Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 289 (sequence 427)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476286--7439-3483587- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
OCR text
SzoU 289 1. Erhaltung des Krankenhauses in Tel Aviv durch Zusammenarbeit mit der Regierung und der Stadtverwaltung. 2. Eröffnung und Erhaltung des Krankenhauses in Tiberias. 3. Beteiligung der Regierung an der Erhaltung eines Krankenhauses für Tuberkulöse in Safed. 4. Beteiligung der Regierung an der Erhaltung des Krankenhauses der Kupath Cholim im Emek. Die Aufgabe der Knesseth Israel nach ihrer Befestigung wird es sein, uns bei der Heranziehung des Jischuw in denjenigen Orten zu helfen, wo noch keine verantwortliche und organisierte Gemeinde vorhanden ist, io in Jerusalem und Haifa. Die Verwirklichung des oben dargelegten Programms wird mehrere Jahre dauern, aber auch dann werden wir die medizinischen Institutionen des Jischuw weitgehend unterstützen müssen. Die Hadassa wird als Gesundheits-Departement der Jewish Agency, wenn sie sich als solche konstituiert, noch lange Zeit der beherrschende Faktor auf dem Gebiet des Gesundheitswesens sein. Ich darf ohne Uebertreibung behaupten, dass die Arbeit, die sich in den letzten zwei Jahren auf dem Gebiet des Gesundheitswesens vollzogen hat, fruchtbar war. Wir haben in dem Gesundheitswesen des Landes eine Ersparnis von 20 000 Pfund vorgenommen, ohne dass der Umfang und die Qualität der Arbeit in erheblichem Masse geschwächt wurde. Ferner haben wir in diesem Zeitraum von der Regierung eine Summe von 11 000 Pfund bekommen, die sie für Unterstützung unserer eigenen Institutionen gegeben hat. Was nun das Erziehungswesen anlangt, so hoffe ich, dass die Delegierten die Geduld hatten, den gedruckten Bericht zu lesen, damit sie wenigstens einen Begriff von der Kompliziertheit unseres Erziehungswesens in Palästina haben. Ich muss leider, wie es scheint, eine Apologie führen, aber ich glaube, meine Verteidigung wird in eine Anklage gegen andere einmünden. Ich will meine Erklärungen hier ohne Leidenschaft abgeben. Mir liegt nur daran, dass Sie verstehen, was in Palästina während der letzten zwei Jahre auf dem Gebiete des Erziehungswesens geschehen ist. In der letzten Zeit haben wir vor allem zwei Worte öfter gehört: Einheit und Autonomie. Wir selbst haben diese Worte in den Unterhandlungen mit der Regierung unterstrichen. Wenn ich über die Beziehungen zur Regierung spreche, mochte ich noch einige Worte hinzufügen, um eine Antwort auf die Anklage zu geben, dass wir unser Erziehungswesen der Regierung ausgeliefert hätten. Ich muss mich auf die allgemeine Bemerkung beschränken, dass ich mich nicht an einen einzigen Punkt erinnern kann, in dem wir uns der Regierung unterworfen hätten. Freilich muss ich dabei bemerken, daso ich nicht zu denjenigen gehöre, die etwas nur aus dem Grunde zurückweisen, weil die Regierung es vorschlägt, auch wenn das Vorgeschlagene richtig ist.