Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 19.1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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- 10 - konnten, nachdem diese Kunstform bereits längst mit Bewusstsein gehaudhabt worden war. Das ersieht man aber auch aus den vorhandenen älteren Sammelwerken Genesis r., Leviticus r. und Pesikta d. 11. K., welche die alte Jelamdenu- Formel gar nicht mehr auwenden, und deren Anlage durchweg die neue Form der Predigt vorauszusetzen scheint. Diese neue Kuustform der Predigt kauu freilich nicht mehr in allen ihren Teilen mit vollkommener Sicherheit festgestellt werden, weil auch die genannten Midrasehwerke nur ihrem Stoffe nach alt siud, dagegen ihrer Komposition nach von späteren Sammlern herrühren, die bei ihrer Arbeit von anderen Gesichtspunkten geleitet wurden und daher die Redeform ihrer Vorlagen nicht immer respektierten. So hat der Sammler von Gen. r., der in seinem Werke nicht blos dem Prediger, sondern wahrscheinlich auch dem gebildeten Laien eiu an die Perikope stets anknüpfendes Erbauungsbueh bieten wollte, den Epi log in seiner Vorlage zumeist weggelassen. Von den 95 Kapiteln des uns erhaltenen Gen. r. schliesst nur 'noch das 69. Kapitel mit einer .mec.T, und nur 10 andere Kapitel haben Schlüsse mit sogenannten messianischeu Verheissuugen1). 20 Kapitel aber weisen schon verbindende Uebergäuge auf2), die offenbar vom Sammler herrühren, während die anderen 64 Kapitel, von denen freilich 8, die nur als Fortsetzungen vorhergehender Kapitel anzusehen der Gebrauch »Ay laß« für «He Abhaltung einer Leichenrede (Abschiedsrede au den Toten). Vgl. Rapoport, Erech Miliin, S. I63ff. Die Erklärung des Arucb: n»rco n«m 'B, erklärt das Wort fälschlich durch die allerdings bemerkenswerthe Form der Schlussfolgerung, welche die rnsDuda, wo sie als selbständiges Gebilde auftritt, stets anwendet. Ein echter Epilog in seiner ursprünglichen Bedeutung steht Qen. r. C. 88 Endo, den Zunz und ebenso Lern er, „Anlage des Bereschith Rabba und seine Quellen14, im Magazin f. <L Wissenschaft d. Judentums, herausgegeben von Berliuer und Hoff mann 1881, S. 156 mit Unrecht für eine Glosse erklärten. Vgl. auch Frankel, Mschr. 1852 S. 853. *) Kapitel 2, 11, 35, 38, 62, 65, 68, 83, 88, 93. *) Kapitel 2, 10, 21, 28, 29, 31, 44, 47, 49, 60 (denn inK. öl gehört, wie der Schluss des ersten Proömiuma beweist, auch Gen. 19 a» zum Perikopente*t), 68, 60, 67, 68, 73, 74, 77, 79, 81, 9L