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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1901-01-01 · 19.1901 · page 10

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
19.1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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— 9 - Also mir allmählich befreite sich der agadische Vortrag vollständig von der Halachn, und bewegte sich daun ausschliesslich in jener der jüdischen Predigt genuinen Kunstform, welche von den palästinensischen Lehrern geschaffen worden war. Das erhellt schon aus den Kunstausdrüeken mTDPm für Pcrikopentext1), iKTOD für Einleitung2), pMp für die mannigfachen Auslegungen eines und desselben Textes8), tnEEK für Epilog4), die doch erst geprägt werden moS« rxkrn rraa hwvh icmnon hvvm . . . mi vSy n-nan an »pio «msipo m»3 vtnrn 'im rnw jnn uim» vnh cmrw j»m yia uan. Aber der Vorfall in Simonia (r.fnr ntrSc? inw lSur) macht doch den Eindruck, dass die Frage vom Publikum ausging. VgL«Abrabam Epsteins Hypothese bei Bacher a. a. 0. III, S. 512ff—Ob die die Erzählung der Pessachhagada einleitende Frage: na nS»Sn n^nvi no, welche das jüngste Familienglied an den Hausvater richtet, (vgl. Misclina Pessachim 10 *) als Analogon hier herangezogen werden darf, wage ich nicht zu entscheiden. 1) Diese Bedeutung hat der Ausdruck unzweifelhaft in Lev. r. C. 3. S. IIb (vgl. Esth. r. Par. 3 S. 13a; npioc pn nnar» n i nämlich Lev. 2» als) Kino trm, an welchen Ps. 17 a als Proümialtext angeknüpft wurde. Vgl Theodor, Mschr. 1885, S. 369. 2) Vgl. Babl. MegiUalOb: tesnannenc*xr6«nno nS nno..."\. Philipp Bloch, Studien zur Aggadah, Mschr. 1885, S. 184ff. hält die nn«no nicht für eine Einleitung zur Predigt, sondern für ein selbständiges homiletisches Gebilde, eine „perikopische Homilie". Wir halten aber Blochs Ausführungen, trotz ihrer vielen feinen Bemerkungen im einzelnen, im ganzen für verfehlt Bl. verkennt das Wesen des ProOmiums vollständig, weil er die einzelnen Glieder besonders des zusammengesetzten ProOmiums für selbständige Homilien hält, und weil er sichln seinen Aufstellungen von dem auch bei Bub er fehlerhaften Texte der Pesikta zu sehr leiten lässt, so dass er sogar offenbare Interpolationen für ursprüngliche, vom Prediger oder Sammler herrührende homiletische Gebilde erklärt (ibid. 1886 S. 395). 3) Vgl. Gen. r. C. 70, S. 274a, wo der Vers Gen. 29a auf sechserlei Arten (j'ts'tr n»«r n»a wc w»jn -o n=n •■») gedeutet wird; vgl. Lev. r. Kap. 34: l'o»» n na non *tty«f>K cra pO'D "i andere Belege siehe .bei Zunz G. V.* 366b. *) Das ist die ursprüngliche Bedeutung. So in Gen. r. C. 60, S. 239b (rnrnn ovo :3"D); C.69, S.272b; Jer.Sota 17? Ende. Da aber der Epilog in alter Zeit nicht immer in logischom Zusammenhange mit dem Perikopeninhak stand, sondern oft ein selbständiges Gebilde war, das auch an eine« Vers aus einer andernPerikope anknüpfte,konnte er auch als selbständige „Abschiedsrede* verwendet werden, so Lev. r. C. 17, S. 47 (nwn nS'os), Num. r. C. 4, S. 28a (itokmot jo iccaif :3*o). Hierdurch erklärt sich erst

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