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Die grosse Einfuhr von weissem Mehl aus Europa bei gleichzeitiger Ausfuhr von Weizen war für die palästinensischen Mühlenbesitzer zwingende Veranlassung, ihre Mühlen durch Einführung von Walzenstühlen undanderen technischen Verbesserungen leistungsfähiger zu machen. Die Ausfuhr von Weizen aus Palästina beträgt nach dem Konsularbericht jährlich: aus Gaza ca. 15 000 000 kg Weizen „ Haifa „ 6 000 000 „ „ ^Akka „ 10 000 000 „ _ Summa ca. 31 000 000 kg Weizen p.
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Die Quantität des eingeführten Mehles variiert jährlich im Verhältnis zur Ernte des Landes. Zurzeit scheinen in Palästina nur kleinere Flachmühlen vorteilhaft zu sein, und zwar 1. kleine Bauernmühlen, die auf die Zufuhr von kleineren Posten Getreide seitens der Bauern (Fellachen) rechnen, und 2. etwas grössere Flachmühlen, die für die Zufuhr des Mahlgutes seitens der Fellachen wie auch für die Verarbeitung eigenen Getreides berechnet sind.
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127 128 DIE ENTDECKUNO VON JPALAESTINA. Von Martin Buber. Wie viele Juden haben Palästina in der Seele? Wohlgemerkt: nicht „die Heimstätte", sondern Palästina; und nicht im Geiste, sondern in der Seele. Oder noch deutlicher: wie viele Juden sehen Palästina? … Wir leben Man sollte hinfahren, nicht bloss „um Land und Leute kennen zu lernen", sondern um ein eigenes Palästina in die Seele zu bekommen. Das können freilich nur wenige. Jener Freund wollte daher nach Palästina gehen, um es in sich aufzunehmen?
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Dieser Weg ist das Bild im engeren Sinne: das Gemälde, die Zeichnuog, die Radierung. Die Maler haben bisher Palästina in der sogenannten orientalischen Manier gemalt, mit glühendem Farbenreichtum und unsäglicher Stimmungsarmut. Wir warten noch auf den Künstler, der uns ein jüdisch gesehenes Palästina geben wird. … Ich meine die Radierungen und Zeichnungen Hermann Strucks, die Adolf Friedemanns Buch „Reisebilder aus Palästina" (Verlag von 'Bruno Cassirer, Berlin 1904) begleiten. Ueber den Text zu sprechen, der instruktiv und gut geschrieben, von konkreter Sachlichkeit erfüllt und von einer starken'Gesinnung getragen ist, ist hier nicht der Ort.
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Der Felsen auf dem die älteste Phönizierstadt lag, die jetzige Araberstadt, die türkischen Regierungsgebäude, die verschiedenen europäischen Dorfgebilde an und um Jaffa laden direkt zu historischer Betrachtung der Heimat ein, während kaum irgendwo mehr als in dem kleinen Palästina die geographischen Begriffe von Land und Wasser, Berg und Tal, Ebene, Düne, Reede, Bucht u. a. m. so leicht nach der Anschauung der Natur dem. kindlichen Verständnis nahe zu bringen sind.
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Um ihnen die Möglichkeit zu geben, später diese notwendige und gesunde Grundlage jedes geschäftlichen Lebens sich selbst zu geben, müssen wir das, in der Schule besorgen, da unter den jetzigen Verhältnissen im Orient kein Handwerker, aber auch kein Kaufmann auf seiner Lehrstelle Gelegenheit findet, sich mit der Buchführung vertraut zu machen. Die jüdische städtische Volksschule in Palästina hat also den Zweck, eine genügende Vorbildung für den Eintritt in das geschäftliche und gewerbliche Leben zu geben, sie soll den Verstand durch Mathematik und Naturwissenschaften, das Gemüt durch die Pflege der Muttersprache und der historischen Wissenschaften vervollkommnen. Sie entwickelt sich aus dem Bedürfnis der jüdischen Stadtbevölkerung des Landes und-soll dazu befähigen, eine bürgerliche achtbare Stellung in Palästina einzunehmen. Sie ist sich stets bewusst, dass sie niemals eine Gelehrtenschule werden kann und soll, und doch ist sie ein viel'
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Diese Bildung soll den jüdischen Stadtbewohner auf eine Stufe stellen mit dem einfachen Bürger europäischer Staaten mit bester Volksschulbildung wie Dänemark, Sachsen und die Niederlande. Das Ziel der jüdischen Stadtschule für Palästina ist, die notwendige Volksbildung zu vermitteln dem hebräisch sprechenden jüdischen Bürger von Palästina. Stundenübersicht der Klassen und Stufen der zukünftigen städtischen Volksschule für Palästina. … Persien ist von altersher verseucht, weiterhin ist das ungesunde arabische Küstenland, teil- *) Literaturangaben füge, ich nicht bei, weil ich binnen kurzem eine medizinische Gesamtbibliographie für Syrien, Palästina und Cypern veröffentlichen werde. Verf.
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Die Erkrankungsziffer für Palästina (etwa 1/5000) steht also tiefer als die Kleinasiens, höher als die der arabischen Küste und entspricht etwa der Vorderindiens, der verseuchteren Teile Persiens oder der Portugals und Norwegens. Sandrezki (1895) schätzt die Zahl der Leprösen in Palästina etwas höher, auf ca. 600, Tiburtius (1902) auf nur 300. Immerhin ist schon aus diesen Zahlen ersichtlich, dass die Krankheit im nosologischen Gesamtbild Palästinas keine wesentliche Rolle spielt.
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Ganz zweifellos ist der Einfluss der hygienischen Zustände, eine Tatsache, die gerade durch die aus Palästina vorliegenden Berichte gestützt wird. Die Frage der Aetiologie ist von entscheidender Bedeutung für die Prophylaxe.
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In jüngster Zeit (Sandrezki 1895) ist überhaupt kein Leprafall in Jerusalem zur Beobachtung gelangt. In Syrien und Palästina bestehen mehrere Leproserien, so in Jerusalem, Damaskus, Nablus, Hebron, Ramleh. Es herrscht die allgemeine Annahme, dass in den Lepraquartieren zu Damaskus, Cypern und Jerusalem auch Syphilitische untergebracht sind. … Auch Lortet berichtet 1880, dass der Zustand der hinter der Omar- Moschee gelegenen Leproserie erbärmlich sei; auch in dem unter türkischer Verwaltung stehenden, an der Seite des Tales voil Kedron gelegenen Lepraspital leben die Kranken vom BetteL Dagegen haben die Christen in Palästina für eine menschlichere Versorgung der Aussätzigen manches getan. Schon Wortabet berichtet 1873 von dem wohltuenden Gegensatz, in dem das christliche Lepraheim in Damaskus zu den für Mohammedaner bestimmten 20 schmutzigen Leprahütten stehe. 1867 gründete eine deutsche Freifrau in Jerusalem, nicht weit vom Jaffator, ein kleines, aber wohl eingerichtetes Lepraspital in dem Bestreben, den Aussatz durch Isolierung der Kranken in Palästina auszurotten.
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Vielleicht besteht ein innerer Zusammenhang zwischen dieser und der bereits erwähnten Angabe Hirschs, dass die Lepra in Palästina zumeist in kleineren Ortschaften, selten in grossen Städten vorkomme. Wort ab et (1873) behauptet, dass der Aussatz in grossen und grösseren syrischen Städten mit den allerseltensten Ausnahmen kaum vorkomme, dass man ihn meist in Dörfern, besonders im Gebirge, finde.