Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 11 (1960)
- Issue
- 233 (30.9.1960)
- Date
- 1960-09-30
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4. “DAS ECHO“ 30. September I960. Halle — dass leider ein grosser Teil der ausgczanuen üetraege (Ois zu 26 %<) oei bachwattern und Vermittlern haengen blieben. ts sei nicht der Sinn und z-wecK üer v\ .«dergutmachung, uie nun einmal ais Heuer und berater notwendigen Vermittler zu Mmionaeren zu machen. ln einer Versammlung der Deuischsprectienden, insbesonderer juüisener Menschen, betonte Senator joaemm Lipsclmz, es laege n.etnanu etwas daran, nach erfolgter Wiedergutmachung mit einem Scmussstnch auch einen i rennungsstrich zu ziehen, binn der Wiederguunacnung sei es, wieder ein besseres Verhaeltms zwischen deutschen und Juden, herbe.Zufuhren, man solle die ausgestrecKfe Hand der Aussoehnung, die die Wiedergutmachung symooiiscn bedeut«, ergreifen, ts gaebe viele tatkraettige AKtionen besonders der Jugend, das zu sühnen was ihre Vaeter angerichtet haetten, obgleich sie selbst keine Schuld traeie. im Prinzip ist hierzu nichts zu sagen; denn es ist echte Jüdischkeit, ein Gebot der T hora, unsere Feinde und unsere Hasser mit unserer Liebe zu umfassen. Der Jude ist in diesem Falle verpfllichtet, ihnen ihr Unrecht vorzuhalten und Aussoehnung mit ihnen zu erstreben. (111. Mos. 19,17; 11. Mos. 23,4 und 5). Ein Teil der Juden, die die Nazis "mit Schimpf und Schande’’ aus ihrer angestammten Heimat vertrieben haben, deren unschuldige Verwandte sie koerperiiehen Schaden zufügten, ja sie in grausamer, unmenschlichster Weise ums Leben brachten, hat dem neuen Deutschland, die versoehende, vergessende Hand gereicht; sie sind deutsche Staatsbürger geworden und sind teilweise in die "Heimat” zurückgekehrt. Dieser Teil hatte den guten Glauben an Deuthland sich bewahrt. Und wohl alle von ihnen sind wiexum bitter enttaeuscht worden, enn auch die Gutgesinnten, wenn ich die sozialistische und demokratihe deutsche Jugend, die im tiefsten runde überhaupt keine Vorstellung ivon hat, was und wer ein Jude ist, :h ehrlich bemühen, eine allen Stüren Trotz bietende Brücke zwischen den und Israeli einerseits und der mdesrepublik Deutschland andreres zu schlagen, so sind es doch - leider — noch sehr, sehr viele, die iS unausrottbarem Ressentiment fraus alles tun, um die kaum errichten Fundamente wieder zu zerstoen. Die Juden haben die Hand geicht — sie wurde von unbelehrbaren eutschen beleidigend zurückgewie- :n! Wenn die Juden kein richtiges erhaeltnis zu Deutschland finden rennen und wollen, so liegt es in der auptsache daran, dass ihnen das Verrssen aeusserst schwer gemacht wird, e, es vermeiden wollen, dass ihre irsoehnende Hand zurückgewiesen ird, und sie kein zweites Mal Gehr laufen wollen, noch einmal das- >fhp Risiko zu laufen wie vor knapp ren! i muss einmal mit aller Offenlem Manne gesagt werden, der Te andere Deutsche von gutem irlichen Willen beseelt ist, der ach wie vor, wie auch die Bunk, noch am Rande des Abs steht. wünschen von ganzem Herdass Senator Joachim Lipmit dem besseren Teil der fen Jugend der unterirdischen rbeit der nazistischen Ratten verden moege, und dass sich ein neues Freundschaftsband en Judentum, Israel und der ärepublik spanne, zum Wohl der ten Menschheit! KAUFE f “BRIEFMARKEN” * in jeder Menge zu hoecEsten Preisen! S . C AHN Casilia 384 r COCHABAMBA $ kick ick irkirkiridrkirkiHtifki Kilai — Ueberiebenden der hollaendischen Juden iiaoen «s verstanden nach dem Krieg mre 2o,UÜO Juden wie im Vor- Kriegs-Hoaland zu erfassen und zu Organ.sieren, was wirklich beispielsgeoend tuer andere kleine Gemeinscnatten sein koennte. Obzwar diese kleine Uemeinschaft in Holland in ueber 80 urte verstreut ist, werden die Juden ais Juden besuent und es ist dem hOilaendischen Judentum immer gelungen einen Wanderrabbiner zu haben, der lag fuer lag diese kleinen Gemeinden aufsucht. Es gibt auch nicht in Holland die Differenzierungen und Meinungsverschiedenheiten, weder unter den zionistisenen Gruppierungen noch unter den juedischen Gruppen. Es gibt in Holland eine einflussreiche Gruppe der Agudah, die aber immer, wenn es sich um wichtige Sachen fuer Israel handelt, sich von allgemein juedischen Prinzipien leiten laesst und nicht von Parteigrundsaetzen. Die zionistische Organisation in Holland hat unter den Juden Holllands beherrschenden Einfluss und hollaendische juedische Fuehrer, wie Abel Hertzberg, Prof Kleerkooper, Mr. I. S. de Vries, Frau Dr. E. Mendes de Costa, das Ehepaar van der Heijden, Dr. med. Hertzberger, G. Bolle, J, Elzas und viele andere sorgten dafuer (und sind heute noch dafuer eifrig bemueht), dass die zionistische Organisation eine aktive Arbeit leistet. Sowohl die fuehrenden Menschen in Hofland sowie-die Organisation koennten ein Musterbeispiel fuer andere juedische Gemeinschaften sein und auch dafuer, wie man mit eigenen Kraeften die besten Ergebnisse fuer den Keren Kajemeth und den Keren Hajessod erzielen kann. In 26 Orten in Holland bestehen zionistische Ortsgruppen und in mehr als 70 Orten gibt es Keren Kajemeth Kommissare. Von benachbarten Deutschland n man nicht das sagen, was man gern von Holland berichtet. Das ¡üesministerium fuer Information Presse gab letztens ein Buch hn Jahre Deutschland” heraus, >ei dort die Zahl der Juden in Deutand mit 46-48 000 angegeben wird, der zionistischen Konferenz in Antpen (Januar 1959) berichtete ein igierter aus Deutschland ueber 68 hsche Gemeinden in Deutschland einer Bevoelkerungszahl von 30 - 00. In dem Informationsbuiletin Jewish Agency beantwortet ¿. J. inner die Frage, wieviel Juden es Jeutschland gebe, damit, dass es aetzungen vorhanden sind, die soannehmen, dass es in Westdeutsch- 1 35-36 000 Juden gibt. Der fiburger Rundbrief’ herausgegeben der bekannten Judenfreundin und iOrsoandskaemplerin, Dr. Gertrud ckner, (die gerade in diesen Tagen n 60sten Geburtstag feiert) spricht 30 000 in Deutschland. Gut unichtete Kreise in Deutschland, die i Interesse haben, die Bedeutung Wichtigkeit der Juden in Deutsch- 1 und deren Zahl weder zu unchaetzen noch zu ueberschaetzen en die Schaetzung von 30 000 Juin Deutschland als die wahrschichste, wobei man davon in Berlin 0 schaetzt. In der Zahl von 30 000 1 nicht inbegriffen, Juden in Ostlin, die etwas ueber 1000 sind und Juden in den ostdeutschen juedien Gemeinden, wie Erfurt, Halle, pzig, Chemnitz, Magdeburg, Dres- , Schwerin, die zusammen mit den en in Ost-Beriin auf 2000 bis 2500 chaetzt werden. Zur Zeit des verrbenen Ministers Nuschke hat man l in Ostdeutschland besonders ehe gegeben, mit dem juedischen iemeindeleben zu prahlen, und es rde am laufenden Band damals lagogen wie heute in Westdeutland aus denselben Gruenden, geit. Es hat beträchtliches Aufsehen l Aufregung bei Kennern der Lage Juden in Ostdeutschland erregt, nach einer Reise vom Presidenten sionistischen Foederation Frank-;hs Bluemel in Ostdeutschland und ►er ihre aeussertst guten Lebensbegungen berichtete. Man war nicht darueber erbost, dass der Mapammk Bluemel sich ueber religioese Aktivitaeten gefreut hat, sondern, dass seine Erzaehuungen bei weitem nicht den Tatsachen entsprachen. Bei den Schätzungen der Juden in Deutschland soil liervorgenoben werden, dass die ZentralwohlfahrtssteWe der Juden in Deutschland gibt eine vierteijaehrliche Statistik heraus, die genau ueber die Zu- und Abgaenge bei den juedischen Gemeinden Deutschlands Aufschluss gibt. Nach dieser Statistik gab es in Deutschland am 1.1.60 21 6340 Juden, am 1.4.60 21 755 Juden, wovon zwischen 51 und 60 Jahre 4441, 61 und 70 Jahre 3641 und ueber 70 2343 waren. Es gibt Gemeinden, wie Fulda, die 23 Seelen, Bad Homburg 11 Seelen, Zelle 13, Emden 18, GosRar 14, Hildesheim 11, Lueneburg 9, Papenburg 10, Seesen 8, Winsen 5 u.a.m. zaehlen, und auch sie werden als Gemeinden gefuehrt. Wenn sich auch die Schichtung unter den in Deutschland, wohnhaften Juden m der letzten Zeit verschoben hat, und man heute nicht mehr glaubt, dass die Haelfte der Juden in Deutschland nie vor 1933 in Deutschland gelebt hat, sondern, dass diese Gruppe heute nur 30-35% ausmacht, so sind trotzdem die Gemeinden in Bayern fast durchwegs von dieser Gruppe besetzt. Bei dieser Zusammensetzung ist es sein schwer festzustellen, wer eigentlich die Fuehrergarnitur der in Deutschland wohnenden Juden ist. Wie ueblich haben Nichtjuden dies, wie bei einem Streit in der Muenchener juedischen Gemeinde, den Juden klargemacht. Das Internationale Rote Kreuz hat drei fuehrenden Juden in Deutschland die hoechste Auszeichnung verliehen, u. a. an Heinz Galinski, Vorsitzender der juedischen Gemeinde Berlin und des Direktoriums des Zentralrates der Juden in Deutschland, Karl Marx, Verleger und Redakteur wie auch President der zionistischen Organisation Deutschlands und Dr. H. G. Van Dam, Generalsekretaer des Zentralrates der Juden in Deutschland, bekannten Journalisten und einer der hervorragenden Juristen auf dem Gebiete des Wiedergutmachungsrechtes. Kubie — leisten. Dafür aber haben die oesterreichischen Nazi —Geschädigten bis zum heutigen Tage noch nicht einen Groschen erhalten. Dass dies ein himmelschreiender Skandal ist, braucht nicht erst besonders betont werden. Die ganze zivilisierte Welt staunt über das Nichteinhalten des Versprechens der oesterreichischen Bundesregierung, die doch anlaesslich des Unterzeichnung des Staatsvertrages ausdrücklich betont hat, ihre Opfer selbst zu entschaedigen. Sozialminister Proksch trat nun vor einigen Tagen in der Opferfürsorgekommission dafür ein, dass endlich die Wiedergutmachungsansprüclime der Opfer der politischen und rassischen Verfolgung bereinigt werden. “Ich habe mein Bedauern darüber ausgesprochen, dass die Regierung die Zwoelfte Opferfürsorgenovelle dem Parlament noch nicht vorlegen konnte, da noch keine Vereinbarung über deren Inhalt zustande gekommen ist. “Ich hoffe aber”, so schloss der Minister seine Ausführungen, “dass es nun gelingen wird, diese Angelegenheit endlich zu bereinigen”. * WENN AUGENGLAESER DANN I Optica “la Paz” î — LA PAZ J Avenida Camacho 308-321 jj Literatur über Eichmann MMtwaaMMMUMMHI Es gibt noch immer in der christlichen Welt viel Úfiverstaendnis zu dem Fall Eichmann, den die internationalen Nazis fuer ihre unsauberen politischen Geschaefte ausnutzen. Daher tut Aufklaerung dringend not, damit man (vor Prozessbeginn) im Klaren ist über den Nazismus und seinen Repräsentanten Adolf Eichmann. Der Jüdische Weltkongress brachte soeben eine Broschüre heraus, die wir nicht nur in vielen christlichen Haenden, sondern auch in Haenden von manchen Juden wünschen, die die erlebte jüdische Tragik unter dem Hakenkreuz, bereits zu vergessen beginnen. Diese Broschüre laesst Rudoif Hoess, den berüchtigten Kommandanten des Lagers Auschwitz, sprechen; diese Aussagen die Hoess in Nürnberg vor dem Tribunal machte, welches die nazistischen Verbrecher aburteilte, sind derart schaurig-klar und unmissverstaendlich, dass bei jeden normalempfindenden Leser Mitleid mit den Gepeinigten und Hass gegen die Peiniger autKommt. Die Organisationen üer Toaesfabriken, die Qual in den Konzentrationslagern, die diabolische Niedertracht üer SS-Leute und der Wachmanschaften und das besonders niedertraechtige Verhalten von Obersturmbannführer Eichmann, kommt in dieser Broschüre klar und nüchtern zum Ausdruck. Ganz besonders wirksam wird diese Publikation durch die Beigabe von Fotos aus den Laegern, die das ganze Elend der Gefangenen und die Dnmenschlichkeit des Nationalsozialismus eindringlich demonstrieren. Ausser dieser Broschüre liegt uns ein weiteres Heft vor: “Eichmann, Arquitecto del Exterminio”, welches die Erklaerung der israelischen Delegation vor den Vereinten Nationen in Sache Eichmann, enthaelt. Auch diese knappe Schrift, die nüchtern und sachlich den Fall behandet, muss bei jedem Leser einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die Eichmann-Literatur gewinnt immer mehr an Umfang, leider ist diese nicht immer so dokumentarisch belegt und sachlich, wie die genannten Broschüren. Es beginnt bereits ein lebhafter Geschaeftsrummel um Eichmann (Film, Groschenliteratur, etc.) der die Schwere dieses Falles nur reduziert. Daher ist es sehr gut und begrüssenswert, wenn jüdische Organisationen dokumentarische Berichte über Eichmann veroeffentlichen und dafür Sorge tragen, dass diese Schriften breite Volkskreise erreichen. el kas. y MEDIAS ELÁSTICAS D-Schott CON DOUt ESTIRAMIENTO j Para Lot Qu«; Sufran d«: — | VAAKES . NERNAS PLÁCIDAS MIAÑAS Y TOMOOS CANSADOS O HINCHADOS HERMANN BERG ■»! ORTOPEDICO Landaeta 48 — La Paz. V