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PALÄSTINA / JÜDISCHE ERNEUERUNG aß die Juden in der Zeit ihrer heroischen Geschichte, nachdem sie J_ß festen Fuß in Erez Israel gefaßt hatten, ein soziologisch normal gegliedertes Volk darstellten, ein Volk, dessen Hauptberufe bodenverwurzelte, A c k e r b a u und V iehzucht waren, spricht aus tausend Stellen der Bibel. … Waruni unter der Römerherrschaft nach Vernichtung des nationalen Staates eine langsame, aber sichere Abwanderung aus Palästina einsetzte, die die Juden bis in die entferntesten Gegenden des römischen Weltreiches führte und Palästina fast entvölkerte, ist in seinen letzten Grundlagen kaum erklärlich.
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PALÄSTINA / JÜDISCHE ERNEUERUNG 395 Erholungsheim in Arzo (Paläslina). Rekonvaleszcnle spielen Krocket Auswanderung der Juden aus ihrem Lande gibt, plausibel.
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396 MENORAH Die Malariakommission des Völkerbundes in Palästina^unler dem Vorsitz des Prof. Nocht (Hamburg) bemühten, es ist überall derselbe Vorgang. „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen … Die jüdische Volksseele war unbeteiligt, es war nicht ihre Sache. Sie flammte erst auf, als das alte Judenland, als Palästina in
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PALÄSTINA / JÜDISCHE ERNEUERUNG 397 Jüdische Arbeiter bei der Entsumpfung in Kabarra (Palästina) ihren Blickkreis gerückt wurde und bald zeigte es sich, daß der Wille zur Erlösung des Bodens Palästinas durch jüdische Arbeit, der unbewußte Wille zur körperlichen Gesundung und der Drang nach seelischer Einheit war, ein Selbstheilungsprozeß, der durch die Anomalie der Lebensführung bedingten jüdischen Krankheit.
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Rein zahlenmäßig zeigt sich der Umfang des Kolonisationswerkes in seiner Bedeutung durch die Tatsache, daß von 1919 bis 1925 hunderttausend Juden in Palästina eingewandert sind. Augenblicklich unifaßt die jüdische Bevölkerung im Lande etwa 150.000 Menschen. Da Amerika seine Pforten verschlossen hat, ist Palästina das Haupteinwanderiingsgebiet für die Juden. 1925 wanderten dreimal soviel Menschen (33.800) nach Palästina als nach Amerika ein. Ist nun Palästina in der Lage, eine größere Kolonisation in sich aufzunehmen, hat sich in der historischen Zeit das Klima nicht so verschlechtert, daß die Fruchtbarkeit des Landes unheilbaren Schaden gelitten hat?
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PALÄSTINA / JÜDISCHE ERNEUERUNG bis 1924, hat sich der landwirtschaftliche Besitz der Juden genau verdoppelt. 23.000 Menschen, von denen 15.000 in der reinen Landwirtschaft beschäftigt sind, wohnen in sämtlichen Siedlungen.
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Land und Volk zu gesunden, ist die Losung der jüdischen sanitären Arbeit in Palästina. Das Land zu sanieren bemüht sich vor allem der Nationalfonds. Im Emek, dem Zentrum der Kolonisation, ist in den letzten
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PALÄSTINA / JÜDISCHE ERNEUERUNG 401 Jahren großartige Arbeit geleistet worden, eine Arbeit, welche die volle Anerkennung der vom Völkerbund ins Land entsandte Hygienekommission gefunden hat. … Die Fladassah hat in den letzten sechs Jahren 15,000.000 Goldmark für die Gesundheitspflege in Palästina verwandt. Krankenhäuser mit 328 Betten unterstehen ihrer Obhut. Uber 500.000 Behandlungen wurden im letzten Jahre in ihren zahlreichen Polikliniken vorgenommen.
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Graue Einförmigkeit der Kleidung und der Lebensweise in kasernenhaften Steinkästen kennzeichnen den Typ der früheren Waisenhäuser. In Palästina hat man erkannt, daß das Waisenkind mehr noch wie das von den Eltern umhegte, Licht und Sonne und Freude braucht. Waisenkinder aus der Ukraine, Waisenkinder aus dem Lande selbst, wTurden hinausgebracht aufs Land. … Nur wenige Probleme aus dem heiß pulsierenden, auf dem engen Raum des jüdischen Bodens komprimierten Leben in Palästina, die in nahem Zusammenhang mit der Ausstellung der „Hygiene der Juden" stehen, sollten hier gestreift werden. Aus ihnen geht aber schon mit entschiedener Deutlichkeit hervor, daß in Palästina ein großzügiger, zielbewußter Versuch der Selbstregeneraiion des jüdischen Volkes vor sich geht, daß in Nöten und Kämpfen, in Foiischritlen und Rückschlägen, doch unbeirrbar die Erneuerung des jüdischen Menschen auf alter geheiligter Erde sich zeigt.
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Sicherlich ist es übertrieben, zu behaupten — wie es bereits viele tun — daß die Messe eine neue industrielle Epoche in Palästina gezeitigt hat; doch besteht ihr Verdienst darin, daß sie konzentrierte, was im ganzen Lande erzeugt und geschaffen wird. … Die größte Abteilung der Messe nahm natürlich die Landwirtschaft ein und die landwirtschaftliche Industrie, denn nur diejenige Industrie kann in Palästina auf Erfolg zählen, die mit der Landwirtschaft in Verbindung steht. So waren die Erzeugnisse der mehr als 30 Kwuzoth geschickt ausgestellt.
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Infolge eines Vertrages mit der Regierung ist die Gesellschaft in Allith verpflichtet, drei Jahre lang alles erzeugte Salz dieser zu verkaufen; die Gesellschaft begann bereits mit der ersten Lieferung. Seit dem vorigen Jahre hat sich der Salzimport nach Palästina verringert. Ebenso aussichtsreich wie die noch junge chemische Industrie ist die kunstgewerbliche. Ein für Ercz Israel vielversprechender neuer Industriezweig ist Tcxtil Fabrikation.
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20 MENORAH Anna Kellner / Reiseskizzen aus Palästina UNTERWEGS Das Wetter ist herrlich, Himmel und See blau, die Luft rein, balsamisch nach der rauchgeschwängerten, feuchtkalten Atmosphäre in Wien. … Um die Mittagszeit machen wir die Bekanntschaft zweier Amerikaner, deren Namen einen guten Klang haben: es sind Miß Henriette Szold und Mr. Mohl, die so unendlich viel für die Juden in Palästina getan haben. Sie bleiben unsere Reisegefährten. In der dritten Klasse fallen uns ein paar bildschöne Kinder auf. Wir erkundigen uns beim Steward, wer sie sind.
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20 MENOR AH ERSTE ANSIEDLUNG IN PALÄSTINA (Einsendung f. d. photogr. Preisatissctircihe.i — P.seiui. „Kwuz.-iti") hingebungsvollerer Arbeit von Seiten der Ärzte und Pflegerinnen rühmen als diese Anstalten. … Sie haben drei Kinder, aber ein großer Teil ihres Vermögens wandert nach Palästina. Die Frau hat diesmal ihren herrlichen, äußerst wertvollen Schmuck mitgenommen, um ihn zu verkaufen und den Erics für Palästina zu verwenden.
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Die Kleine weist sie zurück: „Ich esse nur Schokolade, die in Palästina gemacht ist", antwortet sie, ebenfalls auf Hebräisch und bleibt fest. Am Nachmittag bekomme ich den Besuch eines jungen Mädchens, das vor wenigen Wochen nach Palästina gekommen ist, um da in einer Mädchenkwuzah. zu arbeiten. … Wir hatten einen interessanten Mitreisenden, einen jüdischen Ingenieur aus England, der in Palästina den Krieg mitgemacht hatte und jetzt eine Stelle bei der Regierung bekleidete. Und in Palästina ist er geblieben, zum Entsetzen seiner Eltern, die es nicht verwinden können, daß er das harte, frugale Leben in Palästina einem angenehmen, behaglichen Dasein in England vorzieht.
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Wie sieht zum Beispiel die Energiewirtschaft Palästinas aus. das heißt, wie ist es in Palästina mit der Beleuchtung, mit Heizen und Kochen, mit mechanischer Kraft für Gewerbe und Industrie, mit Straßen- und Vollbahnen bestellt? … Auch Reparaturen sind in Palästina kostspielig, sie werden aus Mangel an guten Werkstätten nicht immer sorgfältig ausgeführt und sind dann ihrerseits die Quelle von Verlusten und von Ärger.
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Das ist ein Moment, das nicht nur die Aktionäre der Gesellschaft angeht. Kolonialländer wie Palästina bedürfen zu ihrem Aufbau der weitgehenden Mitwirkung des europäischen und amerikanischen Kapitals. Eine Finanzierung ist aber bekanntlich nur durchführbar, wenn eine ausreichende Verzinsung zu erwarten steht. … Es ist das schrecklich, ganz schrecklich bedauerlich — in den Augen aller europäischer Zionisten, die nicht nach Palästina auswandern wollen, aber es ist Tatsache: der palästinensische Jude steht „seiner" Regierung genau so gegenüber, wie etwa der zaristischen.
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254 M E N O R A H PALMEN IN PALÄSTINA Von NADJA ORNSTEIN Palästina brachte mir das Erlebnis der Palme. Gewiß, ich hatte Palmen schon vorher gesehen. Aber clie in glasgeschützten Wintergärten und dämmerigen Salons, in überhitzten "1 reibhäusern und abgezirkelten Parks, -waren denn das auch Palmen gewesen?
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Musik in Palästina Von Markus Reiner Wir freuen uns, unseren Lesern wieder einmal einen Originalberichl über das Musikleben in Palästina bieten zu können. … Aus dieser wird dann die allgemeinere Musiksituation zu entnehmen sein, die Gastkonzerte berühmter Virtuosen in Palästina usw., während es sich diesmal um ganz spezielle Erscheinungen handelt. Nun ist der europäische Leser gewöhnt, Nachrichten über Kultur- und Kunstleislungen in Palästina fast immer mit dem unsinnigen Beigeschmack einer romantischen Einstellung vorgesetzt zu erhalten, als ob es bei solchen Kunstwerken vor allem auf die nationale Gesinnung ankäme.
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