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<>\:> Dr. Theodor Herzl: Palästina. 616 Von der Palästinareise der zionistischen Delegation. Mächtig war der Eindruck von Jerusalem. Noch in ihrem heutigen Verfall sieht man die Spuren einstiger Schönheit.
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617 Dr. Theodor Herzl: Palästina. 618 reichen die Mittel auch der grossmütigsten und reichsten Einzelnen nicht aus. Nun können wir ein ganzes Volk dahintersetzen: ein Volk, dessen Existenz wir durch unsere grosse zionistische Bewegung zeigen; ein Volk, das diesem verwahrlosten Boden die alte Zärtlichkeit bewahrt hat, wie einem kranken Angehörigen.
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Das klassische Beispiel eines jüdischen Kolonisten begegnete uns in Rechoboth in einem Manne, der jahrelang in einer altehrwürdigen Gemeinde in Süddeutschland als Klausrabbiner gewirkt hat.'1] Vor 13 Jahren, er stand bereits an der Schwelle des Alters, entschlossen sich er und seine Frau nach Palästina auszuwandern, um dort Bauern zu werden. Dieser inoffizielle Rabbiner von Rechoboth lehnt jede Titulierung ab. Er will nichts anderes sein und heissen als Bauer und fühlt sich in diesem Beruf glücklich und zufrieden.
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Von amerikanischen Juden ist dieses Institut mit einem Kapital von 20 000 Dollars gegründet und dafür ein jährliches Budget von 10 000 Dollars garantiert worden. Ihr Leiter ist der Botaniker Arons o n , der in Palästina den Urweizen entdeckt hat. Im Anschluss hieran sei das von N a t h a n S t r au s s zur Bekämpfung der Malaria in Palästina begründete und von Dr. … Mit Aronson nicht zu verwechseln ist der gleichfalls rühmlichst bekannte Zoologe A h r oni, der in Palästina viele bisher unbekannte Tierarten aufgefunden hat. Der Weg zwischen Atlit und K a i f a gehörte zu den schönsten Partien unserer Reise.
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487 .Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 488 zu ermessen, die diese jüdischen Kolonien für Palästina besitzen. Noch mehr aber bedeuten diese Leistungen für uns Juden im Abendland. … Geradeso wie es in unseren Grossstädten türkische, japanische und andere Basare gibt, würde sich auch mit Erfolg ein jüdischer halten lassen, in dem man die prächtigen gewerblichen Erzeugnisse des „Bezalel" und des übrigen jüdischen Palästina, ferner die bekannten Arbeiten der Juden in Damaskus u. a. zu kaufen bekäme. Gewiss, noch bescheiden ist, was bis jetzt in Neu-Palästina geschaffen worden, winzig, an amerikanischem Massstab gemessen, aber — es ist j ü d i s c h und eröffnet weite Perspektiven für die Zukunft des Judentums.
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459 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 460 nach Palästina zogen und die Kolonie Katra gründeten. Er .besitzt mehrere russische Orden, darf seinen Sohn in Petersburg studieren lassen und gibt auch den Schiedsrichter ab bei den verschiedenen Prügeleien unter den Angehörigen der zahlreichen in Palästina vertretenen russischen religiösen Sekten. … Vom Postamt begibt man sich in das jüdische Gasthaus in Jaffa. Ueber das jüdische Hotelwesen in Palästina darf man das Urteil fällen, dass es jedem, der die jüdischen Speisewirtschaften anderwärts, z. B. in Italien, durchgekostet hat, eine angenehme Ueberraschung bereitet.
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Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 466; Der Jordan. (Spezialaufnshme für „Ost und West".) man einem Pärchen sonderbarer Nachtschwärmer. Man will nämlich die Nachtwächter kontrollieren.
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469 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 470 Palmengarten in Rischon le Zion. (Spezialaurnalime für „Ost und West".) deren Anblick den Höhepunkt aller unserer Rciseein- Francs geschätzt wird. … Diese Kolonien sind eine mittelbare Wirkung zahlreichen, sehr schweren Opfern. Wenn man die Karte von Palästina überblickt, den ganzen Westen entlang südlich von Jaffa angefangen bis hinauf nach Kaifa, ferner die Gegend, rings um den Tiberias-See und nördlich davon bis hoch in den Libanon hinein, so sieht man. dass alle diese Gegenden mit einem Netz jüdischer Siedlungen überzogen sind, das sich zum Teil auch schon östlich über den Jordan hinauswagt.
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"473 Dr. Max Grunwald: Das neue Palästina. 474 (8p e Rechoboth. Jüdische Kolonie. i laufnahme für „Ost und West melt Beiträge, die zu 6% verzinst werden. Oder man gibt .Aktien zu 500 Mark aus.
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Geldsendungen für den zu bildenden Fonds: An die Redaktion der Zeitschrift: „Palästina'4 Berlin-Halensee. Ringbahnstr. 125. Berlin-Wien, 2. April 1902.
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127 128 DIE ENTDECKUNO VON JPALAESTINA. Von Martin Buber. Wie viele Juden haben Palästina in der Seele? Wohlgemerkt: nicht „die Heimstätte", sondern Palästina; und nicht im Geiste, sondern in der Seele. Oder noch deutlicher: wie viele Juden sehen Palästina? … Wir leben Man sollte hinfahren, nicht bloss „um Land und Leute kennen zu lernen", sondern um ein eigenes Palästina in die Seele zu bekommen. Das können freilich nur wenige. Jener Freund wollte daher nach Palästina gehen, um es in sich aufzunehmen?
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Dieser Weg ist das Bild im engeren Sinne: das Gemälde, die Zeichnuog, die Radierung. Die Maler haben bisher Palästina in der sogenannten orientalischen Manier gemalt, mit glühendem Farbenreichtum und unsäglicher Stimmungsarmut. Wir warten noch auf den Künstler, der uns ein jüdisch gesehenes Palästina geben wird. … Ich meine die Radierungen und Zeichnungen Hermann Strucks, die Adolf Friedemanns Buch „Reisebilder aus Palästina" (Verlag von 'Bruno Cassirer, Berlin 1904) begleiten. Ueber den Text zu sprechen, der instruktiv und gut geschrieben, von konkreter Sachlichkeit erfüllt und von einer starken'Gesinnung getragen ist, ist hier nicht der Ort.
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Weiter erwähnen wir aus dem Inhalt der Zeitschrift» Mitteilungen über die Begründung; eines wirtschaftlichen Komitees für Palästina mit dem Sitze in Berlin, welches eine Reihe der besten Namen aufweist uifcl, wie uns bekannt, in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits nicht unerhebliche Arbeiten geleistet hat; besonders eine Palästina-Bibliographie, deren Spezialität die Sammlung von Zeitungsartikeln und amtlichen Nachrichten der verschiedenen Kulturstaaten aus allerletzter Zeit bildet. … Es lagen die folgenden 5 Thesen zur Abstimmung vor: 1. Ist die Bitte um Rückkehr nach Palästina in unsere Gebete aufzunehmen? 2. Soll um Herstellung des Tempels und des jüdischen Staates, selbst wenn wir nicht dahin zurückkehren wollen, gebetet werden?
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IL Als Mittel zur Erreichung dieser Zwecke werden empfohlen: Die Belebung der bestehenden Palästina-Kolonisations- Vereine durch eine kräftige Propaganda und die Gründung neuer Vereine dieser Art; das Zusammentreten und die zentrale Organisation aller Kolonisationsvereine; der loyale Zusammenschluss letzterer mit allen jüdischen Körperschaften, die sich für Palästina interessieren, und die Herbeiführung einer dauernden Verständigung unter denselben zwecks einheitlicher Führung des Ansiedelungswerkes. … Die Versammlung spricht dem Baron Edmund Rotschildschen Palästina-Komitee und der J. C. A. für ihre bisherige Tätigkeit, durch welche das jüdische Ansiedelungswerk im Orient begründet und gefestigt wurde, ihre wärmste Anerkennung aus.
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Alfred Nossig: Ueber die Notwendigkeit von Erforschungsarbeiten in Palästina. — Das Berliner Komitee zur Erforschung Palästinas und erste Mitteilungen desselben. — Industrien in der Türkei. — Dr. … Das schön ausgestattete Heft enthält auch Illustrationen, Kartenskizzen und eine grosse Zahl von Anmerkungen. „Palästina" wird im Umfange von ca. 40 Seiten sechsmal im Jahre erscheinen. Rembrandt. (Berliner Museum.) Rabbiner. Jüdische Abgeordnete in Ungarn.
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Theodor Herzl, in Kairo gewesen sein, um dort wegen der Erwerbung eines zu Palästina gehörigen, aber unter ägyptischer Oberhoheit stehenden Stückes Landes zu unterhandeln. Es kann sich bei den Verhandlungen nur um den schon länger in der Debatte stehenden Landstrich El Arisch*) im äussersten Südwesten von Palästina, im sogenannten Aegyptisch-Palästina, handeln. Der Landstrich ist ca. 1000 qkm gross *) Vergl. den Artikel „Ein vergessenes Stück Palästina" in No. 1 Jg. 1901 von „Ost und West0. und hat eine Bevölkerung von nahezu 5000 Menschen, wovon 3546 allein auf die Stadt El Arisch entfallen.
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Herzl ist ein Autokrat, das grosse Aktionskomitee ist bisher gröblich vernachlässigt worden, es hätte viele falsche Schritte verhindern können, der osteuropäischen Hauptmasse des Zionismus ist der ihr gebührende Einfluss vorenthalten worden, wir tun in Palästina nichts, ja hindern die Gegenwartsarbeit, die Aufsicht über die Tätigkeit der jüdischen Kolonialbank in zionistischem Sinne ist ungenügend, und so häufte sich weiter eins aufs andere. … Wenn man sagt, die Leitung vernachlässige die Arbeit in Palästina, so heisst das, Herzl vernachlässigt die Arbeit in Palästina. Und darum fordern wir als ein Gebot der Gerechtigkeit, dass Herzls Anschauungen nur nach Herzls Aeusserungen beurteilt werden.
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Zunächst ist alles, was zionistisch genannt wrird, geeignet, unzutreffende Vorstellungen zu erwecken. Man denkt an einen utopischen Judenstaat in Palästina, und hat die Sache damit abgethan. Aber nicht das ist Zionismus. Zionismus ist eine mangelhafte Bezeichnung, für die man freilich eine bessere bis zur Zeit noch nicht gefunden oder doch noch nicht allgemein acceptiert hat. … Es kann nicht nachdrücklich genug darauf hingewiesen werden, dass die Ueberführung eines Teiles der jüdischen Nation nach Palästina zu unrecht als „das" Ziel der zionistischen Bewegung betrachtet wird, und auch, dass die Identifizierung der zionistischen Bewegung oder Idee und der zionistischen Partei ein Unrecht gegenüber der ersteren bedeutet.
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Ich sehe ja nur ein schwarzes Gespinst, ein schwarzes Tuch — ein Leichentuch. Und drunten ruht unser toter Fürst, unser Herzl ... PALASTINA. Von Dr. Theodor Herzl.*] Wir sind nicht als Vergnügungstouristen, auch nicht als Forschungsreisende nach Palästina gegangen, sondern wir hatten einen bestimmten politischen Zweck. … Bodenheimer und Ingenieur S*. Seidener bestehende zionistische Deputation nach Palästina, wo sie einer vorher getroffenen Vereinbarung gemäss von Sr. Majestät dem deutschen Kaiser empfangen werden sollte.
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Ein Zeitgenosse von ihm war P et ach ja ben Jakob aus Prag, der von 1175 —1190 von Regensburg durch Polen, Russland, das Chazarenreich, Armenien, Medien, Persien, Babylonien und Palästina reiste und dann über Griechenland zurück kam. Seine Notizen hat sein Landsmann Jehuda ben Samuel, der Fromme, unvollständig und ohne Ordnung aufgezeichnet. … Mit kritischer Schärfe und seltener Beobachtungsgabe bestimmt dieser Geograph die Lage von Jerusalem, die palästinensischen Gewächse usw. Solche Palästinageographen und Palästina-Schriftsteller des Mittelalters waren noch der Kabbaiist B. Jizchak ben R. Joseph aus Aragonien, R. Elia v. Ferrara, der weit bekannte Erklärer der „Mischna" R.