Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 263)
- Language
- German, English, Hebrew
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Suprasky 125 vention erfolgte. Aus all dem Erwähnten und aus dem Referat des Präsidenten, der in dem Passus über die Alijah nur die Forderung nach Reduzierung des Betrages für jeden Einwanderer und nicht die Gesamtfrage der Alijah berührte, ist zu sehen, dass die Exekutive nicht in engerem Kontakt mit den schweren Problemen der Alijah steht. Und diese Probleme der Alijah sind doch der Hauptteil des Zionismus. Wenn die Tore Palästinas gesperrt sein werden und keine Möglichkeit bestehen wird, die jüdischen Volksmassen nach Palästina zu bringen, dann wird nichts helfen, weder die Agency, noch das Geld, noch guter Wille. Nun genügt rs aber nicht, dass günstige Gesetze in bezug auf die Alijah bestehen. Es sollte auch eine Förderung dieser Alijah vorhanden sein. Man hat hier von einer Alijah von maximal 25 000 Personen im Jahre gehört. Dies unter derselben Begründung, die wir von den Regierungsbeamten in Palästina hören, dass nämlich die Alijah der Aufnahmefähigkeit des Landes angepasst sein muss. Mit einer solchen Alijah werden wir aber nie eine nationale Heimstätte besitzen. Man sagt, dass die vierte Alijah misslungen ist. Sie hat aber nicht nur Misserfolge zu verzeichnen, sondern auch sehr viele Erfolge. Wenn wir uns z. B. die Entwicklung Tel-Avivs ansehen, die Kolonien im Sharon-Gebiet, Magdiel, Herzliah, Bnei Brak, Raanania und die gesamte reiche Umgebung dort, so sollten wir nicht vergessen, dass dies alles von der vierten Alijah stammt. Und wir hörten nun von dem Präsidenten die Bemerkung, dass die Einwanderung der Aufnahmefähigkeit des Landes angepasst werden muss. Die Verwirklichung unseres Ideals beginnt aber erst bei einer Minimaleinwanderung von 40 000 Personen jährlich, welche Zahl Dr. Weizmann selbst vor zehn Jahren aufstellte. Dazu braucht man aber nicht nur günstige Einwanderungsgesetze, sondern auch ein besseres Verhalten dem Mittelstand gegenüber. Ich unterschätze die chaluzische Alijah nicht, aber sie allein genügt nicht. Die Zionistische Organisation muss alle Anstrengungen machen, damit eine wirkliche Volkseinwanderung möglich und die Einwanderer im Lande sesshaft werden kennen. Der allgemeine politische Zustrnd im Lande ist nicht befriedigend. Die Industrie entwickelt sich, sie hat die Ehre des jüdischen Volkes gehoben, aber von sehen der Regierung werden ihr Hindernisse in den Weg gelegt. Alle unsere Forderungen bezüglich der Industrie und ihrer Zukunft werden von der Regierung abgelehnt. Es gibt noch immer eine ganze Reihe von Beamten, die Gegner der jüdischen Heimstätte sind. Diese sperren die Wege der Entwicklung, sie hindern die Industrie und die weitere Alijah. Die Exekutive hat nicht nur hier auf dem Kongress Rechenschaft zu geben, sondern auch vor dem ganzen Jischuw. Wir brauchen ein anderes Verhältnis und eine andere Tätigkeit von sehen der Exekutive. (Beifall.)