Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 45 (5.11.1936)
- Date
- 1936-11-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*'*»••* K ^s'ilfüsvA ". f/\(,Xi'. 5#/. iAj y L- L ■■■'• ■! . •; l i '; - ° /?-A. ■ Jakob Wassermann, der Unvergessene, bat im Vorspiel zu seinem Roman „Die Juden von Zirn- - botf" das Bild Sabbatai Zewis, des prophetischen Schwärmers aus Smyrna, wie es den erregten Zeitgenossen weitab vom eigentlichen Schauplatz der messianischen Bewegung inmitten der fränkischen Landschaft vorschwebte, einprägsam festgehalten. Mit dem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn, der sein 'ganzes Lebcnswerk erfüllt, hat der Dichter gegen Schluß seiner Erzählung das vorsichtig abwägende Urteil gesprochen: „Es gibt Stimmen aus jener Zeit, die Sabbatai Zewi dem Teufel gleich erachten oder ' einem schlechten Schauspieler oder einem Würselspieler oder einem Lüsternen oder, einem Scharlatan. Aber wer kann den Beweggrund seiner Handlungen kennen?" /-'Der Dramatiker, dessen Aufgabe es ist, die Kausalität, allen Geschehens sinnfällig zu machen, darf sich mit solchem Urteil freilich nicht begnügen. Er muß die Motive zeigen, die seinen Gestalten Glaub-' Hastigkeit, suggestive Kraft und die Bestätigung ihrer Gesinnung und ihres Handelns verleihen. Er darf weder aüswcichen noch Zweifel lassen, will er uns. inm der inneren 2tW)rfn'itder -dargestellten B.vrgänge -u iid" chrer Träger überzcnqcii. - ■ “?!at()i>n Bistritzki, denen hebräisches Drama -.Schabbathai Z'wi" der Berliner Kulturbund "soeben ' znin ersten HJiale. in dentsctvr Planung (übersetzt von Ncir Broser) heraus, gebracht hat, gibt die iveseiitlichstcn Bestandteile ansder Historie des -falschen/Messias, der tun die Btitte des 17. Jahrhunderts eine ganze Welt in ungeheure Aufregung verletzt.hat, getreu, folgsam und in geschiekter theatralisckier Steigerung wieder: aber die Hauptfigur selbst, diese seltsame Mischung aus religiösem Wrhn und menschlick^m Ge.l» tnngsipillen, ans phantastischer Schwärmerei und ungezügelten, Ichbewußtsein bleibt in ihren geheimnisvollen' Zusammenhängen uns fern und nnerfchlossen. Was treibt diesen Schabbathai Z'wi, so fragt man, zu seiner Göttliche Berufung? Hat er sich das Ziel einer messianischen Erlösung unter dem Anruf eines leidgehärteten Volkes gesetzt, für das sein krank- - hast gesteigerter Ehrgeizdie führende Rolle übernehmen will?. Oder handelt er, wie das Vorspiel des Stückes ahnen läßt, aus tiefer/ echter Gläubigkeit des Herzens, für die der Zweck jedes Mittel heiligt? Ist er wirklich ein Prophet seines Glaubens oder nur der Sklave einer Idee, dir ihn znm Verführer einer religiös fanatisierten Menge macht? Und will er sich als Messias nur dadurch bestätigen, daß, nach dem bündigen Zeugnis eines seiner zeitgenössischen Anhänger, alle an ihn glauben und niemand an ihm zweifelt? Bistritzki weiß, in der dramatischen Gestaltung dieser. Figur/für ihre eigentümliche Problematik keine überragende Lösung zu finden. Schabbathai Z'wi ist bei ihm ein Held des Wortes, aber kein Mann der entschlossenen, mutigen Tat — er ist weder der tapfere Bar Kochba, der 1500 Jahre früher den Glauben an seine messianische Berufnng mit dem Märtyrertode besiegelte, noch auch mir ein David Reubeni, dessen Erlöseramt sich an einer politischen Mission entzündet hat. Vielleicht hätte eigene Erfindung oder dichterische Intuition / dem Mangel an Aktivität zu Hilfe kommen und die lediglich theatermäßige,, ja bisweilen opcrnhafte Wirkung der geschichtlich bekannten - Begebenheiten einigermaßen vertiefen können. Aber Bistritzki hat sich, bei aller Beherrschung der dlmamischen Mittel der Bühne, Lessiugs Wort, der Dichter solle Herr sein über die Ge- -'chjchle, kaum zumttze -gemacht.- Rur dort, >00 .sich . in das h:slori 1'ch-lhealral 1 sche Abbild inenschllche.. Zuge uuscheu. >vie elwa >» dein /--in abicksnnerten - Smiliedrion der Lemberger /Aabbine-r -im. brüten Akt. ist der Dichter Bistrillki über den abschliderudei'i.Historiker hlnauegewaihieu. - So bleibt von den, 'türk als Ganzem der Eindruck eines immerhin gut gezimmerten, .etwasüberladenen Theaterstückes/ in dem sich das En'geuspiel starker entfaltet als die starre HanptÜgnr. ch Die Ausführung wl'ißte. unler der Regie C t.t 0 Bern st e in s , den-wir bisher >m Berliner Kultnrbund nur als vorbildlichen :>!ezitator kennen» gelerut hatten, die rein bühnenmäßigen tWirkungen'stra's heraiiszuarbeiten. Sie gab/dem Stück eine-Rundung und Lebendigkeit, die über die pshchv-. logischen Lücken entschlossen hilnoegsührte und von de,, Alassenszenen alles Statuarische fernhielt. . In der Titettigiir stellte sich ein neuer Mann. H a n s . K a r l R v s e n b e r g. vor. 'Im Vorspiel - ...lag noch etivas von dem verklärenden Glanz pro- . phetische-r Jn'geyd über der -Gestalt.: dann aber -mußte das tonende.Work lind die pathetische Gebärde ersetzen, was der Dichter einer tiefer angelegten. disserenzierenden E-Harakteriitik schuldig war. Als Sabbathais klügster und überzeugtester Gegner -schuf F r i tz W i >t e n ans dem riicb . Rech'emja ölohen eine menschlich, ergreifende. auch geistig in-.die Höhe ragende Figur. M a r t i n Brandt lieh dem Kanzler einen Zug schlauer, mannhafter Würde, mit der er die Umgebung, wenn-es.-not tat, zu. beherrschen ivußte. Georg Jacob svhn , als der-getreue Rathan Ghazati, >var ganz von dem niierschütterlichen Glauben an die Wnnderkraft des falschen- Messias erfüllt: Sigmund Niinbergchals der reiche Finanzier der Bewegung, war von.herber Bonhvmmie: A l s r e d L i ch t c n st e i°n brachte stärkste innere Anteilnahme an per Rolle des Abraham Jachini ans, der für die Wahrheit des Schriftstückes über Schabbnthais Geburt. und : messianische Sendung zeugen .muß; Herbert G r ü n b a « m gab, als Abraham Rnbio, einen jüdischen Vvlkstribun von lärmender .Beweglichkeit: A-l f r e d B e r l i n e r einen etwas närrisck)en Sultan von karikaturistischer Färbung. . Die einzige weibliche Hauptfigur des Stückes. ' die. „Messiasbraut" Sara, wurde voii^ Gina Fried mann verkörpert. Sie hielt sich, zu Anfang. in der Betonung des Vulgären an die gefchichtlich beglaubigte lleberlieferimg. der Gestalt, in der leichtfertige Erotik und religiöse Vcrzückjheit eine eigentümliche Verbindung eiiigiiigen: - später wuchs sie dann zur „reinen Magd" und .Messiasköuigin - empor, der alle. Länder der Welt zugehörig sein sollen. -Von den übrige» Darstellern des signrenreichen Stückes seien mit einer rühmende»- Kollektionole bedacht, die Herren Be» S v'a n i er. i I ly P r a g e r . F r i tz L io», ti.tz a l t-'h e r v e r z, R!a r t i 1, E ha s s e l, F r i tz i t t e r sowie die Damen L i l l y K a n n und G e r d a ,U I e i >i. Ein Wort der besondere» Anerkeminüg verdienen-noet, die-Bühiienbilder von Heinz E 0 » « deIl. die wieder viel Geschmaef. Stileinpsinden und ein sie! -r ausgeprägtes RaiOngeinhl verrieten und von denen das Rabbinerbild i»i ll. Akt in Gruppierung inidnialerHiher ^llirkiiiig toie ein Ansschnitt ans Rembra»d<-aimintete. I>r. liiiclmianski. - Konzerte und Vorträge in Berlin urid im Reich Das I ii d i-s ch e K a m m e r 0 r ei, e st e r unter Leitung von Edvard s«kv r i tz gab seinen erstell Abend in Berlin. Es ist ick heutiger Zeit ans jeden Fall ein dankeiisiverles Unternehmen, einen großen Hörerkreis mit iillerkeg für Streichorchester , bekannt zu. mache». DaS einleitende (.'mie«-i-tc> grosso in (I ovil Händel toar noch etivas zu steif angefaßt, auch fehlte die »iieiiibehrliehe cnntimiollnterstntziiiig.^ Doch hatte -sich, das Srchesler.au die. Akustik de? Raumes bald gewöhnt lder Klang oersängt sieh in der abgeschlossenen Bühne!) und musizierte, von eiiiige» tliisiclierheite» abgesehen, mit zunehmender Wärme kiud Erakll,eit. Der mitwirkende Bariton E iegbert S t c i » f 0 l d . kein Ilnl'ekaiint-er mehr, hatte schon bessere Abende. Seine Intentionen sind dnrcl>a»s lobeiisivert, ihre Ansiiihriiiig gelingt jedoch, niiht immer. Einzelne Töne, zumal in der höheren- Lage, sind von erhebliiher Kraft und Fülle: doch merkt man dem strebsiimen Sänger iivci, zu-sehr den Kampf mit der Technik an. - Tie bekannte Arie ans „lkerces" von weder seine noch fremde Kinder dürsten seiner^ Leiche folgen; seinö -Kinder sollten in feinen Jahrzeiten nicht fasten, sondern lernen. Was -hinterließ er? Bücherschreiben -lag in seinem Charakter, nicht, die vielen, znm Teil noch 1111= Veröffentlichten, zum'. Teil nach seinem Tode pnbliziertcn - . Schriften sind „nur" Ralidbemerkungen, Glossen zu schwierigen klassischen Werken, vor allem zum . Talmud, vor allem dann auch - Nechtsbescheide, Erklärungen, verlangte Gutachten; Rabbi. Akiba Egcr ist „einer der ersten Analytiker hinter den Heroen der Responsenlitcratnr". Aber zu seinem Gesamtwerk gehört nicht minder seine Lcbenslcistiing, . sein Älenschentum. Wie. er ganz eigentlich war. das erzählt ' sein bester Biograph Tr. L. Wreschner einmal: Tie Schüler seiner Jeschiwa hätten ernmal beschlossen, einen mißliebigen Mitschüler zu verprügeln, und hatten dazu die dunkle Abendstunde gewählt, in welcher der betreffende Alitschüler ins Lehrhaus -kommen sollte. Statt des Schülers aber trat Rabbi Akiba Eger selbst ein. Er ließ die Züchtigung -an sich geduldig vollziehen und hat niemals ein Wort darüber verlauten lassen. Sv Literarfeche Notizen Zum 34. Todestage von Emile Zola wird in eiller literarifchsn Veranstaltung in Pari steine „Lde an Zola" von Gustave Kahn zum Vortrag gebracht.., . In Zürich fand eine Gedenkfeier zu Ehren Jakob Wai'ermaniis - hakt. Beethovens Strcichtrio in 6-ciuileitete den Abend ein. Nach tiescnipsnn.denen Gedenkworten Thomas Manns: sprach die. Gattin des Verstorbenen. Martha Wasscrmann-Karlwciß über ..Erlebnis und Gc-- staltung bei Jakob Wassermann". "?<eue 8ekaIIpIatteQ Bet E.olumbrci ist dos Noth-Snart e t t mit dem Beethovenschen l-moil-Suartett zu hvrdn. Wagners Siegfried-Idyll dirigiert Selmar M e y r 0 w'i tz. - Ausiührende sind das Pariser Philharmonische Orchester. Vier Künstler stellen aus Der Schatten des Todes fiel -auf die November- Ausstellung des Sekretariats für Bildende Kunst, bei deren Eröffiinng Liesbeth Ca.ssirer Worte ' des Gedenkens fand für Leo P r och 0 w n i k, dessen Bilder in dieser, Schau moderner Kunst die beste Totenehrung bedeuten.. Er war ein Weggenosse Arthur Segals,, mit dem gemeinsam er die Schönheiten von Hiddensee erschöpfte. Dos Geniälde mit dem Dvrfteich. zivei Pastelle und eiu Kvhleblatt. verraten noch einmal das starke Können Leo Prvchvwniks,. der das ganze Leben hindurch gestrebt und gearbeitet hat. Seine Palette blieb nie die gleiche/er wußte ihr immer neue Nnabcen zu entlocken: er blieb sachlich da. ivo er es für künstlerisch hielt: so in dem Bild der Ansstclluiig. das ans einer Bank vier Menschen zeigt, voller Verschiedenheiten, seelisch fern und doch so irdisch nah in dein, was^sie im Augenblick verknüpft. - Vl.it am stärksten ist eine schwedische Landschaft in dieser Schau, in der man am Selbstbildnis des toten Künstlers, gestern einen umflorten Kranz befestigte. Unter den- M.alern . ist Fritz S a l 0 m 0 n f.k i ans Göttiiigeit auch dem Berliner Kunstlcben bekannt. Er arbeitete längere Zeit bei.Willll Jaeckel und bei Vlärtin Vraisdenbiirg, und er sollte gerade seine erste Kollektivausstellung bei Gurlitt erösfnen. als er 1933 zum Kantor Fimsatteltc. Seine erst''» Sporen verdiente er sich aber bereits ans der Berliner .Jnrpireien. Wenn' heute eine größere Zahl seiner Arbeiten oorbeizieht. so., istes -,-)igleieh ein Rechenschastsbericht künstlerischer Art aiis süns^ehn Jahren, der uns vorgelegt wird. Aus dem Jahre, l930 stammt die ..Düne am Vleer". malerisch wie jenes Wiesenbild, das Sisley gemalt haben könnte: und ans der anderen Seite das Porträt des Vaters, anklingend an die Bildnisse von Lvvis Eorinth. Sehr eindrucksvoll -Anselma Heine, deren Hande> charakteristisch erfaßt und delikat gemalt und. dann aus früherer Zeit ' wieder das Porträt von Professor., Klaar. dem Kritiker der ..Bonischen Zeitung", ein von Künstlcrn oit gesuchtes . Modell. Fritz Salomonfkis .graphische t'lrbeiten, die in die'er Berliner Schau weniger;nr Geltung kommen, kann man im Iädischen /Vluicum sehen, das verichiede-nc Holz-- schnitte aus einer Haggad^rmappe kürzlich, erwarb. kontrollierbaren fin künstlerischer Beziehung) Eindruck permittelnden ,/lllildy eilen" auch sein „Staretz Karamasois" und sein Bild des Iwan Karamasvsf ansstellnngsreis iverden. , Neben den drei Malern ein'Bildhauer.'.-Der siinge S 0 k o l stammt ans Warschau und will das jüdische Füllten und Gei,l>el>eii in seinem Werk sichtbar machen. Er tut es. »iaacl,»,al. ei» wenig ans Koste» der Form, die schließlich-mit dem Inhalt zur Einheit oerschmelzen.muß, soll eine bildhanerisclie Arbeit die Zeiten überdauern. Jmmer- , hin ist das Schassen Svkvls,interessant, es -verrät Uinsiclit ünd den hoch ei-nznschätze»den Drang, sich zu oervvllkvminneii. Ein eriler -Ai-iiang z» ivirklicher muier Lösung die Gruppe .,'Allederiinde»", in deren Barlacl>l>ailer, blockartiger Gestaltung Falten im Gewaud der Frau überaus gescljickt n’11gedeutet werde»: ganz aus dem Block heraus das Bildwerk.„Hingabe". Weiler „Im .Sturm", ein ^-weiiig Phantastisch, aber wirklich den Eindruck permittelu'd, daß Frau lind- Kind den -tträsten der Natur zn trotzen wagen, dann die-Bronze „Liegende" und' mehrere Kleiuplastiken. unter denen der ..Ahasver" und ^.Die Sorgende" haudiverklich auch als gelungen zn l'ezeich.nen sind. 0. lt. Julius Lati üken die Bibel . Dr. Fritz Salomonaki: Bildnis von Professor Alfred Klaar , Fot. Grete Kar,,Ns Alles in allem: man hont, daß der Künstler, der im Augenblick noch nach der Persönlichen Färbung seiner Aialerei sucht, seinen Weg finde» wird, wozu ihn Begabung und Geschmack besähigen. In einem anderen Raunt des Klubheims in der Vlarbnrger Straße stellt Gerson D a iv 1 - -dotvitsch aus. Auch hier gilt die Forderung: Koiizentralivn! In der Graphik nimmt der noch sunge Maler einen ersten Anlauf dazu, hier kommt die Formensprache der Natur n-ud iljrer 'Ge'et'.e zn ihrem Recht. Dagegen ist ein Bildnis.. „Lachender" betitelt, völlig ohne äußere F>'riü, "ir.riii 4!m-, träts dieses Schülers Arno Nabels, dessen persönlicher Note er aber noch nicht gerecht werden kann Wenn der sehr junge Nlaler bei der'reinen Form bleibt, wie im „Frauenpvrträt H. E." oder.»» „Bildnis I. Sch.', hat er uns-etwas zu mgeis.! Ich könnte mir vorstellcn. daß nach dem For-tlaiieu aller aus uns einen »ndiszi-plinierten und ün°, in tier eiiropäischen Dichtung ■ ÜIcbrr den Widerhall/-de,r Bil>el in der eurvpäiichen Dia,lang spricht I u l i-fi 8 B n b in .einet Vortragsrcihe >»1 Berlincr Knltiirbiind. Das Thema erict>eint beinalie nuecicliöpslich: denn kein, andere» Buch der Pllelilileratnr hat in der Dichtung alter und »euer Zeit so tieü' Spuren hinter» lnü'eii »ue die Bibel, »0.konnte 'll>il> — in diesem ---ersten Vortrag — auch nur einen Ausblick aui die Höhepunkte geben, ausgehend von den universellen. Bezieliniigen der enrvpäiscl»eii Uiiitfec zur Bibel, zu der. in der Zeit des kacholiscl>en Ehrrstentnms. allein der Priester Zugang hatte, zumal-sie nur inhebräiick)e,r. griechischer -oder lateinischer Spraclie gelesen werden diir'te Als dann die katholische MiVelt — Ende des 15. Jahrhunderts — zniammenbrach und die beherriiheude -Dteltuu»- des Prle'ters aingehvben wurde: als.'die kathvlisclj. abenhländisclie Kultur sich in Dantes „Göttlicher Komödie", diesem Kompendium des mittelalterlichen ZWillcus. in dem die Jignren-des Alten -Deitanieuts mir eine geringe Rolle spielte», längst vollendet hatte, war es Luthers Bibelühcrsetziing. die.mit der ungeheuren Kraft.ihrer Sprache, aber N