-
Frick saß. * Der englische Konsul in Warschau machte dem Warschauer Palästina-Amt soeben die Mitteilung, daß die Palästina-Regierung ihm eine Instruktion betreffend etwa 400 Palästina-Einwanderungsbewerber der sogenannten Kapitalistenklasse gesandt hat des Inhalts, daß jeder Bewerber als Depositum an einer der bevollmächtigen Banken 1000 Pfund einzuzahlen habe, und erst, wenn das geschehen ist, seine Bewerbung um Zertifikat und Visum in Behandlung gezogen, werden könne. … Die übrigen Einwanderer haben als Beamte und Angestellte Beschäftigung gefunden. » Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, hat die Palästina-Regierung neue Vorschriften über die Zulassung zur ärztlichen Praxis in Palästina ausgearbeitet die dahin gehen, daß in Zukunft nur noch palästinensischen Bürgern die Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Praxis erteilt werden soll.
-
Die praktische Bedeutung des Konflikts Argentinien-Palästina war überaus gering, da sich die überwiegende Mehrheit der auswandernden Juden weder nach Argentinien noch nach Palästina, sondern fast aussschliesslich nach den Vereinigten Staaten wandte. … Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kmdler Verlag G.m.b.H., München Henry Torres gestorben nis durch, dass eine engere Zusammenarbeit mit der Alliance Israélite Universelle notwendig sei, um diese und auch Baron Hirsch für eine Förderung der Kolonien in Palästina zu gewinnen. Am 16. Juli besuchte eine Delegation der Chowewe Zion Baron Hirsch, um ihm ihre Kolonisationspläne für Palästina vorzutragen.
-
Zu diesen Menschen gehört auch der kon fessionslose Herr Julius Braunthal aus Wien, der kürzlich ein Zertifikat nach Palästina — vielleicht bekommen hätte, wenn wir nicht Lärm geschlagen hätten. Immerhin wurde Herr Braunthal von der Arbeiterschaft gefeiert, Nun ist er wieder in Europa und ist Fachmann in den Fragen des Palästina-Mandates. Er orakelt nun in der Londoner Zeitung „The News Chronicle“: „Kein vernünftiger Jude gl a ub t, daß Palästina j e* an a 1 s ein Judenstaat werden kann. Die Juden wünschen in Palästina eine Heimstätte, wie sie ihnen in der Balfour-Deklaration versprochen und im Mandat versprochen ist.“ Nun, wir gestehen: Wir sind so dumm, an den Judenstaat zu glauben.
-
L. P e r 1 z w e i g, einen Bericht über die Lage in Palästina erstattet, dem wir das folgende entnehmen: Seit dem tragischen Margen des 9. April in «Jaffa, sind über fünfzig Juden in Palästina kaltblütig hingemordet worden. … Es wäre ein entscheidender Schlag gegen die gesamto Rechtsauffassung in Palästina. Außerdem wäre die Einwandorungssperro, im Moment, in dem die königliche Kommission im Begriff ist, sich nach Palästina zu begeben, ein doppelter Fehler.
-
Von 59 Touristen, die soeben im Jaffaer Hafen mit dem Dampfer «Patria* aus Konstantza eingetroffen sind, durften zehn Touristen auf Veranlassung Hyamsons das Land nicht betreten. Wichtig für Palästina-Touristen Das Zionistische Informationsbureau für Touristen in Palästina hat einen «Führer durch das neue Palästina* herausgegeben, welcher die wichtigsten Daten nicht nur aus der Geschichte Palästinas, sondern auch über den neuen Aufbau des Landes bringt. … Grieoh«nland, Rhodos, Cyparn, gynen, Palästina und Aegypten — Jeden Ta« eine andere Htaflt. otn neues Land — sehen die Teilnehmer der PAO-Hcaen für wontfr Geid In kurzer Zelt!
-
Der künstliche Trennungsstrich, den man früher — und sogar noch im letzten Jahre — zwischen ״deutsch-jüdischen“ Interessen und Palästina-Interessen zu ziehen versuchte, ist eine Illusion. Auf dieser Tagung der Reichsvertretung wurde nicht von Palästina gesprochen, um so mehr aber in den Couloirs. … Die Palästina״Artikel des *,Angriff" Die Artikelserie des ״Angriff“ ״Ein Nazi fährt nach Palästina“ hat mit der 12. Fortsetzung am 9.Oktober ihren Abschluß gefunden. Der Artikel trägt zwar die Fußnotiz ״Fortsetzung folgt“.
-
Abschnitt für Abschnitt enthält niedrigste Angriffe gegen die Gegner und eine unerträgliche Selbstüberschätzung, wobei darin nicht einmal die geringste Spur eines konstruktiven Zwecks zu finden ist." Palästina stellt sidi politisch um (Von unserem Palästina korrespondenten) Jerusalem, Anfang Februar. Das öffentliche Leben im jüdischen Palästina steht noch heute unter der Herrschaft der auf Klassenkampf eingestellten Arbeiterpartei Poale-Zion und ihrer Gewerkschaft „Histadruth". … Die Anhänger der Zweiten Internationale im jüdischen Palästina beginnen den Umschwung zu wittern. Der letzte Kongreß brachte ihnen große Erfolge, ja das Privileg der Führung der zionistischen Politik.
-
An uns wird es sein, mehr in 20 Jahren zu erreichen als dieses Mindestmaß. Wenn wir in einem Jahrfünft, in einem Jahrzehnt in Palästina ein tüchtiges Stück vorwärts gekommen sind, dann können wir hoffen, daß das jüdische Werk in Palästina auch von sich aus eine so starke Anziehungskraft auf wandernde Juden ausüben wird, daß unsere Aufbauorgane die Einwanderung nicht mehr hineindrücken müssen, sondern daß sie von selbst strömt. … Oberstes Gesetz bleibt freilich, daß wir eine Einwanderung haben müssen. Unsere natürliche Vermehrung in Palästina ist nur deshalb so Koch* weil wir eine starke Einwanderung junger Xeute haben. Sobald wir weniger junge Leute nach Palästina bringen, sinkt unsere Geburtenziffer.
-
Der Grundgedanke ist der, weitere Kreise der jüdischen Jugend als bisher, heranzuziehen, sie in ganz bestimmter Weise auszubilden und arbeiten zu lassen, und so auf ihre Aufgaben hier und in Palästina vorzubereiten; Hand in Hand, damit ihren Nationalismus so zu intensivieren, daß er zum zentralen, absolut bestimmenden Erlebnis ihrer Jugend wird. — Weiterhin hat sich die jüdische Jugend in Oesterreich enger zusammcngcscMosscn und im Mai dieses Jahres ihre erste Tagung, den österreichischen Jugendtag, in Wien gehabt, den Siegfried Hemfeld leitete. Siegfried Bentfeld ist auch der Herausgeber der Zeitschrift „Jerubbaal", die „den Zusammenhang zwischen den in Deutschland, Oesterreich, Polen und Palästina lebenden Mitgliedern einer (zu gründenden) Jugendgemeinschaft der gesamten jüdischen Jugend herstellen soll. — In Deutschland ist nach dem verunglückten, auch völlig außerhalb unseres Weges liegenden Versuch, mit neutralen, liberalen und orthodoxen Verbänden einen Gonnex nt finden, ein engerer Zusammenschluß der nationaljüdi-
-
Das kleine Palästina war für den grossen Zustrom von wissenschaftlich ausgebildeten Einwanderern nicht entwickelt genug, so dass eine Umstellung — oft sogar Umschulung — für viele von ihnen notwendig wurde. … Die Diskrepanz zwischen 'Ideal und Wirklichkeit, mit der die Palästina-Einwanderer konfron. tiert wurden, schlug sich auch in Lyrik, Prosa und anderen Literaturgattungen nieder, von denen eine Auswahl in diesem Kapitel vorgestellt wird.
-
Dann sind die Schranken da, die verhindern, Keß die Hingabe an diese Ideen im Sinne der Zerstreuung wirkt, daß sie aus dem Lsdentum heraLsführt. Wenn wir aufhören, Palästina um der Diktatur des Geistes zu erstreben, oder in klarer Erkenntnis unserer heutigen Situation irgend höher zu stellen als das, was die Freiheit und Selbständigkeit unseres Volkes yyg an« verlangt, dann können wir unsere Herzen und Sinne weit öffnen für alles, sLs uns aus der fremden Welt entgegenströmt, dann werde jedem der Bildungsiwff zugefübrt, der seine Persönlichkeit zur Entfaltung bringt. Wenn wir nicht so ein Primat des Judentums anerkennen, wobei jeder in das Judentum sein zersönlichstes Erleben hineininterpretiert, sondern ein Primat der unter allen Laftänden zu erringenden Freiheit und Selbständigkeit unseres Volkes in Palästina, Harm find Kant und Fichte, Leonhard, Frank und Wyneken ein guter Erziehungsßsff für uns. ' v " ES gibt für uns dreierlei Art Fichte und Kant, Leonhard Frank und Wyneken js Mat.
-
Sie haben unter ungeheuren Opfern Lehrfarmen und Lehrwerkstätten aufrechterhalten und neugegründet, um für Palästina das bestausgebildete Menschenmaterial stellen zu können. Hier in Wien verfallen die jüdischen Schlosserwerkstätten in der Apostelgasse und das Chaluzheim im Kahlenbergerdorf, einst der Stolz der Wiener Zionisten (selbstverständlich neben der „Hakoah"), wird verkauft. Statt dessen wird als Erfolg der „Palästinaarbeit" die Hakaohreise nach Palästina hingestellt. Es wird endlich Zeit, daß mit diesem Bluff der „Hakoah in Palästina" endgültig aufgeräumt wird. Hazair.
-
Die Ausziehenden, die eigentlich immer Europa meinen, wenn sie Palästina sagen, sind in der umgekehrten Gefahr, mit dem Ghetto auch ihren jüdischen Inhalt aufzugeben. Es muß die Aufgabe des Zionismus sein, diese beiden Quellströme zu vereinen zu einer starken Bewegung jüdischer Renaissance. … Sämtliche Mitglieder werden gebeten, bestimmt zu erscheinen. Die Wahrheit über Palästina wollte in einem im wesentlichen auf Kritik abgestellten Referat Herr Dr. Leo Harry aus Wiesbaden aussprechen, den die Münchener Gruppe der Zionisten-Revisionisten zu einem Vortragsabend gewonnen hatten.
-
„Ihr Plan geht dahin: a) Kolonien von russischen Juden in der asiatischen Türkei, namentlich in Syrien und Palästina zu schaffen; b) eine Agrarbank zu errichten, die mit allen förderlichen Mitteln diese Kolonisation erleichtern soll. … Damit scheiterte der Versuch der Schaff mg einer allgemeinen jüdischen Kolonisationsgessllschaft für Palästina und die Beteiligung von Baron Hirsch an ihr. Aehnlich verlief ein weiterer Versuch, Hirsch für Palästina zu gewonnen, den Dr.
-
Im englischen Unterhaus richtete der jüdische Abgeordnete für Whitechapel Bamet Jänner, Ehrensekretär des soeben neugebildeten parlamentarischen Palästina-Komitees, an den Kolonienminister Sir Philip Cunllffe-Lister die Frage, ob die Regierung an ihrer Absicht festhalte, die Garantie einer Anleihe an die Palästina-Regierung zum Zwecke der Entwicklung der palästinensischen Landwirtschaft gemäß dem Landentwicklungsplan zu übernehmen. … In Bulgarien gründete er die erste ziönrstrSdTe Organisation, trat bald darnach mit Theodor Herzl in Verbindung, dem er auf seinen wiederholten Reisen nach Palästina wertvolle Dienste leistetete. Die letzten 25 Jahre seines Lebens (er starb im 97. Lebensjahr) verbrachte er in Lemberg und nahm bis in seine letzten Tage an allen Aktionen der zionistischen Organisation Polens tätigen Anteil.
-
Die letzte Reise des jungen Sohiffsarztes führte ihn nach Palästina, ein nach seinen Berichten damals völlig vernachlässigtes Land. Er besuchte die Heiligen Stätten, sah mit Verwunderung die Bemühungen der meist russischen Juden, dort Kolonien zu gründen und den Heimat- und Rastlosen eine gesicherte Zukunft zu bereiten. … Mein Freund hatte keine Möglichkeit, sein Studium abzuschliessen. Er musste auswandern. Er entschloss sich, nach Palästina zu gehen. Plötzlich stand das Bild seines Vaters vor ihm, der so gern von Palästina berichtet hatte. Auch das Stück Papier kam ihm wieder in den Sinn, er suchte und fand es.
-
Die vom verstorbenen König Georg V. für den König-Georg-Jubiläumswald in Palästina gestiftete Zypresse aus dem Schloßpark von Windsor ist, wie ־mitgeteilt, von arabischen Vandalen umgesägt worden. Das Komitee zur Unterstützung der Araber Palästinas hat an die Bevölkerung des Irak einen Aufruf «gerichtet, die judenfeindliche Propaganda im Zusammenhang mit den Unruhen in Palästina ein zustellen. … Der Prinz gab dem Gefühl des Schmerzes über die traurigen Vorgänge in Palästina Ausdruck und versprach, die Wünsche des Rabbi zu seinen eigenen zu machen. •Es ist nur selbstverständlich, daß der ,Prinzenbesuch in der ganzen Gegend ungeheures Aufsehen erregt hat, wo er auch heute noch das Tagesgespräch bildet. aiHBOBBHEgHmig Ein neues Heim der Pirche Agudas Jls/öel in Wien .
-
Scltft 6 Dil STIMMI Nr. 571 — Wien, Dienstag, 11. Anglist 1936 1696—1936 Arbeit und Wirtschaft in Palästina Die Olympischen Spiele wurden im alten Griechenland mit Recht zu den bedeutendsten der vier nationalen Feste gezählt. … Erhöhte Bankeinlagen Die Einlagen der Anglo-Palestine-Bank, der wichtigsten Großbank in Palästina, sind in den ersten fünf Monaten, des Jahres 1936 um eine Million auf rund 7 Millionen Pfund gestiegen. In der hebräischen Presse wird diese Tatsache als ein Beweis dafür gewertet, daß trotz Unruhen und Wirtschaftskrise k.e i ne Kapital flu c h t‘ aus Palästina eihgesetzt hat.
-
Den Erwerb, die Ameliorierung und Parzellierung größerer Grundstücke in Palästina für eigene und für fremde Rechnung, behufs Schaffung neuer Siedlungen (Kolonien); 2. die Anlage und Pflege extensiver und intensiver Kulturen für eigene und für fremde Rechnung; 3. die systematische Ausbildung und : allmähliche Seßhaftmachung jüdischer Landarbeiter in Palästina. > 1 Gründeraktie kostet K 1210, 1 Namensaktie’. … K 147.45 Anglo Palestine Comp. Palästinabank in Jaffa besorgt alle Bankgeschäfte in Palästina und gibt den dortigen Juden Produktivkredite. Trägt derzeit 4°/» Dividende. Mähr.-Ostrau M Krieger: Je 1 Aktie a. folg.
-
Nicht aufgenommen wurde in die Nationale Front dieLigaStfibrnys, weil sieauchJuden zu Mitgliedern zählt. Daa Frauenwahlrecht in Palästina vor dem englischen Unterhaus Aus London: Im Unterhaus fragte Rhys- D a v i e s den Kolonienminister, ob er etwas unternehmen werde, um die Verordnung der Palästina-Regierung, wonach mit Ausnahme der Frauen von Te 1-A w i w alle anderen Frauen Palästinas des Stimmrechts bei den städtischen Wahlen beraubt sind, für ungültig zu erklären. Der Kolonienminister Sir Philip Cunliffe-Lister erwiderte, man könne hier nicht von Beraubung des Stimmrechts sprechen, da die Frauen in Palästina, mit Ausnahme derjenigen von Tel-Awiw, auch bisher kein Stimmrecht hatten. In der Verordnung sei aber vorgesehen, daß jeder Stadtrat mit zwei Dritteln der Stimmen beschließen könne, den Frauen Wahlrecht zu geben.