Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1929-1930
- Issue
- Heft 1 (März 1929)
- Article
- Die Verfassungsurkunde einer reichsritterlichen Judenschaft
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 65 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Max Freudenthal. Die Verfassunssurkonde einer reichsritterlichen Judenschaft. 21. Ein jeder Balbajas (Hausherr), der im Orth wohnet, ist gehalten, wenn Er schon ein Kind hat, zum Chassen soviel beyzutragen, als wenn Er ein Aleph Bess Kind (das erst lesen lernt) in die Schule schickte, welches sich auch von denen verstehet, die kleine Kinder haben, welche zum Lernen noch nicht tüchtig sind. 22. Abschaffungeines Es kann aber ein Chassen nicht auf einiger Chassen. gegen ihme übel gesinnter Balbatim (Hausherrn) Verlangen sogleich abgeschaffet werden, sondern gleichwie dieser durch die meisten Stimmen derer Ballarogum (Ortsansässigen) und derer, die Kinder in die Schule schicken, angenommen wird, Also mus Es auch mit seiner Abschaffung wieder so gehalten werden. 23. Nachdem die Judenschafft wegen des Erach (Schätzung) unterm 5ten 7mbr diesses Jahres sich dahin verglichen, daß der Eyssig von......... 2600. Jacob Callmann....... 3000. Meyer Jacob........ 1800. Gump........... 900. Low........... 1400. Lässar . . „....... 600. Beerlein Callmann...... 900. Simon Göz......... 200. Nathan Lazarus....... 400. Nathan Salomon....... 100. Joseph.......... 150. Hirsch........... 350. Gulden concurriren und dass diese Anlage drey Jahre andauern solle, jedoch dergestalten, wann einem oder dem andern inzwischen eine Erbschafft anfallen würde, dass ihm solche aufs neue angeleget werden müsse, wohingegen dasjenige, so einer mit der Handelschafft gewinnet, vor Ausgang sothaner drey Jahre nicht mit in die Anlage gebracht werden dörffe: Also lasset man es von Herrschafftswegen bey diesem Vergleich bewenden. Bezahlung des Chassen (Vorbeter). 65