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Blätter · 1919-01-01 · 1/2 (Januar/Februar 1919) · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blätter
Volume
5 (1919)
Issue
1/2 (Januar/Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 11 (sequence 14)
Language
German
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13 Aus diesen Erwägungen blieb ihnen kein anderer Ausweg, als einen abschlägigen Bescheid zu geben: לא לכם ולנו לבניה בית לאלקינו בי אנחנו יחד נבנה לה‘ אלקי ישראל ״Es ist keine Verbindung zwischen uns und Euch, um gemeinschaftlich unserem Gotte einen Tempel zu bauen usw.". Damit hatten sie sich naturgemäß — und dessen sind sie sich bei ihrem Beschlüsse Wohl bewußt gewesen — die Samaritaner, d. h. den größeren Teil der Erez Jisroel bewohnenden Bevölkerung, zu erbitterten Feinden gemacht. Und diese Feindschaft sollte sich auch zu bald in ihrer ganzen Gefährlichkeit zeigen. Denn kaum waren die Samaritaner mit ihrer Forderung, an dem Tempelbau teilnchmen zu dürfen, abgewiesen worden, so verbanden sie sich mit den nichtjüdischen Nachbar- Völkern, besonders mit den Ammonitern, um den Feldzug gegen die Heimgekehrten in Szene zu setzen. Wobei es sich keinesfalls um einen offenen, ehrlichen Kampf gehandelt hat. Sie griffen vielmehr mitsamt ihren Bundesgenossen zu gemeinster Waffe, die es selbst auf dem Gebiete der Politik, die sich doch gewiß nicht der ehrlichsten Waffe bedient, gibt. Es war die Waffe der Denunziation. III. - Damit wären wir bei der Frage angelangt: Welcher Art ist die erste Betätigung der von Babylon Gekommenen in ihrer altneuen Heimat gewesen? Es ist diese Frage von umso größerer Bedeutung, weil ihre Beantwortung uns einen Einblick gewähren soll und kann in das Seelenleben dieser ersten Pioniere der zweiten jüdischen Staatlichkeit. In ihre Ziele und Wünsche, die sie ihre neugewonnene baby- Ionische Heimat verlassen hießen, die sie in einen Kampf gehen hießen, über dessen Schwere sie nicht im Unklaren gewesen sind. Ihre erste Tat war, so wird uns im 3. Kap. des Esra-Buches berichtet, daß sie auf dem verödeten Moria-Berge einen Altar errichteten, auf welchem sie — zuerst am Roschhaschona-Tage wieder Opfer für die Gesamtheit Israels darbrachten. Noch lag alles zerstört darnieder, noch war keine Mauer des wieder zu errichtenden Heiligtums da, und doch war ihr Streben wieder darauf gerichtet, einen Mittelpunkt der Aboda zu schaffen. מיום אהד לחדש השביעי החלו להעלות עולות לה' והיכל ה‘ לא יסד ״Vom ersten Tag des siebenten Monats fingen sie an, Ganzopser darzubringen, der Grund des göttlichen Tempels war noch nicht gelegt." Gleichzeitig betrieben sie die Vorbereitungen zum Bau des Tempels aufs eifrigste. ״Und man gab den Steiuhauern und Zimmerleuten Geld, Speise, Trank und Ol den Sydoniern und Tiriern, um zur See Zedernholz vom Libanon nach Jaffa zu bringen, gemäß der Erlaubnis des Königs Cyrus." Aber trotz dieser königlichen Erlaubnis ging der Bau nur unter den größten Schwierigkeiten von statten. Der König von Persien war weit, nah aber all diejenigen Elemente, die alles aufboteu, den Bau zu verhindern. Der König von Persien hatte zwar befohlen, daß ihnen seine Beamten in allen Dingen behülflich sein sollten. Diese Beamten standen aber unter dem Einflüsse und im Solde der Samaritaner. Sie lieferten ihnen daher die zum Bau nötigen Materialien nicht, infolgedessen konnte alles nur sehr schwer und unter sehr ärmlichen Verhältnissen vor sich gehen. Angesichts. dieser Ärmlichkeit brachen viele der זקנים, die noch den ersten Tempel in seiner Pracht gesehen hattell, in bitteres Weinen aus. Aber trotz aller Schwierigkeiten schritt der Bau rüstig vorwärts, bis eine Störung von Außen den Weiterbau unmöglich machte.

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