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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-30 · 39 (30.9.1937) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
39 (30.9.1937)
Date
1937-09-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seife 4 C-V.-Zeitung Nr. 39 * 30. September 1937 Wann und wo finden Sie Rat? Hessen-Xassau und Hessen Frankfurt a. M. IWaina: Ifrarmstadt "Wiesbaden Kussel <?ies»sen Worms Bad Ejsjs Fulda Jffittel&ciiitschlanä Erfurt Xcrddeutschland Hannover Sidn-cvee 9, Zimmer 75—77 (Tel. 25-JOa), Montag, Mitttvoch, Freitag. 11—13 Uhr. Albinistrasse 12. II (Tel. 31857), Montag, Dienstag, Donnerstag, Frpiiag, 16—IS Uhr. Kasinostrasse 31 {Tel. 362), Dienstag, 16—17% Uhr. Kircligasss 7, 1 (Tel. 24010), mch Vereinbarung. Kölnische Stresse 4. I (Tel. 11171, naoh Vereinbarung. Nächste Sprechstunde: 13. Oktober 1937, 15—17 Uhr, Gemeindehaus, Gr. Rosenstr. 22 12. und 26. Oktober 1937, 10 bis 13 Uhr, Gemeindehaus, Lonystrasse 4. 7. Oktober 1937. 15—17 Uhr, Gemeindehaus, Hintere Judengasse 2 21. Oktober 1937. 10—12 Uhr, Braubacherstrasse 17. bei Rabbiner Dr. Laupheimer. 12. Oktober 1937. 16.30 bis 17.30 Uhr. Hotel Kaufherr, Bahnhofstrasse. Xonnenrara 6Sa. Wohnung Dr. Baumsart. i. Oktober, 15 bis 19 Uhr En gel Strasse. Gemeindehaus, 6. Oktober, 10—13 Uhr. Georgstrasse 14 II. 12 Oktober; 12—14 und 16—17 Uhr.?etzung des neuen Südafrikanischen Einwanderungsgesetzes von 1937bringt. Darüber hinaus beschäftigt sich sein Südamerika-Nachtrag mit den Veränderungen in den Einwanderungsvorschriften, die sich seit Erscheinen des letzten Heftes in Argentinien, Brasilien, Columbien, Ecuador, Paraguay, Peru und Uruguay ergeben haben. Von allgemeinem Interesse ist auch der einleitende Teil mit Aufsätzen über „Typische Fehler unserer Auswanderer", sowie Betrachtungen zur Klimafrage in den Einwanderungsländern und zur Haushaltsführung un4 häuslichen Hygiene in den Tropen. Auch der Anhang, der einmal eine Liste von Büchern zum Sprachstudium (Englisch, Spanisch und Portugiesisch) und zu anderen Literaturangaben über die Lebensführung in den Tropen bringt, erscheint genauester Beachtung wert. Der Länderteil des Heftes ist wieder besonders ausführlich. Er enthält für jedes behandelte Land alle wissenswerten und irgendwie erreichbaren objektiven Angaben sowie subjektive Eindrücke aus Briefen von Ausgewanderten. Man wird einzelne Lücken gern verzeihen, weiss man doch, mit welchen Schwierigkeiten die Beschaffung zuverlässigen Materials gerade in den dieses Mal behandelten Gebieten verbunden ist. Die Ausführlichkeit aller Angaben mag als Beispiel die Tatsache illustrieren, dass Australien in dem Heft (das insgesamt 96 Seiten umfasst) allein 30 Seiten gewidmet sind, dass die genaue Darstellung der nordamerikanischen Einwanderungsbestimmungen mehr als 6 Seiten umfasst usw. Wir zweifeln nicht daran, dass auch dieses Korrespondenzblatt allen Auswanderungsinteressenten, und zwar gleichgültig, auf welche überseeischen Länder sich ihre Absichten richten, ein wertvoller Berater und Helfer sein wird. Alle Fragen kann es natürlich nicht beantworten, denn es kann und will die mündliche oder schriftliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzen. H. W—1. N. M. Nathan Hamburg Am 3. Oktober 1937 blickt Dr. Nathan Max Nathan in Hamburg auf eine 25jährige Amtstätigkeit als Syndikus im Verwaltungsdienst der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg zurück. Diese Zeit umschliesst eine weithin bekannte und auf jedem Plane jüdischer Grossgemeindearbeit geübte, auch durch sichtbare Bewährung ausgezeichnete Betätigung Nathans. Rabbinisch vorgebildet und zuerst in Berlin, auch im jüdisch-wissenschaftlichen Bezirke, wirksam, übernahm Dr. Nathan im Jahre 1912 den Posten des Syndikus der grossen Hamburger Gemeinde. Verantwortungsbewusst, in vorbildlicher Pflichttreue, immer bescheiden, hat er sich auch in schwierigsten zeitbedingten Situationen aller Vielfalt der Gemeindeaufgaben zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Einrichtungen sind durch sein Mitwirken das geworden, was sie sind. Man kennt den von echtem jüdischen Traditionsbewusstsein erfüllten Menschen Nathan vorzüglich auch als den Betreuer der Waisen und fürsorgebedürftigen Alten. Sein Wirken lässt das Leitwort erkennen: Tora, Awoda, Gemimt chassadim. Dr. Nathan ist auch Leiter des im 13. Jahrgang erscheinenden Jüdischen Gemeindeblattes für das Gebiet der Hansastadt Hamburg, das von ihm seit der Begründung für die Idee der jüdischen Gemeinschaft ausgestaltet worden ist. Dem Centrai-Verein gehört er seit langer Zeit an. Dr. Ludwig Freudcnthal — Hamburg Die Druckerei Max Lichtwitz (Berlin) kann am 1. Oktober dieses Jahres den 75. Jahrestag ihrer Gründung begehen. Erst vor wenigen Wochen hatten'wir/wenn auch aus traurigem Aniass beim Tode des Seniorchefs Ernst Lichtwitz, Gelegenheit, die Bedeutung dieses Unternehmens zu würdigen, das sich seit seiner Gründung in Händen der Familie befindet, die Meister ihres Gewerbes waren. Der propagandistischen Arbeit des Central-Vereins steht die Firma Lichtwitz seit über einem Jahrzehnt nahe. Sie hat sich, mit Verständnis und Hingabe um einen neuen und wirkungsvollen Drucksachenstil innerhalb der jüdischen Organisationen bemüht. Bei manchen heute als selbstverständlich betrachteten Vorlagen und Mustern werden nur die wenigsten wissen, dass die ersten Entwürfe dieser Art in der Zusammenarbeit des Centrai-Vereins mit dieser Firma entstanden sind. Wir beglückwünschen die Firma und ihre uns befreundeten Inhaber und wünschen ihnen noch lange Jahre erfolgreicher Arbeit. Altistin Paula Sa 1 omon (Lin dberg) und der Bariton Wilhelm Guttmann ausersehen. Die Konzerte finden jetzt abends im Freundesaal statt, das erste am Dienstag, dem 12. Oktober. Ha. Zwei jüdische Historiker Robert Davidsohn Aus Florenz kommt eine Trauerbotschaft: Die alte Medicäerstadt hat ihren Geschichtsschreiber, ihren gefeierten Ehrenbürger, verloren. Professor Dr. Robert Davidsohn ist dort, an der Stätte seiner fünfzigjährigen Forschertätigkeit, gestorben. Sein von vielen *Akademien, Fakultäten, Gelehrten-Gesellschaften gewürdigtes Lebenswerk steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den Anfängen der antisemitischen Aera in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Als Sohn einer angesehenen Familie in Danzig am 26. April 1823 geboren — der ehemalige preussische Justizminister Friedberg war ein naher' Verwandter — war er zunächst für den Kaufmannsberuf bestimmt. Da aber sein älterer Bruder, Georg, inzwischen ein erfolgreicher Journalist geworden war und 1S68 den „Berliner Börsen- Courier" gegründet hatte, folgte er seiner Neigung zu diesem Berufe, und in sehr jungen Jahren gewann ihm seine leichte, oft auch scharfe Feder viel Beachtung. Als dann die Aera Ahlwardt-Stöcker kam. warf sich ihr Robert Davidsohn mit dem ganzen Ungestüm seines Temperaments entgegen. Aber seine Gesundheit war den Aufregungen dieses Kampfes nicht gewachsen; und bei einem starken Nervenanfall riet ihm sein Arzt, sich von dem aufreibenden Beruf zurückzuziehen, wenn er Gesundheit und Leben nicht gefährden wolle. Dass dieser 18S4 befolgte Rat gut war, zeigen die dreiundfünfzig Jahre wissenschaftlicher Arbeit, die ihm seitdem beschieden waren. Robert Davidsohn setzte zunächst, mit dem Eifer, der ihm stets eigen blieb, in Heidelberg sein früh unterbrochenes Studium fort. Inzwischen war er, durch eine warmherzige, tief eindringende Besprechung der „Römischen Geschichte" mit Gregorovius in Verkehr gekommen, und dieser war es auch, der ihn ermunterte, sich der Geschichtsforschung zu widmen. Dazu bot die alte Arno-Stadt, in die er sich nach seiner Promotion zurückgezogen hatte, die rechte Gelegenheit. Mit einem Fleiss, der in der Gelehrtenwelt Bewunderung hervorrief, versenkte er sich in die Erforschung und Sichtung des Materials, und als die ersten Bände seiner „Geschichte von Florenz" erschienen, verlieh die Akademie der Wissenschaften in Berlin dem Werk des damals noch nicht zünftigen Gelehrten die L ei bni z-Me dai 11 e. Mommsen. der Grossmeister .der Geschichtswissenschaft, setzte sich dafür ein, dass die preussische Regierung Davidsohn den Professortitel verlieh. Die Universität Freiburg i. Br. folgte mit der Verleihung des Dr. h. c, Italien ernannte den Geschichtsschreiber seiner grossen Kunststadt zum Commendatore, Florenz verlieh ihm den Ehrenbürgerbrief. In Florenz ist er dann auch, mit der durch den Weltkrieg verursachten Unterbrechung — er war während dieser Zeit in München — geblieben, zuletzt auch geistiger Mittelpunkt und väterlicher Förderer der seit 1933 nach Florenz eingewanderten Juden aus Deutschland. Die „Geschichte von Florenz", aus deren Bänien uns der ganze strahlende Glanz der Renaissance entgegenleuchtet, die uns mit Dante vertraut macht, und aus der wir Savanarolas Flammenreden gegen Missbräuche in Staat und Kirche heraushören, dieses grosse, historische Werk, wird das Leben des Forschers lange überdauern. J. Landau. Elie Halevy Aus Paris wird das Hinscheiden Elie Halevys gemeldet, der zu der nicht grossen Zahl Männer jüdischen Ursprungs gehörte, die sich als Geschichtschreiber einen Namen gemacht haben. Er reiht sich damit würdig den Ludwig Friedländer, Max Duncker (Halbjude). Alired Stern, Robert Davidsohn, Ernst Kantorowicz, Heinrich Friedjung an, die in deutscher Sprache geschrieben haben. Die Familie, der er entstammt, hat mehr als einen Namen von Bedeutung aufzuweisen. Der berühmte Komponist (der Schwiegervater Bizets) war sein Grossoheim, sein Vater Ludovic spielte als Schriftsteller eine Rolle (der erste Jude, der Mitglied der Akademie wurde). 1870 geboren, liess er bereits 1901 bis 1904 sein erstes Hauptwerk „Die Entwicklung des philosophischen Radikalismus" erscheinen, das die durch Jeremias Bentham eingeleitete Bewegung klassisch darstellt. Seine ganze Lebensarbeit war der Geschickte Englands im 19. Jahrhundert gewidmet. Sein grossangelegtes Werk „Die Geschichte des englischen Volkes im 19. Jahrhundert'*' ist leider Torso geblieben. Es sind nur die drei ersten Bände, die die Zeit bis 1841 behandeln, erschienen, sowie zwei Bände „Epilog-", die die Zeit von 1895 bis zum Weltkrieg umfassen. Beide Hauptwerke sind ins Englische übersetzt und gelten in England als grundlegend. Halevy war Professor an der Ecole libre des Sciences Politiques und Herausgeber der Revue de la Methaphysique et de Morale. Jüdischen Dingen hat er ferngestanden. H. Kaiisch. Sanitätsrat Otto Juliusburger 70 Jahre alt Einer der bekanntesten Berliner jüdischen Aerzte, der Neurologe Otto Juliusburger, vollendete am 26. September das 70. Lebensjahr. Breslauer von Geburt, studierte er ausschliesslich an der schlesischen Universität, beeinflusst von seinem grossen Lehrer, dem Psychiater Wernicke, dessen grundlegende Gedanken auf dem Gebiete der psychiatrischen Krankheitslehre er immer wieder vertrat. Später gehörte er zu den Ersten« die mit dem verstorbenen sächsischen Psychiater Näcke die Grundzüge der Eugenik verfocht. Eine Zeitlang Assistent an der Berliner städtischen Heil- und Pilegeanstalt Herzberge unter Geheimrat Moeli, wirkte er dann als Oberarzt an den Anstalten in Schlachtensee und Lankwitz. Ueber den engeren Rahmen seines Sonderfaches hinaus, das er besonders nach der pathologisch-histologischen Seite hin befruchtete, wandte er sich jederzeit den verschiedensten Grenzgebieten — der Naturphilosophie, der Soziologie, der Pädagogik — zu, wirkte in Wort und Schrift als überzeugter Gegner des Alkoholismus und als ebenso überzeugter Vertreter bodenreformatorischer Ideen. Bei seiner feingeistigen, von wahrer Ethik getragenen Lebenseinstellung wandelte er — das sei zur Auszeichnung des Jubilars besonders hervorgehoben — mit besonderer Vorliebe in den Spuren von Schopenhauer und Haeckel, dessen biogenetisches Grundgesetz er sich ganz zu eigen machte. Körperlich und geistig in voller Frische, widmet sich Sanitätsrat Juliusburger seinen Kranken und wirkt als Leiter einer der seelischen Beratungsstellen an der Berliner jüdischen Gemeinde. Prof. B. er, der schon als Kind die spannendsten Märchen und Geschichten erdachte, zum grossen Teil dem durch erlesene Kultur und vornehmste Tradition geadelten Elternhaus. Albert Peiser, der Vater, war einst Mitbegründer der Breslauer Dichterschule — dem Sohn blieb es vorbehalten, das ererbte Talent weiter auszubauen; in seinem Gesamtwerk finden sich u. a. einige Bühnenstücke, die den sicheren Blick ihres Autors für die Erfordernisse des Theaters verraten. Curt Peiser widmet die wenigen Mussestunden, die der Kaufmannsberuf ihm übriglässt, der Poesie und der Musik, der Mathematik und dem Schachspiel. Martin Hausdorf!, Breslau. „Tom der Schüttelreimer" 60 Jahre Am 6. Oktober feiert der Breslauer Dichter Curt Peiser seinen 60. Geburtstag. Der breiteren Oeffentlichkeit ist er vor allem durch seine Schüttelreimverse bekannt geworden, die lange Zeit unter dem Pseudonym „Tom der Scbüttelreimer" erschienen sind. Sie waren, gleich den höchst reizvollen „Dreiklang"-Gedichten und ähnlichen originellen Arbeiten, von jeher das beredteste Zeugnis für seinen feinen Humor und seine nie versagende Erfindungsgabe. Doch Peiser ist nicht allein der Verfasser zahlloser geistreicher Reimspielereien. Er ist auch, was nur wenige ahnen, ein vortrefflicher Lyriker, der dem Wort als der Urzelle aller Dichtung bis in seine geheimnisvollsten Tiefen nachzuspüren und so dien vielfältigsten Stimmungen Ausdruck zu geben weiss. Diese starke Begabung verdankt Konzerte und Vorträge Am 25. September eröffnete der „A u s - schuss für Kunstpflege" der Israelitischen Religionsgemeinde Plauen seine diesjährigen Winterveranstaltungen mit einem Abend heiterer Kunst. Ruth L e n b e r g und Julius K u t h a n vom Kulturbund-Theater in Berlin stellten sich in den Dienst der Sache und brachten in guter Stimmung und mit viel Temperament mancherlei Proben aus bekannten Operetten und Tonfilmen. Der temperamentvolle Vortrag, die geschmackvolle Behandlung von Ton und Text haben den Künstlern auch hier viele Freunde erworben. Am Klavier wurden sie von unserer einheimischen Pianistin Edith Russak begleitet. W. G. Der Jüdische Musikverein zu Breslau beginnt Mitte Oktober sein viertes Spieljahr. Wer seine bisherigen Leistungen aufmerksam verfolgt hat, wird zugeben, dass sie vom ersten Konzert an auf einem bemerkenswert hohen Niveau standen. Daran dürfte sich, so gross auch die Schwierigkeiten sind, die allein schon die Abwanderung und die Neuausbildung von Instrumentalisten verursachen, auch in Zukunft nichts ändern. Es sind wieder acht Abonnements-Konzerte vorgesehen. An Orchesterstücken soll es mehrere Meisterwerke der Weltliteratur von Vivaldi bis Ravel bringen, daneben auch wenig bekannte Schöpfungen jüdischer Musiker (u. a. Rossi, Mendelssohn, Mahler, Oskar Fried). Eins dieser Konzerte, die Dr. Fritz B e r e n d dirigiert, ist der Orchester¬ und Gesangskammermusik eingeräumt, ein weiteres der Konzertaufführung einer alten Oper. Vom Chor unter Leitung Werner Sanders hören wir das lateinische Oratorium „Jephta" von Carissimi, den „Samson" von Händel und Vokalwerke jüdischer Komponisten. Zur Mitwirkung sind zunächst der fünfzehnjährige Geiger Gerhard K a n d e r, ein Schüler von Carl Flesch und Adolf Busch, die Pianistin Rita Storch (Romani), die Theater, Musik, Film Das neue Theater ..Die Insel" in Wien, das sich insbesondere die Pflege der modernen dramatischen Produktion zur Aufgabe gemacht hat, bringt im Laufe der neuen Spielzeit u. a. „Legende eines Lebens" von Stefan Zweig, „Das Weib des Jephta" von Ernst L i s s a u e r und „Besuch aus dem Elvsium" von Franz W e r f e 1 heraus. * Max Reinhardt hat die Regie des neuen Bühnenwerkes „In einer Nacht" von Franz W e r f e I übernommen, das im Laufe des Oktober am Theater in der Josefstadt in Wien zur Uraufführung kommt. * Max Reinhardt wird für die nächsten S a 1 z - bürg er Festspiele die „Fledermaus" in besonders glanzvoller Besetzung inszenieren. * Richard Duschinsky hat zwei neue Bühnenwerke vollendet, betitelt „Das Künstlerpaar" und „Die blaue Universität". * Die Jüdischen Künstlerspiele in Wien eröffneten ihre diesjährige Spielzeit mit der Novität „Moschke Chaser" („Der - Abtrünnige") von J. D. Berkowitsch. Kurz zuvor gelangte „Esterke" von Jakob Gordin mit den Mitgliedern des Morris- S ch w ar t z-Ensembles zur Erstaufführung. * „Der Held wider Willen", eine Komödie des italienischen Schriftstellers Sergio Pugliese, wurde von Dr. Alexander Stein ins Ungarische übersetzt und gelangt demnächst am Budapester Nationaltheater zur Aufführung. * In Wien wird Ende September das „Moderne Theater auf dem Schwarzenberg" unter Leitung von E. J u b a 1 eröffnet werden. Dem Ehrenkomitee der Bühne gehören u. a. Frau Alma M a h I e r und Franz W e r f e 1 an. « Direktor Ernst Josef A u f r e e h t brachte amTbeatre de l'Etoile in Paris die Dreigroschenoper mit der Musik von Kurt W e i 11 erstmalig heraus. Die Inszenierung leitete Francesco von Mendelssohn, die Musik Sei mar Meyrowitz. Das Reinhardt -Seminar in Wien tritt mit dem kommenden Wintersemester in das neunte Unterrichtsjahr. Dem Lehrkörper gehören u. a. Dr. Emil Geyer, Hof rat Dr. Ernst Lothar, Frieda Richard, Emil Lind und Direktor Karl Meinhard an. * Der neue biographische Film der Warner Bros, „Das Leben Emile Zolas". kommt demnächst in Wien zur Uraufführung. Den Major Dreyfas spielt Josef Schildkraut. # Vicki Baums Erfolgsroman „stud. ehem. Helene Willführ", der in Frankreich unter dem Titel „Helen e" mit Madelaine Renaud in der Hauptrollo neu verfilmt wurde, ist jetzt als französischer Spitzenfilm auf der „Biennale" in. Venedig gezeigt worden. * In W i n n i p e g (Kanada) gastierten Jasens H e i f e t z und Ignaz Friedmann. * Franz Osborn und Max Rostal geben Anfang Oktober im Londoner Sender (National) an drei Abenden einen Mozart-Zyklus: am 3. Oktober (21 Uhr 50- Min. bis 22 Uhr 30 Min.), am 4. (20 Uhr 30 Min. bis 21 Uhr) und am 7. Oktober (21 Uhr 20 Mjn. bis 22 Uhr). Das Programm umfasst Sonaten für Klavier und Violine, Franz Osborn spielt ausserdem noch einige wenig bekannte Klavierkompositionen. * Der Sender Strassburg veranstaltet am 4. Oktober, 21 Uhr 30 Min., einen grossen Offenb a c h - Abend aus Aniass der Wiederkehr des Todestages des Komponisten. Gustav M a h 1 e r s „Lied von der Erde" ist unter der Leitung von Bruno Walter am ß. Oktober, 19 Uhr 25 Min., im Sender Wien als Schallplattensendung zu hören. # Der Sender Budapest überträgt am 8. Oktober. 18 Uhr 30 Min., aus dem Budapester Kgl. Opernhaus eine Mussorgsky-Oper, deren Dirigent Isay Dobrow e n ist. * Im Radio Hilversum (Holland) spielte der Pianist Josef Wagner Mozarts d-moll-Konzert: an demselben Abend gelangte ein Zyklus von Kinderliedern Wagners (nach Gedichten von Lessie Sachs- Wagner) zur Aufführung. Oktob. 1937 Tischri 5698 2. Sonnabend 27. Wochenabschnitt: Bereschit 1. B. M. 1—6.8 Haftara: Jes. 42,^-43,10 Neumondsweihe 5. Dienstag 30. 1. Tag Rosch Chodesch Marcheschwan 5698 8. Mittwoch 1. 2. Tag Rosch Chodesch 9. Sonnabend 4. Wochenabschnitt: Noach 1. B. M. 6,9-11,32 Haftara: Jes. 54—55,5 16. Sonnabend 11. Wochenabschnitt-.Lech lecha 1. B. M. 12—17 Haftara: Jes. 40—41,16 23. Sonnabend 18. Wochenabschnitt: Wajera 1. B. M. 19—22 Haftara: 2 Kön. 4,1-37 30. Sonnabend 25 Wochenabschnitt: Chajje Ssrara 1. B. M. 23—25,18 Haftara: 1. Kön. 1,1—31 T>IE VOLL AROMATISCHE ZiGAREJT Er -Tt ^ifitähOiitt A «;:mTfäim$mtw$^^

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