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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-30 · 39 (30.9.1937) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
39 (30.9.1937)
Date
1937-09-30
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 39 . 1..Beiblatt LYZeitung 30.Sepfbr.1937 »Seife3 tendam g braSileiroj Von Professor Dr. H. Reichmann, Sao Paulo Die Schriftleitung korrigiert die Uebungsaufgaben und beantwortet zusätzliche Fragen im Rahmen des Möglichen. — Die Einsendungen mit der Anschrift: An die C.-V.-2eitung, Abtlg. Sprachkurs, Berlin W 15, Emser Strasse 42, müssen bis spätestens Dienstag früh nach dem Erscheinen der betreffenden Aufgabe, eingegangen und deutlich, einseitig mit breitem Rand, geschrieben sein; ein adressierter Freiumschlag ist beizufügen. Palai refeigäo f. Mahlzeit (im allgemeinen) appetite m, Appetit, Hunger chopp m. — Glas Bier (aus deutsch. „Schoppen") cafezinho m. — kleine Tasse Kaffee (im allgemeinen ohne Milch getrunken) fazenda f. — Stoff, Tuch, Zeug aviso m, Avis, Ankündigung factura f. . Faktura, Rechnung conhecimento m.=Kcnntnis a(c)cidentem. — Unfall, Unglücksfall esmola f. Almosen tcdo o dia den ganzen Tag jolha f Blatt (Baum¬ und Papier-), Briefbogen cnveloppe m. Briefumschlag scllo m. Briefmarke melhor — besser menor — kleiner correspondente a entsprechend especial spezial, speziell offerecer anbieten prometter — versprechen cscriptorio m. Büro religiosa f. — Nonne fazer — machen, tun ler lesen . saber wissen responder a antworten auf, beantworten . chover regnen unpersönlich examinar — prüfen rasgar zerreissen (Papier, Zeug) confiar em vertrauen auf precisar de benötigen desejar — wünschen administrar verwalten, leiten levar — wegnehmen, wegbringen prestar auxilio — Hilfe leisten (x ss). dar um passeio — einen Spaziergang machen sentir fühlen, bedauern distribuir verteilen prevenir vorbeugen, verhüten . tanto — so viel, so sehr cedo früh depois — nachher, später (adv.) nem und nicht, auch nicht dentro de — innerhalb von apezar de — trotz, trotzdem pobre arm como wie Phrases x. Se chegar ds duas boras na estagao, tomarei 0 trem da tarde. 2. Nao sabia, onde esteve? — Esteve no Rio desde segunda atk quarta - feira. j. Examinei esta fazenda, mas nao e boa nem bärata. 4. Seria melhor, se o Senhor rasgasse esta carta. Nao gosto que voce confie nelle. 6. Quando precisar aeste diccionario, eu o (es^ comprarei. 7. Se 0 commerciante ofjerecesse estes artigos a precos menores, ganharia mmto mais. 8. Quando partird 0 Senhor para a Bahia? — Partirei immediatamente depois de receber o aviso correspondente. 9. Os freguezes nao pagaram ainda a ultima factura, mas prometter am de pagar dentro de uma semana. 10. Apezar de nao ter grandes conhecimentos especiaes, eile sabia bem administrar o escriptorio. 11. Sentimos muito de nao poder aceitar esta offerta. 12. Nao sabendo que o mett amigo ja sahiu, queria jazer-lhe (ihm) uma visita, mas nao 0 (ihn) encontrei ■ mais em casa. 13. Depois das refeigöes tomamos sempre um cafezinho. 14. As religiosas distribuiram esmolas entre os pobres. 1$. Nao desejo que escreva mais cartas como esta. (In den folgenden deutschen Sätzen ist die Vergangenheit stets durch Perfeito zu übersetzen, wenn nicht ausdrücklich Imperfeito in Klammern angegeben ist.) 1. Wo wart ihr (voces) gestern? — Wir waren nicht zu Haus, wir sind früh von Hause weggegangen und abends um acht zurückgekommen. 2. Wenn es nicht soviel regnete, würden wir einen Spaziergang machen. 3. Wir haben den ganzen Tag nichts gegessen. 4. (Es) ist nicht gut, vor dem Mittagessen (Frühstück) ein Glas Bier (zu) trinken (nehmen), denn (es) nimmt den Appetit. 5. Die meisten meiner Bekannten sind schon abgereist. 6. Ich konnte (wusste Impf.) nicht lesen, was (o que) du geschrieben hattest. 7. Da ich wusste (wissend), dass er krank war, wollte (Impf.) ich meinen Freund besuchen. 8. Wir beantworten stets sofort die Briefe, die wir bekommen. 9. (Es) ist besser, Unfällen vorzubeugen, als (do que) Hilfe zu leisten. 10. Wir wissen noch nicht, was (o que) wir heute machen sollen. 11. Haben Sie schon gegessen (Frühstück genommen)? — Ich werde heute nicht frühstücken, ich habe keinen Hunger. 12. Heute assen wir gebratenes Fleisch mit Bratkartoffeln. 13. Ich mochte keinen Fisch essen. 14. Wenn ich Geld hätte, würde ich ein Auto kaufen. 15. Wir brauchen einen Briefbogen, einen Briefumschlag und eine Marke, um einen Brief abzuschicken. (Fortsetzung folgt.) Audi 3Jktt Jxeuade ]ii!!!!il!)i!!!!;i!!l!l!lli!l!inililI!li!iliI!lil!!!l!liill!!!lll!lIII!IElill sollten Sie auf unseren Sprachkursus hinweisen. Wir liefern neuen Abonnenten den Beginn des Kursus nach. Beteiligen Sie sich an unserem Fernunterricht. von Fall zu Fall jüdische Kandidaten und Kandidatinnen, die die wissenschaftliche oder künstlerische Prüfung für das höhere Lehramt abgelegt haben, zur Ablegung der pädagogischen Prüfung zugelassen werden. Meldungen zu diesen Prüfungen sind unter Beifügung der notwendigen Unterlagen an die Schulabteilung der Reichsvertretung einzureichen, die" sie dann ihrerseits weitergeben wird. Information jüdischer Schutzhäftlinge Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Die zuständigen Behörden prüfen gegenwärtig die Frage der Entlassung einer Anzahl jüdischer Schutzhäftlinge. Um den Schutzhäftlingen eine sprachliche und berufskundliche Vorbereitung zur Auswanderung und Information zu ermöglichen, ist der Reichsvertretung der Juden in Deutschland gestattet worden, geeignetes Material zur Verfügung zu stellen. Hochschulprüfungen zum Lehramt Durch Erlass des Herrn Reichs- und Preussischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 2. Juli 1937 ist angeordnet, dass einzelne jüdische Studierende, die das vorgeschriebene Hochschulstudium abgeleistet haben, zur Ablegung der wissenschaftlichen Prüfung für das höhere Lehramt, zur Prüfung für das Handelslehramt sowie zur Prüfung für das "künstlerische Lehramt auf besonderen Antrag zugelassen werden können. Ebenso können nach diesem Erlass Auslandsnachrichten Amerika Wie der Associated Press aus San Jose berichtet wird, ist die Eintragung der von der Refugees Economic Corporation im Hinblick auf die geplante Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Costa Rica getätigten Bodenkäufe in das Grundbuch mit der Begründung verweigert werden, dass die Ziele der Gesellschaft mit der nationalen Souveränität Costa Ricas im Widerspruch stehen. Die Streitfrage wird nunmehr den Obersten Gerichtshof von Costa Rica beschäftigen. In Chicago starb Brigadegeneral Otto H. Goldstein im Alter von 55 Jahren. General Goldstein stammte aus der Tschechoslowakei und wTar vor 37 Jahren nach Amerika ausgewandert. In der Zeit des russisch-japanischen Krieges trat er in japanische Dienste und brachte es zum Rang eines Majors. Im Weltkrieg rückte er als Oberst ein und machte den Feldzug in Frankreich als Brigadegeneral mit. Frankreick Wie erinnerlich. wTar eine Delegation zum Studium von Ansiedlungsmöglichkeiten für polnische Juden nach Madagaskar entsandt worden. Der Führer der Delegation, Major L e p e c k i, hat in einer Unterredung mit Pressevertretern erklärt, dass die genauen Ergebnisse zunächst der polnischen Regierung und dem französischen Kolonienminister mitgeteilt und von diesem der Oeffentlichkeit bekanntgegeben würden. Es sei einiger Optimismus berechtigt, jedoch kämen für die Kolonisation nur die klimatisch gesünderen Gegenden Madagaskars in Betracht. Die Insel sei reich an fruchtbarem Boden. Waldbestände seien dagegen wenig vorhanden. Europäer akklimatisieren sich dort ganz gut, Pferde könnten jedoch nicht gehalten werden. Die Beziehungen der Eingeborenen zu den Weissen seien sehr gut. Auf ein Quadratkilometer Boden kommen sechs Menschen. Auf Madagaskar gibt es bisher nur neun Polen, darunter keinen Juden; nur acht französische Juden wrohnen dort. Oesterreich Der ehemalige österreichische Bundespräsident,- Dr. Michael H a i n i s c h , hielt anlässlich des 90. Geburtstages der Präsidentin der weiblichen Fürsorge, Regine U11 m a n n , eine Ansprache, in der er die Verdienste der Jubilarin um die österreichische Fürsorge feierte und darauf hinwies, dass Regine Ulimann die hervorragendste Mitarbeiterin seiner verewigten Mutter, Marianne Hainisch, gewesen sei, die nach dem Kriege an der Spitze des Wohlfahrtswesens in Oesterreich stand. Südafrika Ueber hundert Abgeordnete des südafrikanischen Parlaments haben sich an die Spitze einer Aktion gestellt die auf die Einführung gesetzlichen Schutzes vor Kollektivbeleidigung abzielt. Die Regierung soll aufgefordert werden, einen Gesetzentwurf vorzulegen, indem u. a. die gesetzlichen Bestimmungen gegen Verleumdung bestimmter Rassen verschärft werden sollen. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, besieht während der bevorstehenden kurzen Parlamentssession wenig Aussicht auf Einführung der gewünschten neuen Gesetze. Rumänien Führer der Radikalen Bauernpartei Rumäniens gaben Erklärungen ab, in denen sie für eine Verständigung mit den Minderheiten und für Ausgleich der Spannungen, zwischen Nicbtjuden und Juden in Rumänien eintraten. Der frühere Justiz- und Arbeitsminister Parteiführer J u n i a n sagte auf einer Versammlung in Kischinew, der Fortschritt des Landes könne nicht gesichert sein, wenn eine Verständigung mit den fünf Millionen Staatsbürgern nichtrumänischer Nationalität herbeigeführt werde. Alles, w-as diese verlangen, sei, dass man ihnen erlaube, gute und friedfertige Bürger zu sein. Der ehemalige Bürgermeister von Bukarest, Doberescu. sagte, es bestehe in Rumänien keine jüdische Gefahr. Während des Krieges hätten Juden wundervolle Taten im Dienste des Landes ausgeführt. Andere hätten grosse Beträge füT den kulturellen und sozialen Fortschritt des Landes aufgewendet. Tschechoslowakei Die jüdische Bevölkerung der Tschechoslowakei hat an den Beisetzungsfeierlichkeiten des Präsidenten Masaryk lebhaften Anteil genommen. Die jüdischen Sport- und Jugendbünde beteiligten sich korporativ an der Spalierbildung in den Strassen. Der Kreis der tschechoslowakischen Legionäre jüdischer Herkunft schritt im Trauerzug zwischen den tschechoslowakischen Legionären und nahm an dem Vorbeimarsch vor dem Sarge am Wilsonbahnhof teil. In der Gruppe der Parlamentarier sah man die Abgeordneten der Jüdi- RobertWolfers W. 15, Kurfürstendamm 48/49 Tel.: 924756 — BUrgerstelge, Asphaltierungen, Pflasterungen sehen Partei, Dr. Angelo Goldstein und Dr. Chaim Kugel, in der Gruppe der Geistlichen der verschiedenen Konfessionen den Präsidenten des Obersten Rates der jüdischen Gemeindeverbände, Dr. Josef Popper. Der englische Minister für öffentliche Arbeiten, Sir" Philipp Sassoon, ist in Begleitung eines höheren Beamten seines Ministeriums auf dem Flugplatz in Prag eingetroffen. Nach kurzem Aufenthalt setzte der Minister den Flug nach Karlsbad fort. Ungarn Der Präsident der orthodoxen Landeskanzlei Ungarns, Ludwig Hartstein, starb im Alter von 79 Jahren. — Zur Wiederkehr des 100. Todestages von Rabbi Akiba Eger fand in Budapest eine Feier statt, bei der Oberrabbiner Hevesi die Bedeutung und die Verdienste Akiba Egers als Gelehrter und Führer würdigte. „Jüdische Auswanderung6* Das in der letzten Nummer der C.-V.-Zeituog bereits angekündigte neue Korrespondenzblatt des Hilfsvereins der Juden in Deutschland ist nunmehr erschienen. Es stellt sich als ein stattlicher Band dar, dessen äussere Aufmachung genau so ansprechend und übersichtlich, wie sein Inhalt gründlich und ausführlich ist. Auf wichtige Einzelheiten des Heftes haben wir bereits in der vergangenen Woche hingewiesen und auch darauf aufmerksam gemacht, wie es zu werten ist, d. h. als eine Folge fortlaufender Veröffentlichungen, deren jede sich mit anderen Auswanderungsgebieten beschäftigt. Wenn dieses Mal Australien, Neuseeland, Mexiko, Keaya und Süd-Rhodesien im Vordergrund stehen, so nur deshalb, weil sich bereits das letzte Heft mit Südamerika beschäftigt hat, und nicht etwa deshalb, weil die nunmehr behandelten Länder irgendwie besonders zu bevorzugen seien. Sehr wertvoll ist das Heft auch dadurch, dass es eine ganz ausführliche Darstellung der Einwaoderungsbestimmungen der Vereinigten Staaten sowie eine Ueber- 1. OKTOBER 1862 # r75 1. OKTOBE R 1937 H SE&r g^r MAX LICHTWITZ Buch- und Steindruck / Berlin SW19, Neue Grünstr. 30 / Tel. 16 29 36 Jev(ce, O^aialoge. o£ e Iis dir tflen, cJrosßefcie und (Drucksachen des iaglichen C^3edarfs

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