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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 3 (1895) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
3 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 39 (sequence 23)
Language
German
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39 Der Vater hatte erwartet, Joseph werde ihm widersprechen, aber es geschah nicht. Er sprach nun: „Jetzt geh' ans dein Zimmer. Ich werde mit einem geeigneten Meister Rücksprache nehmen. Es ist dir wohl einerlei, welches Handwerk Du erlernst." Auf einen Wink seines Vaters verließ Joseph das Contor. Als er den Laden wieder betrat, stand seine Schwester Eva mit Thrünen in den Angen vor ihm. „Armer Joseph", sprach das Mädchen teilnahmsvoll, „welch' großes Unrecht wird Dir angethan. O, lebte die gute Mutter noch, es wäre all dieses nicht gekommen. Simon, der leichtfertige Knabe, soll „was Großes" werden und Dich will man zu einem simplen Handwerker machen!" „Sei ruhig, Eva", entgegnete Joseph, „ich sehe in dem Verhalten des Vaters durchaus kein Unrecht, er kommt meinem Wunsche entgegen. Und wisse, auch als Handwerker werde ich der Welt nützlich sein können. Mag der Vater ein Handwerk wählen, welches er will, ich widme mich jedem mit gleich freudigem Eifer. Ich hoffe, ihm dereinst beweisen zu können, daß er sich in mir arg getäuscht!" Mit diesen Worten entfernte sich Joseph, und Eva eilte hinter den Ladentisch, um einen eben eingetretenen Käufer zu bedienen. (Forts, folgt.) Ium BeÜurkstage 8er Mutter. Min Tag des Glücks — ein lveihetag ‘5) 3ft heut in unserm Areise; Für diesen Tag dem Schöpfer sag' Ich Dank, mein Herz ihn preise. Die höchste aller Gaben ist Der Bluttev teures Leben, IDeshalb kein gutes Aind vergißt, Ihr Glück stets zu erheben. So will ich denn mit Herz und Hand Durch Aindeslieb' mich weihen, In meiner Eltern teures Band Der Freude Blumen streuen. Der-Blätter,Leben wolkenfrei An .meines ik)a!ers ^Seiten, Beglückt durch lindes Lieb' und Treu' Bis in die spät'sten Zeiten. A. Treu.

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