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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 213

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 213 (sequence 351)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Kaznelson 213 hohen zionistischen Sphären grosse Unzufriedenheit geherrscht, so auch beim Kauf von Wadi Chawarah. So war es auch beim Kauf der Haifa- Bay. Und jetzt hat sie ihr Veto auch gegen den Kauf von Boden in der Nähe der Kolonien eingelegt. Wie ist es aber möglich, dass man einerseits dem Keren Kajemeth verbietet, irgendein Stück Boden zu kaufen — es hat sich um 400 Pfund gehandelt —, und anderseits kommt man zum Keren Kajemeth und sagt: wir haben in Amerika eine Institution, die Amzic, sie hat viel Boden, hat aber kein Geld. Nun, du Keren Kajemeth, du musst Boden für Hunderttausende von Pfund übernehmen — dann werden wir dir erlauben, wieder Boden zu kaufen. (Zwischenruf: hört, hört!) Aber, wenn die Exekutive den Keren Kajemeth zwingen will, Boden für Hunderttausende von Pfund zu kaufen für einen sehr hohen Preis, dessen Erwerbung nicht besonders dringend ist, nur um finanzielle Interessen der Exekutive zu wahren, wie könnte man zur gleichen Zeit dem Keren Kajemeth verbieten, ein Bedürfnis zu decken, das eines der wichtigsten Probleme ist? Es ist bei mir keine Frage von Konkurrenz zwischen Keren Kajemeth und Exekutive. Ich bin sicher weit davon entfernt. Aber es gibt immer im Zionismus besonders dringende, brennende Aufgaben, die heutigentags durchgeführt werden müssen. Sonst verlieren wir sie für immer. Und der Zionist, der kein Gefühl dafür hat, wo es brennt, wo man löschen muss, der ist ein schlechter Zionist. (Beifall.) Alles, was von Weizmann, Ruppin und Ussischkin geschaffen wurde, entstammt diesem Brennen. Sie haben es verstanden, wo jeden Tag die Anstrengung zu machen ist. Wenn man nicht das Gefühl hat, dass dieses Problem für den Arbeiter und den ganzen Jischuw das dringende ist, so versteht man nicht den Zionismus des heutigen Tages. Und es ist merkwürdig genug, dass während man bei uns noch darüber streitet, gerade in Erez Israel die grosse arabische Bodengesellschaft errichtet wurde, die Pflanzungsböden kauft und eine grosse Pflanzung im Namen von Fuad, dem ägyptischen König, anlegen will; dass in den verschiedenen Kreisen Propaganda dafür betrieben wird, dass die lateinische Kirche beginnen muss, Boden zu erwerben. Nun mochte ich einige Beispiele über die legale Haltung der neuen Exekutive anführen, wie sie den Verpflichtungen nachgekommen ist, die sie übernommen hat. Daraus werden Sie ersehen, wie „legal" die Exekutive vorgegangen ist und was für Begriffe sie darüber hat, was in Erez Israel vorgeht. Ihre erste Heldentat vor zwei Jahren war, das kleine Budget für die Koloniearbeiter zu streichen. Das war der erste Konsolidierungsakt. Man sollte wissen, was diese Frage für uns bedeutet. Sie hängt mit dem ganzen Problem des Kibbuz Haawodah zusammen, mit Opfer an Leben und schwerer Arbeit im Laufe von 25 Jahren. Diesen Tausenden von Personen, die immer auf ihrem Posten stehen, sollte man etwas helfen, während der schweren Jahre der Krise durchzukommen. Nun hat die Exekutive dieses geringe Budget gestrichen.

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