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Central-Verein-Zeitung · 1938-04-07 · 14 (7.4.1938) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
14 (7.4.1938)
Date
1938-04-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 C-V.-Zeifung Nr;T4*7.AT>rfl1938 spräche über die Gestaltung der örtlichen Bildungsarbeit gewidmet. Wenn man die Themenstellung und ihre Bearbeitung überdenkt,' wird man ohne weitere Kommentare spüren, dass es in der heutigen Zeit der alles überwältigenden Kleinarbeit schon ein Glück genannt werden muss, in solcher Weise aus dem Alltag hinausgeführt zu werden, wie es hier geschah. Fügt man noch hinzu, dass jeder Tag mit einer Bibel-Lernstunde unter Leitung von Cilly Neuhaus begonnen wurde und gedenkt man der hellen, schönen Atmosphäre des Lehnitzer Heims, in der sich Arbeit und Erholung vollzogen, so weiss man, auch wenn man nicht teilnehmen konnte, dass die Tagung in vielen ihrer Teile, vor allem aber als ein Ganzes eine Bereicherung und eine nachwirkende Hilfe gewesen ist. ' —na. Abschied Das Essen war vorüber, und damit war schon ein Teil des. Abends verstrieben, den Frau Frank den besten Freunden ihrer Tochter Ilse zum Abschied gab. Denn nun gingen auch sie ins Ausland. Fritz erzählte von seinen amerikanischen Plänen, während er in seiner behäbigen Art an seiner Zigarre sog. Er käme ja gar nicht in die Fremde, versicherte er durchaus gut gelaunt. So viele Bekannte wären ja schon drüben. Was sich hier langsam abbaute, fand sich dort wieder zusammen. Und weil er selbst fest an seinen Erfolg glaubte, sprang seine tatkräftige Stimmung gleich auf die anderen über. Nur auf Curt nicht der öfters etwas skeptisch zu ihm hinübergesehen. Spross einer alten Gelehrtenfamilie, hatte er sehr schmale, aber oft etwas müde Züge. Und dieses etwas müde, vornehme Wesen war es gerade, das die kräftigere, sonst höchst unsentimentale Ilse, so besonders an ihm anzog. Er wollte, durch einen indischen Studiengenossen angeregt, nach Indien, um seine Praxis, an der er sehr hing, ausüben zu können. Auch er glaubte an seinen Stern. Aber er sah doch viele Schwierigkeiten. Wenn auch nicht in giftigen Riesenschlangen, wie sie die phantasievolle Frau Frank plötzlich hervorbrechen sah. Aber die Welt der Mikroben ängstigte ihn etwas als wissenden Mediziner, und er musste -schon seine ganze Jugendkraft zusammennehmen/ um nicht davor zu schaudern. Ilse sah ihn oft teilnehmend und ermutigend zu ihm hinüber, aber jeder Blick schien etwas Kraft von ihm zu nehmen, anstatt zu geben, schien ihm das Grausame des Abschieds fühlbarer zu machen. Jetzt bat Fritz um ein paar Adressen, die ihm nützlich schienen- Ilse sprang bereitwillig auf, und beide verliessen in sachgemässem, intensivem Gespräch das Zimmer, um zu Ilses Schreibtisch hinüberzugehen. Frau Frank und Curt blieben allein. Frau Frank versuchte eine kleine Unterhaltung, aber Curt antwortete ihr kaum. Plötzlich bedeckte er Gottesdienste in Berlin > Abkürzungen ALTER RITUS: Grunewald G.. Heidereutergasse H.. Kaiserstr. K., Köpenick Kp., Münchener Str. M., Pestalozzistr. Pe., Rykestr. R., Thielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. Li., Lützowstr. Iii., Oranienburger Str. 0., Oranienburg Or., Prinzregentenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joachimsthaler Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ks-, Kaiserdamm Kd,, Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee So., Triftstrasse T. Freitag, 8. April Sonnabend, 9. April Sonntag (St.), 10. April Ansprache Ansprache Synagoge Beginn bzw. Predigt Beginn bzw. Predist Fa. 18 Galtiner 10 Fr. 19 Warschauer 10 G 19 9 J 18.30 Rosentbal — JH. — 10.30 (St.) Gottschalk K 39 9 Ka. 19.30 Winter 1Ü Zirnet Kd. 10.15 Goetz — Kp. 19 9.45 Le. 19 Lewkositz 10 Li. 19 Salornonski 10 Lü. 18 Brasch 10 ' M 19 9 O 18 Josdö 10 Or. 19 9.45 Pe. 19 9 Pr. 19.15 Graf 10 ' Pz. 19.30 Zimet 20 Zimct R 19 9 Sm. 19 10 So. 19.15 Rautenberg 10 T 19.30 Loewenthal — Tu. 19 9 WEITERE VEREINS-SYNAGOGEN: Albrecht- . Strasse 10 (Hermsdorf), 8.: 18.30 (Klein); 9.: 10 (Klein). — Berliner Str. 91 (Hohenschönhausen), 8.: 20. — Frankfurter Allee 56, 8.: 19; 9.: 9 (ßosenthal); (wochentags 7 und 19.30, sonntags 8). — Kl. Auguststrasse 10, 8.: 1S.45 (Rebhuu): 9.: 8.30 (Rebhun); (wochentags 7 und 7.45). — Liesenstr. 3, 8.: 19; 9.: 9 rKlappholz), 15.30 und 17. — Lothringenstr. 22, 8.: 19; 9.: 10 (Meyer). - Markgrai-Albrecht-Str.il/12, 8.: 19; 9.: 9 und 18 (Neuhaus). — Mühlenstr. 77, 8.: 18.45; 9.: 9. — Prinzenallee 87, 8.: 19; 9.: 9; (wochentags 7 und 19). — Schönhauser Allee 98 (Tiferes Isroell, 8.: 19: 9.: 9. — Schulstr. 7, 8.: 18.30 fAdler); 9.: 9.30 (Adler): — Spandau. 8.: 19: 9.: 10 und 19.35. — Stierstr. 21, 8.: 19; 9.: 9 und 18.50 (Winter); (sonntags S). — Wühelminenhofstr. 1, 8.: 19.15. das Gesicht mit der Hand und versank in ein gedrücktes Schweigen. Schwieg so eindringlich und hartnäckig, und in seinem Schweigen war etwas, das Frau Franks Geplauder bald ein Ende machte. Nun schwieg auch sie, zuerst verlegen, dann, je länger es dauerte, ängstlich, ja betreten. Ihr Atem fing an, unruhig zu werden. Der Abschied, der diesem Jungen so schwer fiel, ubermannte jetzt auch sie. Undsie konnte nicht helfen, wie sie es gewohnt war, musste es als Schicksal nehmen, dass er so ins "Weite, ins Ungewisse, ins Gefährliche ging. Armer Junge! Auf einmal durchfuhr es sie wie ein Erschrecken, und sie wusste mit unbeirrbarer Gewissheit, was ihm den Abschied so' verzweifelt schwer machte: Er liebte Ilse. Einen Augenblick rauschte ein starkes mütterliches Glück in ihr auf, aber nur einen Augenblick,- dann empfand sie einen nagenden Schmerz. So weit von ihr sollte Ilse leben, sollte selber in soviel Fährlichkeit tauchen? Doch liebte Ilse Curt denn auch? Sie hatte immer nur Freundschaft gezeigt. Aber wusste sie denn Bescheid um ihr verschlossenes Kind? Sie errötete, als sie sich vorstellte, dass ihre herbe Ilse zum ersten Male lieben sollte. Sie selbst befiel dabei — so sehr verwandelte sie sich in ihre Tochter — ein leises Schamgefühl und sie wagte nur schüchtern zu ihm hinüberzusehen, aus Angst, sich zu verraten. Nur ein kleines Lächeln huschte über ihre Züge, als sie sich das Glück der beiden vorstellte, sie, die in ihrer kurzen Ehe so wenig genossen. Dann aber packte sie wieder die Angst, und so schwankte sie in einer Wirrnis aufgeregter Gefühle hin und her. Aber als hätte Curt etwas von ihren Gedanken erraten, führte er das schweigende Gespräch plötzlich mit den Worten weiter: .ich kann mich jetzt noch nicht binden, da ich . ja gar nicht weiss, wie es mir gehen wird. — vielleicht gerate ich in Not. Aber, wenn es glückt — hol' ich mir in ein paar Jahren eine Frau." Fritz und Ilses. Stimmen näherten sich zu Frau Franks grosser Erleichterung der Tür und dieses merkwürdig schwingende Beisammensein hatte ein Ende. — Alle vier verhüllte wieder eine leichte Unterhaltung, an der" sich nur Frau Frank-und: Curt wenig beteiligten, wie Menschen, die soeben ein schwerwiegendes Geheimnis erfahren. Als man sich spät am Abend trennte, mit Scherz und Handschlag, um, es sich nicht schwer zu machen, wollte Frau Frank zu Ilse von ihrem Geheimnis sprechen. Aber ein Blick auf ihre Tochter belehrte sie eines Besseren. So.beugte sie sich stumm aus dem Fenster und horchte auf die sich entfernenden Schritte, bis.sie.nicht mehr zu hören waren. A..L. Irma Jichou Französische Zeitungen berichten von der Karriere einer jungen Jüdin Irma Jichou. Sie stammt aus Algier und wurde zunächst durch einen Roman, der offenbar autobiographisch ist und jedenfalls ein Bild von den Freuden und Nöten der jüdischen Jugend, in Algier und im französischen Kulturbereich vermittelt, bekannt. Es folgte ein Roman .„Die Juden von den Bergen", dessen Farbigkeit und Originalität die Pariser Kritiker rühmen; das Leben der algerischen Bergjuden ist abenteuerlich genug und in der Literatur unbekanntes Gebiet, um so packender wirkt die Schilderung des Lebens und der Probleme zwischen alt jüdischer, hier einigermassen wüstehmässiger, Tradition und dem, wenngleich jüdisch „betonten Modernisierungswillen der Jugend, zwischen Käbyien .und der vordringenden europäischen ' Zivilisation. Irma Jichou muss aber nicht nur eine tüchtige Schriftstellerin'; 'sondern auch eine schöne Schauspielerin sein: man dreht den ersten Tonfilm in arabischer - Sprache, und.sie.,spielt die .Hauptrolle. Und dieses Mädchen ist jetzt, ganze zwanzig Jahre alt! L. H. Jüdisches Leben - jüdischer Geist Frankfurt a. M. Im Rahmen einer Veranstaltung der Gesellschaft für jüdische Volksbildung sprach Dr. Willy Cohn (Breslau) über das Thema ..Die jüdische Geschichte, eine stolze Erinnerung und eine Verpflichtung für die Zukunft". Er gab zuerst einen Einblick in den Verlauf der jüdischen Geschichte und zeigte Einzelheiten über das innere Leben der mittelalterlichen Juden. Er legte dar. wie die Lehre von Gott von Generation zu Generation unverfälscht weitergegeben wurde, und ging insbesondere auf die „Spanische Epoche" ein, die den Juden während eines halben Jahrtausends besonderes Ansehen brächte. Abschliessend .wurden die Ereignisse des .19. Jahrhunderts geschildert. A. EL J. Mainz Ueber das Thema „Wandlungen im jüdischen Geschichtsbewusstsein" sprach im Jüdischen Lehrhaus Dr. Arnold Berney (Berlin). Der Redner zeigte, mit welchen Augen wir als Juden die Geschehnisse unserer Zeit zu betrachten haben, um den Sinn unseres Daseins geschichtlich begreifen zu können. An Stelle einer des göttlichen Wirkens baren Geschichtsauffassung "müssen wir als Volk der unmittelbaren Verkündung und Sendimg das Walten der göttlichen Kraft erkennen. Rabbiner Dr. S. L e v i ergänzte in sinnreicher Wreise diese Ausführungen und beschloss mit Dankesworten an alle Mitarbeiter die -diesjährige Arbeit des Lehrhauses. M—i. Saarbrücken Im Rahmen von Lehrkursen hielt Gemeinderabbiner Dr. L. Rothschild mehrere Einzelvorträge. Zu erwähnen ist das Referat über ..Martin Buber'' zu dessen 60. Geburtstag und eine Betrachtung über das Thema „Üebersetzungen der Bibel", die sich mit dem Bemühen um den griechischen, aramäischen und deutschen Ausdruck der Schrift befasste. Im selben Rahmen sprach Dr. Willy Cohn (Breslau) über ..Seelische Haltung" und behandelte die Probleme einer jüdischen Lebensgestaltung. L. Wiesbaden Der Zyklus des Winterhalbjahres ..Führende Geister im zeitgenössischen Judentum" des Jüdischen Lebrhauses wurde vor einer überaus zahlreichen Zuhörerschar durch einen Vortrag von Rabbiner Dr. Lazarus, Wiesbaden, über „Volk und Persönlichkeit in der jüdischen Geschichte" beschlossen. Ausgehend von dem Verhältnis des jüdischen Menschen zur Geschichte wurde dargelegt, dass die Geschichte die Juden immer wieder, auch in den entlegensten Winkeln, erreicht. Trotzdem erhält sich der jüdische Mensch als freie Persönlichkeit und wird nicht zum Werkzeug der Geschichte. Die Streitfrage, ob die Persönlichkeiten die eigentlichen Schöpfer der Geschichte sind und ihre Gestalter oder das Volk, die Masse, ist für die jüdische Geschichte nicht so sehr bedeutsam. 'Wichtiger ist, dass die Gesamtheit, das Volk, sich in einzelnen ganz Grossen spiegelt. An einzelnen Gestalten"unserer Geschichte wie Moses, Jeremias, Hillel, Israel, Baal Schern Tow, Mendelssohn, Rabbi Akiba Eger und Herzl wird dies erhärtet. In der neueren und neuesten Zeit prägen die grossen jüdischen "Gestalten immer nur einen Teil des Volkes. Die Führerpersönlichkeiten unserer Geschichte waren immer die Widersprechenden, sie haben dem Volke immer ■ den „schweren" Weg zeigen müssen. Mit den Worten Bubers von den zwei Gattungen führerischer Menschen: von den einen, von denen man sagt „ich glaube an ihn." und von den anderen, „ich vertraue ihm" schloss der Vortrag. * Das Jüdische Lehrhaus teilt mit: Für die Intensivkurse in Englisch und Spanisch, die am 12. April . um . 9 Uhr beginnen, können keine Teilnehmer mehr aufgenommen, werden. Sprachkurse in Englisch, Portugiesisch und Spanisch beginnen .wieder am 25. April. Anmeldungen, Auskünfte durch das Sekretariat, W50, Marburger Strasse 5, III, Montag bis Donnerstag, von 10 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr, Telephon: 24 55 87. . .W.erbeabend . ' des ,E!terBiii!£swer.kes Im Rahmen eines Französischen Abends in der Privaten Wäldschule Kaliski warh Rechtsanwalt Fritz Schwarz für das Elternhilfswerk für die jüdische Jugend. Inmitten eines heiteren Programms, auf . dem Namen wie Dahl Courteline und Moliere mit seinem gern gespielten „Medecin malgre lui" glänzten, und das sehr wirksam .Zeugnis ablegte von dem gewissenhaften Studium des Französischen an dieser Anstalt, erging der eindringliche Ruf: „Helfen Sie uns, junge Juden für "den Lebenskampf vorzubereiten, wenn deren Eltern die Möglichkeit verloren haben, für die Schulbildung" der Kinder — selbst im bescheidenen. Masse — zu sorgen. Wenn Sie fünf Mark im Monat für die Erziehung eines unterstützungswürdigen Kindes geben wollen, dann übernehmen Sie eine Patenschaft im Elternhilfswerk.". - - Aufgabe des Elternhilfswerk es, an dessen Bestrebungen der J ü d i s c h e C e n t r a 1 - V e r - e i n seit langem tätigen Anteil nimmt, ist es, begabte Kinder aus notleidenden Familien durch Gewährung von Schulgeldbeihilfen zu unterstützen. In den fünf Jahren seit seiner Begründung ist es gelungen, zahlreichen Schülern die nötigen Bildungsgr'undlägen" zu vermitteln. Die Beträge, die'hierfür aufzubringen sind, sind durchschnittlich Summen zwischen 5 und 20 Mark monatlich, die zur Zahlung von Schulgeldern, zuweilen auch von, Fahrgeldern erforderlich sind. Die Auswanderung vieler begüteter Juden und die zunehmende Not des Mittelstandes zwingen das Elternhilfswerk, immer neue Kreise für seine Bestrebungen zu gewinnen. Dazu kommt; dass, je grösser die'Zahl der auswandernden jüdischen Menschen wird, die Verpflichtung sich erhöht, den jugendlichen Auswanderer soweit zu fördern, dass er durch besondere Kenntnisse und Leistungen eine Existenz erlangen und auch behaupten kann. Die Förderung'des Eiternhilfswerks kann erfolgen' durch Uebernahme von Patenschait e n , das heisst von monatlichen Beiträgen für einen längeren Zeitraum für ein bestimmtes Kind, ferner durch Spenden in beliebiger Höhe und durch Erwerb der Mitgliedschaft (Mindestbeitrag 8 RM jährlich). ___ V. C. Die ,,ORT"-Schule, Berlin, hat mit einer Zwischenprüfung das erste Lehrjahr abgeschlossen. Für die Prüflinge beginnt nun die Ausbildung in den einzelnen Fachzweigen der Gas-, Wasser- und sanitären Anlagen-Installation, der Spezialmechanik und der Elektrotechnik. — Am 1. April traten die 80' neuen Schüler, deren Aufnahme beschlossen war, für drei Lehrjahre in die Schule ein. Anlässlich dieses Ereignisses richteten die Mitglieder des Vorstandes des ..ORT", Abt. Deutsehlamd. der Vorsitzende des Zentralverbandes jüdischer Handwerker, Louis W o 1 f f, und Walter Callmann einige Worte an die Schülerschaft. — Zahlreiche Aufnabmegesuche mussten auf Herbst 193S zurückgestellt SCÜLÄCSKhiO&l Bearbeitet von P. Rosenblatt. Die folgende Partie wurde im Meistertarnier de* jüdischen Scbacbkongr&sses in Hamburg - am 14. März 1938 gespielt. . . Weiss: Schwarz: M. Höf lein Dr. N. Mannheimer 1. e2—e4 e7—eö 2. Sgl—f3 Sb8—c8. .....3. Lfl—b5 a7— &6 4. Lh5—a4 Sg8—f6 o. 0—0 Lf8—e7 6. c2—c3 0—0 7. Tfl—el d7—d6 8. h2—h3 . Sf6—eS 9. d2—d4 h7—b5 10. La4—h3 Sc6—a5? 11. d4Xeö ' Sa5Xh3 12. a2Xb?> Lc8—b7 . 13. eöXdö ...... .-. c7Xd6 . . Schwarz , will sich die Dame . nicht täuschen lassen. ' 14. Sbl—d2 Se8—c7 15. Sf3—d4 Sc7—e6 16. Sd2— f3 Se6—eö . 17. Ddl—c2 TfS—eS 18. b3—b4 Seo—a4 39. Lei—F4 Sa4—b6 20. Sd4—f5 Le7— fS 21. Tal—dl . d6—dö 22. e4—eö TaS—c-S 23. Sf5-d6 LfSXdÖ 24. e5Xd6 Dd8-d7 25. Sf3—d4 Te8—e4- 26. Dc2—cl Tc8—eS , 27. f2—f3 Te4Xel 28. TdlXcl TeSXel •29. DclXel Kg8—f8 30. Sd4—fö! Sb6—c8 . 31. g2—g4 Lb7—c6 '32. Del—h4! KfS—gS ■ ^11 ........wm'WM- Wß/kWb m im. m&m. ■mm WM WM & * 33. Sf5Xg7! ---- "■ Weiss setzt den Angriff energisch fori ..... . .. . Sc8Xd6 34. Lf4Xd6 Dd7.Xd6 35. Sg7—fo Dd6—e6 Weiss kündigt hier Matt in drei Zügen oder Damenverlust an. 36. Dh4—d8f Lc6~e8 37. DdS—gof Schwarz gibt atrt, * Lösung der Aufgabe Tür. 118: 1. Db3—gS, a5—a4r 2. Lg6—f7, a4—a$& 3. Lf7—b3, Lb2—cl: 4. Lb3Xa2 matt...... . Weiss führt eine Verdoppelung gleichschrittig&r Figuren aus, unter Zurückziehung der einen und Vorschaltung der anderen' (,,Turton"-ManÖYer).- In vorliegendem Falle muss der schwächere Läufer vor die Dame gestellt werden, um die drohende PaStgefahr von Schwarz zu verhüten. . , ¥ Richtige Lösungen gingen ein von: Michael Lev7 (Krefeld), Alfred DziaioszynskL Dir. Adoir SchücK (Breslau), Landg.-Rat a. D. Dr. Karl Ulrich (München), Siegmund Austerlitz. (Glessen),.- Rechtsanwalt Dr. Ernst Boeh'm (Brieg), Walter . Simon (Duisburg- Hamborn), Kantor D. Cohn (Koblenz), Dr. med. I. Meyerboff (Rotenfels), Lothar Schönthäl, Karl Bechiöfer (Nürnberg), Gustav Lewi-, Reg.-Baumstr. a. D. L. Hirschfeld, Gerhard Lewisohn, Dr.. med. Geihard Böhm, N. Süssermann, Max Henoch, Paul Silberstein, Dr. med. Herbert Picard (Berlin); Gottfried Gumbel (Stuttgart), L. Mehrländer (Konstadt). Hans Heilbarn (Oppeln), Tierarzt Max Koscbminski (Landsberg). werden; Neuaufnahmen können dabei jetzt frühestens wieder zu Ostern 1939 in Frage kommen. Das Jüdische Landheim in Bad Fünsberg, Einrichtung des Jüdischen Frauenbundes Breslau, nimmt sofort nach Pessac-h — und zwar auf die Dauervon drei Wochen — erholungsbedürftige Frauen und junge 'Mädeben zu sehr -massigen .Pfiegesätzen auf. In der Zeit vom 23. Mai bis 22. September werden Kinder für jeweils vier Wochen aufgenommen. Das Heim ist in gesunder Höhe nahe am Walde gelegen. Ein Garten und ausgedehnte Veranden bieten den Gästen die Möglichkeit zu Liegekuren. Die Wirtschaftsführung ist streng rituell. Anmeldungen nimmt das Büro des Jüdischen Frauenbundes, Breslau, Wallstrasse 9, II, entgegen. Haggada der Jüdischen Winterhilfe Die jüdischen Buchhändler haben sich entgegenkommenderweise bereit erklärt, die Auslieferang der Haggada, die die Jüdische" Winterhilfe ihren Spendern als Dank für einen besonderen ■ Pessacbbeitrag überreicht, vorzunehmen. Alle.Spender, die,einen •Gutschein über die Haggada .in Händen, haben, werden gebeten, diesen bereiner der" nachstehend genannten Buchhandlungen- bis zum 14. April zu den üblichen Gesehäftsstunden einzulösen: C. Boas Nachf., C 2. Neue Friedrichstrasse .69; Buchhandlung Kedem (Inh. Martin Salomon),. Charlot'tenburg, Dahlmannstrasse 8: Gerhard Fuchs, W"50, WTormser Strasse 6; M. Gonzer, N 4, Oranienburger Strasse 26; Samuel Juroviez. NW 87, Wullenweberstrasse 4(5: H. Lewin, N 54, Grenadierstrasse 28: Rubin Mass, Charlottenburg 4, Pestalozzistrasse 15; Philo GmbH. W15. Pariser Strasse 44: M. Poppelauer, C 2. Neue Friedrichstrasse 59; Kurt 'Rosenbaum, W 15, Meinekestrasse 10; Wolf Sailes, N 54, Grenadierstrasse 30. Bei der an der Jüdischen Lehrerbildungsansteit Wiirzburg abgehaltenen Reifeprüfung haben "sämtliche Damen und Herren der Abschlusskrasse die Prüfung bestanden. Die Absolventen haben zum grossen' Teil sofort Anstellung gefunden. In Rücksiebt auf die- Bedürfnisse der Auswanderung wird der Unterricht in den Fremdsprachen ab Schuljahr 38139 wesentlich erA-eitert. Die Dame Kauft bei W. Bernhard Nachf. Kleider, Mäntel, Kostüme, Binsen * Berlin SW61, Befle-lUiance-Str. 185 h. 101 (Hallesches TsrJ

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