sich tum Salomo an Ohals Weib — „du schliefst, als dir dein, Kind genommen wurde (" .„Ja. Herr", sagte das Weib beschämt und hielt das Kind vor ihr Gesicht, „ja, Herr, ich. schlief." , , „Ich dankte Gott, daß sie schli.es!" fuhr Obal fort, „denn so kaut ich ohne ein Wort aus dem Zelt. Kaum hatte die Lötvitt es verlassen. so war ich,' nun, nicht mehr^ gelähmt, leise aufgesprungen, hatte Speer. Bogen sind Köcher genvmtneit und eilig draußen unsere Schwarzem geweckt,,Um der' Lötvin zu folgen nnd_ ihr mein Kind, wenn möglich, noch lebend zu entreißen. Aber nicht nur diese Hoffnung hielten die eingeborenen Träger und Führer sür unwahrscheinlich, sondern sogar die Tatsache., daß die Lötvin das Kind aus dem Zelt geholt, wollten einige nicht ''recht'glauben.--,'.um so tveniger, als es uns trotz allem verzweifelten Stichen nicht glücken wollte, in dieser Nacht auch nur eine Spur" des Tieres zu finden.' Taztt erwachte endlich auch mein Weib, klagte und jammerte, klagte sich und Mich an. daß wir solchen Kindesraub - zugelassen hatten, schwor, ohne das -Kind nicht zu leben, und trieb auch inich in immer wildere Verzweiflung. Bott den Einge'bvre-. neu aber fattd einer, noch eilten äußersten Rät. und wir wurden alle schließlich eiitig. ihn zu befolgen. Wir schlichenan das nicht allzti weit entfernte Wasserloch, wohin um die Morgendämmeruttg zuckst die Katzen drei er Gegend zur Tran ke zu 'kommen' pflege n. und verbargen uns im Busch. Und,als es zu dänt'mern begann und tvir immer noch lauernd im Hinterhalte lagen, machte ntich einer unserer Schwarzen auf eilt Geräusch - aufmerksam, das bald auch mir wie Kinderwetneit, tote das, Weinett meines Kindes erklang. Ich kaut tvie von Sinnen ..." „Weil dein Kind noch lebtet" fragte der - „Ja. und tveil ich ihm ganz ttahe sein tttnßte und es doch'nicht sehen-noch bei mir haben konnte. Obschon die Führer ntahitten. -an der Tränke zti warten, bestand ich doch darauf, daß tvir dem Geräusch nachschlichen, uitd nur ' aus die, eittdrittglichstett Erintte-- rungett der Eingeborenen hin nahm ich ntich so zttsantmett, daß tvenigstens uns keilt Laut verriet. Bald waren tvir--nur noch,fünf-- oder sechstnal zehn Ellen von dein Gebtisch ent-, seritt. ans 'welchem das Weinen meines 'Kindes kam. tiNd, was ich. 'zwischen den Ztveigen hittdttrchlugettd, gewahren' -sollte, , tvar der eigentüntliclsitc tuid grausenerregendste Anblick -meines ganzen Lebens. Ta sah ich zuerst -einen, tviuzigen Löwen, kaum so groß tvie mein .Kittd ttnd wohl auch tticlit älter als drei Bcvnate oder vier, der lag auf dem lleudnt und hatte alle viere von sich gestreckt tvie tut. lind danebeit. Herr, daneben lag-mein. Kittd. und die Löwin,-Herr. - stand - über nteitteut .llittd. daß sie es' gleich erdrücken kotlute u,ud leckte tueineuf kleinen ".Knaben mit -ihrer großen "'Zunge immer übers Gefichtchen. das ganz röt war vom Weiiteit oder' von der Nauheit' der Zunge, deren Haar die zarte junge Nienscl>enhattt ja nicht erträgt. Nitd weil sie dein Kinde wehtat. weinte,es innner'kläglicher, und weil cs tveinte, leckte die Lötvin es -immer, zäkcklicher, um es ztt beruhigen, tvie die Eingeborenen nachher,erklärten." Alle Ihre Bücher Buchhanüluiig um Zoo Fritz Ring Charlottenburg, Joachimsthaler Str. 43>44 Mitglied der jüdischen Gemeinde Telefon Bümerck 6506 Zuwendung nach allen Stadtteilen N- V

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