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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 293

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 293 (sequence 431)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Szold 293 eines halben Lehrers oder eines Lehrers für die 21 Kinder gesorgt werden, während man in Balfouria einen ganzen Apparat schaffen müsste. Darauf wurde mir zur Antwort: Kann man von den Kindern verlangen, dass sie von Balfouria nach Afuleh gehen? Darauf sagte ich: Ja! Sogar in dem reichen Amerika gehen die Kinder in den ländlichen Provinzen einen Weg von 15 Minuten, und sogar in den Städten Amerikas ist dias der Fall, und sogar in Jerusalem machen die Kinder einen Weg von 15 Minuten. Darauf sagte man mir: Aber der Regen? Und ich erwiderte: Und der Schnee in Amerika? Nun weiss ich, dass die Scheidewand zwischen Autonomie und administrativer Einheit eine sehr, sehr leichte ist. Diese Scheidewand kann bei gutem Willen mit der grössten Leichtigkeit durchbrochen werden. Da sind beide Seiten bereit, zu unterhandeln und das Wie, die Methode zu finden. Aber der gute Wille muss auf das Erzieherische gerichtet sein, er darf nicht die Spur von politischer Tendenz haben. Erziehung muss absolut frei bleiben von irgend welchen politischen Bestrebungen. Ich komme nun zur Cause celebre, Sichron Jakob. Leider kann ich Ihnen nicht die ganze Geschichte erzählen. Sie würde, wenn sie niedergeschrieben würde, ein ganz anständiges Buchlein füllen. Meine Freunde im Misrachi haben mir die Ehre angetan, zu sagen, dass mein Bericht an die Londoner Exekutive objektiv gehalten war. Sie haben aber die Meinung ausgesprochen, dass ich aus den Tatsachen nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hätte. Ich kann Ihnen nur das eine sagen (es steht Ihnen frei, es zu glauben oder nicht), dass seitens des Departements jeder Versuch gemacht wurde, den Forderungen des Misrachi nachzukommen; es gelang uns nicht. Aber die Sache in Sichron Jakob kam vor den Waad Hachinuch una wurde dort in unserem Sinne entschieden. Die Lehrer Palästinas haben sich zum grossen Teil für die getroffene Enstcheidung ausgesprochen. Der Zibbur in Palästina war mit der Lösung höchst zufrieden. Wenn ich Zibbur sage, dann meine ich auch den religiösen Zibbur. (Zwischenrufe rechts: Das kann man nicht kontrollieren! Das ist eine allgemeine Behauptung!) Es wäre vielleicht hier am Platze, einige Worte nicht nur über die religiösen Probleme, sondern über die religiöse Tendenz überhaupt in den palästinensischen Schulen zu sprechen, zum Beispiel in Jerusalem. Hier kann ich Ihnen jetzt gleich drei Schulen nennen, die keine Misrachischulen und doch religiöse Schulen sind. Es ist das das Beth Sefer Labanim, der Tachkemoni und der Beth Midrasch Lamorim der allgemeinen Zionisten (Gelächter rechts, Widerspruch). Diese drei Schulen haben religiöse Richtung, obgleich sie keine Misrachischulen sind. Ich glaube, dass man Palästina grosses Unrecht tut, wenn man glaubt, dass das ganze Palästina der jüdischen Tradition entfremdet ist. Natürlich wurde in dem Uebereinkommen vom Jahre 1920 dem Misrachi ein Monopol erteilt. Dort gibt es einen Paragraphen, in dem

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