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Central-Vereins-Dienst · 1927-05-30 · 3/4 (30.5.1927) · p. Seite 43

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Journal
Central-Vereins-Dienst
Volume
4 (1927)
Issue
3/4 (30.5.1927)
Date
1927-05-30
Page
Seite 43 (sequence 11)
Language
German
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Franz Fantur, Wien. — Hermann Genscher, Meißen i. Sa. — Robert Qratzer jun., Crailsheim. — August Oregorzek, Zaborze. — Ludwig Häring, München. — Hartmann, Braunschweig. — Konrad Hawel, Mödling bei Wien. — Georg Hein, Malapane. — Otto Hoppe/, Grasdort bei Hannover. — J.W. Jungbluth, Koblenz a. Rhein. — Karl Keim, Speier a. Rh. — Ernst Kluge, Berlin-Pankow. — Kögl, München. — Adolf Kutter, Mölkau b. Leipzig. — Alfred Lanzendorf, Stücken i. Sa. — Leopold Leitwein, Großsachsen. — A. Lindner, Frankfurt a. M. — Rudolf Melzer, Apolda i. Th. — Fanny Miklis, Gleiwitz (Oberschlesien). — Ernst Nöltner, Mannheim. — Walter Obst, Leipzig. — Gottfried Pfrenger, Trostberg (Oberbayern). — Franz Pillmayr, Aue i. Erzgeb. — Hans Plöhn, Itzehoe. — A. Rahmel, Berlin. — Wilhelm Reber, Mannheim. — Henry Schirmer, Brinkum. — Hans Schmidt, Nürnberg. — Wilhelm Schwimm, Oberkainsbach. — Gustav Simon, Elsterberg i. Sa. — Max Steinegger, Wangen Allg. — Heinrich Tagsold, Ansbach. — Herbert Tonnhofer, Plauen im Vogtl. — Hans Uebler, Traunstein. — Emil Veil, Eßlingen a. N. — Rudolf Wendt, Stolp i. Pomm. — Karl Wienecke, München. — J. Wohlfahrt, Aschersleben. — Frd. Zankel, Mürzzuschlag. — R. Zimmermann, Neuhausen i. Sa. — Herrn. Adam, Alt-Tschau. — Gern. Albin, Tilsit. — Heinr. Becker, Düsseldorf. — Paul Behringer, Koburg. — Karl Bernhardt, Oberröblingen. — Otto Biedinger, Ludwigshafen. — Friedrich Bleysteiner, Nürnberg. — Eberhard Branthin, Magdeburg. — H. Heinrich Dierks, Schleiz. — Dönges, München. — H. Dries, Lampertheim. — Rudolf Friedrich, Oelsnitz. — Hedweg Graf, Bad Dürkheim. — Groß, Flottbeck. — Gümbel, Laufach. — Walter Heyse, Frankfurt a. M. — Anton Huber, München. — Rudolf Jordan, Fulda. — Helmut Klapper, Breslau. — Max Köhler, Kassel. — Rudolt Kummerlore, Leipzig. — Alb. Leister, Nienburg. Bab. Levy, München. — Heinrich Lüer, Sarstedt. — Otto Mann, Rottweil. — Ernst Mayr, Hamburg. — Karl Mayer, Stuttgart. — Karl Müller, Dillenburg. — Karl Ostberg, München. — Dr. E. Repfennig, Pasewalk. — Otto Röck, Stuttgart. — Robert Runne, Rössing. — Paul Sänger, Schleiz. — Frl. Schleifer, München. — Paul Schmidt, Helmstedt. — Semmelmann, München. — Anton Specht, Darmstadt. — Jakob Sporrnberg, Düsseldorf. — Stapelmann, Durlach. — Heinrich Trambauer, München. — Gerwien Walk, Darmstadt. — Hans Weithas, Schleiz. — Klara Weitz, Bochum. — Walther E. Weller sen., Plauen. — Rudolf Zigaus, Mettingen. Deutscher Roland*Ritter*Orden. In Dresden hat sich der Deutsche Roland-Ritter- Orden (die Organisation der Reichs- und Ausländsdeutschen, Hauptgeschäftsstelle Dresden-N., Blockhausg. 3, Briefanschrift vorläufig: Heinrich Böhme, Dresden-N., Blockhausgasse 3) aufgetan, der es sich zur Aufgabe stellt, die Ideen Adolf Hitlers zu verbreiten. Eigene Kandidaten stellt er zu Wahlen nicht auf, sondern empfiehlt seinen Anhängern, die Nationalsozialistische Arbeiterpartei zu unterstützen. Im inneren Aufbau unterscheidet er aktive und passive Mitglieder. Mitglied kann jeder Deutsche arischer Abstammung werden, der keiner Freimaurerloge oder sonstigen Geheimorganisation angehört. Der Mitgliederbeitrag beträgt 2 Mk. Von den eingehenden Geldern soll ein Fonds geschaffen werden, um Angehörige oder Hinterbliebene im Todesfalle vor äußerster Not zu schützen. Die Vergütung beträgt nach einer Mitgliedschaft von einem Jahre 100 Mk. und steigert sich bei 5 Jahren bis zu 500 Mk. Der Verein vertreibt Ordenskleidung, Abzeichen und Siegelmarken. Er zählt nach unseren Informationen zurzeit ca. 300 Mitglieder im ganzen Reiche. Völkische Presse. Im „Merkbuch der Deutschen 1927", das Bruno Tanzmann im „Verlag für deutsche Art" in Hellerau bei Dresden herausgibt, findet sich auch ein Verzeichnis der völkisch-vaterländischen Presse. Wir geben daraus zunächst die Liste der Zeitungen wieder: Deutschvölkische Freiheitsbewegung: „Das Deutsche Tageblatt", Berlin. — „Mecklenburger Warte" Rostock. — „Niedersachsen-Herold", Bremen. — „Deutsche Nachrichten", Berlin. — „Völkische Blätter", Gera-Reuß. National-Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei: „Deutscher Michl", Augsburg. — „Der Eisenhammer", Pirmasens. — „Die Flamme", Bamberg. — „Die Freiheitsfahne", Frankfurt a. M. — „Der Hakenkreuzler", Berlin. — „Kurier für Niederbayern", Landshut. — „Der nationale Sozialist", Berlin mit den Kopf ausgaben: „Berliner Arbeiter-Zeitung", „Der nationale Sozialist für Norddeutschland", Der nationale Sozialist für Rhein und Ruhr", „Der nationale Sozialist für Sachsen und Ostmark". — „Der Nationalsozialist", Weimar. — „Niedersächsischer Beobachter", Bockenem im Harz. — „Der Streiter", Forchheim. — „Der Stürmer", Nürnberg. — „Südwestdeutscher Beobachter", Leonberg-Stuttgart. — „Völkische Nachrichten", Plauen i.V. — „Völkische Wacht", Leonberg-Stuttgart. — „Völkischer Beobachter", München. — „Westdeutscher Beobachter", Landsberg. Deutschsoziale Partei: „Deutsches Wochenblatt", Berlin-Friedenau. — „Die Neue Zeitung", Berlin. Völkische ohne Parteistellung: „Arminius", Berlin. — „Der Deutsche Staat", Leipzig-R. — „Deutsche Wochenschau", Berlin. — „Elbwacht", Magdeburg. — „Lebuser Zeitung", Lebus bei Frankfurt a. O. — „Marktbreiter Wochenblatt", Marktbreit i. Bayern. — „Mitteldeutsche Presse", Staßfurt. — „Der Oberbayer", Ebersberg i. Oberayern. — „Ostfriesischer Kurier", Norden (Ostfriesland). — „Schlesische Volksstimme", Breslau. — „Volk, Freiheit, Vaterland", Augsburg. — „Völkischer Herold", Lorch i. Württbg. Völkisch-Vaterländisch: „Abendländischer Herold", Berlin. — „Borkumer Zeitung", Borkum. — „Der Deutsche Vorwärts", Berlin. — „Deutsche Zeitung", Berlin. — „Eisleber Zeitung", Eisleben. — „Fridericus", Berlin. — „Die Reichssturmfahne", Stuttgart. Jüdische Separatisten. Durch die völkische Presse geht immer wieder die Notiz, daß ein Ferdinand L i 1 i e n t h a 1 aus Speyer den Nationalsozialisten Ferdinand Wiesmann am 9. Januar 1924 bei den Separatistenkämpfen in Speyer erschossen habe. Diese Angaben beruhen auf Tatsachen. Lilienthal ist allerdings weder in Speyer geboren, noch ist er überhaupt Pfälzer. Er ist geborener Berliner, getauft oder freireligiös und kam als Angestellter der Regiebahn nach Speyer. Er hat sich dann der separatistischen Bewegung angeschlossen und sich auch damals in der Residenz dieser Kreise, im Wittelsbacher Hof, befunden. Als dann die Separatisten ausgehoben wurden, hat Lilienthal den Wiesmann erschossen. Er selbst hat eine Wunde erhalten und lange Zeit im Speyerer Krankenhaus gelegen. Dann heiratete er eine Kellnerin und ist nach Aufhebung der Regiebahn verschwunden. Wohin ist unbekannt. 43

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