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Blätter · 1919-12-01 · 12 (12.1919) · p. Seite 215

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
12 (12.1919)
Date
1919-12-01
Page
Seite 215 (sequence 9)
Language
German
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215 der Jugend diese Aufgabe, Verbreitung der Aguda-ldee, Kampf für das Aguda-ldeal zuerteile, so ist vom rein praktischen Standpunkte aus die Jugend für diese Betätigung am ehesten geeignet. Die Jugend pflegt Geselligkeit! In Lernvereinen, Literaturvereinen, Akademischen Verbindungen, Turnverbänden, Wanderorganisationen gibt sie sich ein Stelldichein. Da gilt es jeden Gleichgesinnten zu gewinnen, jeden Gegner zu überzeugen, jeden Zaudernden zu organisieren, jeden Lauen zu beleben. Und das ist sicher: ist ein junger Mensch einer großen Sache gewonnen worden, er wird nicht ruhen noch rasten, bis Eltern und Geschwister von der Größe der Idee, die ihn in ihrer Erhabenheit ergriffen hat, nicht minder überzeugt sind. Ein Hauptpunkt im Agudaprogramm ist die ״Förderung und großzügige Unterstützung des Thoralernens“. Die Förderung und Belebung des Thorastudiums im Kreise der Jugend, ist eine fernere Aufgabe, deren Lösung man der Jugend anvertrauen soll. Errichtung von Schiurim, Herbeiführung von Lerngelegenheit, dort, wo solche fehlt, Förderung bestehender Schiurim, rastloses andauerndes Lernen jedes einzelnen, vor allem dafür zu sorgen verpflichte man die Jugend, dazu sporne man sie an. Auch die Lösung sozialer Aufgaben soll man der Jugend getrost überlassen. Gar tief ist die Kluft, die oftmals arm und reich trennt, solche Gegensätze auszugleichen durch eine heitere, anspruchslose Geselligkeit, die nahe zu bringen, welche nur durch die Verschiedenheit der äußern Lebensumstände getrennt, nach Lebensauffassung und Weltanschauung aber eng zu einander gehören, durch Stellenverinittlung, Wohnungsfürsorge usw. Ortsfremden die Fremde heimischer zu gestalten: Betätigung von Derech Erez in diesem Sinne, das ist eine Aufgabe, der besten Kräfte der Jugend wert. Solche und ähnliche Wirkungsgebiete gehören zu dem Teil der Aufgaben, die der Jugend, und vorwiegend der Jugend zuzuweisen sind. Die Ueberweisung dieser Aufgaben sind die Rechte, die die Agudas Jisroel der Jugend gibt. Deren Pflichten liegen in einem ungern gehörten, noch weniger gern befolgten Worte: Unterordnung. Sie verlangt von der Jugend, daß sie willig sich unterordne den Führern, denen, die für das Wohl des Klall das eigene gern opfern, daß sie im Sinne und Geiste derer arbeitet, die für Gedeihen und Gelingen des großen Werkes verantwortlich sind. ״Die Jugend gleicht einem Kranze von Rosen,“ herrlich ist der Rose Duft, bezaubernd ihre Form, und wenn die Dornen ihr beschnitten, dann ist sie vollendet schön. Wenn die Jugend ihre Fehler, die in gar zu großer Selbständigkeit des Denkens und Handelnwollens münden, meistert, ist sie die Königin in der Reihe der Geschlechter. Zürich. Wolf S. Jacobson. Die Männer der großen Synode, xx. Es ist über den Ursprung und über die Entwickelung der Institution der Grossen Synode, die für Israel von solch eminenter Bedeutung war, viel gehandelt worden, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, ein sicheres, auf historischer

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