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Central-Verein-Zeitung · 1936-11-05 · 45 (5.11.1936) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
45 (5.11.1936)
Date
1936-11-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Handel rtphiiiftiflfc er <nit, aber es zeigten sich bei den Liedern, von .l'iori.tv die der AUmuuniiit-.mir» —kii!ig>'N>iIl.n,'i, Qdii]i-I pigestalteu wußte. die Grenzen seines' an sich scl,önen JCrnnn*.. Ter Geiger .Hannsjürge» R o » i s .statte sich eine etlvas z„ schwierige Auigaste i» Baelis I-'.-dur-Konzert gestellt. an die er mit der Unstekiimmertsteit seiner Jugend lieranging. Er erspieltesich einen leblinsten Beifall. der ich, nicht darüber fitufdicti . wird, das, er nach manche», nvr allem in geistiger .Einsicht, zu lernen l,at. Das niel zunmfangreiche Programm schlaf; mit der anregenden Serenade bau ' Ticstaikoivskst, die. vortrefflich nii-r-Mnihrt. .den . größten Erivlg de? .Nanzerls ansmacl,te. Ter Älvmpvnist iirid Tirigent. der ans nach freiere Bewegungen bedacht sein fällte, wurde durch graften Beifall Misgezeichiict.. . ' - , ~r. r - 2ller/ndvv^br p u ns . der. große Opernsäiiger. - gab.einLMLiederdbend. Er sang iiesten Wciiigem jiidischer^tainpaiiisten l'INoritz. Fuchs, Mos lim Belanntcstcs aus Brahäis.TA-irkmigsvollcs. z. T. beute schau als trinial Empfundenes van Grieg. Kipiiis singt das alles ebenso verinnerlicht wie durchdacht, im Bartrag nobel und mit uiiendlich ' lviclcn fein eingesetzten Pointen, zurückhaltend sind dach suggestiv. Sv wird auch Wvhlvertrautcs und selbst Abgcgriiscnes nach einmal erlebnishaft nabegebracht/ "Tie Kunst dieses Singens, nnnieiitlich ' das. herrliche Piano, sind so bekannt lind anerkannt, das; eine erneute Reibung von Superlativcn des Labes überflüssig und banal erscheint. 36ir wolle» einmal dem ehrwürdigen Altvater .Homer folgen, der Schönheit und Botlendung nicht direkt, sondern in ihrer Wirkung auf die Umwelt dnrznstellcn liebt. Im Publikum ivelch gelöste Entspannung aus den Gesichtern, angeregt und erregt van der .sammctweichcn Fülle einer lveitberühmten Stiinme, dcnr persönlichen Charme eines Grandseigneurs der Knust, der Welt und der Bretter, die die Welt bedeuten. Wahrhaftig, inan muß auch diese Hörer loben, die als erste Dreingabe Schinnanns unsäglich zarte „Mondnacht" erbaten. Ta ivird auch Kipiiis die anfänglich sehr störende Unruhe des iibcrvvllcn Saales -verziehen staben.. Dem Begleiter Leo Taub, /inan n gelang eine pianistisch feiiie Wiedergabe, klanglich ivar manches zu trocken. L. A. Das- Pragramm des „Ersten Lichten Nachmittags" der- R e i a r m g e m e i >, d e für die von - der Jüdische» W i n t e r b i l f e Betreuten wandte sich vor allem an die „Kenner.und Liebhaber." (5s gab vornehmlich Barockliinst. Gertrud Werth e iin , die luiermüdliche Propagandistin stilvoller Ausführungen älterer Musik, hob am Cembalo die gedriuigeue Kraft Bachscher Thematik, die zierliche Figuration eines Dittersdorf plastisch hervor. Die Grenzen der Ber-weudbarleit des Cembalo liegen da. wo die Cmpfindsnmleit ihr Recht fordert, hier also bei den Mozartliedern, die am Klavier besser klingen. Susanne.. L o e iv e n st ein. ihre Inter» pretin. arbeitet offensichtlich an weiterer stimmlicher Cntwicllung. Dem. 3Lohllaiitder weichen Schönheit ihres" Organs gcivinnt sie in steigendem Aiafte Kraft und Höhe ab. Gut sind die Stimmen von Cillt, Z u km a n n - B i z v n st und Sabine He liui a iin auseinander abgestimmt. Leider haperte es hier mit den Zwischenspielen des Orchesters. Bon der Leistung, des Orchesters der Künstlerhilse und seines Dirigenten Dr. Herlnanu S ch i I d b c r g e r zu sprechen, heißt vor allem der Wiedergabe der beiden Händelschen t'«»>evi-In-i:ro^n-Sähe gedenken. Hier konnte man. fast >vie bei einem Scliulbeispiel, die vorher dnrch- ' dachten Intentionen des Dirigenten heraushören, wie er Phrasen nlisteilen ließ, Tnnamik festlegte usw. Bor dem musikalischen Teil sprach -der Borsitzende der Resormgemeinde, Sanitätsrat Dr. Alfred P c b s e r .. feinsinnig über, die engen Bindungen von Denken und Fühlen. L. X. ' Die Stuttgarter Jüdische Kunstgemeinschäft brachte unter der Leitung von Direktor Karl Adler das Tonwerk Hugo Adlers „Balak und Bilam" (Biblische Szenen nach der Buber-Roscuzweig-UebertraguNgf in Stuttgart zweimal zur Ausführiliig. Ter Veranstaltung, die tie'e Wirlnnaen hinterließ, ivohnten jeineils .annähernd. l>lnn Mc»icl)en bei. Ter große Crfolg war ncbcnder Stärke-dcs Werkes und der bewundernswerten Borbereitnng durch Karl Adler, -der den Chor.und da? Orchester von etiva 2Nn Mitwirlendcn witcte, der Teilnalnne erster Solisten ans-dem Reich .zn danken. Der Präsident' des 'Itznrttembergischen Oberrat». Reclstsanwalt Dr. Guinbel. erossncte die festliche Ansinstriing mit herzlichen Worten, m deiien er n. a. als Ehrengäste den gcfcstaftsfnstrenden Borntzendeu der. stleiclisverlrelimg der Inden . ii, Deutschland. Ministerialrat - i. R. Dr. Ltto. H irich..den Präsidenten-des. stieicl>»verbande» der jüdischen Knltnrbnlide, Intendant Dr. Kurt S i.n - . g e r^ Beptreter von anfterionrttembergischcn Laudesverbände», Gemeinden. Kiiltiirbünden ii. a.-begrüßen konnte. Cr bezeichnete das Konzertals Anstakt der seelischen W i n t c r hä l f o und ries zur" verstärkten Teitirahme an der jiidiichen BIinterbilie ans. Die Lbiederliolung der Beranstaltung fand als erste der vom ^bnrttembergischen Oberrat geplanten Darbictinigen" - snr die La n d - gemeinde» statt und ivar uns allen Teilen Württenibergs überaus gut besucht. Das-Publikum bereitete de», Komponisten und den Künstlern stürmische Bcisallsknndgcbniigcli. ^-min Die iiengegründetc Indische I ri st r u.m e n - t a l g e m e i n sch ä f t in Dresden zeigte schon bei ihrem ersten Allftreten einen guten orchestralen Znsammeiillaiig. In Werken von Händel nnd Ph. Cm. Bach überraschte die Beseelung der langsamen Teile und die Cncrgie. mit der lintcr Walter G.vldmann die AIlt'Lrros, vst etivatz übereilt, bewältigt wnrden. In einer Kantate von Weiland ans dem 17. Ialirhnndert wirkte überdies eine nengebildete S i n g g e in e i n f ch a f t mit, die den jnbelndeii Toiicharakter des einstimmigen Chvrsaües frisch herailsbrachte. Rest C t b fang warm den svlistischen NUttetteil: Siegfried S v' i, n e n s ch e i n spielte, sich gilt einsügciid. das. Cembalo. Anerkeiinende Crivästnimg verdieneii zwei N r a n f f ü li r ii n g e n , die ans Anlaß des' Festabends zum önjastrigen Amtsjnbiliäiiin von Rabbiner Pro'essvr Tr. Winter komponiert wurden: Psalm läl („feo enaj“) vom greisen Dresdener Kantor i. R. Raphael Hofstein uiid ein/..<>mar Bnbdi Kleasär“ fon H a l m v s , in rhapfvdifchem Stil wirkungsvoll von . iluir selbst —>.wrgctragen.—:-^ :_ - B. . Der Leipziger „B u „ t e Ka treu" beivent- , auch mit seinem neue» Programm, daß er unter den jüdischen Kleinkunstbühnen mit an der Sritze marschiert. Das ist sanbere, jüdisch.betonte Arbeit, die ihren stimmtich'en, mimischeil und szenischen Fiindns in der vimtcii Reiste der-.Nummern mit Geschmack und Laune heraussteltt. Nicht alle Nilmmeru sind gleichwertig: die vstsiidischeii Stricke iihcrragen die aktnellen Cstniiions beträclstlich: Das ist üsterhanpt die Stärke des Cnscmbles. diese szenisch,vorzüglich gestellten iiddiscsten. Lieder echt., -z» gestalten. Nicht gelnngen ist der Berincst.-in: der -.,R-omaiitisct)e-ii Szene" ernste-vstjüdische Lisrik eiuzndentschcn: das Pathos wirkt stostl und unecht. ' Cine lustige jiddische Tstpe uii-d ein hiistscher Sketchrunden das Programm ab. denen geschmackvolles ninsikalischcs Gewand des Komponisteli mid Begleiters Leo -Schön b.a ch besonders - wohltneiid autstillt. R- . Tela Lipi n s k a j a entzückte kürzlich wieder die Mitglieder des Al » 11 u r b n n d e s Rhein- Ruhr. Iminer wieder möchte man die Künstlerin in gesteigerten Epitheta besingen, immer ivieder möchte man dem Wunsch'Ausdruck geben, sie recht bald wieder mit allein-und. neuem Programm bei . iNis zn sehen und den nicht endenden Applaus zu erleben, der Zeugiiis ablegt von der.Bcgeisterimg mid der Tankbärkeit ihres Publikums. Wie gewohnt. war Walter Lazaru.s (Laitaii ein dis- . kreter Begleiter am Flügel nnd bewährte sich als. .Pianist von Geschmack nnd Kiiltnr in ansprechenden Werken moderner ^Komponisten. — ><»— Das erste O.rchcsterko>izert des Jüdischen K n l t u r b u n d e s Rhein-Aiain in Frankfurt fl.. P>. lieft den erfreulichen Willen von Gcncralnilisikdirektor Julius Pr iiw er erkennen.-. iverkgetren lind ohne selbsttneriscip: Cigenwilligkeit zu . miisizieren. Eine der kleineren Mozart-Sinfonien tK. B. M in C-dur) wurde vom Orchester, dessen Zusamiiicnsehnng sich stark geändert hat, irisch und klaiigschvii gespielt. Auch Mciidctssvhns Ouvertüre ..Akeeresstille und glückliche Fahrt", mit der sich das Orchester ciiiführte. geriet im ersten Teil durch die Sicherheit des Tirigcnten sehr, cliidringtich. während in Beethoven? Zweiter da? Larghetto T noch, nicht in ,'ciner ganzen. Ktangpoeiie zur Meltung kam. Ter große, völlig crrienerte Saalstan- ,'aal vereinte einen zastlreichen Hörerkreis, der ^Pröieisor'.Prüm er und seinen ,Helscr.u—herzlich Das neue Kammerorchester, Dirigent Edvard Moritz l-'ot. Sonnertfcld dankte.; ~*t Ter junge Geiger.. Osin Rena r dm ist. witdem man ist» im vergangene,, Jahr i» Königsberg i. Pr. zum ersten Riale störte, technisch und kniistlcriich geivach'en: seine Stärke liegt auch stente noch üsteriviegend. im Birtnoien. So toste er im Bivlinkonzert D-ürv von Tichaikvivskst ^ie schwierigen technischen Aiiigaben. bis - zn - efickt-. voller Steigerung. Tie-nngarischen .Weisen von Criist lagen ihin als. Oestcrrcicher l>e'anders gut. , Ter rhstthmisch wie starmoni'ch interessante Nignn zBlvchi ivnrde vom -leidenschaftlichen Ansschrei bis - zum zärten Piaiivai-istlang iiberzengend. gestaltet.. Schilbcrts.O-clnr-Sonate brachte Renardst in m> , rebent; ichiviingvvllem Tenipo, im. Andante - vielleicht. ein wenig zu schnelle -An -dem sehr, starken ' Crivlg des Abend», der ine.hre.re Zugaben erzivang. stat auch mit Recht der ausgezeichnet begleitende - Alönigsbcrgcr Pianist Bruno Glade^eil^ Kurz vor seiner rlebernedliing nach Amerika . ^konnte sich der .Piamst Bernhard A b r a m o - - witsch von seinen zastlreichcn. Hamburger Freundcii verabschieden. Wie immer war er auch diesmal bem>il,t.«.den Birtiivsen. der in ihm steckt, hintanziistellen: er erwies sich lieber als der snmpathische Mnsikant, der es ivagen darfseinen' willigen Hörern romantische Klavierlnusik vorznsehen, auch wenn sie etwas abseitsliegt.^ Cr, spielte Varialioiis serieu?es von Mcndelssohn- Bnrthvldn, Schuberts fZrvßc Sonate v-ctnr, deren steißes Cmpfinden im Anclante sostenntn besonders eindringlich zn .Herzen ging, von Cstopin die Fantasie F-moll, baS Nodurno C-moli und vier teelpiisch vollendet gebotene.Etüden. Sie leiteten . stinnber znm /-Glanzstück des Abends-, Li'zts Mephisto-Walzer, dessen 'bravouröser Bortrag nicht , cndenwollenden Beifall hervvrries. i I>r. ,s. .t. . Ter Ai n 11 n r v e r e i n Landsbcrg a. d. W. begann seine Beranstaltnngen^ mit einer Feier, bei der ber neue Rabbiner Tr. Pfingst begrüßt wurde.-Ein Albend mit ernster lriid heiterer Rinsik soivie hnniuristischen Bvrträgcn wurde'von dem Aiünstlerestepaar Bruno Bender (Berlins bc- / stritten. Tie Aiünstler faiidcn reichen Äpplan». Opernfestvorstellung zugunsten notleidender jüdischer Acrzte Berlins. Am 17. November. LUI Ustr, Bach-Saal, Lntunvstrafte 76: ,.'T o k t o r und i'l p o t li e k e r", Spiel.vpcr von Tzttcrsdvrs. Träger der Börstel!nn'g . sind die G a st s Pie l» v per des R'ei cstsver ba n d,e s der'Indischen Aiilltnröniide in Tentschland nnd der Ai ü n st l e r -. ' Hilfe der Indischen Gemeinde in B e.r l i n und das Orchester der Künstlerstilsc. Mitivirkende sind Lilli .Hcinemailii, Tstca Stnckcilschmidt. die, -Herren Dresdner. Kor». Liftner und Rohrstock" die /Titel- . . rolle singt, ne» im Ensemble. Walter Olistki. Neu auf Berlins jüdischen Büstneu^ sind.die junge Koloratursonbrette Edith Eiiensteimer und der.' jillige Bassist Werner Simon Rtnsilalische Lcitung: Aiapcllmeistcr Ernst Ewald Gebert: Regie: Theo Front: Bühnenbilder: Helmiit Rkeßger. Die Jüdischen «ängrrknaben Berlin Yim Reich?- Ucvbanb der jüdischen Kulturbünde in Teutscstland). nestmen noch eine 'Anzahl Svpraniiten und 'Altisten aus. Stimindegal'te .Knaben im Alter von!» bis- 1- Ialiren können sich midi dem Labbatgvttesdieiilt im Cstarrmlm der Spnagvge Lühowstrafte- 16 aber televhl'iiisch beim Dirigenten Erwin I v s p e . zll 7 .2727) melden. Hausmusik-Zirkel. Im illovember begiiliit Helens L a ä> m a n s t i 2 cl) a u l mit ihren küiiitlerischcn Adaiismusik-Nachmittagen für aktive und passive Teiliiestnier, mich für June übliche. 'Käste re» zn erfragen: Berliii-<6rjine>vald, Ennvstrafte 66. Parterre tTel.: il!) r,'.)7:j). - . * . Karl Wiener, der ehemalige mnsikaliiche Berater des Berliner Senders, eröifnet demnächst praktische .K n r s eü b e r Bl i k r v p h v n l e st r e in der privaten jüdischen Btnsikschnle Hvllaendcr, Berlin. auch mit der jetzt allgemein zugänglichen biblischen Idee die Scstrankeii niederrift. die den Menschen des Abendlaiides bisher vom Berständnis der Bistcl getrennt hatten. Bast bewies, gestützt ans den bekannten Alnttiirstistoriker Biktvr -Hastn., an einer.größeren stieiste von Beispielen, ivie viel von ünserer stentigen Umgangssprache nninittelbc^bibliscsten Urspriiligs ist; er zeigte ferner, wie . sinder Geist der Bibel immer weiter ansbreitete. In England fand er in Miltons--.,Berlvrenem ' Paradies ", der ersten europäischen Tichtnng über ein alttestameiltarisclies Tlieina, seinensinnsällig. slkn poetischen Ausdruck. In Frankreich gestaltete i>!acine in seinen Tragödien „Atstalie" und „Esther" religiöse Weistcspiele ans Stoffen des Alten Testamciiis. Letzte und höchste. Crkcnntnisart. in der man die Bibel als Form in Besitz nachm, fand der Bortragende in Tentschland. Ivo der „Magus des Nordens" nnd aiitirativnalistiselie Gesnstlsnpvstel Johann Georg .Hamann seinen „Biblischen Betrachtungen" den Begriff Wort Gottes zngrmidelcgte und die Geschichten des Alten Testainents als die liöichsten Weissaguiigen pries. Tie A/iainannschen. - Gedanken führte dann sein Sendbote Herder , in seiner bernstinten Al». ' Handlung „Boüi Geiste, der hebräischen Poesie", iveiter'aus: ihm ivurde die Bibel zu einein tief innerlichen Erlebnis.'da» sieh iin Alten Testament . mit dielilerincher Ilrgeivalt 'bezeügte.' ' -Herders größter Schüler Goethe aber lieft diese Botschaft zur Tat loerde». lnbem er sein gesamtes Lcben»- werk, vom verichotleiien iiigendtichen Joseph-Epos bis znm „Faust", mit Widerklängen der Bibel anfüllte: der er. nach eigenem Bekeiintnis. den. grössten Teil seiner sittlichen Bildung schuldig Es 'ivird interessant sein. Bab ans seiner Wandernng dnrcl, ein Gebiet iveiter zu begleiten, ans dem . er vorerst nur die. Meilensleinceiner nnnnlerbrvtchenen geichilchtlichen Entwicklung ansrietiten tonnte: Es gibt da geivift noch manche Zlvischenilalionen. No-i denen dnrisv die gesamte religiöse Lnrik des europäischen Mittelalters, die ohne die Nachwirkung der Psalmen nicht zu denken ist stvie der verdiente. Sänneizer Gerinänisl Samuel Singer unlängstnachgcivicsen hat >: "und ebenso.gibt' es manches ans der lnriseljen. eviicsten nnd-dramatischen Prvdnttion des 16. Ialirstnnderts.. das zwar nicht in das Pantheon großer enroväiicher 'Tichtnng eingegangen ist, das aber durch Namen wie Bödmer. den jungen Wieland, Geliert, Klvpstvck und andere als i sichtbares Merkmal biblischen Geistes seine Geltung besitzt. . H. L, Theater, Musik, Film Für das nengegründete Theater am Neubau in Wie n wurde Ernst L i s s a u er s soeben voll, 'endetes Schauspiel „Tie-Steine reden" zur Nra u f.f ü h r ii n g angenommen. Das Akademietheatcr in Wien, die Filiale des Burgtsteaters. stat Biktvr Leons Bolksstück ^Gebildete Menschen" wieder in seinen Spielpian anfgenommein, ' Das Bolkststeater in G.rä z bringt als nächste . Novität das Bolksstück ./Ter Zmvag" von Armin Friedmann >m,d Alnrt Breuer nnter Leitungvon Direktor Lvis Groß.'-der Mich die Hauptrolle spielt. . " Grete F r e n n d - B a s ch tritt demnächst im Deutsch-ameril^iischeii Kastarett in N c r k Bronislaw Hub e r m a n . der soeben im Gro» sien Mnsilvereiiis.iaal in Wien konzeruert stat. Teilte, über ieine meileren. Pläne' mit. daß er .znnächst eine ,Konzerttonrm'>e nach Bukarest',' B ii d a p e ist . S o f i a .' L o n d o n , I t a l i r-n und der O ch w e i'z unternimmt. Ta» von' ihm znsaiiiinengestl-Ute P a Iä st i n a - O rch,^ st e r wird am '/->/ Dezember unter Leitung'Tosräninis sein erstes Konzert geben. Für iveitere Alvnzerte sind als vollsten Adolf.Busch. Lotte S ch«ö n e, Sabine .Kalter imdder Pianist Moiivw i t s ch verpilicstiet worden: als Alonzcrtmeisler ivurde. B e r ii st e i n vom Oraiesrer in Göteborg gewonnen. Tie Programme sollen auch moderne Musik bringen, so ützerke von S ch v st ä k o w i c z , eh ö n b e r g und S t e i n b e r g. monie nach der „Neuen Freien Presse" über das Werk und seine Entstehung wie folgt: „Tie Komposition verdankt ihre Entstehnng einer Anregung des amerikanischen Geigers Lvu's Airäsiier. ... . Während der Arbeit wurde der .Künstler durch . den jähen Tod. der l^jährigen bildhaft schönen Tochter Alma Mäh lers,' Marion . Gropius. a»ss tiefste ^erschüttert. In einein wahrhaften Fiirivsv der LäHsseiiskraik hat Berg das Konzert in sechs Wochen konzipiert. Tie Widmung lautet: „Dem t'lndenken. eines Engels". Berg ahnte nicht., daß es. auch sein cigencs Rcguicnl werden sollte." Im. Rnndsnilk Izernsalein spielte das - Stiidiv-Oiiii'itctt unter Philipp S ch a r s eine Ouvertüre zu einein Rtarlviitttenspie( und Tänze ans der Oper „Schivanda" von Iarvmir W e i n - b e r g e r. Außerdem gelangte eine .Komposition von A ch r o n. Auswahl ans einer „-Kiiiderinite", zur Selidmig." Das A) n n s e r - O u a r t e 11 spielte ein Concertino von- -Heinrich Iacvstnnnd' Pastorale und Allegro von Erncst Bloch. In den Bereinigten Staäten ist znm erstenmal , eine Bereinigung aiisübender Ntnsiker.gegründet worden. Präsident ist der bekannte Baritvnist Tibbet. Einer der vier Bizepräsidenten ist Iascsta H e i t e tz. Unter der Reiste der Borftändsinitglieder siiideii wir die .Namen Miscsta Elma». George. Gershwin. Efrcm Zi mstal tft / " Artur B v d a n z k h. Am Neuen Tcntschen Theater in Prag sang Friedrich Schurr den Wotan. . Ter französische Sender Radio Eitö veranstaltet am 9. N'ovcmber. W Nllr, eine Feierstnude tür Paul T u k a s. - ' ' Aus Anlaß des 10. Todestages des Sängers Joses S chw a r z sendet Radio' W i e n am —lAO-Nvvemstcr, 14 Uhr. Schallplatten des jiünft- - vist, der Scala in Wien 'beginnt-'' Felir .BI/e säart ein Gastspiel mit der Novität „Struppi". Liisl'piel vöi, Leo Leiiz und- Ralph Artstlir Rosten:-. Tie Inszenierung leitet Nndoli Beer. ' . * v K l e m v e r e r änfterte sich ans Anlaß - der Uranniistning von Alstan Bergs iiachgelasse-. nein Diolmkonzert in der W neuer Philhar- ^--Eizein"Z rm b a l i si HzncKt"-MznTK^D>ä>LNiister. 22 Ustr 20^ Rtin.. vor dem W i e n e r Mikrophon/- Am daranfsolgenden Tage überträgt Radio Wien mn 19 Uhr 37, Min. ein Atonzert, bei dem Esrein Zimbalist mitwirkt. Zur Ausführung' gelangt u. a. ZN c i, d c l » s v h n s Biotin-Konzert o-Bloll. Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht" ist am 7. November. '21 Uhr, im Londoner Rundfunk zu hören. - Arthur /S: ch n a b e l fpielte in -Paris mit dem Sinsoiiie-Orchestcr niitcr Leitmig von Pierre Rtontenx das k^-Tur-Klavierkonzort von Beet- Richard T a n st e r beginnt feine Tätigkeit an der 26 i e n e r Staatsoper am 10. November als Oktav io in Mozarts „Ton Iilan". ' , Emerich -U ä I in ä n s neue Operette „Kaiserin Ioieiin" erlebte im Stadttheater in Graz eine Allülihruiig. Tie -Kritik bezeichnet sie als „das reifste Werk seines erfolgreichen Schassen»". Kapellmeister Kurt -Herbert Adler, bekannt bv» seiner Mitnärkung bei den Salzburger Festspielen, wnrdF von Direktor B a r n a h als Lpern- . dirigent an das Skadttheatcr in R ö i ch c n b e r g verpflichtet. In B a d g a st e i n spielte die jiiiigo Pianistin Rlartha Wcrtsteimer aus Anlaß'einer Liszt- Feier mit großem Erfolg das Ls-Tur-Konzert von Liszt. - - Ter zwölfjährige Geigenvirtiloie Olof W o l f.f-.' b c r g ans Bonn, der vör drei Jahren mit seiner Mutier, der ans Köln stammenden Geigenkünst- . leriii Elvira S ch m nck l e r - W v l s f st e r g . nach .Amsterdam ging, brachte kürzlich mit dem - Eonzertgestölnv-Orcstester unter " Leitring von Bruno Walter ein Bivlinkonzert von Paganini znm Bvrtrag. Ter Londoner . Rnndttliik brächte ein Kammeekonzert. ansgeführt von Rndokf S e r k i n (Klavier) und t'ldvlf Busch (Biolinc). Gitta A l p a r beginnt' demnächst ein längeres Operctteiigastspiel bei Evchran in London. Norma Shcarer hat sich nach dem Tode ihres Mannes. Irving Thalberg, entschlvsscli. dem Film zu entsagen. In Paris fand 'die U ran t s ü st r u n g des ivihn» „Los. Jumoaux de Briuliton' nach dem gleichnamigen Theaterstück von TriMin Bernard statt. In den Wiener Kammeripielen fand die Premiere des Films ..Sikhonetten" statt. 'Ilntvr des Tertlichcn lind Regisseur des Films i-st''Wa!ter Reit ch . der vor kurzem nach H o l i y w o o d bc- ' rufen, wurde.!

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