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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 380

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 380 (sequence 518)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7530-3483678
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380 14. KONGRESS^SITZUNG: Bericht der Agency-Kommission Es wurde ferner gesagt, dass man auf politischem Gebiet die Befürchtung haben müsse, dass trotz dem Wortlaut der Konstitution Differenzen zwischen uns und den Nichtzionisten entstehen können. Ich bin völlig sicher, dass niemand, der von praktischen Dingen eine Ahnung hat, daran zweifeln kann, dass es im Laufe unserer Beziehungen zu den Nichtzionisten Gelegenheiten geben wird, wo Reibungen entstehen und sich Schwierigkeiten erheben werden. Der angestrebte Zusammenschluss kann nicht durch einen Federstrich erreicht werden, sondern muss das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses sein. Wie auf allen Gebieten des Lebens ist das Wachstum langsam, und nur die Geduld, Klugheit, Takt und staatsmännische Kunst, wie sie Dr. Weizmann geübt hat, können schliesslich das Resultat herbeiführen, das wir wünschen. Ich möchte aber auf eine Sache hinweisen, die zeigt, wie gemeinsame Arbeit eher zur Einigung als zum Streit führt, und ich will mich gerade auf politische Fragen beziehen. Auf Seite 131 des Berichtes der Palästina-Studienkommission findet sich eine Darlegung unter der Ueberschrift „Aufgaben der Regierung auf Grund des Mandates", woran Mr. Marshall mitgearbeitet hat. Sie stellt die Aufgaben der Mandatarmacht in bezug auf die Schaffung des jüdischen nationalen Heims dar. Sie behandelt die Verpflichtungen der Mandatarmacht in bezug auf Gesundheit, Erziehung, öffentliche Arbeiten, Entwicklung der Naturschätze, Zolltarif und andere Fragen, im Hinblick auf welche wir selbst wiederholt Beschwerden erhoben haben. Dieses Dokument ist ein Bestandteil des nichtzionistischen Berichtes. Und ich frage, ob die Zionisten selbst eine vollständigere und entschiedenere Darstellung der politischen Notwendigkeiten Palästinas wünschen können. Ich bin fest überzeugt, dass die Probleme, wenn wir erst miteinander im Council sitzen, nicht vom zionistischen oder nichtzionistischen Gesichtspunkt, sondern im Hinblick auf ihre beste Lösung im Interesse unserer Sache in Palästina betrachtet werden. Aber das wird nur geschehen, wenn wir einander aufrichtig und mit gegenseitigem Vertrauen entgegentreten werden. Niemand wird behaupten, dass unserm eigenen Kongress Reibungen fehlen und eine völlige Harmonie aller Elemente herrscht. Das muss in allen menschlichen Beziehungen so sein. Wir gehen in die Agency, sowie in den Council wie ins Administrativkomitee und die Exekutive, mit mindestens gleicher Stärke. Die Zionistische Organisation wird in der Agency durch die Führer unserer Bewegung vertreten sein, durch jene Männer und Frauen, die ihr Leben ihrem Ideal geweiht haben. Wenn man kein Vertrauen dazu haben kann, dass sie den zionistischen Grundsätzen treu bleiben, dann kann uns keine Resolution helfen, die wir stilisieren. Dieser Zweifel an der zionistischen Loyalität, der im Kongress geäussert wurde, ist eine Degradierung des zionistischen Geistes und unwürdig unserer Tradition. Mit Bezug auf die Frage der Auflösung, die einer der Hauptdifferenzpunkte zwischen Zionisten darstellt, ist es interessant, den Gesichtspunkt der

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