Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 8 (8.1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- Seite 145 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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145 Erhaltung der תורה gesehen hat. Esra war es, dem es, als נשתכחה התורה עלה ויסדת , als die תורה in Vergessenheit geraten, gelungen ist, sie wieder fest zu begründen und zur geistigen Basis des neuerstandenen jüdischen Staates zu machen. Halberstadt. Dr. Frankl. Literarische Rundschau. Moses Rath שפת עמני״“ Lehrbuch der hebräischen Sprache, Wien 1919. 4. Aufläge. Heute noch, nachdem der ״Rath“ seinen Siegeszug nahezu vollendet hat, muß einiges über ihn gesagt werden. Zuerst sei zwei radikalen Ansichten entgegengetreten, der einen, die ihn restlos bejaht, der anderen, die ihn in Bausch und Bogen verdammt. Wer ihn fleissig durcharbeitet, wird weder ein למק noch ein עם הארץ werden. Es gibt weiter kein Lehrbuch, das eine so gründliche grammatikalische Durchbildung vermittelt wie dieses. Aber auch hier sind Ein- Schränkungen zu machen. Es fehlt das große Ganze, das noch einmal zusammenfaßt, ordnet. Da die Grammatik auf 150 Lektionen verteilt ist, steht hier etwas, dort wieder etwas, zusammenhängend wird sie nicht geboten. Die letzten 50 Lektionen können ruhig wegfallen, der wenige noch enthaltene Stoff in die früheren hineingearbeitet werden. Dem Wert des Buches wird dadurch kein Abbruch getan. Den in jeder Lektion enthaltenen abweichend konjugierten Verben dürfte ,עתיר עבר und מקור (zu gehen usw.) beigefügt werden. Der Lernende prägt sich dann — wie im Lateinischen — zugleich die unregelmäßigen Formen ein. Eine große Tabelle, wie sie etwa der Japhet enthält, muß angegliedert werden. Dasjenige, was mir am meisten auffiel — aber ganz erklärlich ist — sei kurz charakterisiert. Der Rath vermittelt keine jüdischen Bilder. Man lernt kein jüdisches Leben kennen, wird mit jüdischer Anschauungsweise nicht vertraut gemacht. Es werden wohl mitunter nationale Töne angeschlagen, wie: ״Palästina ist unser Vaterland, Juda Halevy unser grösster Dichter.“ Doch damit ist der jüdische Inhalt so ziemlich erschöpft. Wir wollen hier keine Revolverkritik treiben, wahllos niederzureissen, ohne neue Wege zu weisen. Das Lehrbuch Rath, von dem ich träume, muß noch folgende Verbesserung haben. Die ersten 30 Lesestücke können nur wenig verändert werden, da die hebräischen Kenntnisse für inhaltsreiobere Lektüre noch fehlen. Von da ab aber müßten Lesestücke aus dem Leben der Propheten, der großen Gelehrten, der Lehrhäuser in Sura und Pumpedita, Skizzen der Charaktergröße der Ghettojuden und des jüdischen Milieus im Osten folgen. B. ben M. Mein Weq zum Chassidismus. Erinnerungen von Martin Buber 1918. Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt a. M. Es ist stets von Interesse, den Werdegang eines großen Mannes, den Zusammenstoß mit den für sein Schaffen bestimmenden Mächten und die sich erge-