Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1937-11-25 · 47 (25.11.1937) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
47 (25.11.1937)
Date
1937-11-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2277379-2277516-2277563--12411-2282015
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

.-, > C-VJ-Ztitung :;rM3>'^0r^i^^ß^0i 'r\,i?ö|i .">'':r","^^ i v^^^B-r-V- ■ '' r- —''/"""T^^T^ .- Nr. 47 * 23/Nev^SffW7 ,;StrOmpft / Strickwaren Wischt / HtndKhuht '■wmm iM&m& -^?£~ "^f3K-^ Slj&gJBf ^ssgsps*« WsßBgi ~ v *^&^%0Z'äP^'X>----:v' ^dutcjä^tine IWdenrtaluc Uber die Seitenarme rlerauSgeLobeii. *■ " ^pl€>e^JIcI<Ionpo>«!allon wurden, wenn «u<-h ^Tclrti«icb;5dRr Antike, «> doch, im deihtr« d<T pit^U^Oi»eh c n Rrnaifnnnc*' gnw hnff«1». JVonfpte^^ bis n«-iiv<'iiuto CHIini zieht «ich ^nft^tnlpwlchor allt?*latJinntariHch^r odn auch ^roylbolopterljcr mnnnlirher und weiblirher Hel- #^en;. dor^rorsfus drs Ollini in <i^r Logen dei Lanri in Florenz r^iirt die cleirhen Motive wie I^urhlerstaluen: d.is oo/ürkt« Srhvert-in der einen, da.« abfrewhheene Haupt in der *n- - deren Hand. .Ist alw dir hb-r fskizziert* 'ir-upi** . von Chanukkalpu.'hl^rn inr (leinte der h>n.ii*- : »anre geschaffen, eo belogt das koiurvwjs das* 5= »ießänitlirh im Italien dieser Knoche entstanden; '#Ind oder zeitlich ihr angehören. Da« Ausbreitungsgebiet dieses Typu* reicht ^vielmehr fio weit, wie die Kenaissa nee selbst, die fcich von Italien;iui* isbi-r,:*«^ nördliche und Östliche Europa verbreitet Und der zeitliche. Prozess dieser Narhahtnunp zieht sich weit bis in den Barock hinein, erhält im Klassizismus — - vergleiche die hier abgebildeten Leuchter der Sammlung Mer7.!)acher und Adler — noch einmal Verstärkung und ist bin heule nicht zum Ab- »chlus* gekommen. ■trtwiwhm Orthodoxen «nd Reforml»!«». Die sPSIamltiäritskWl :«I»t Märtyrer und d*-r Mut d»-r 0MHkkal«/i»T »her h«tt««n d<«m Judentum — .iim.i ihT-Men^liheit. — »J'ii MoiioilMMj'ititis » r- : ha|l»»n. . - ' l>r Pip^ntlirh^n DnrMellunR g»h*n ein" ftreb^r^irht der L'eherlieb'rtjrtueii wie rinif Zu-;v>a!mwnffl»'MJn2 <W DarMelltuitfen der „V'-i *?.fi»IfiwfiU**«\T»rnu•». Orr Autor unt»M*rheidet vi-r \>r^r'h»e»Ji>Tie Krk4MrnnL,»,n d"r«.dben in den Quellen, je zwH *uprntiMHralMi«r|# — :»ie- *> - Zürbtiunipu' fiVr die Stind-n bzw. nl« Frev-Imut fer Ifei.f.-n vhend und z\U-j iY8».mnfb>rhe «,»• nlf u'"rechte Vergeltung c-'eu d;i!» H>. bellentiftu d*r Juden bzw. gegen du- Barb;tr-i derselben »chend. — Line c!iroii'duL'i«c|^!"til^r- MicliiiiiL'. Krkliinmi{eti (|it iMit-ch.'id.-nd'Ti II:'- niel>fidl«Mi \Me die \Vie.|ercn!"> d'-r l'rkljndi-n finde,, mc|i all« Beilage. Mit di^-r Arb-it i«i <b>r Wi«»<'imrh»It de* .lud'-ntuni.-. ein lto«s<t Dien«! fehltet word'MI.- K.B. St«f«n Zw*ig: D«r beffrabene Leuchter; Herbert Rnchner, Wien 1937. nnrrh A," Zeiten und linder, die vom ^•■liii'k-iil jii bh.-r M"ri«''h«'fi wim^m. _t»and«Ti ..j.-r »lebi-ünniu'.'.' L^u^hiT. wtiiuWm 'mit id'n llldefl neu.•m. uru'eui»»»'j|t Sebick^id »ti!'.'»-l'< n' lr*»'»*nd\vu. u'an/ n;ib d«-r >t;i!l".« die thn »-uiin«!;'l Willi-Iii;i|t.'f) Silin tjti'd «ildll/ <-r>teti.'j| »eh.-., wird, b'-L.'! er• v«Ti>'irtf'-u. I.-.'-'üd'-nbatt t-t .M'iff. l'-gendenhait m^-hte der Dichier ihn* fnr- . ti,.-n. I;.« i«t a!>er zu vi.-l cchmerrli.-he Njihr. m •Irtti f!eu,,*n«<'afid. all« 'Iii«« e^ Ii;»:f«* ti<-\tnwa k'-.Mfien, den echten l/e^otid^nt^n durchzuhalleTi. Wh* die Kiiri-tf'.nn M-huWIiu* l'bit'«. lmM <!..; ■ in-ht.T-.vi-t,.- Kli.iH. I)«-r V-rlay hui dun Wi-rk .•Ii:.- .\u-.!;i!Iii';l' U-'L"'1...... die .].t >.i,|d'"- h.-it «l.-r du lili-nn'h.Mi Abvlit .-idaqunt i-l. l'.-rtl.Mid Wolf,.- Ii;,! im d-n!-M /..•ichiiuiiyn .MM-.-~lr.-u!. die ,|..r Vi.,e„ .). . Di.-h'-r- >.n -nt- ► pf-Then <i-f|fi".n. \. \\ V».n.rbiedenhei« ,\,•«• W.'f •ii.knnn die; Afbtung , \«.r d< r K"i«*n;irf und d. r IWnnderbeit .der and< ren reli^i'.-.-n L'et>erzeijgun(r cfif«tehpn. . ' ';«Sr^ «. ' Hamburf Im Ibihm.m d.-r reüu'if^eti Feier>turtden Ar% I, .-b r Ii :i u - - -pnn h Kiibbiiirr- 'Dr l'uul L a Mm-, i\V|.-t.;iden) ■ über ,."7, w ei \ ü d i -ei!'' K u '! u i / <• n t r e n Ae^ptcn — - pa ii i »• n". Ir.-r einleitfij.Jf? und ab.«chlien»ende n\<ttii-<inü hob den feierlich wlirdiyen KindrueJ« d«T V.-ran-t;iltu!;g. m deren Mittelpunkt diepei-tv.illen Au-führunffen de. fWeretilen «binden. An f!en Hei.p iep-n ver-i-hiedener < ie-i-hicl:t*- Jüdisches Leben — jüdischer Geist Krise, der Religion Frankfurter Chanukkalcuchter . * aus Silber und Zinn Kr. 34 der ..Notizbliitlrr" herauspegeben von der „Gesellschaft zur Krforschunp Jüdipoher '•: Kunstdenktuälcr". beM-iuif'.ipt sich mit dem ■ Einzelpehiet. mit kunstpesehiclitlicher Stellunp. . Datierung und Ztwvhreihung vfwhiedeuer Menorot an Frankfurter Meister. Die kenntnisreiche. Arbeit, für die Hermann Ii und er?- h ei me r und (i u i d o Sc h ö aber p e r verantwortlich zeichnen, wäre kaum müplich ohne die Pionierarbeit von Marc Unsen borg, der ' für das Gebiet der Gold- und Silherschmiedekunst fast aller Kulturvölker die Merkzeichen. ~ d. h. die Stempel. Markenzeichen. Ueschaumarken, Meifttermarken, JabresbuchHtaben usw. in kenntru'sreiclisiter Form iu einein mehr- ) bändigeu Standardwerk veröffentlichte. Nur wer »elbst antike Silber katalogisierte, kann die Bedeutung des Rosenbenisrlien Werke« „Der Gold- '•chmiede Merkzeichen*' ermessen. Um so freudiger auch vermag er eine Veröffentlichung wie die im „Notizblatt 34" zu begrüssen, die die Rosenbergscben Ergebnisöe mit dem vielfältigen Wissen um die jüdieebeu Diupe verbindet. Die beiden Judaicaforscher. bereichern das noch lückenhafte Wissen um die lokal gefärbten Sondergebiete jüdischer Kunst mit.einer Typenskala, die auf das Frankfurter Kunstgewerbe und seine Bedeutung hinzuweisen vermag. Sehr .aufBchluasreieh der...Anhang", der den Zeitraum '. von 1526 bis 1376 mit den verschiedensten Kuit- . gegenständen behandelt. Der so reizvollen und zugleich wissenschaftlich ergiebigen Arbeit gesellen sich gute Abbildungen hinzu, auf die ver- 'ftrhipdenen Besitzer des kostbaren Kunstputea .wurde hingewiesen. Dr. 0. Ii. " Bücker um Chanukka Elias Bickermann: Der Gott der Makkabäer. SchockenA'erlag. Berlin 1937. -. Eine äusserst wertvolle Arbeit bietet diese Untersuchung über Sinn ulul Ursprung der 4?;inakkabäischen Erhebung^ Hervorgegangen uns deiner exakten philolouiticheu lnter[>retation der Bücher der Makk-abhVr; werden erstmalig die ^Urkunden ' der kasmouäisehen Zeil zugrunde gelegt, wozu eine sorgfältige Zusammenstellunp, #Uebersetzung tind Erklärung dieser Dokumente -^notwendig war. Im Gegensatz zu früheren Dar. Stellungen, die entweder durch theologische : oder politische Gesichtspunkte bestimmt waren. bietet, diese Arbeit eine zeitgeschichtliche l'nler- -^»uchuBg. Sie bildet die quellenmässige Begründung der bereits in der Darstellung ..Die Makkabäer" (Schocken-Büclierei Nr. 47) dargezeigfxX'Zten Anscbauung.Bickermanns über die gewöhnsi^lich ale Verfolgung des Kpiphanes" aufgefaasten; Ereignisse; Bickermann sieht dieselben l^eder^als;;ein;Zufälliges noch als ein aus dem Jueistpa^ieiidentunw .Hervorgegangenes, son- K^et&f&F'vOü den .luden selber ausgegangen. ^^^.Die^Reförnlpartcl "des Judentums hätte eine Neuprägung .des Glaubens der Väter erstrebt. l&g^Z'Z \~ ohne dabei Ideh-Gott der Väter ganz zu ver- ^r-^r "^lassen. Die'makkäbäische Bewegung wäre so ^^3svor,ia'lle'm^ ein Keligionskampf Ein Vortrag von Max Nujibaum im Kulturbund Berlin Kl«! n;cht 7.U bei-treite,,. d:i«S verM-liie,!.-,,»- lieh mit t'nruhe die Frage erörtert wird, w.iruui hei allen eulc-n Afisiit/.eii in den verpanpenen .lahren ilm-li nur sn ueriipe MenMlien vom rehpineen .ludentuni erfassi wurden. Der hier ansetzende ]■ rapenkreis ist nicht etwa auf die •luden in Deutschland beschränk!. Krnst Si in n n und Hugo berpmann haben ihn im Hinblick auf die palästinensischen Verhältnisse neuerduips init gleicher Sorge zu di-kutieren begonnen wie etw;i M a y b a u m in seinen im J'hilo-Verlap erschienenen Schrillen neben vielen anderen hier. Wer Maybaums Aufsätze zu iliesem Thema und seine Aiioführungen auf einem Abend der Religiös-Liberalen kannte, pinp «■icher mit l»esonderem Interesse zu Nussbaums \ nrtrap. vuu dem man einen neuen Beitrap zu diesem so bedeutungsvollen Problem erwarten durfte» In dieser Hinsicht allerdings wurde man enttäuscht. Trotz einer übersichtlichen Analyse de-r Umwandlung aller relii:iösen Werte seit dem Ausgang de? Mittelalters, an die s;ch au Ischl ü streiche Durlepunpen über die Haskala und ihre RobertWolfers 15, KurtOntendamm 44 49 Tel.: 82 475S - BDrger»t«ige. iiph&ltitrungtn, Ptlattorungen wichtigsten Vertreter anschlössen, war man anpesicht« de«; Themas, das nicht mehr, aber doch anderes versprochen hatte, in gewisser Weise unbefriedigt. Denn zu diesem unserem Thema wurde nichts gesagt. Gewiss, es war interessant, Nusbaums Ansichten über die Feinheit der Nationalreligion und ihre Bedeutung zu hören, seine Stellungnahme zum palästinensischen Menschen kennenzulernen, den er in Anlehnung an ein Wort Kants „ohne Religion als blind" empfindet. Aber sein glühender Aufruf an die palästinensischen Menschen ist von den Brettern des Kulturbund-Theatere für diese nicht hörbar, für die Zuh^rer_^aber nicht so bedeutungsvoll, da nur^e^nTeil von ihnen dort wird leben können. Suchen sie nicht vielleicht zunächst auf Fragen die Antwort, die sie nicht nur mittelbar angehen? Ein Vergleich mit den Ausführungen Maybaums am Vorabend zeipt dies alles deutlich. Beide Redner sprachen von der Notwendigkeit eines Aufrufs an die Juden. Aber im Gepensatz zu Nuscibaum. der ihn an die Menschen F'alä- .-tinas richtet und. wenn mau will, auf diesem Wege an alle anderen Juden, pelten Maybaums Worte allen Juden, und deshalb auch besonders denen im heiligen Land. Nussbaum fordert auf_ nicht nur national, sondern auch religiös neue Lebensformen /n suchen, Mavhaum siellt fest, dass alle .luden vor der Wahl zwischen Kelipion und Barbarei stehen. Dies ist nämlich das Tienneude für Nbybaum und Nu->haum: während jener die' Xeitströmunpen innerhalb des Judentums kritisiert und ablehnt, weil sie zu überwinden sind, erkennt dieser sie als put und richtig an und will sie nur durch religiöse Gedankengänge noch verbessern. Mavhaum würde noch mit der-gleichen Verachtung wir Hermann Cohen sagen: ..Diese Kerle wollen nur glücklich worden"', während Nu>sbaum voller Empörung fragt, ob sie nicht das Recht dazu hätten, nur ein klein wenjp glücklich zu sein. _ Aufmerksamkeit erregte bei einigen Hörern der rweile. jüdische Teil dieses Vortrages in einer anderen Richtung. Die tragenden Gedankengänge dieses Teiles waren den Leperii lies „M o r g e n" aus den Aufsätzen von Hans Joachim Schopp? und Bert hold Weinberg bekannt, aber eine Quellenangabe erfolgte rieht. Es war auch befremdend, wenn Nussbaum mit grossem Nachdruck es als symbolisch für das Judentum bezeichnet, da*s in einem Traum Josef von den Garben auf der Erde und den Sternen am Himmel träumt, obwohl die Bibel an dieser Stelle ebenso ausdrücklich von zwei Träumen spricht. Und das ist nicht einmal das einzige, was au dieser Stelle gesagt werden könnte. Nussbaums zum Schluss etwas unklare Ausführungen wurden trotzdem mit viel Beifall auflenonimen. Man rief •!,n dre,n-.;il;m! d <• Immir zurück, b.« «ich d-r ..lv-erne-- l.. F. Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums L. i-t erfreulich. \<m nn-r aufb.me:; b-n \rbeit berichten zu ki'nnp-n. die vnn der jud -eilen .n.dfe,.tl:i-hk.':t gäuzheh unl,e.,iMchl.-:. .-i d .-r--:i Wocln.-u e.,)..n epui.-.-n A!-c!,lu-, -.-iu;,,!,-,, hat. F-» handelt sieh um die allgem.-;;].w:>-en«rhafl- Jiche Abteilung an d-v L e!i r a n - t a I t für d i e W i? s r» n > r h a f t de* J u (Uni u m ff. Durch die Zulassimg>bedinL",:ngen an den Universitäten b'-tand die (i.-f;.|ir. d.i^s junge Rabbiner ohne das allpem--:nw .---.^•hafüiciie Rüstzeug bliebe,,; ,|e, nMI. j, r-ch .■ n ■! hat d:e Lehranstalt nach lieinahe iaiM'dange;) Remühungen ihre Arlieil umt die Prüfungsordnung fi;r das Rabbinerexamen erweite,-:. 7.\\ der Judaistischen Rrüfung mu>s der Kandidat wenn er nicht ein ausreichende, Univer-itä^zeugnia be> bringen kann, nimmehr noch ejne Hllgeniejnwissenschaftliche Zwischen- und Schiu-sprüfunp ablepen. Die rabbinische Srhlus-prüfung kann mit der allpeineinwissensrhaftlichen vereinigt werden. Das Remerkenswerte an dieser Ne,,- ordnunp ist. da>s sie alles andere als eine Abbaumassnahme darstellt. Ks soll nicht auf dPr einen Seite eine uur zu oft alizuenpe. jüdische Geistesautonomie stehen und auf der anderen Seite der Weltpoist, sondern beide Seiten des Wissens sollen sich verbinden und ergänzen. Und darin liegt auch das Interesse, das dip jüdische Oeffentlichkeit an dieser Neuordnung nehmen mups. So wird gerade im Geistigen erneut der Beweis erbracht, dass Judentum nicht saekularisiert werden muss, um in einer modernen Welt zu bestehen. Das ist Aufhau im besten Sinne. F.-Bmut. Aus den Lehrhäusern Essen Innerhalb der Vortragsreihe „Die Weltreligionen" sprach als zweiter Redner Rabbiner Dr. Max Dienemann über: „Das Christentum". Fernab von allen Tagesereignissen wurde das Tragende und Wesenhafte christlicher Religion herausgearbeitet und in klarer Formulierung dargestellt. Seit zwei Jahrtausenden sind Judentum und Christentum im Stande der Auseinandersetzung. Das i<t zunächst nur auf Grund des heiden Gemeinsamen möglich, l'eber allem Zweifel erhaben ist der auch im Christentum stets lebendige Wille, am Monotheismus, wenn auch in anderer Form als im Alten Testament, festzuhalten. Jegliche Vergottung irgendeiner Naturkraft ist damit ausgeschlossen. Ausschlaggebend ist mich im Christentum der Glaube, das* das Sittliche der geeignetste Weg ist. um in die Nähe Gottes zu kommen. Ueberzeugung der Christenheit ist es auch, da— im Gegensatz zu dem Neid -ler Götter in den antiken Religionen Gott aU der liebende und crbarmunpsvolle Vater aller Menschen anzusprechen ist. Die Gegensätzlichkeiten gehen auf die verschiedenen Antworten zurück, die jüdische und christliche Lehrer auf die Frage nach dem We<pn des Menschen gehen. Der jüdischen Anschauung von der Möglichkeit des Menschen, das Gnte auf Erden mit der Hilfe Gottes verwirklichen zu können, widerspricht die chri-tlvhr Ueberzeugung von der angeborenen M'mdhaftigkeit des Menschen. Im Mittelpunkt de« Christentums steht darum die Gestalt de. z\\\>. b'chen Mittlers, mit dessen Hilfe der Mensch allem vom Bösen erlöst werden kann. Im Judentum ist die Herbeiführung dep Messianisrhen Geistes auf die an die Gemeinschaft gerichtete Forderung der Bibel gegründet: ..Heilig sollt Ihr sein, denn heilig bin ich, Euer Gott"'. So nimmt da» Judentum ifeber einen Mangel an Logik'in der Konzeption der göttlichen Allmacht in Kauf, als dass es eine Minderung in der Selbständigkeit der göttlichen Tat des Menschen zuliesse. Das Christentum hingegen verzichtet eher auf die Folgerichtigkeit in der Lehre von der Willensfreiheit, als dass es der alleinigen Verfügungsgewalt Gottes irgendeine Schranke setzen Hesse. Nur aus dem Wissen um die ph ,.pfe •r Redn. r d i«cher A-«imila Nachahmung r •n er-ler fU-yriff. der Allül!/. bedeute. |)n* l'nterv'hiede im und miuderr Hind -.erlieft-, el« Gewinn »m Bild jüdischen .ebenin «Jen jud l-ch.-|i K > 111 U r/.e|l I p-ll bettle.«, bisdie Heg.-;m,ung mi! fremder Kultur jüdisch^* -chicksnl geformt h.il. da— die Aufnahme freinl<-r KuMnruerbder Umwelt bei beuu-ter Wah- :ung der eigenen Re|ipionsgüb r vonstatten gi"P- T«. Art»- „r:-.,rh.lftn I. Mb. rr-il Hrn I'.el Hfi ich-!.'-' Karlsruhe R.-ibb'n^r IV D; e ,, e ni a r n (TiffenSTch) positive Deutung ihrejüdisch religiösen Sinn-. Zw.,r -ah d.e alte Z»mI m ihr iil-ik» d.e Sti -f.-. da.« L'nglück schl.-chlhin. d>«--h h.it es zur gb'.ciieii Zeit schrui Stimmen gegeben, d:,- u icli ihr' m pusitivr-n Sinn gesucht haben. Die Gallith der a I e * a n d r i ti i s «• h e n K p " "he, flue.s neben dem Zentrum in I1 ilüslit'.i gab. m:;-h!e in ihren Gelehr!.-,, r|en nrssg 1 ürk!.-M V-r.-iicb dm F.rz.Ta-!i':ig■ ■ m und Rersom-n der Bihe[ durch alb-gorisch*» Aus ieutung der Umwelt näherzubringen. Im M i t t |;i 1 t e r fand man im Bereich der christlichen Kirche den sinn der Gahrih u. a. im Kampf um die Darstellung des Begriffe* des einen dritter, gegenüber seiner Auffassung durch die eh.-siliche Dreicmigkeit.-lehre. Die Neuzeit brachte darin den Versuch, eun-s wirklichen Zu-, samnienlebens mit anderen Völkern. Der Wille zu- Wahrung eigenen religiösen Denkens blieh"" dd.ej erhalten. Dieser V-rsuch. d.ip I.eben in lifiirerr Bezirke aufzuspalten, scheitert*». Positiv war da«. Bemühen, das Wesen de*: Judentun«« zu erkennen. Linen wesentlichen Beitrap hierzu liefert Baecks ..Das Wesen des Judentums". Der Galuth der Gegenwart den religiösen Sinn aufzuweisen, ist nicht möglich, weil wir sie als in dieser Epoche Stehende nicht zu übersehen vermögen. Doch dürfen wir auch heute, so sehr alle unsere Gedanken um F.rez Israel kreisen, niemals sagen, die Existenz Israels habe ausserhalb seine« Landes keinen religiösen Sinn. Diesen Sinn bat sie vielmehr überall, wo Juden leben in dem Willen, die Bu nd essen. Hessunp mit den Vätern anzuerkennen und weiterzuführen. — Den gleichen Vortrag hielt Dr. Dienemarjn in Baden-Baden. F r e i b u r g , Heidelberg, Konstanz und Pforzheim. Sfc- München Auf Einladung des Jüdischen Lehrbause» sprach Dr. Abraham Hescbel in schwierigen philosophischen Ausführungen über den „Sinn des Beten s". Fr suchte das Phänomen des - Betens, das ein individuelles und ein universelles, ein menschliches und ein göttliches sei, weniger in seiner religiösen als in seiner innermenschlichen Bedeutung zu erfassen, das Gleichbleibende an allem Beten deutlich zu machen. Beten ist seinem Sinngehalt nach das Heroindringen ded Menschen in die Wirklichkeit Gottes und Gottes in die Wirklichkeit der Natur, dip Berührung zweier Welten. Die Seinsart des Ib-Iens is! in dem Doppelhegriff von Wendung und, Richtung ausgedrückt. Der Men>cM wendet sich ab von einem nur im Bereich des Natürseine Richtung auf Gott hin. So ist Beten nicht eine Stimmung, sondern ein Ereignis. Die Krise de« Betens besteht darin, daas den Menschen das Geheimnis der Berührung fremd pewji&ien^'isl: es fehlt das Gefühl des Zusammenhangs und die Kraft der Richtungsänderung. Aus diesem Zirkel kann man nur durch das Bemühen um jedes Wort des Tox'es hinaus gelangen. Daun 'wird die Erfahrung, dass echtes Beten über d-is Persönliche hinauspreift.'neu gewonnen werden. Während seines Aufenthaltehütete Abraham Heprhel eine A rheilsgenieinschat't der Jugeridbünde über Kapitel WZ de- IL Buches der Tor;«, «obei er klarmachte, was unter Wichtiguehmen jedes einzelne,] Wortes zu verstehen sei. Ca. Berlin Sincceirtrippchift der Jncfnri: l.ci; " . pe". R.-im, \. IVz. mher -.M fhr -i H.T hiir.-i Termiriverlecuniien: Vorlesung Nr. 0. K .i I e k e : „Junge hebräische' Dichtung in Ercz l>rac|-. Beginn 9. IVze,nh*r. giUÜ Uhr R'Kcnth.iier St.-.-,«.*(. ".; l : Arbeitsciemeinsrli.ift Nr. 7, Gross: ..Auscow.-Üilto Kapitel do< IVel-Berichts". I'ecinn l. Dezember. "0.311 Uhr iMarburger Strasse ä : Arbeitsgemeinschaft Nr. 8. Cohn: ..Analvse der Weizinaiin>cfien Realpolitik". Beginn 30. Novenihrr. '20.30 Uhr ■C.ultzstr. gt\ Arbeitsgemeinschaften und Sprachkurse: Auskünfte erteilt da* Sekretariat W.V). M.irburper Str.j. Montag bis Freitag. 10—13. 1 — 18 Uhr. totaaswalg^Kialnara Oaschlchtan................ 8.50 .«•«•««••la £: •rl«f«.. f. .v........ 12.30 WilU-taxlk»n, Hor.dbu* d«i |üdli*.n Wlitcn«:.. fc.SO Das jüdische Buch für Chanukka Bin Qofon Omi torn Judo». Snmoryo Uvln KindhaK Im (xll................. Philippi Moroamauchtan Uber dam Mlrtalmaar Picard: D»r Gatalchnat».......................... Slnihalman Mario Nwnnas. Romon................ SchKkarvAlmanath S69B...................... K«l*n«l«r dar iüdUchan KOnatlarhilfa........... ■aleUHna-Katandar............................. D«« Jahr da* iüdlschan Prouanbonda«.......... Ur«al Volk und Land;**«t-t «richtVaar Royal Commliiion (dauttdi)...; 6, ftello-ZItotoil-UxJkori, .Worta für Jvdan - Won» ^^er^^Jwda^^^rT^r^^^^-v.. .'.V.-.'.y.-.v.. 3.50 ilupptn:^OrMiilo Jahro Aufbau Ini ■alditlna. . 7^0 ^b«o**|(|»l»-Ubo^U^^-.'-^ ' nd4b^iarSf*i»führwnB In dla |Udltcho Kumt |«I»^AbJWdungan:^^^^^^^^^ ___________________.......................... p^^S^t^ Buchvertrleo \ Wonchauari JUdlscha Jugand baut auf _____.. 1,50 üdltcho OatfaHon und Ihra Zait. Ein« Gaidiidit« d«» jüdi»+<«n Gaiita» von Mosel blt Mond«'nohn 3,S0 JUdl»cha Mamolran au» dral Jahrhundartan ... 2.50 Liabe monn i 70 Brlafa......................... 1,20 EtoH«r: Zwlachan Oastarn und haute............ <»,30 Für dla C h a n ü k k a - A b n d e lohn Jacobjohnr Sabbathklang und fe»(a»»onf. Ein mu»ikol'»ch6 Wogw«lj»r.................. 1.70 Für die Jug«nd Hanntmann-Wallenb»ro i Chanukka-Büchlaln ... Hirsch: llcntarhaui Im Wa da.................. G«lborf: Dia Jungen vom Quich ...... Dia bunta Sdiü»«a4................. ..... Dia Wuntchklito Ol« «chSnilen Erröhlunoan. G«- d cht« o. d. C -V Zaitung.................... Dar 9arte« (dan................................. Sfrous», Ola Zauberdrachanschnur ......... <<x^Imw i Dos KnafeonacnHt................. Berlin W 15. Pariser Str. 44 ttKKiVto.nSJS / Amsterdam

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.