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Central-Verein-Zeitung · 1937-12-16 · 50 (16.12.1937) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
50 (16.12.1937)
Date
1937-12-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr.50 * I.Beiblatt CYZestung 16. Dezember 1937 * Seite 3 Freude schafft Freude Chanukka-Bücherspende des C.-V. Die C.-V.-Bücherspende; die seit drei Jahren jüdische Schulen mit Büchern für ihre Bibliotheken versorgt und ausserdem durch ihre Wanderbüchereien jüdische Menschen gerade in mittleren Gemeinden und die Jugendpflegebezirke in Berlin mit Lesestoff versieht, hatte zu Chanukka eine besondere Ueberraschung vorbereitet. An 92 jüdische Schulen, 17 Waisenhäuser, 6 Seminare und die 7 Berliner Jugendpflegebezirke wurden fast dreihundert Bücher verteilt, die der C.-V. als Geschenke für die Schüler bestimmt hatte. Die Mühe, bis alle Bücher ihren Bestimmungsort erreicht hatten, war gross. Aber gross, wie zahlreiche Zuschriften beweisen, auch die Ueberraschung und die Freude, die vielen jüdischen Jugendlichen bereitet werden konnte. Qßbff4inW'Bräii Qfcßronini^ 4ilÄDn^ IDßiin mir bolrad]tfni öiesü (Mra, Öißnnrinnnsraßosil jpjjt tpta, Sü sinil imrnbssrpjtoon, ttoß ^MmbüSimDimÜJipi. Die „Wunschkiste" war für die ganz Kleinen, „Jüdische Jugend baut auf", ,,Jüdiscbe Gestalten und ihre Zeit", „Das Knabenschiff„Rabbi, Golem und Kaiser" und „Der Gast" für die Mittleren und das Buch von Maybaum „Neue Jugend und alter Glaube" für die Aeltesten bestimmt. Viele Schüler und viele Schulen haben den C.-V. nun ihrerseits mit Briefen überrascht, die zeigen, wie freudig die Bücherspende überall begrüsst worden ist. Die schönste dieser unserer Ueberraschungen aber kommt von der Knabenvolksschule Kaiserstrasse der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, deren Schüler uns zwei schöne handgezeichnete Briefe schickten. Einen von ihnen geben wir nachstehend wieder: .fjM© Budi n)0l]l Ijodi in4tpif ^iinsnns^Mtokticra. 4z pp uns Bii? Büd]errJMn| w jür& SM Dam<Mnil" Dran." SöoifmiöiraiHDoiünrß^ß, ^ÄgqjlÄ <fe gMiurij SHürndTüH^Diü Dnm tnniEm UdB Büdpr riffln: 5äpli! 5dpnß?E.M qo5,5toißr,Bi?lfpr- Eine Resolution und ihr Echo Tagung des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden Auf der Ratstagung des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden wurden Fragen der Beziiksrabbinate, Schulen, Lehrerbildung, Kulturarbeit und Binnenwanderung eingehend erörtert Am Schluss wurde die folgende Resolution vorgeschlagen, die mit Stimmenmehrheit nicht, wie es in einigen Zeitungen zu lesen War, einstimmig — angenommen wurde: „Nachdem durch 'den Anschluss der kleineren Gemeinden Norddeutschlands der Preussenverband etwa vier Fünftel der Juden in Deutschland umfasst, beschliesst der Rat, das Dezernentenkollegium zu ermächtigen: 1. Dem Preussischen Landesverband einen Hen veränderten Umständen entsprechenden Namen zu geben; 2. Nunmehr mit den noch nicht angeschloss«- tten Verbänden (einschliesslich dem Halber- «tädter Verband) in offizielle Verhandlungen einzutreten, die den Zusammenschluss aller Gemeinden bzw. Gemeindeverbände in Deutschland zu einem Verband der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich zum Ziel haben." Hierzu geht uns folgende Erklärung der Süddeutschen Landesverbände zu: In der Sitzung des Präsidialausschusses der Reichsvertretung der Juden in Deutschland vom 14. Dezember hat der Vorsitzende des Verbandes Bayrischer Israelitischer Gemeinden, Dr. Neumeyer, zugleich stellvertretender Vorsitzender de» Rats bei der Reichsvertretung, folgende Erklärung abgegeben: Nach Mitteilung der Presse hat der Rat des Preussischen Landesverbandes das Dezernenten- Kollegium ermächtigt, mit den dem Preussischen Landesverband noch nicht, angeschlossenen Verbänden in Verhandlungen einzutreten, die den Zusammenschluss aller Gemeinden bzw. Ge- JOdfaehe« Fachgeacb&ft Spez. Rfcrtesnand EleWnv-Mwifiifl Bedarf tttr den Arzt Auswaffdtrer-BerattHtg. An-1. Verfcatf Röntgren-Ing. Enrt Marens« Berlin N. 4, Chzniseeestrasae 5. Telefon 42 60 88. meindeverband« in Deutschland ru einem Verband der Jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich zum Ziele haben. Namens der süddeutschen Verbände habe ich hierzu folgende Erklärung abzugeben: Neben der Reichvertretung erscheint eine weitere Reichsorganisation der Gemeinden überflüssig und schädlich. Der Einfluss der Landesverbände und Gemeinden in den Organen der Reichsvertretung wurde erst vor wenigen Monaten nicht ohne Opfer der süddeutschen Verbände durch einmütigen Beschluss sichergestellt. Die hierdurch geschaffene Möglichkeit ruhiger, sachlicher Arbeit darf nicht wieder gestört werden. Die süddeutschen Landesverbände verkörpern die in ihnen zusammengeschlossenen Gemeinden und erfüllen für ihren Bereich die gemeinschaftlichen Aufgaben auf allen Gebieten der jüdischen Arbeit. Das Vorhaben des Preussischen Landesverbandes ist darum in keiner Weise geeignet, die jüdische Arbeit in Deutschland zu fördern. ' Die süddeutschen Verbände sind nicht geneigt, ihre selbständige Stellung im Rahmen der durch die Reichsvertretung repräsentierten jüdischen Gesamtheit in Deutschland aufzugeben. Der Sächsische Landesverband und Hamburg haben sich dieser Erklärung vollinhaltlich angeschlossen. Der Tagung des R.ats ging eine Kundgebung voran, um den Mitgliedern der Berliner jüdischen Gemeinde ein Bild von den Sorgen der jüdischen Gemeinden zu geben. Besondere Anerkennung verdienen in diesem Zusammenhang die Ausführungen von Rabbiner Richter (Stettin) über jKulturfragen", bei denen er einen nüchternen Sinn für die Grenzen jüdisch - geistiger Arbeit mit einem inneren Pathos der geistigen Hilfsbereitschaft verband.. In seiner Einleitungsansprache hatte Kammergerichtsrat a. D. Leo Wölfl als Präsident des Preussenverbandes auf die grosse Bedeutung des Landesverbandes für die jüdische Betreuung der ausserhalb der Grossgemeinden . lebenden jüdischen Menschen hingewiesen. Der starke Besuch der Veranstaltung, die durch Darbietungen des Orchesters der Künstlerhilfe unter Dr. Hermann Schildberge r, Wilhelm Guttmanns und Godfried Zeelanders umrahmt wurde, zeigte das Interesse der Berliner jüdischen Gemeindemitglieder für die Sorgen ihrer Brüder in der Kleinstadt und auf dem Lande. Gemeiadefeiern 120 Jahre Hamburger Tempel Der Israelitische Tempelverband in Hamburg feierte sein 120jähriges Bestehen, das wir bereits in Nummer 48 vom 2. Dezember würdigten. Die Feierlichkeit fand im Rahmen des Gottesdienstes am 11. Dezember statt. Drei aus Darmstadt stammende Thorarollen wurden feierlich übernommen und von den Rabbinern Dr. Leo B a 'e c k (Berlin), Dr. Caesar Seligmann (Frankfurt a. M.j und Dr. Benno Jacob (jetzt Hamburg) unter den Klängen des von Oberkantor Leo Kornitzer komponierten S'u sch'orim in den einfach geschmückten Tempel getragen. Tiefe Ergriffenheit erfasste die das Gebäude bis zum letzten Platz füllende Gemeinde, als der eigentliche Festakt durch ein von Agnes Leimdörfer, der Tochter des ehemaligen Tempelrabbiners David Leimdörfer, stimmungsvoll gesungenes Lied Adaunoi ss'fossai tiftoch, .von Kornitzer komponiert, eingeleitet wurde. Die Festpredigt hielt Oberrabbiner Dr. Bruno Italiener. Sie war die einzige Rede des Tages, zeigte Sinn und Richtung des Temß^-MjOÜikß AUIGÄTORW d a£~&rxt d göJe,lederwor,« n UNSERE VERKAUFSGESCHÄFTE. Berlin, Tauentzienstraße 16 Hamburg. Jungfernstieg 43 Köln &. Rh„ Hohestraße 115 Essen. Lirabeckstraße 10 Essen, Adolf-Hitler-StraBe 18 Bochum. Kortumstraße 67 Frankfurt a. M.,Ro ßmarkt 15 Zentrale, Offenbach *. M. Wuppertal-Elberfeld, Herzogstraße 36 pels auf und reihte sich würdig den Reden früherer vortrefflicher Tempelprediger an. Am Vorabend hatte der ehemalige Tempelrabbiner, der fast 78jährige Rabbiner Dr. C. Selig mann, den Tempel als Muttergemeinde eines fortschrittlichen Judentums gefeiert. Möge die Hamburger Tempelgemeinde auch weiterhin ihr hohes Erbe erfüllen! Dr. Ludwig Freudenthal, Hamburg. # Der Hamburger Tempelverband überreicht© anlässlich seines Jubiläums seinen Mitgliedern und Freunden eine Festschrift, die mit einem Vorwort des derzeitigen ersten Vorsitzenden. Daniel Münden, eingeleitet wird. Der Frankfurter Gemeinderabbiner Dr. Caesar Selig mann zeichnet die Entwicklung der Gemeinde in den zwölf Jahrzehnten ihres Bestehens nach, während Stadtrabbiner i. R. Dr. Paul Rieser, Stuttgart, die Tempelgemeinde als die Muttergemeinde der neuzeitlichen Judenp ■ J. W ELZE Grosse Aus« _______________________ wähl In fein. Mänteln, panoe mod. aU-Paletots, eleganten UÜJJEo, Ia Silberfüchsen 20GF~ Billige Preise TO J. Weissler, nur Kurfürstendamm 29 heit würdigt Oberrabbiner Dr. Bruno Ita« 1 i e n e r beschäftigt sich mit dem ersten Prediger der Gemeinde, Dr. Gotthold Salomon (1784 bis 1862). Der Abriss „120 Jahre Kultmusik im Hamburger Tempel" von Oberkantor Leon. Kornitzer lässt erkennen, wie hier altüberlieferte jüdische Kultmusik mit moderner gottesdienstlicher Musik in Einklang gebracht wurde. Weitere Mitarbeiter sind Rechtsanwalt Dr. S. Urias („Zur Geschichte des Tempelbaues") und Dipl.-Ing. Felix Ascher („Der neu© Tempel"). Dr. Italiener veröffentlicht ferner einen aus Hamburger Privatbesitz stammenden interessanten Briefwechsel zwischen Leopold Zunz und Immanuel Wohlwill. E. G. L. 100 Jahre Synagoge Speyer Aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Speyerer Synagoge (das wir in Nr. 47 der C.-V .-Zeitung vom 25. November eingehend würdigten) gab die Gemeinde Speyer eine von Reinhold Herz verfasste illustrierte G e denkschrift heraus. Sie behandelt die Geschichte der Gemeinde von ihrer Wiederentstehung um die Wende des 18. Jahrhunderts ab bis auf die Gegenwart. Ausserdem ist eine Sondernummer des ..Jüdischen Gemeindeblattes" für das Gebiet der Rheinpfalz erschienen, in der nach kurzen Geleitworten des Synagogenrates der Gemeinde Speyer und des Vorsitzenden der Israelitischen Gemeinden der Pfalz, Kommerzienrat Albert Joseph -Landau, Novelle von Moriz Kaswan Um die Jahrhundertwende rühmten sich die Juden Szadonys einer kleinen Jeschiwa von etwa fünfzehn Bachurim. Vom metallenen Herzschlag der Welt war in dem Städtchen nichts zu spüren, und von dem, was draussen geschah, berichtete keine Zeitung. Doch kamen die Leute öfters nach Marmaros Sziget, und von dort trugen sie mit ihrem Bündel auch die Neuigkeiten nach Hause. Das Haupt der Jeschiwa war Raw Mordechai, ein alter, vom Lernen zerfurchter Meister mit silbernem Bart und hellen Späheraugen. Er unterrichtete seine Schüler im Beth- Hamidrasch, wo er auch zuweilen mit den vier armen Bachurim, welche auf den Bänken zu übernachten pflegten, die Schlafstatt teilte, um mit ihnen gleich nach dem Morgengebet im Lernen fortzufahren. Die vier Schüler entstammten einem noch winzigeren Städtchen als Szadony und waren bei den wohlhabenden Hausvätern Kostgänger. Täglich speiste sie ein anderer Tisch, uni schwarzer Unmut senkte sich von den blassen Stirnen auf die Gemara herab, wenn ihnen ein Tag zu den sieben fehlte. Sonderlich der Bachur Jossete Gradner litt nicht geringe Not, fielen auf die Woche mitunter zwei unfreiwillige Fasttage. Mit den anderen Kameraden war er sich darüber einig, dass man nur bei Awner Lefkoy. dem reichen Holzhändler, richtig sattzuessen bekäme. Wann immer Jossele an die Reihe kam, deuchte es. ihm ein Festtag, ru dem er sich sorgfältig seinen Sabbatrock ausputzte. An dem Abend, als der Bachur das Haus Lefkoys aufsucht, trifft er es erleuchtet und mit Gästen gefüllt an. Kaum nimmt sich die Köchin Zeit, ihm die Schüssel mit der Warmspeise auf den Tisch zu stellen. Ohne Unterlass schafft sie mit zwei Mägden Torten und Schokoladen in die Stuben, nachher Weine und geschliffene Römer. Jossele erfährt von der alten Bobbe Scheindel, dass Debora, des Holzherrn Tochter aus Wien, wo sie zwei Jahre bei einer Tante verbracht, zurückgekehrt sei, ohne den Vater, welcher nahen Wald zu besichtigen hatte, anzutreffen. Dessen Abwesenheit benutzt sie, um die Freundinnen und Freunde ihrer Kindheit samt deren Bekannte, eine junge lebenstolle Gesellschaft von vielleicht fünfundzwanzig Personen, zusammenzurufen. Das Stimmgewirr und Mädchenlachen dringen bis in die Küche und ziehen den neugierigen Jeschiwajungen an die offene Tür, von wo er mit einem zaghaften Blick etwas von der festlichen Tafel einfängt. Er verwundert sich über das Hell der Lampen und der zahlreichen Leuchter, die verschwenderischer aufgesteckt scheinen als am Sabbat. Mehr noch gefallen ihm der weissgedeckte Tisch und die fröhlichen Gesichter der ungezwungenen Gäste. Manchen aus ihrer Mitte glaubt er zu kennen, so Efraim Felber, den ehemaligen Schüler Raw Mordechais, jetzt ein tüchtiger Weinhändler. Wie dieser sind auch die anderen Söhne vermögender Väter und von freisinniger, moderner Denkungsart. Jossele bemerkt, wie die Geladenen sich um ein anmutiges Mädchen gruppieren und unter scherzhaftem Zuruf ein jeder sich bemüht, mit ihr anzustossen. Von den jungen Mädchengestalten nimmt 6ich keine so vorteilhaft heraus wie die, deren Name dauernd von den Lippen aller in die Runde schwirrt: Der Bachur schmiegt sich enger an die Flurwand und vergibst vor Bewunderung ganz, wie abwegig es für ein^n Jeschiwaschüler gilt, an dem Gebaren dieser aufgeklärten Judengesellschait Vergnügen zu zeigen. Unter den Gästen geniesst Efraim Felber seiner Fürwitzigkeit halber den Vorzug, als der grösste Freigeist von Szadony verrufen zu sein. In ihm sehen die frommen Juden der Stadt den eigentlichen Verführer ihrer Kinder, aber weil mit reichen Leuten nicht gut Kirschen zu essen ist, muss man den Meschumed gewähren lassen. Efraim Felbers pfiffiges Minenspiel, verziert durch den Anflug eines schwarzen Spitzbärichens und einen goldenen Kneifer, versucht die Aufmerksamkeit der hochgestimmten Versammlung auf sich zu lenken. Unter dem behaglichen Brummen der rotwangigen Bürgerssöhns ruft er zu der Tochter des Hauses hinüber: „Fräulein Dora, werden Sie einen Szadonier heiraten, oder ziehen sie die Wiener vor?' Die Angesprochene gibt fröhlich zurück: „Das kommt darauf an, wie Sie sich benehmen, Herr Felber!" Wobei sie das Gelächter der Zuhörer auf ihrer Seite hat. Dem Bachur wird indes von dem angestrengten Lauschen warm, und, wie er sich auf den Zehenspitzen ein Stückchen näher an das glänzende Bild heranschieben will, streift ihn von der Seite ein Frauenarm, dem er erschrocken ausweicht, dabei der Magd, welche gerade mit vollem Tablett ins Zimmer wollte, in die Richtung spannt, dass ihre Last mit Wucht zu Boden saust. Der Aufschrei der Bediensteten übertönt das Geklirr der zerspringenden Teller und lockt die Gäste wie mit Sturmgeläut hinaus. Blass wie die Kalkwand, an der er wie angenagelt lehnt, lässt Jossele das Gekeife der zornigen Küchenweiber und die forschenden Blicke der tuschelnden Gesellschaft über sich ergehen. Als schlage ein Wasserguss aus Zubern auf sein Haupt, duckt er sich und denkt: „Da hast du die Strafe", findet aber keinen. Mut, sich vom Fleck zu rühren. Derweil schreit die erbitterte Bobbe Scheindel: „Das ist das letzte Mal, dass du hier auf Tag gegessen!" Schreit: „Soll der Hausherr nur heimkommen, werde ich dir schon ein Süppchen einbrocken. Ein feiner Jeschiwabachur, stellt sich hinter die Tür und guckt wie der Prager Golem, meint, es gebe wer weiss was zu sehenI" Die Alte, durch sein Schweigen noch aufgebrachter, gerät ausser sich, schreit: „Ein feiner Jeschiwabachur, Reb Mordechai kann auf ihn stolz sein", und als jener noch immer keine Anstalten trifft, vom Ort zu weichen, zerrt sie den sinnesverwirrten Jossei am Aermel und kehlt, angespornt durch die Gegenwart der belustigten Zuschauer: „Was IMIIIII!II!I!IIIII!III!I!!II!IIII!II!1I!I!!!!III!IM 'nde?o dWCYZtifong Alle Vierteljahre zerbricht sich der Vertriebsleiter der C.-V.-Zeirung den Kopf, wie er die Bezieher om wirksamsten aufruft, damit sie die Postquittung des Briefträgers in Höhe von 99 Pfg. pünktlich einlösen. Das Produkt dieser Ueberlegungen finden unsere Leser in dieser Nummer unsere» Blattes diesmal in Form eines kleinen Schreibtischkalenders. Wenn er richtig zusammengefaltet ist, dann sollen sie daran denken, dass er ihnen und uns Freude bereiten will: dem Leser als ein kleines Geschenk der C-V.-Zeitung zum Jahreswechsel, dem Vertriebsleiter durch Bezahlung aller Postquittungen in diesen Togen und in vielen folgenden Quartalen. Sie zahlen und wir arbeiten. C.-V.-Zeltung, Vertriebsabtei iung ydkauck> CinweiSLL Das Kalenderblatt ist einmal in der Mitte an der genuteten Stelle so zu falten, dass die bedruckte Fläche nach oben zeigt. Diebeiden Ränder an den Schmalseiten sind an den gekennzeichneten Stellen nach oben zu klappen, so dass eine Rinne entsteht, in die auf beiden Seiten ein Bleistift oder ein Federhalter qelegt /± werden kann. (Siehe die nebenstehende Zeichnung.)

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