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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-23 · 25 (23.6.1938) · page 18

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
25 (23.6.1938)
Date
1938-06-23
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 18 C-V.-Zeitung Nr. 25 *23. Juni 1938 Ausfuhrmögliclikeiten der Industrieländer herbeiführt. iWenn wir auch nur in grossen Zügen die Wirtschaftslage im Ausland behandeln und nur das Wesentliche und Typische hervorheben konnten, so dürfte es deutlich geworden sein, dass es trotz. der an sich ständigen Abwärtsbewegung auf der ganzen Linie auch Länder gibt, die von dem Strom nicht ergriffen wurden. Hoffen wir, auch im Interesse besserer Einwanderungsmöglichkeiten, dass die zur Wiederbelebung der internationalen Wirtschaft ergriffenen Massnahmen Erfolg haben mögen und so die Zahl der Länder, die wieder wirtschaftliche Aufstiegsmöglichkeiten zeigen, sieh vergrössert. Dr. Erich Gottielä. Offene Auslandsstellen genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg: Gesucht werden: für Australien für. kleines Stahlwerk jüdischer Betriebsmonteur, der gleichzeitig Dreher ist und gute Kenntnisse der Verbrennungsmotoren hat. Bewerber muss zuverlässig, schnell und präzise arbeiten und seine Kenntnisse durch Zeugnisse belegen können; für I n d f e n geschickter jüdischer Drucker, der an einer modernen Rotations-Druckmaschine arbeiten kann. Bewerber muss nicht nur ein guter Drucker sein, sondern auch in der Lage sein, Maschinendefekte selbst -in Ordnung zu bringen. Es werden auf der Maschine 2 Morgenzeitung-en, 1 Abendblatt und 2 Wochenblätter, die sonntags erscheinen, gedruckt; für neu zu eröffnende Filiale eines Fabrikation-sbctriebes in Polen erfahrener jüdischer Konditor oder Dragee-Kocher: für A u s t r a 1 i e n erstklassige jüdische Schokoladen- und Marzipanarbeiter und Couvertürenmacher. Es kommen nur wirklich erstklassige Handwerker in Frage: für die Philippinen jüdische Zigarrentecnniker, die über langjährige Erfahrungen in der Zigarrenwickelei, Tabakbleicherei usw. verfügen. Es kommen nur nachweisliche Fachleute im Alter zwischen 30 bis höchstens 4o Jahren in Frage. Bewerbungen in englischer Sprache: ■für Kabarett in Mandschukuo jüdischer Regisseur, der gleichzeitig Ballettmeister ist. mit der ersten Balletteuse als Partner tanzt und ein Ballett von 6—8 jüdischen Balletteusen bilden würde. Jede Ballettänzerin müsste imstande sein, als Solotänzerin zu tanzen. Der Regisseur- Ballettmeister soll Lebenslauf, Photos. Referenzen, über sich sowie über jede Ballettänzerin einsenden und die Bedingungen feststellen: von Familie in Schweden für modernen "Villenhaushalt (4 Erwachsene, ein Hl jähriger Knabe) junges, gesundes, gebildetes jüdisches Mädchen für alle Hausharbeiten. Anfangsgehalt 50 Kr. neben freier Verpflegung und einem Zimmer mit f Messendem Wasser. Arbeitserlaubnis wird besorgt. Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Passphoto werden ausschliesslich durch die Jüdische Gemeinde Berlin SW 68, Lindensir.-48—50, weitergeleitet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. Aus den Gemeinden Dortmund Ein ganzes Jahr war das Rabbinat der Gemeinde verwaist. Jetzt hat Dr. D a v i d, Bochum, das Rabbineramt übernommen. Am 1. Schowuaustage wurde er vom Gemeindevorsteher Leo Jonas feierlich in sein Amt eingeführt. Dr. David legte seiner Predigt die Prophetenworte „Herr, ich hörte deinen Ruf; ich bebte. Ewiger, dein Werk, inmitten der Jahre' belebe es. inmitten der Jahre mach's offenkundig" zugrunde. Die Feier' war von Gesängen des Synagogenchors und des Kantors Kober festlich umrahmt. - H. (*. Hamburg Aus reichem Schaffen ist jäh Alexander Levy abberufen worden. Ein Mann, dessen Illlllllllllllillllillllllllllilfllllilllllllllllllfllllfflllllllflllflllllfflllllllllllll e,fik Msßdiseke MV Die Haussammlung „Für das jüdische Kind" am 12. Juni hat ein erfreuliches Ergebnis erzielt. Der Vorstand der Jüdischen ~ Gemeinde Berlin, der allen Spendern herzlichsten Dank ausspricht, wurde in die Lage versetzt, zahllosen Kindern eine Erholungsmöglichkeit zu bieten. Noch aber liegen viel Hunderte von Anträgen auf Verschickung in Ferienheime und Tageskolonien vor. Auch diesen Kindern sollen Erholung und Kräftigung verschafft werden. Deshalb ergeht die dringende Bitte an alle Gemeindemitglieder, auch der am 3. Juli stattfindenden Haussammlung ihre Spende nicht zu versagen, sondern mit dazu beizutragen, möglichst vielen Kindern eine Ferienfreude zu bereiten. Jeder erfülle auch am 3. Juli seihe Pflicht! Postscheckkonto (der Jüdischen Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin): Berlin 93446 (mit dem Zusatz: „Für das jüdische Kind"). WHf UliIHII!TIl!IIIIIinniIiniFIII1S!5fIIIIini(I!iI!Ii!IUlfUIIfIIIIIfffiiIf!Iff9 ganzes Dasein der Jüdischen Gemeinde Hamburg sowie den Gemeinden Schleswig-Holsteins gehörte. Seit Jahrzehnten arbeitete er an verantwortungsvoller Stelle im Repräsentantenkollegium, im Synagogenverband sowie in der Leitung des Verbandes der jüdischen Gemeinden für Schleswig-Holstein. Sein reiches Betätigungsfeld umfasste u. a. die Verwaltung von Stiftungen, die Beerdigungsbrüderschaft Schomre Schabbos. Achduth, die Gesellschaft für jüdische Volkskunde, das Altenhaus. S. E. Mannheim Die jüdische Religiös-liberale Vereinigung Mannheim beging unter starker Anteilnahme ihr 30jähriges Bestehen. Den Auftakt bildetedie Predigt von Rabbiner Dr. H. Schiff (Karlsruhe) über „Die Bedeutung der Religion in der jüdischen Existenz". Im Gottesdienst am Sabbatvormittag sprach Rabbiner Carl Richter (Mannheim) über das Wort ..Herr, reinige unser Herz, auf dass wir Dir mit ganzer Seele dienen", im Oneg Schabbat am gleichen Tage sprachen nach einleitenden Worten von Lehrer K. Weiss die Rabbiner Carl Richter, Ulrich Steuer (Heidelberg) und Dr. Lothar Rothschild (Saarbrücken). Zur lebendigen Ausgestaltung trugen hebräische Lieder der jüdischen Jugend unter Leitung von Kantor Adler bei. In einer Gedenkstunde gab der Vorsitzende der Vereinigung, Professor i. R. Dr. B i 11 i g h e i m e r, einen historischen Rückblick über die 30 Jahre des religiösen Liberalismus. Dann referierten Rabbiner Dr. Max Dienemann (Offenbach) über „Die Weltlage des religiösen Liberalismus" und Rabbiner Dr. Lemle (Frankfurt a. M.) über „Zukunftsaufgaben und Zukunft des religiösen Liberalismus". Ihren musikalisch eindrucksstarken Ausklang fand die Gedenkstunde mit dem 44. Psalm aus Hugo Adlers „Balak und Bilam". Es wirkten mit der Synagogenebor, das Orchester des Kulturbundes unter Leitung von Kapellmeister Max Sinzheimer., die Sopranistin Lazarus, Kantor Hirsch (Bariton). Max Lipmann (Tenor), Franz 0 p penheimer (Sprecher) und Lotte Honig (Orgel). * So. Zeltingen a. d. Mosel Unter zahlreicher Beteiligung aus den umliegenden Gemeinden wurde in der Synagoge in Zeltingen der letzte Gottesdienst abgehalten. Für die letzten Gemeindemitglieder fand Herr Bach jr. Worte wehmütigen Gedenkens. Oberlandesgerichtsrat a. D. Josef Franken (Düsseldorf) nahm in seiner Eigenschaft als Betreuer der notleidenden jüdischen Gemeinden im Rheinland ergriffen Abschied von dem Gotteshaus, das 85 Jahre lang seinem Zweck gedient hat. Der Friedhof ist nunmehr der Obhut des Preussichen Landesverbandes jüdischer Gemeinden übergeben worden. Zum Schluss des Gottesdienstes sprach Rabbiner Dr. S. Klein (Düsseldorf). Personalien Jacob Meyer In noch jugendlichem Alter von erst vierzig Jahren ist Jacob Meyer (Hamburg), der frühere Herausgeber der israelitischen Zeitung \J)ie Laubhütte", gestorben. Er war der älteste Sohn des bekannten Regensburger Rabbiners Dr. S- Meyer und setzte dessen Lebenswerk, die Herausgabe einer jüdisch-orthodoxen Zeitschrift, nach seinem Tode fort. Die Arbeit seines Lebens war von tiefer jüdischer Religiosität erfüllt. Diesem selbstlosen und hochstehenden Manne werden weite Kreise in den Grossstädten, besonders aber die orthodoxen Juden in den Kleingemeinden Bayerns und Hessens, ein ehrendes und treues Gedenken bewahren. Der Name des nun nicht mehr bestehenden Organs „Die Laubhütte" wird mit dem des Verewigten verbunden bleiben. S. R Salomon Stein In Frankfurt a. M., wo er seit seiner vor wenigen Jahren erfolgten Pensionierung lebte, verschied Rabbiner Dr. Salomon Stein. Ueber ein Menschenalter, seit 1890, hatte er in Schweinfurt das Bezirksrabbinat geleitet und als warmherziger Seelsorger und hervorragender Prediger Gutes gestiftet. Dr. Stein, der zu den führenden Rabbinern gesetzestreuer Richtung zählte, war auch wissenschaftlich mit mehreren Veröffentlichungen hervorgetreten und hatte eine Geschichte der Gemeinde Schweinfurt verfasst. mm. Aus den Familien Julius Blumenfeld (Berlin W. 15) beging am 21. Juni seinen 75. Geburtstag. — Julius L ö w-e n s t e i n (Altenheerse bei Warburg, Westfalen) feiert am 24. Juni seinen 75. Geburts- Gottesdienste in Berlin ——— Abkürzungen ' ALTER RITUS: Granewald G., Heidereutergasse — H., Kaiserstr. K., Köpenick Kp„ Miinchener Str. M„ Pestalozzis^. Pe., Rykestr. R., Thielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. — LL, Lützowstr. Iii., Oranienburger Str. O., Oranienburg Or., Prinzregentenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joachims- * fchaler Str. J- FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka-, Kaiserdamm Kd., Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee Sö\, -Triftstrasse T. c m ->a j Sonnabend, 25. Juni Freitag, 24.Jum Wag (St;> 26 ]ud Ansprache Ansprach© Synagoge Beginn bzw. Predigt Beginn bzw. Predigt Fa. 19 Salonionski 10 Fr. 19 v. d. Zyl 10 G 19.30 9 Nobel H 19.30. 8.3 0 Freier J 18.30 Gottschalk — Jh. — 10.30 (St.) Gottschalk K 19.30 9 Landau Ka. 19.30 Hanff 10 Hanff Kd: 19.15 Brasch — Kp. 19.30 9.45 . Le. 19 Jospe 10 Li. 19 10 Maybaum Lü. 19 Nussbaum 10 M 19.30 9 Altmann O 19 Hirsch 10 Pe. 19.30 9 Berhovits Pr. 19.15 Swarsensky 10 Pz. 19.30 Loewenthal '— R 19.30 9 Levy Sm. 19 10 Winter So. 19.15 Silbersteia 10 Loewenthal T 19.30 Goetz — Tu. 19.30 9 Jakobovits WEITERE VEREINS-SYNAGOGEN: Falkenthaler Steig 10 (Hermsdorf), 24.: 18.30 (Klein); 25.: 10 (Klein). — Frankfurter Allee 56, 24.: 19.30; 25.: 9 (Rosenthal) und 20.50; werktags 7 und 19.30; St.: 8. — Kammerstr. 7 (Spandau): 24.: 19.30; 25.: 10 und 21.35. — Lothringenstr. 22, 24.: 19 (Meyer): 25.:'10.— Markgraf-Albrecht-Strasse 11/12, 24.: 19.30; 25.: 9 (Amolski) und 20 (Neuhaus). — Prinzenallee 87. 24.: 19.30; 25.: 9 (Alexander): werktags 7 und 19.30. — Schulstr. 7, 24.: 18.30 (Adler); 25.: 9.30, 15.30 und 16.30 (Adler). — Stierstr. 21, 24.: 19.30: 25.: 9 (Winter) und 20.50: werktags: 8 und'7 (Winter). — Wilhelminenhofstr. 1, 24.: 19.15. tag. — Eugenie Hirschberg geb. Stern (Berlin- Charlottenburg) wird am 25. Juni 80 Jahre alt. — Fräulein Emma Licpmann (Bernburg. Anhalt) begeht am 25. Juni ihren 90. Geburtstag. — Isaak Kaufmann (Krefeld) vollendet am 27. Juni sein 75. Lebensjahr. — Ida Ncuhaus geb. Bachrach (Hannover) feiert am 2S. Juni ihren 70. Geburtstag. — Moritz Lieb er mann (Lauban, Schlesien) wird am 28. Juni 75 Jahre alt. —'Gustav Jacob söhn (Greifenhagen, Pommern) begeht am 29. Juni seinen 70. Geburtstag. — Leopold Simon (Berlin W30) vollendet am 29. Juni sein 75. Lebensjahr. — Emma Freundlich geb. Hirsch (Schlocban, Westpr.) begeht am 1. Juli ihren 70. Geburtstag. — Julius Ziegelstein (Kaiserslautern, früher Obermoschel, Pfalz) vollendet am 1. Juli sein 85. Lebensjahr. — Isi Waehs und Frau Herta geb. Salomon (Berlin-Tempelhof) feiern am 24. Juni ihre silberne Hochzeit. mm^^imwTj l i e w S.NOAH SEIDENEB DAMENWÄSCHE E R L I N C2 KBosierstrasse 20 FABRIKATION Anzeigen-Werbung Gufe Werbung Steliifierg I Heinrafii ESSEN Herren-Wäsche- und Berufskleider-Fabrik SCBnEfHE; *^*MMS9XX* PAUL BEIMANN LEDERGROSSHANDLUNG . Berlin C2 Poststrasse 7/8 WENCK & NEUKIRCHER LEE&£KCiR©SS&iÄND&.UNö Berlin C 2, Spandauer Str. 11 — Fernruf: 52 20 83 Einlegesohlen- und Fiiswareitfabrik Martin Hauer's Wwe. NUrnbers 17 Alle Sorten Einlegesohlen - Filze aller Art Vertreter für verschiedene Bezirke gesucht C-V.-Zeitung das Blatt der grossen Auflage GBQO Schuhgroßhandel G*e Isenkirchen Ti ikot««4t ii STRUMPFE Pullover STRUMPF-FABRIKEN Ä. MARUM WO SOBERNHEIM (EH BIN LAND) £wa Erzeugnisse Strumpf-'und Handschuh- Fabriken: LOUIS LEWY&CO. Chemnitz. _ Meeh^seiden-Fabrik E0UftRDKWrER - ANSBACH BAYERN * 9e<3«*. 1«78 C-V.-ZEITUNG IHR BERATER CAMNITZER & CO. 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