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Central-Verein-Zeitung · 1926-03-26 · 13 (26.3.1926) · p. Seite 179

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
5 (1926)
Issue
13 (26.3.1926)
Date
1926-03-26
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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179 Entlastung -es vorstanöes un- -er Revisoren. Znmvrtz (Berlin) erstattet den Bericht. Er teilt mit, daß -außer von ihm durch Bar u ch (Herford), Fel.dm.ann (Stuttgart) und S u ß m a n n (Chemnitz) im Herbst vorigen Jahres eine genaue Revision der Geschäftsbücher vorgenommen worden sei, die eine musterhafte Ordnung nach jeder Richtung ergeben . habe. Auf Antrag Brodnitz wird Zarnory als Revisor wiedergewühlt und dem Landesverband Groß-Berlin die Bestellung eines Zweiten Kassenrevisors überlassen, Dem Vorstand und den Revisoren wird einstimmig Entlastung erteilt. „Satzungsänüerungen" unö „VorstanSswahlen". JustiZrat Ehodzicsner (Berlin) berichtet, daß die mit der Ausarbeitung der Satzungsänderung betraute Kommission mit Rücksicht auf die verschiedentlich geäußerten Bedenken ihren Entwurf zurückgezogen habe, so daß die Hauptversammlung nur darüber zu beraten habe, in welcher Form die Satzungsänderung nunmehr vorgunehmen sei. Er stellt den Antragi „Die Hauptversammlung setzt einen Auöschritz ein, dem sie das Recht übertrügt, eine neue Satzung vor- Znbereiten. Diese Kommission sott ans den Landesver- Harrdsvorsitzenden, den vier Vereinsvorsitzenden und fünf aus Berlin sowie fünf ans dem Reich zu wählenden Mitgliedern bestehen." Es liegt folgender Antrag der Vorstandswahlkommission des Hauptvorstandes vor: „Der Artikel 18 Abs. 1 der Bereinssatzrrug wird dahingehend geändert, daß sowohl die Zahlen der von der Hauptversammlung zu wählenden als auch der vom Hauptvorstarw zu kooptierenden HauptvorsLandsmitglieder nur je zehn erhöht wird." Der Antrag wird mit der erforderlichen Mehrheit von zwei Dritteln der Anwesenden angenommen. Ein Antrag. Frau Sophie Horwitz (Berlin) und Generalkonsul Ernst Hirsch (Berlin) zu E h r e n m i t g l i ed e r n zu ernennen, wird durch Akklamation unter großem Beifall angenommen. Gegen >den Antrag C h o d Z i e s n e r begründet Herzfeld (Essen) einen von Mainzer (Frankfurt), Homburger (Karlsruhe) und ihm selbst eingebrachteu Gegenantrag, «daß das Recht der Satznngsänderung auf iben Hauptvorstand und die von Ghodziesner vorgeschlagene Äerfassungstommlssion derart übertragen werde, daß durch übereinstimmende Beschlüsse beider Körperschaften, die mit je Zweidrittelmehrheit gefaßt werden müssen, die bestehenden Satzungen abgeandert werden können. b9VB9ia«HIBaiBIHlflBaiia»KBKIHHlIBiaiHIEH | Bas BesdieaK zma Pessadiiesl ] ■ Ein Jahresabonnement £ £ auf die Zweimonatsschrift A j Der Morgen I g Herausgelier und Schriftleitung: Professor Dr. Julius Goldstein, g 8 Darmstadt, Beckstrasse 87. Verlag: Philo Verlag, Berlin SW 68, 8 ® Lindenstr. 13,III. Postscheckkonto: Philo Verlag, Berlin83512. ® g Druck: Roetherdruck G.m.h.H., Darmstadt, Bleichstrasse 24. g H Der zweite Jahrgang beginnt am 1. April ■ 8 Inhalt des ersten Heftes: 8 8 Richard Wilhelm: Die Juden in China. 8 2 Julius Goldstein: Völkischer Antisemitismus, I« 2 g Hans Driesch: Die Gottesbeweise. g 8 Bruno Italiener: Ueber die Haggadah. 8 2 Julius Bab: Goethe und die Juden. 5 g Max Dienemann: Judentum und jüdische Religionsphilosophie g 8 im Urteil heutiger Katholiken. 8 2 Selma Stern: Die Entwicklung des jüdischen Frauentypus seit 2 8 dem Mittelalter, IV. g 8 Rudolf Hallo: Die Schriftzeichen vom Sinai und das Problem W 2 der „heiligen“ Schrift. 2 8 B. Jacob: Einführungen in das erste Buch Mose, V. (2. Teil). g 8 Franz Rosenzweig: Neuhebräisch? B g Besprechungen: Felix Perles, Rudolf Kittel: Gestalten und 5 g Gedanken in Israel. g B Martin Buher — Franz Rosenzweig: Zu einer Ueber- JB S Setzung und einer Rezension — Richard Koch: Schluss- 2 8 bemerkung. 8 B Bel der Redaktion eingegangene Bücher. H B Zu beziehen durch Philo Verlag, Berlin SW68, fl g Lindenstrasse 13. g ■ BflBBBflSBBflBflflflBflBflflBBBBflBBBflBBBBBBBHB&fl Hierüber und üder die zur Wiederwahl und zur Neuwahl in dett Hauptvorstand vorgelegte namentliche Liste entwickelt sich eine lebhafte Debatte, an der sich Landgerichtsrat Stern (Berlin), Wiener (Berlin), Baron (München), G l a s e r f e l d (Berlin), S o b o t k e r (Berlin), M i t t e l b e r g e r (München), P e tz o n (Magdeburg), Frau D o r m i tz e r (Nürnberg), Brodnitz (Berlin), Henry Rothschild (Frankfurt a. M.), Marx (Karlsruhe) beteiligen. Der Antrag Herzfeld wird bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung ach g e l e h n t. Der Antrag Chodzieöuer wird angenommen. Die zur Wiederwahl und Neuwahl «der Ha upt Vorst and s mit glied er vorgelegie Liste wird genehmigt. Außer den zur Neuwahl Vorgeschlagenen wird noch Dr. Strüutz (Bruchsal) in den Hatrptvorsta^o gewählt. Der Landesverband Grotz-Berlin stellt folgenden Antrag: „Die Vorbereitung dev Wahl der Hauptvorstands- Mitglieder wird irr Zukunft einem Ansschutz übertragen, der ans vier NichthanpworsLandsnnLgriedern und vier HarsPLvorstandsmiLglicdcrn besteht. Die NichthauptvorstandsmiLglreder werden von der Hauptversammlung bestimmt. Bei Fortfall von KonmrissionsmiLgliedern tritt Ersatzwahl durch den HarrPLvorstand ein, soweit der Hanptvorstaud gewählt hat, sonst durch den Vorstand desjenigen Landesverbandes, dem das fortgefallene Mitglied angehört." Als N i ch t hauptvorkstandsmitglieder werden einstimmig gewählt: Z a m o r y (Berlin), Dr. med. Cohn (Hildesheim), Frau Elsa Wolffheim (Königsberg), Rechtsanwalt Dr. Berlin (Nürnberg). Justizrat Brodnitz schließt hierauf um 8 Uhr abends die Sitzung des ersten Tages. Der zweiie Gitzungstag. Justizrat Brodttitz teilt zu Beginn der Sitzung mit, daß in einer soeben stattgefnndenen Sondersitzung des Hauptvorstandes das bisherige Präsidium des Centralvereins mit Dr. Holländer als Direktor wiedergewühlt worden sei. Kooptationen . in den Hauptvorstand sollen erst nach gründlicher Vorberatung in einem späteren Zeitpunkt vorgenonunen werden. Justizrat Gallinger (Nürnberg) übernimmt die Leitung. - Es folgen zwei Referate über „MitgUeöerwerburrg unö Mitglieöererchaltuug". Artur Schweriner (Berlin) führt aus: Wir müssen unser Hauptaugenmerk darauf richten, daß der Mitgliederbestand des Centralvereins selbst in dieser wirtschaftlich schweren Zeit wächst. Rückgang des Mitgliederbestandes — und auch Stillstand ist Rückgang — bedeutet Schwächung d e r Stoßkraft unserer Aktionen. Daß eK immer noch möglich ist, neue Mitglieder zu werben, beweist das Ergebnis im Landesverband Groß-Berlin, der in k a u m drei Monaten einen Zuwachs von f a st 1 000 Mitgliedern verzeichnen konnte. Es muß nur ein System in die Werbung gebracht werden! Selbst in der kleinsten Ortsgruppe ist eine Werbekommission zu bilden, die an der Hand der Gemeindelisten nachprüft, welche Gemeindemitglieder noch nicht Mitglieder des Centralvereins sind, llnd dann nicht Zirkulare verwenden, sondern p e rsö n l i ch werben! Es muß Ehrensache des Vorstandes sein, sich an der Werbung führend zu beteiligen. Hat nicht jeder hier im Saale schon eine Gelegenheit zur Werbung verpaßt? Niemand vergibt sich an seiner Ehre, wenn er für unsere große Sache Propaganda treibt. Der hohe Mitgliederbestand der gegnerischen Organisationen ist ausschließlich aus intensive persönliche Werbung zurückzusühren. Nur durch eigene starke Ue b e r z e u g u n gs - kraft kann man Fernstehende für den Centralverein gewinnen-. Wer begeistern wi l l, muß selbst von seiner Idee begeistert sein. Wenn es heute noch Leute gibt, die den Centralverein überhaupt nicht kennen, so liegt das vor allem auch au der geringen Einwirkung auf die Presse. Fernstehende werden aufmerksam gemacht, wenn sie von Veranstaltungen des Centralvereins, die allgemeines Interesse haben, in den T a g e s z e v t u n g c n lesen. Wir müssen Soldaten haben, Soldaten, die marschieren! Nicht nach links und nach rechts geschaut! Der Kommandoruf darf nur lauten: „Vorwärts, für Deutschtum und Judentum!" De. Martin Marx lZrankfurt a. M.) stellte an die Spitze seines Korreferates das Wort Goethes: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen." Er sieht die Hauptschwierigkeit und Haupttätigkeit darin, in der jetzigen Wirtschaftskrise diejenigen Mitglieder, die neu geworben werden und schon seit Jahren bei uns

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