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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 280

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 280 (sequence 418)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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280 . 10. KONGRESS-SITZUNG: Referat über die Aufgaben des Keren Kajemeth Und noch ein: die Pflanzungen im Lande entwickeln sich sehr intensiv, und das führt zu einer rapiden Steigerung der Preise. Es gab schon Fälle, wo man in der Nähe von Rechoboth 30 Pfund pro Dunara verlangte. Ferner wurde schon längst auf dem Kongress beschlossen — leider wurde dies bis zum heutigen Tag nicht ausgeführt —, in der Nähe von Tel Aviv und Jerusalem Arbeitersiedelungen zu errichten. Für Haifa bildet das kein schweres Problem. Dort wird diese Siedelung früher oder später auf dem Boden der Haifa-Bay errichtet werden. Aber in Tel Aviv und Jerusalem, in denen sich eine grosse Zahl von ständigen Arbeitern befinden, muss Boden für Siedelungen gekauft werden, damit sich die Arbeiter ein Häuschen und eine kleine Wirtschaft unweit der Stadt errichten können. Aber auch das ist mit grossen Ausgaben verbunden. Wenn wir das nicht jetzt ausführen, wird es später kaum möglich sein. Ferner muss in den Zentren des Landes, welche mit der schnellen Entwicklung des Landes in der nächsten Zukunft in verschiedenen Formen zusammenhängen, Boden durch den KKL reserviert v/erden. Ich denke nicht an Boden für die Kolonisation von morgen und übermorgen, sondern für die spätere Zukunft. Wir wollen nicht, dass die drei Zentren des Landes, wo sich das ökonomische Leben entwickeln wird, uns für immer verloren gehen. Das ist im allgemeinen unser Programm für die Zukunft. Dazu kommen noch die Sanierungsarbeiten. Was die Wasserversorgung anlangt, so hat die Exekutive beschlossen, dass diese Frage eigentlich eine rein kolonisatorische ist und in den neuen Siedelungen vom Keren Hajessod durchgeführt werden soll. Das Minimum, das wir brauchen, ist eine Million Pfund netto. Und nun werden manche sagen, wenn die erwähnten Fragen das Problem des Keren Kajemeth sind, glauben Sie denn, in solcher Form das Problem lösen zu können? Ich glaube nicht, dass dies die Lösung ist, es ist aber der Anfang der Lösung. Einen anderen Weg gibt es nicht. Manche werden gewiss sagen, wenn der Keren Kajemeth das Bodenproblem nicht lösen kann, dann wird es die Privatinitiative lösen. Ich will auf diese Frage hier nicht eingehen. Es gibt extreme Leute, die entschieden dagegen sind, dass Privatkapital in Erez Israel Boden kauft. Ich gehöre nicht zu diesen extremen Leuten, aber ich sage folgendes: Der Privatmann, der in Erez Israel Boden kauft, muss unter die nationale Kontrolle gestellt werden, damit drei Momente gesichert werden: 1. dass der Boden auch in der Zukunft jüdischer Boden bleibt (Beifall); 2. dass sich auf diesem Boden eine jüdische Arbeiterschaft entwickelt (Beifall); 3. dass dieser Boden nicht ein Objekt für Spekulation wird (Beifall). Wenn die Exekutive die Möglichkeit finden wird, die Kontrolle in bezug auf die erwähnten drei Momente auszuführen, so ist es gut, sonst ist dieser Kauf schädlich. Aber um dies selbst bei einer richtigen Kontrolle zu erreichen.

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