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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1901-01-01 · 19.1901 · page 9

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
19.1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IRI
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i — 8 — in der von ihm angelegten Sammlung vor der Vergessenheit zu bewahren suchte. Wieso diese Formel cutstanden ist, braucht nicht erst eruiert zu werden, denn sie steht naturgemäss am Anfange der Entwicklung. Ursprünglich war alle Agada an die Halacha geknüpft, und als die Agada in Hinblick auf die Bedürfnisse des Volkes schon um ihrer selbst willen vorgetragen wurde, benutzte man sie wiederum, um der Gemeinde, die in ihrer überwiegenden Mehrheit nur am Sabbath der Belehrung zugänglich war1), die Kenntnis der wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen beizubringen. Mau wählte hierzu solche gesetzliche Fragen, die irgend eine Beziehung zu der Perikope hatten, über die der Prediger seinen Vortrag hielt, und die darum eine Uebcrleitung zum agadischen Teile der Predigt leicht ermöglichten.2) Levi b. Sisi sollte bei seinem verunglückten Debüt in Simonia wahrscheinlich über die Perikope, die im dreijährigen Cyklus mit Deut. 24,19 beginnt, über die sich aber freilich in keinem Midrasch eine Homilie nachweisen lässt, predigen, darum wählte die Gemeinde die halachische Frage aus der Materie des Chaliza-Gcsetzes, das einen Teil dieser Perikope bildet. Die Frageform aber für die Behandlung gesetzlicher Bestimmungen enthält, an sich keine Schwierigkeit, wenn wir an die Paragraphen der Mischna denken, die mit der Frage ♦nC'Hö HD*» IV (vgl. die Frageformel y, n«no ,TU»a ftöS im Anfange der Parascha, Mechilta ed. Friedmaun 104bx Sifre kipj la, -jrrSyna 15b, ^DD 59 b) beginnen. Nur die eigentümliche Einkleidung der Frage: im moS*, die schon wegen ihrer Titulatur keine blos vom Redner fingierte Frageform sein kann, sondern — von dem Vorfall in Simonia auch abgesehen — den Eindruck erweckt, dass sie wirklich so aus dem Publikum an den Prediger gerichtet wurde, erscheint insofern als schwierig, als man uicht leicht einsehen kann, wieso diese Einrichtung entständen ist3). 1) Vgl. Bubera.a.0. Einleitung S. 26. 2) Vgl. Bubor a. a. O. Einl. S. 25: nenen ppS Ton norvno rrnwrn. «) Vgl. Zunzens (G. V.2 S. 368) Hinweis auf „die alten Meturgeman, die in ihren Erläuterungen oft fragend auftreten"; ebenso Buber a.a.O. Einleitung S. 29r no» mobra ukso» ios p^imon mn hmsm "^vh Vam

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