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Siegfried Bernfeld: Das europäische Erziehungsvorbild und die jüdische Gegenwart 383 des Auswanderungsamtes sein, dafür zu sorgen, ungeeignete Personen von der Gründung von Auswanderergruppen zurückzuhalten und nur solche Personen bei der Gründung von Auswanderungsgruppen zu unterstützen, von denen zu erwarten ist, daß sie der Gruppe einen gesunden Geist einflößen werden. In Palästina soll ein Zusammenschluß aller Genossenschaften von gleichem oder ähnlichem Typus zu Genossenschafts-Verbänden angestrebt und überhaupt in jeder Beziehung auf die Gründung von Gesamtvertretungen der einzelnen Berufe hingewirkt werden.
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Siegfried Bernfeld: Ein pädagogisches Forschungs-Institut in Palästina 465 SIEGFRIED BERNFELD / EIN PÄDA¬ GOGISCHES FORSCHUNGSINSTITUT IN PALÄSTINA ■ie immer man zum Plan einer Universität in Palästina stehen mag*), V V mit dem Beschluß der zionistischen Jahreskonferenz Juli 1920 darf man zufrieden sein: es soll zunächst im Lande eine Anzahl von kleinen Forschungsinstituten eingerichtet werden. … Für dies oder jenes gilt es jedenfalls noch nicht einzutreten, sondern nur dafür, daß die beschlossenen Institute auch wirkliche werden, daß nur solche gegründet werden, die das Land im jetzigen Augenblick verträgt, und alle, die es braucht Vielleicht werden jetzt allerhand kluge oder törichte Vorschläge ausgeschrieen werden; vielleicht wird mancher, der für seine Liebhaberei kein Gehör in Europa oder Amerika findet, für sie wenigstens in Palästina eine Zufluchtsstätte zu suchen beginnen; aber bei allen diesen Gründungsfragen wird doch ein strenges Maß gegeben sein für Brauchbarkeit, Dringlichkeit* oder Möglichkeit eines konkreten Vorschlages in den nächsten Bedürfnissen des sich entwickelnden Landes, seiner wachsenden Bevölkerung.
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Siegfried Bernfeld: ist und täglich wichtiger in ihm wird: um das heutige Erziehungswesen und seine Lehrer, um die Entwicklung des heute Bestehenden zu dem schon heute als unerläßlich nötig eingesehenen. Man ist in Palästina selbst mit dem vorhandenen Schulwesen, mit dem Durchschnitt der in ihm tätigen Lehrer unzufrieden. Man hat das Empfinden» als wäre nun die erste Periode der pädagogischen Entwicklung abgeschlossen, ein Zeitraum von 15, wenn man will 30 Jahren, in dem geleistet wurde, was vor allem nötig war: die Hebraisierung, und als stünde man nunmehr vor einem neuen Abschnitt, dessen Inhalt noch nicht eindeutig und einstimmig bezeichnet werden kann, in dem es sich aber doch irgendwie um die Erziehung zur Arbeit und zur sozialen, zur gemeinschaftsbildenden Gesinnung handeln wird.
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Zum Schluß möchte ich nochmals rekapitulieren, daß die beiden Formen der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina — und nur diese kommt bei den geringen Entwicklungsmöglichkeiten von Gewerbe und Industrie in den Städten in Frage —, die der Pflanzungskolonisation mit der Produktion hochwertiger Erportfrüchte und die der Ackerbaukolonisation mit der Produktion des nötigen Eigenbedarfs des Landes sich ergänzen müssen, und zwar in der Weise, daß für absehbare Zeiten erst einmal die Ackerbaukolonien an Zahl und Umfang der Produktion für,die nächste Periode das Obergewicht gegenüber den Pflanzungskolonien erhalten müssen.
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Elias Auerbach: Entwicklungsmöglichkeiten der jüdischen Bevölkerung in Palästina Regierungsbeumdster Baenvald: Bauprobiene in Palästina Dr. Simon Bentfeld: Die religiösen Richtungen in Palästina Dr. … Ussisehkin : Palästina und andere Länder Prof Dr. O. Wart) uro: Kulturpflanzen in Palästina L. WavzawsM: Verlagswesen und Presse in Palästina.
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D r. Jellin: Die hebr. Sprache in Palästina. S. Joffe: Sanitätswesen in Palästina. Dr. Bernh. Kahn: Die Arbeit deS Hilfsvereins deutscher Juden in Palästina. S. … Frau Sarah Thon: Jüdische Frauenarbeit in Palästina. M. Ussischkin: Palästina und andere Länder. Prof. Dr. Otto Marburg: Kulturpflanzen in Palästina. L. W a r s z a w s k i: Presse und Verlagswesen in Palästina.
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Schweinfurth, Berlin ........ .184 Die kolonisatorische Arbeit in Palästina von Pastor O. Eberhard, Kotelow 187 Die Schulfrage in Palästina von Dr. E Müller, Jaffa . . 205 Komunale Selbstverwaltung in der Türkei von Dr. B. Tannenwald, Hamburg 218 Die Weinkrise in Palästina von Fritz Lorck, Jaffa-München . . . 215 ii
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Und wenn man noch die Rohprodukte aller Art in Betracht zieht, an denen Palästina keinen Mangel hat, so muß man bei unbefangenem Urteile zugeben, daß die Möglichkeit ausgedehnter und mannigfacher Industrien für Palästina in hinreichendem Maße gegeben ist Aber außer diesen von den im palästinensischen Boden verborgenen Mineral- und Bodenschätzen sich darbietenden Industriemöglichkeiten ist Palästina mit noch vielem anderen ausgestattet, von dem wir nur einiges erwähnen wollen. — In Palästina als einem am Ufer eines großen O/eans gelegenen Landes bietet die Seefischerei eine große industrielle Möglichkeit dar. … Sehr großer Ausdehnung fähig ist noch in Palästina das Müllereigeschäft, das schon jetzt in beträchtlichem Maße in jüdischen Händen sich befindet. Wie die Zeitungen berichten, kommen die modernen Dampfmühlen in Palästina immer mehr in Gebrauch und verdrängen die alten bis auf den heutigen Tag noch an manchen Orten gebrauchten Handmühlen vollständig.
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Aufruf Die jüdische Arbeiterschaft in Palästina arbeitet und kämpft für den Aufbau einer neuen Gesellschaft. Getrieben von dem Gefühl der Unerträglichkeit der bisherigen Lage ihres Volkes, ringt die jetzt auf 30000 Köpfe angewachsene jüdische Arbeiterschaft in Palästina um nationale und soziale Regeneration. … Zuschriften sind erbeten an das „Sekretariat für die Konferenz der Freunde des arbeitenden Palästina", Berlin-Charlottenburg, Joachlmsihaler Strafee 38
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Agnon, Der Verstossene (Aus dem Hebräischen von Max Strauß) 404, 500, 583, 658, 704 _ Die Geschichte von Rabbi Gadiel dem Kinde............. 31 Paul Amann, „Assimilation" in Frankreich . ............. 140 Arjeh ben Menachem, Einschaltung des W'adar............ 100 Elf ri de Berge 1 - Gro n em ann, Jüdische Wege............ 396 - Siegfried Bernfeld, Aus einem jüdischen Kinderheim......... 309 — Ein pädagogisches Forschungsinstitut in Palästina........... 465 Moritz Bileski, Das Kompromiss des deutschen Judentums . ....... 20 — Die Wirkung des Kompromisses.................. 85 Max Brod, Heidentum, Christentum, Judentum............. 16 Martin Buber, In später Stunde.................. 1 — Zwei Wundergeschichten.................... 156 — Lehrer und Schüler....................... 511 Helene Hanna Cohn, Die jüdische Frau in Palästina .......... 317 Albrecht Heitmann, Die Geschichte der österreichisch-jüdischen Kohgreßbewegung (Zur Frage der nationalen Minderheitsrechte der Juden) 204, 389, 634, 685 Theodor Herzls Verhandlungen mit dem türkischen Sultan........ 9 Theodor Herzl über Uganda ................... 448 S. … BEMERKUNGEN: Moses Beilinson, Von den rus- Oskar Epstein, Das Verhältnis sisch-jüdischen Beziehungen . . 722 zwischen jüdischer Palästina-und Max Brod, Jüdische Schule . . . 345 Landespolitik....... 230 J. H. C.astel, Die Araber in Palästina 414 N. M. Gelbe r, Ein Projekt einer Ju~ Helene Hanna Cohn, Arthur denkolonisation in Palästina aus Ruppin..........166 dem Jahre 1840;......■ 595,
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Darum rufen wir alle, die sich mit diesem 2iel solidarisch wissen auf, die diesjährige Aktion des Palästina- Arbeiter-Fonds mit allen Kräften zu unterstützen. Der Palästina-Arbeiter-Fonds ist seit dem dritten Kongreß der allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation (Histadruth Haowdim Haklalith) von dieser übernommen und somit gemeinschaftliches AVerk aller jüdischen organisierten Arbeiter in Palästina ohne Unterschied der Partei geworden. … Aber sein Ziel ist groß. Der Palästina-Arbeiter-Fonds (baut nicht von heute auf morgen, obwohl er viel tägliche Not zu lindern hat. Der Palästina-Arbeiter- Fonds baut für die Zukunft einer starken palästinensischen Arbeiterschaft.
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Ä'ugutf 1933 We\de*ides S\4&-J4\aa£ vUiwäcÄeiit&cfa P6£ä3t(HA-&Mit60l de\ „JiOitMe" Jleue Industrieanlagen in Palästina fn den letzten Monaten tvurden in Palästina die folgenden neuen Unternehmungen ins Leben gerufen: 1. Farben: Zwei Farben«, Lack- und Firnisfabriken, die eine in der Nähe von Rechüboth, die andere bei Haifa, sollen in nächster Zeit errichtet werden. … Kuratorium der hebräischen Universität zum erstenmal nach Palästina einberufen Jerusalem. Die nächste Sitzung des Kuratoriums (Board of Governors) der Hebräischen Universität wurde für Oktober, diesmal zum erstenmal nach Palästina, einberufen.
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Seile 3 Nr. 4 JÜDISCHE ZEITUNG Biawiaättterem eine AusbiMungsmöglictüfleit in Palästina selbst zu bieten. Als beste Form für die berufliche Auslese erscheint uns die Organisation von örtlichen Auswanderungsgruppen- Die Gruppenausvvanderun? ' bietet gegenüber der Einzelauswandorung folgende Vorteile: 1. Sie schafft dem Einwanderer in Palästina Anlehnung an Bekannte und Berufsgenossen aus seiner Heimat und schützt ihn vor Fremdheit und Vereinsamung. 2. Sie bildet einen Kern für gemeinsame wirtschaftliche Betätigung der Mitglieder der Gruppe in Palästina, z.
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Bodenheimer teilt mit, der Nationalfonds habe Vorsorge getroffen, daß der gestrige Lichtbildervortrag über Palästina und die Bilder allen Nationalfonds-Kommissaren und Vereinsvorsitzenden zur Verfügung gestellt werden. Ferner teilt er mit, daß Herr Kahane 35000 Mark für jüdische Ansiedlungszwecke in Palästina gespendet hat. … Marburg erwidert aus die seitens der poalezionistischen Gruppe gegen das Palästina-Amt vorgebrachten Beschwerden und wendet sich gegen die Ankl. gen, die Herr Kann in seinem an den Kongreß gerichteten Schreiben gegen manche Unternehmungen des Palästina-Ressorts erhebt.
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Nr. 36 Dr. Bloch's Hilfskommifsion für Palästina. Gott lohne jede, auch die bescheidenste Gabe! D'p'iss bw pBDa-iöiinni inrdn .im» nmb'i - Für die „ Hilfskommis fion 1915" u. .Iriegsfpitälshilfe für Palästina"- Raöb. … Adreffe für sämtliche Zuschriften: „Hilfskommission 1915" und Oesterreichisches „Landeskomitee für. Palästina", Wien, IV., Frankenberggasse 14, oder -k. k. Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, II., -Obere Donaustraße 109, für" „Kriegsspitalshilfe für Palästina".