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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 239 (sequence 377)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7389-3483537
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Brodetsky, Sokolow 239 Obwohl die Opposition die Möglichkeit hatte, frei eine solche Propaganda in der ganzen Welt zu betreiben und einen solchen starken Widerhall für ihre Propaganda zu finden, haben die Zionisten aller Parteien doch anerkannt, dass die Zeit gekommen ist, die Politik durchzuführen, die wir ihnen vor sechs Jahren vorgeschlagen haben. Und ich glaube, dass dieser Kongress als eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Lebens dastehen wird. Und zum Schluss noch eine Bemerkung. Die revisionistische Partei erklärt, dass sie in die Jewish Agency nicht eintreten wird. Ich bedaure dies sehr. Wenn Sie draussen stehen werden, werden Sie keinen Einfluss haben. Wir haben dies seinerzeit auch den Juden gesagt, die von aussen unsere Arbeit kritisiert haben. Wir haben ihnen gesagt: kommen Sie zu uns in die Zionistische Organisation, dann werden Sie bessere Möglichkeiten haben, unsere Arbeit zu kritisieren, und es wird auch grössere Aussicht für einen Erfolg bestehen. Das sagen wir heute auch den Revisionisten. Sie fürchten sich, in die Agency zusammen mit uns einzutreten. (Zwischenrufe von den Revisionisten: Wir schämen uns, mit Ihnen dort einzutreten.) Ich glaube aber, dass eine Zeit kommen wird, wo Sie glücklich sein werden, gemeinsam mit uns nicht nur in der zionistischen Bewegung zu arbeiten, sondern auch in der Agency, und anerkennen werden, dass die Politik, die wir führen, keine Zwangspolitik war, die nur auf den Verhältnissen begründet ist, sondern dass dies der einzige Weg war, um die grosse Idee durchzuführen, die uns alle beherrscht. (Lebhafter BeifalL) Präsident des Kongresses Nahum Sokolow (spr. deutsch): Verehrter Kongress! Nach 32 Jahren zionistischer Organisation bekommt jetzt die Organisation noch eine neue Etikette: Fifty. Wir sind Fifty geworden. Ich möchte auf diesen Zusammenhang mit besonderem Nachdruck hinweisen. Dieses Fifty kann eine Zurücksetzung, es kann aber auch ein Ehrentitel werden. Das hängt von uns selbst ab. Wir sind ja nicht nur Fifty; es ist hier schon gesagt worden, wir sind Fifty mit Erez Israel, mit unseren Institutionen, mit unserer hebräischen Sprache, Literatur und Presse. Unser Fifty ist keine nackte Ziffer, und darum liegt keine Veranlassung vor, über diese Fifty kleinmütig zu sein. Für mich bedeutet dieses Fifty, neben der Fortentwicklung unserer eigenen erfahrungsreichen Zionistischen Organisation, auch noch das Eintreten neuer schöpferischer jüdischer Impulse für Erez Israel. Das ist ein gewaltiger Fortschritt. Geehrter Kongress! Ich komme direkt von der Werkstätte, von der Arbeit. Und deshalb reagiere ich weniger auf manche Probleme, Konflikte, Spannungen, Reibungen und Widerstände, die in den Diskussionen der Generaldebatte hervorgehoben wurden. Die Atmosphäre des Arbeitens auf einem gewissen Gebiete des Zionismus verschiebt — dies soll kein Tadel gegen andere sein — die Perspektive und konzentriert die Aufmerksamkeit auf etwas, was hier merkwürdigerweise noch nicht erwähnt

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