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Blätter der Jüdischen Buchvereinigung · 1936-09-01 · 2 (9.1936) · p. [Seite 14]

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Journal
Blätter der Jüdischen Buchvereinigung
Volume
3 (1936)
Issue
2 (9.1936)
Date
1936-09-01
Page
[Seite 14] (sequence 14)
Language
German
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Franz Landsberger: Einführung in die jüdische Kunst. Philo-Verlag, Berlin. Die Frage nach dem jüdischen Stil beantwortet der jetzige Leiter des jüdischen Museums, so sehr er als einziger Hochschullehrer (für Kunstgeschichte an der Universität Breslau) auf das Methodische bedacht ist, rein gefühlsmäßig. Er hat Sinn für das Systematische und Pädagogische, doch er warnt, nachdem die eigene Formensprache der früheren jüdischen Kunst verloren gegangen ist, vor bewußter Verstärkung der Jüdischkeit durch Wahl jüdischer Themen oder Kopieren altjüdischer Kunstwerke. Beherzigenswert redet er nur einer Vermehrung der jüdischen Eigenart durch tiefere Versenkung in jüdisches Wesen das Wort. Seine ,,Einführung", die in drei Teile — jüdische Kunst, jüdische Künstler und jüdischer Stil — gegliedert ist, will erst seine Voraussetzung für die Betrachtung der jüdischen Kunst schaffen, indem er ihr Gebiet absteckt. Besonders glücklich ist der erste Teil dieser kleinen, mehr auf das Wesentliche als auf Vollständigkeit gerichteten, mit 62 Abbildungen versehenen Kunstgeschichte, der nicht nur der Problemstellung gerecht wird, sondern jüdische Kunst sehen lehrt: die zweckhafte Schönheit jüdischer Kultgeräte. Landsberger weist auf den charakteristischen Unterschied zum christlichen Kultgerät hin, daß das jüdische auch für den Gebrauch des „Laien" im Hause bestimmt ist, nicht nur für den „Priester" beim Gottesdienst. Ein guter Abriß über die Entwicklung jüdischer Kunst aus dem Handwerkertum und über die Lehrmeisterin Umwelt. L. W. Beachten Sie den Prospekt des Israelitischen Familienblattes, der diesem Heft beiliegt. Es ist sicher die vielseitigste (im doppeltem Sinn) der jüdischen Zeitungen. Von den Neuerscheinungen des Schocken Verlages die in diesem Herbst herauskommen, können wir nur zwei der wichtigsten erwähnen. Der Verlag ist auf dem besten Wege, eine völlige Inventarisierung der gesamten jüdischen Literatur — der sakralen sowohl wie der profanen — vorzunehmen. Wie weit ausgreifend seine Pläne sind und mit welcher Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit er sie durchzuführen sich angeschickt hat, davon legt der neue Schocken- Almanach Zeugnis ab, der eine Fülle der interessantesten Beiträge enthält. Um die Reichhaltigkeit des Inhalts anzudeuten, nennen wir nur einige Namen: Leo Baeck, Fritz Baer, Martin Buber, Heinrich Graetz, Schmarjahu Levin, Alfred Mombert, Franz Rosenzweig, Ernst Simon, Ludwig Strauss, Karl Wolfskehl. Gleichzeitig erscheint der lange erwartete zweite Band des großen Geschichtswerkes von Elias Auerbach, Wüste und Gelobtes Land. Der erste vorliegende Band enthält die Geschichte Israels von den Uranfängen bis zu König Salomo, der zweite setzt die Geschichte fort bis zu Esra und Nehemia. Das Entscheidende dieses Werks ist, daß hier einer der besten Kenner Palästinas mit erstaunlicher Gelehrsamkeit und Sorgfalt auf Grund einer eingehenden Quellenforschung seine wissenschaftlichen Ergebnisse in einer lebendigen und mitreißenden Darstellung auch dem gebildeten Laien nahe zu bringen weiß. Gerade das Real geschichtliche ist wohl noch niemals so plastisch herausgearbeitet worden wie hier. Um einen Überblick über die gesamte Produktion des Schocken Verlages zu geben, ist diesem Heft ein A;erzeichnis beigegeben, daß alle Bücher des-Verlags enthält. Wir empfehlen es der besonderen Beachtung unserer Mitglieder. E.Li. Alles Wichtige und Wissenswerte über Juden, Judentum, über Judennot und Judenschicksal, über den Zionismus, über Palästina und das jüdische Leben in anderen Ländern erfahren Sie regelmäßig und schnell durch die IÜDISCHE RUNDSCHAU Seit vierzig Jahren ist sie das Sprachrohr der zionistischen Bewegung in Deutschland. In schweren Krisenzeiten hat sie Worte gefunden, die Tausenden eine Stütze und Aufrichtung waren. Sie hat den konstruktiven Ausweg aus der Not der Zeit gezeigt, den Weg des Aufbaus neuen Lebens. Die IÜDISCHE RUNDSCHAU ist die Tribüne in Deutschland, auf der alle jüdischen Fragen mit tiefer Sachkenntnis behandelt werden. Berichterstattung aus allen Ländern der Erde, besonders ein großer Palästina-Teil und eine reiche Bildausstattung bestimmen den Charakter der Zeitung. Der geistige und kulturelle Teil ist mit größter Sorgfalt redigiert und gibt ein Bild des jüdischen Geisteslebens in Gegenwart und Vergangenheit. Die „JÜDISCHE RUNDSCHAU" ist die einzige jüdische Zeitung in Deutschland, die zweimal wöchentlich, Dienstag und Freitag, erscheint. Abonnement RM. 2.— monatlich durch die Post oder den Verlag (Hier auch vierteljährlich für RM. 5.75) Berlin W15, Meinekestr. 10 / Postscheck-Konto: Berlin 17392 IÜDISCHE RUNDSCHAU 14

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