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Davon einmal abgesehen, gilt es im Zusammenhang mit der Auswanderung deutscher Juden nach Israel folgendes zu berücksichtigen: Während der ersten Jahre des Dritten Reiches standen die deutschen Behörden einer umfassenden Einwanderung nach Palästina durchaus positiv gegenüber. Das lässt es verständlich erscheinen, dass - It. American Jewish Year Book, Bd 42-von den im Jahre 1933 in Deutschland lebenden 503.000 Juden bis März 1939 60.000 nach Palästina gingen. Das waren immerhin 26% der damals dorthin ausgewanderten Juden. Palästina wurde damit nach den USA, die 90.000 Flüchtlinge aufnahmen, zum wichtigsten Zufluchtsland der deutschen Juden. Demgegenüber nahm keins der übrigen Länder weltweit mehr als 30.000 auf.
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Während sie in jedem anderen Land der Welt ein weites Betätigungsfeld fänden, begegne man ihnen in Palästina mit Gleichgültigkeit. In der Tat war es so daß es mit der zunehmenden Einwanderung deutscher Juden nach Palästina seit 1933 unter den dort be-reits ansässigen Juden zur Bildung eines "Antijeckentums" gekommen war, das an Umfang und Intensität die Grenzen des Erträglichen nicht selten überschritt. … Die Feststellungen widerspiegeln ein ausgesprochens Verhältnis zwischen den West- und Ostjuden in Palästina seit der nach 1933 einsetzenden deutschen Alijah. Durch das nicht unerhebliche Überlegenheitsgefühl der deutschen Juden erfuhren die Spannungen noch eine Intensivierung.
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Dies allein ist schon Grund genug, die Mitteilungen selbst zum Gegenstand der Betrachtung zu machen. 1. Emigration schlesischer Juden nach Palästina nach 1933 Man neigt aus heutiger Sicht leicht zu der Annahme, dass sich die Juden in Zeiten wachsender Bedrohung und Bedrängung in den letzten Jahren der Weimarer Republik und erst recht nach der nationalsozialistischen >Machtergreifung< 1933 wie selbstverständlich zur Emigration nach Palästina gewandt hätten. … Eine Statistik über die Tätigkeit der Auswandererberatungsstelle der Breslauer Synagogengemeinde zwischen 1924 und 1933 lässt erkennen, dass Palästina als Emigrationsziel bis 1932 praktisch keine Rolle spielte. Die Situation änderte sich auch nach 1933 nicht schlagartig.
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Doch damit nicht genug; man unterstellte den deutschen Juden sogar, daß sie nur "auf den Augenblick" warteten, der ihnen die Rückkehr in ihr Herkunftsland erlaubte. Diese hingegen erklärten, daß sie in Palästina ihre neue Heimat gefunden hätten, woraus sie folgerten: "Unser Streben gilt der Erneuerung des jüdischen Menschen in Palästina. … Der Aufbau und die Entwicklung der Wirtschaft waren begleitet von Gestaltung eines Bankgewerbes. Im Jahre 1933 arbeiteten in Palästina lediglich zwei Kreditinstitute von Rang, die jüdische Anglo-Palästina Bank und die britische Barclays Bank. Einwanderer aus Deutschland schufen ein System von Privatbanken, das sich als Depositen- und Kreditinstitute bewähren sollte.
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9 Palästina gekommen waren, hatten sich längst zu sehr im Land eingelebt, um es nach dem Holocaust und Zweiten Weltkrieg wieder verlassen zu wollen. … Schon von daher wurden die Jeckes bald ein beliebtes Objekt der Kabarettisten, sie waren sozusagen »die Ostfriesen von Palästina«, wie die langjährige, selbst aus Deutschland stammende Chefredakteurin der >Israel- Nachrichten< Alice Schwarz-Gardos es einmal formulierte.
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Deutsche Juden in Palästina seit 1933 von Prof. K. Fuchs I. "Ich (Werner H.) bin am 26.5 1892 in Stettin geboren. Meine Eltern siedelten 1900 nach Berlin über. … September 1938 verloren hatte, bereitete das Ehepaar seine Auswanderung nach Palästina vor. Am 5. November 1938 teilte die Devisenabteilung der Reichshauptbank Berlin dem Ehepaar mit, dass seinem Antrag auf "Bereitstellung 1.000 Palästinesischen Pfund (Vorzeigegeld für die Auswanderung nach Palästina)" entsprochen worden sei.
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Sein Vater war der Breslauer Pastor Ernst Moehring, der Mitglied des Pro-Palästina Komitees war und sich für die Sache des jüdischen Palästina-Aufbaus in den 20er und 30er Jahren einsetzte. Meine Versuche, die Familie durch (ien Suchdienst des Deutschen Roten Kreuz zu finden, blieben ergebnislos. … Zionist zu werden, war für mich keine Sache eines jähen Ereignisses, sondern basierte selbstverständlich auf einem starken jüdischen Bewusstsein. Der Entschluss, mich für die Auswandernug nach Israel/Palästina vorzubereiten, lag aber bei diesem „Sport-Malheur“. Ich hängte den Tischtennisschläger an den Nagel und meldete mich zur landwirtschaftliche Ausbildung mit dem Ziel Palästina.
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Meine Eltern Hessen sich von Verwandten überreden, 1936 ein Zertifikat für Palästina zu beantragen. Meine Erinnerungen an unser Familienleben während der 30igerjahre verbleichen heutzutage. Außergewöhnliche, den Zeiten entsprechende Geschehnisse blieben uns erspart. … "Mein" Schiff wird Ende Herbst mit ca. 4000 Refugees nach Palästina abfahren. Was auch tatsächlich geschah. Das kleine Städtchen "Bakar" liegt in einer, von den Dalmatischen Bergen umgebenen Bucht.
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Im Auftrag des Zentralkomitees der Bewegung reiste er im Frühling 1885 nach Palästina, wo er sich während eines dreimonatigen Aufenthalts über Zustand, Entwicklung und Bedürfnisse der wenigen jüdischen Siedlungen des Landes informierte und um die Einrichtung eines Sitzes der Chowewe Zion in Jaffo bemühte. Seine Erlebnisse schilderte er in Briefen und Berichten, die er aus Palästina an die leitenden Persönlichkeiten der Bewegung schickte, darunter Leon Pinsker und Moses Löb Lilienblum, Briefe, die 1898 unter dem Titel Kwuzat Michtawim in Warschau veröffentlicht wurden.
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Zu der häufig geäußerten Behauptung, die deutschen Juden hätten ihre Alijah zu spät angetreten, meinte Rosenblüth: "was die Einwanderung nach Palästina anbelangt, gibt es das Wort 'zu bald' nicht, es gibt eben nur das 'zu spät', alle Massen - Aliot kamen 'zu spät', alle kamen aus den gleichen Gründen. Die Not der Judenmassen in Ost und West war immer der Antrieb... Wir kamen als Verehrer des Ostjudentums nach Palästina, doch heute müssen wir bekennen: Wir sind ein wenig Verehrung nicht belohnt wurde." Wenn trotz der zahlreichen Schwierigkeiten, die die Einwanderer aus Deutschland in Palästina erwarteten, außergewöhnliche, bis heute wirkende Leistungen auf den unterschiedlichsten Feldern erbracht wurden, dann beweist dies ihre Bedeutung für das Werden und Wachsen des Staates Israel überzeugend.
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Nach 2-3-jähriger Vorbereitung für die Arbeit in Palästina, bekamen sie 'Zertifikate' oder auf Deutsch 'Einwanderungserlaubnis'. Im Jahre 1933 kamen die Nazis an die Regierung und die Lebensbedingungen für die jüdische Bevölkerung verschlimmerte sich im Laufe der Jahre. … Ich möchte sagen, dass während der Jahre 1933- 39, ca. 30.000 - 40.000 Juden aus Deutschland nach Palästina einwanderten. Nun will ich auch von uns persönlich
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Unter den ersten Chaluzim, die von dort nach Palästina kamen, waren Chawerim (Mitglieder) vom Hapo>el Hamisrachi und unter ihnen auch die Gründer von Kibbuz Tirat Zwi und anderen Kibbuzim. 1942 -43 wurden die letzten Chawerim (Kameraden) dort von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz verschleppt.. … Verpflegt wurde man durch die U.N.R.R.A. Madrichim kamen von Palästina, unterrichteten Iwrit, erzählten von dem Land und lehrten uns Lieder. Die «Bricha» sorgte für Beförderung in die verschiedenen Häfen, wenn ein Schiff für die illegale Reise nach Erez bereit war.
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Leit, von Heinrich Markt Nnr iiir Mitglieder der SyuRgogen-rJcmeinde Eintritt frei! Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde m nach PALÄSTINA Triest-Haifa tha 10000-Tam E pl TEL-AVIV Nut KUm« »o-r kö«h»<M Kou>(-tI( ttirfjimt»! WtMr, k«l( —**». ul ICtb««. uW Gv**H. … HAI FA Die Schiffahrtsgesellschaften unterhielten regelmäßige Linienverbindungen nach Palästina. Die Anzeigen in der Presse ermutigten zur Überfahrt.
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Desillusioniert ging sie bald darauf nach Berlin und 1928 ebenfalls nach Palästina. Zilla Feinberg dagegen musste nicht einwandern: Die Tochter zweier "Biluim" war 1895 in Jaffa geboren und hatte das Hebräische Gymnasium Herzlia in Tel Aviv besucht, bevor sie in Berlin Landwirtschaft studierte. … Es gab überzeugte Junggesellinnen wie die Ärztin und Politikerin Käte Frankenthal, und Damen der Gesellschaft wie Margarete Sallis- Freudenthal, die erst in der Emigration in Palästina Erwerbstätigkeit suchte. Es finden sich Zionistinnen wie die Journalistin Gerda Luft, die schon 1924 nach Palästina ging, und solche, die "nicht aus Zionismus, sondern aus Deutschland kamen", wie Erna Meyer, Pionierin der rationellen Hauswirtschaft in der Weimarer Republik, die sich als Kochlehrerin durchschlug.
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für die Überfahrt von 4000 (!) Menschen - von Bakar nach Palästina - war. Die Anzahl der Immigranten wurde laut einer einfachen Formel berechnet: Das Gesamtvolum aller Laderäume, geteilt durch das durchschnittliche Volumen einer Person. … Mitglieder der Palmach, unter Auftrag, dieses Schiff und die Immigranten von ihrer aufgelösten Heimat in Europa nach Palästina zu bringen. Das tagtägliche Leben an Bord, unter den horrenden Bedingungen bedingte Organisation und straffe Disziplin.
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Durch Vertreibung und Exil tief verletzt, wundert es daher kaum, dass Arnold Zweig sich nach kindlicher Geborgenheit, wie er sie in Glogau erlebte, sehnte. Als er sich im März 1939 mit dem Gedanken trug, Palästina zu verlassen, um in Amerika für sich und seine Familie eine neue Bleibe zu suchen, schreibt er an Sigmund Freud in Wien: Liebster Vater Freud, so oft haben wir das schon machen müssen! … Er unterzog sich mehrmals in seinem Leben einer psychoanalytischen Therapie, mit mehr oder weniger Erfolg, bis er in dem Analytiker S., der ebenfalls nach Palästina emigriert war, einen Psychoanalytiker fand, mit dem ihn wenigstens "mancherlei Oberschlesisches" verband. Die Bedeutung der frühkindlichen Entwicklung für den Lebensweg eines Menschen, eine der bahnbrechenden psychoanalytischen Erkenntnisse, ist auch außerhalb dieser Theoriebildung mittlerweile unumstritten.
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Die Kreuzfahrer nennen ihr Gebiet „Königreich Jerusalem“: unter den Osmanen, 1516—1917, ist es Südsyrien. Die Briten greifen auf den Namen Palästina (Palestine] zurück, der ihnen insofern geläufig ist, nachdem die Ausbreitung des Christentums in der römisch-bysantischen Zeit stattfand. … In Ermangelung einer besseren Bezeichnung werden sie weiter Philister genannt, das Land Paleschet, aus dem Palästina geworden ist. Über die Philister besteht eine vielbändige Literatur, über das Volk, das namenlos in die Geschichte eingegangen ist, aber nicht anonym, und das einem Land den Namen gab, Philisterland, Palästina.
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Das kleine Palästina war für den grossen Zustrom von wissenschaftlich ausgebildeten Einwanderern nicht entwickelt genug, so dass eine Umstellung — oft sogar Umschulung — für viele von ihnen notwendig wurde. … Die Diskrepanz zwischen 'Ideal und Wirklichkeit, mit der die Palästina-Einwanderer konfron. tiert wurden, schlug sich auch in Lyrik, Prosa und anderen Literaturgattungen nieder, von denen eine Auswahl in diesem Kapitel vorgestellt wird.
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Meine Eltern handelten unverzüglich und schickten ihn nach Paris, ohne finanzielle Mittel, und so war der junge Mann auf einmal ganz allein und auf sich gestellt. Mein zweiter Bruder wanderte nach Palästina aus, nachdem er sich auf einer jüdischen landwirtschaftlichen Farm vorbereitet hatte. Das war immer sein Traum gewesen. … Bis zum letzten Augenblick hofften meine Eltern uns nachkommen zu können. Aber es gelang nicht. Für die Auswanderung nach Palästina benötigte man eine große Summe Geld, die Ihnen nicht zur Verfügung stand. Bis zum Schluß focht mein Vater einen inneren Kampf zwischen Familie und "Heimatszugehörigkeit"!
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Für Landauer war jedoch diese Verwirklichung, anders als für Lehmann, nicht an einen bestimmten Raum - also auch nicht an Palästina - gebunden. Der erste 16-seitige Rechenschaftsbericht des Volksheims aus der Feder Lehmanns vom Dezember 1916 bezeugt, dass es dem Volksheim nicht vordringlich um geistige Erbauung und Selbstfindung ging, sondern die praktische Arbeit absolut im Mittelpunkt stand. … Die Spielstunden für Drei- bis Sechsjährige wurden am Vormittag wie ein Kindergarten nach Fröbelschen und Pestalozzi- Grundsätzen mit ca. 25 Kindern abgehalten. Eine der Erzieherinnen stammte aus Palästina und sprach nur hebräisch mit ihren Zöglingen. Das Gewicht lag auf der Betreuung der Heranwachsenden beiderlei Geschlechts im Alter von sechs bis 15 Jahren an den Nachmittagen.