Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 5 (5.1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 81 (sequence 11)
- Language
- German
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81 schüße und Kommissionen, zuvorzukommen, fühlt Ihr nicht das heiße Flehen des Augenblicks, die erhabene Autorität und Würde der תורה im jüdischen Lande zh halten, zu schützen und zu stärken, fest und unerschütterlich zu gründen, auf daß jüdisches Leben das jüdische Land erfülle, auf daß jüdischer Geist die Stätten heiligen Schauers umwehe, auf daß jüdisches Denken ארץ ישראל regiere? Wollen wir das aber erreichen, dann heißt es Mitarbeiten, selbst Hand anlesen! Denn nur wir selbst, die wir uns tragen lassen von der תור־ lebensfrohen Schwingen, nur wir selbst bieten sichere Gew.hr, daß alles so wird, wie wir es wünschen, wie wir es verlangen müssen. Nur unsere Arbeit, unsere Menschen und unsere Institute bieten eine genügende Garantie für einen solchen Aufbau des sicher kommenden großen neuen ישוב der auch in der minimalsten Regung und winzigsten Bewegung den רק״ הישר in der תורה sucht und findet. Und solches Ziel und diese Aufgabe sollte Dich, Agudo-Jugend, nicht locken? Sollte Dich nicht erfüllen und anfeuern zur äußersten Kraftentfaltung, zum Sammeln und Geben? Sollte Dein glühendes Feuer nicht auch andere erwärmen und ln jugendlicher Frische hineinziehen in unser unwiderstehliches Wollen? Nein, ich glaube an Dich, Jugend, glaube an Dein Sehnen, fühle Deinen verhaltenen Tatendrang, weiß, daß Du nur wartest auf das Zeichen derer, denen Du Deine Führung anvertraust. Nun wohlauf, frisch an die Arbeit! Frisch los mit Eurer jungen Kraft für תורה und עבורה in ארץ ישראל. Stürmt hinaus und ruft es zu Euren Brüdern und Schwestern, Euren Vätern und Müttern, daß wir dem jüdischen Lande helfen müssen, helfen müssen in einer der schwersten Stunden, die es je erduldet. Keiner darf, keiner kann, keiner wird sich ausschließen! Und wenn wir alle zusammenstehen, und wenn jeder von uns איש כיסתנת ידו mithilft, und wenn wir eingedenk sind des alten Wortes לישועתך קויתי די und bei Allem und Jedem, was wir unternehmen, nicht vergessen, daß ohne die!^"Ovon הקדוש ברוך הוא alles nur eitel und nutzlos Tun ist. wenn wir (mit anderen Worten) wirklich לשם שמים arbeiten, dann dürfen wir hoffen, daß Gottes Segen unser Werk begleiten, daß Sein Schutz unser Wollen einer herrlichen Zukunft entgegenführen wird! II. Dreifach ist die Arbeit, die wir von Euch fordern. Erstlich gilt es die Grundläge zu schaffen, auf der gebaut, auf die unser ganzes Werk sich stützen kanm gilt es die Mittel flüßig zu machen, ohne die unsere א״י Arbeit unmöglich ist. Die jüdische Sledlungs- und Handelsbank muß von uns gefördert und gestärkt werden, auf daß sie auch kräftig ist, den Neuaufbau in Palästina zu tragen. Es muß dafür gesorgt werden, daß unsere Brüder und Schwester die nach א״י zu gehen beabsichtigen, eine Unterkunft finden, die ihnen! gewährleistet, ihren jüdischen Anforderungen nachzukommen und in ihrem jüdischen Pflichtenleben voll und ganz aufzugehen. גן שושנת יעקב Die JacIb R 0 8 eaheim - K 0 1 onie wird dieses Bedürfnis befriedigen und es muß unser Streben sein, ihr möglichst bald zu einem blühenden Leben zu verhelfen. Und endlich, über dem neuen ישוב darf der alte nie und nimmer vergessen werden. Und auch für ihn, für seine Erhaltung und Förderung wollen wir tätig sein. Uns wurde das Protektorat über die Gewerkschaft der Sofrim und Olivenholzschnitzer in Jeruscholaji.m angeboten, über die Näheres aus dem Aufsatz des Herrn Rabbiner Horovicz (ebenfalls in diesem Heft abgedruckt) zu ersehen