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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 126

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 126 (sequence 264)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7276-3483424
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126 4. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte Izchak Grünbaum (A.C., Radikal — spricht jüdisch): Ein Freund von mir hat mir gesagt, es wäre das Beste für mich, auf dem Kongress aufzutreten, um zu sagen: Sieben Jahre habe ich gegen den Erweiterungsplan gekämpft, sieben Jahre geredet und geschrieben. Die grosse Mehrheit der Organisation hat sich nicht überzeugen lassen; der Plan wird durchgeführt; es ist vorüber. Man darf deshalb nicht reden und man soll nicht reden. Ich solle mich damit begnügen, in meinem neuen Referat zur Kulturfrage das Positive zu sagen. Und es werden auch unter Euch solche sein, welche fragen werden, wozu ich noch einmal rede; ich würde sie nicht überzeugen und nähme ihnen nur Zeit weg; Neues könnte ich ja gar nicht sagen. Es sei ein fait accompli. Doch ich muss Euch Zeit nehmen und über den Erweiterungsplan, den unglückseligsten Plan, den man im Zionismus erdacht und durchgeführt hat, eine Abschlussrede, eine zusammenfassende Rede halten. Es ist notwendig, vor der Geschichte festzustellen, wer von uns in dem Kampf recht behalten wird, wer den Weg der Entwicklung gewiesen hat und wer auf dem Wege der Liquidation steht. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der XVI. Kongress, der 25 Jahre nach Herzls Tode eröffnet wurde und im Zeichen Herzls steht, dass dieser Kongress fast die ganze Herzische Erbschaft liquidiert. Die Zionistische Organisation ist nach dem Kriege aus dem engen Rahmen einer Bewegung, die sich mit Propaganda, Agitation, mit allerhand kleinen Arbeiten befasst hat, herausgetreten. Man hat sich auf den grossen Tag vorbereitet, der da kommen wird. Das war die Stimmung der Zionisten, die Kraft, die ihnen die Möglichkeit gegeben hat, auszuhalten, die Stosskraft, mit der wir Menschen erobert und ihnen unsere Gedanken aufgezwungen haben. Mit dieser Kraft haben wir nicht nur die Massen mitgerissen, sondern auch die schöpferischen und mutigen Elemente im jüdischen Volke gewonnen. Nach dem Kriege haben wir grosse Möglichkeiten bekommen. Möglichkeiten, den Verwirklichungsprozess unserer Bestrebungen in Erez Israel zu beginnen. In derselben Zeit sind auch in der Galuth neue Bedingungen entstanden, welche die von uns angestrebte Umwälzung herbeizuführen ermöglichten. Es war für uns, insbesondere in Osteuropa und auch in Amerika, sicher, dass das Regime im jüdischen Volke sich ändere. Wir sahen, wie die Macht jener Menschen, welche ausserhalb des jüdischen Volkes ihre Stellungen, sei es als mächtige Kapitalisten, sei es als einflussreiche Advokaten und dergl. erworben hatten und zum jüdischen Volke als Wohltäter und gleichzeitig als deren Beherrscher kamen, zu schwinden begann. Diese Menschen hatten kein Zutrauen zum jüdischen Volke und behandelten das jüdische Volk nur als Objekt. Dieses Regime schien gebrochen. Nicht Rothschild und nicht Marshall

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