Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 419)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ussischkin 281 müssen wir einen starken Keren Kajemeth besitzen, der die Bodenpolitik im Lande führt. Ich kann mit grosser Zufriedenheit konstatieren, dass ich im Lande viele grosse Anhänger der Privat-Initiative getroffen habe, die aber alle gleichzeitig ausnahmslos grosse Anhänger des Bodenkaufs durch den Keren Kajemeth sind. Und wenn wir entsprechende Anstrengungen machen, dann werden wir zum nächsten Kongress nicht wie diesmal mit einer Vergrösserung um 40 Prozent kommen können, sondern mit einer vielfachen Vergrösserung. Was ich von Ihnen verlange, ist, Enthusiasmus für unsere Arbeit in die zionistische Welt und in die gesamte jüdische Welt hineinzutragen. Was die künftige Jewish Agency und ihr Verhältnis zum Keren Kajemeth betrifft, so wird die Jewish Agency, wenn sie Boden erwerben wird, dies durch den Keren Kajemeth und auf den Namen des Keren Kajemeth tun. Wenn wir mit grosser Freude und Begeisterung an die Arbeit des Keren Kajemeth herantreten werden, so hoffen wir auch, auf dem Wege unserer alten Sammlungen viel grössere Einkünfte als dieses Jahr zu haben. Dennoch ist dies keine Antwort auf meine Forderung nach einer Million Pfund. Ich habe gedacht, dass man für diesen Fall eine ganz neue Form der Sammlung finden müsse. Es entstand aber die Befürchtung, dass dadurch der Keren Hajessod geschädigt werden könnte. Dr. Weizmann denkt, dass uns unsere neue Partnerschaft die notwendigen Summen für den Bodenkauf schaffen wird. Selbstverständlich werden wir froh sein, wenn dies der Fall sein wird. Aber was soll geschehen, wenn dieser Fall nicht eintreten wird? Auch dann, glaubt Dr. Weizmann, wird es eine Möglichkeit geben, auf einem neuen Wege in Amerika grössere Summen für den Keren Kajemeth aufzubringen, und er wird selbst darüber sprechen. Es ist nicht viel Neues, was ich Ihnen gesagt habe, aber die alten Worte sind immer neu. Ein jeder von Ihnen, der weiss, was jetzt in Erez Israel vorgeht, und der begreift, dass unser Gebäude nicht in der Luft erbaut werden kann, ist überzeugt, dass wir in der nächsten Zukunft viel grössere Bodenkomplexe in unseren Händen haben müssen. Und dass es für uns in den nächsten zwei Jahren nur eine einzige Forderung geben kann: Geullah titnu laarez. (Lebhafter Beifall.) Del. Maxa Nordau (Rev. — spricht deutsch, zu einer persönlichen Erklärung): Ich hatte am vorigen Donnerstag meine Demission als Delegierte dem Präsidenten des Kongresses schriftlich bekannt gegeben. Meine Gegenwart in einer derart amorphen Versammlung schien mir vollkommen zwecklos. Meine Freunde haben mich veranlasst, diese Demission zurückzunehmen. Ich halte es für nötig, hier auszusprechen, was ich fühle und