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Das Echo · 1960-07-30 · 229 (30.7.1960) · p. [Seite 2]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Echo
Volume
11 (1960)
Issue
229 (30.7.1960)
Date
1960-07-30
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German
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2. ‘‘DAS ECHO” 30. Juli 1960. 30. Juli Die Rote Gefahr mokratischen Ausland her eine ernsthafte Opposition gegen ihn betrieben wurde. Nordamerika wünscht nicht nur die U-Boot und Raketen-Basen auf der groessten Insel der Grossen Antillen zu behalten, sondern auch die dortigen US-Interessen wirtschaftlicher Art zu sichern. Sowjet-Russland wünscht ebenfalls die kubanischen kriegswichtigen Punkte in seine Hand zu bekommen, denn es weiss, dass von Kuba aus die USA waehrend eines Krieges leichter zu beherrschen se:n wird. Durch d i e vorangegangene rordamerikanische Politik gegenüber Kuba, und durch weitere politische Fauxpas, war es für Moskau relativ leicht, sich als “Retter Kubas“ zu erweisen, Einfluss und Freundschaft zu erringen. Der Kreml zeigte sich nicht nur theoretisch freundschaftlich, sondern auch praktisch grosszügig, da er vielle Millionen an Dolars an Havanna gab, die Industrie in Funktion hielt, die für Kuba lebenswichtige Exportware Zucker abnahm, die Petroleumsorgen für Kuba eliminierte und sogar Kuba Militaerhilfe anbot — also alles tat, damit die Regierung Castro von Washington wirtschaftlich und militaerisch unabhaengig (?) sein konnte. Jeder führt seine Geschaefte so, w:e er er für richtig und zweckmaessig haelt. Die Vereinigten Staaten sind in ihrer Aussenpolitikweniger rücksichtslos als Sowjet-Russland ,aber beide streben letztenendes nach dem gleichen: Erfolg, Einfluss und Sicherung. In der polnischen Geschichte sind nicht immer die Mittel zum Erfolgs gravierend, sondern die Tatsache erzielter Erfolge. Und in diesem politischen Erfolgs-System liegt z.zt. die USSR gegenüber den USA um einige Meilenlaengen voraus. Aber es geht Mr. K. (wie heute im Ausland gern Kruschtschew gerannt wird) nicht allein in Kuba um lokale Politik und Wirtschaft, sondern darum, um von dort aus eine B.ase der Infiltration kommunist:schen Gedankengutes in andere südamerikanische Laender zu haben. Heute wird Südamerika propagandistisch umklammert von Peking und Moskau, beide kommunistische Zentralen sind ausserordentlich rührig am Werk, um das politische Eisen zu schmieden solange es heiss ist. Die Einladungen prominenter Politiker, Wissenschaftler, Künstler und Gewerkschaftler nach Peking und Moskau überstürzen sich, den sich in der Klemme befindlichen südamerikanischen Regierungen werden generioese wirtschaftliche und finanzielle Angebote gemacht, die russischen diplomatischen Vertretungen in ganz Lateinamerika bemühen sich, in guten Kontakt mit Regierenden und Regierten zu kommen. Der Kreml versucht mit asiatischer Verbissenheit den Rivalen Yankee aus dem südamerikanischen Raum zu werfen, den Dollar durch den Rubel zu ersetzen. Es wird um Kuba, es wird um Einfluss, es wird um Positionnen mit allen Mitteln der klassischen wie einer abenteuerlichen Politik um die Entscheidung in Havanna gekaempft. Die USA haben ihre lateinamerikanischen Freunde in Lateinamerika aktiviert um Fidel Castro zu einer radikalen Aenderung seiner Politik zu bewegen. Die OEA u.a. weniger offizielle Organisationen wurden von Washington her bewogen, alles aufzu- Das Beste kostet auch nicht mehr via PANAGRAI CM \ § tf. ■yx&XrXytrj'sW Für nur U$S 83.- hin und retour in Touristenklasse 3 mal wöchentlicher Flugdienst mit DC-C und DC-7, alle mit altimatischer Kabine Für nur 83 Dollar bietet Ihnen Panagra diesen aussergewöhnlichen Ausflugstarif nach Lima an* für eine Flugreise mit 30 Tagen Gültigkeit. Lassen Sie sich die grössere Schnelligkeit und den häufigeren Flugdienst des Inter Americano mit DC-7 und DC-6B zugute kommen. Fliegen Sie mit Auswahl der Klasse, bequemen Sitzen, feinen Speisen und der gewissenhaftasten Betreuung. 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Was sich heute in Kuba abspielt ist kein Fall von lokaler, sondern ein Geschehen von immenser weltpolitischer Bedeutung. Kuba kaempft um seine Freiheit, kaempft gegen den unerwünschten Einfluss Nordamerikas. Kuba wird sich auch kaum irritieren lassen, auch n:clü durch kontinental-patriotische Phrasen, wre “Russland ist eine kontinental-fremde Macht und darf daher in Amerika keinen Einfluss gewinnen”, (als ob die USA, die amerikanische Grossmacht, nicht in Europa staerksten Einfluss besitzt). Der ‘'Fall Kuba” kann Auftakt einer Neuordnung im südamerikanischen Raum sein, er kann sich zu einer riesigen Gefahrenquelle, oder aber auch zu einer allumfassenden Regeneration in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht entwickeln. Es ist ein heisser Kampf, der hinter den Kulissen der Weltpolitik gegenwaertig um Kuba und um ganz Südamerika tobt. Beide Gegner sind stark und gerissen, beide Gegner haben Geld, und jeder hat etwas zu bieten. Wer in diesem Titanenkampf als S:eger hervorgehen wird, der wird die Welt von morgen beherrschen. LUDWIG K. STARGARDT. *+**+++*+++*+++**++++* J Ci. i t r o t 0 * i BROADWAY | $ DAS ATELIER FUER? + KUENSTLERISCHE FOTOS II -k Cochabamba i Av. San Martin esq. Peru? Telefon 2701 -k ¥^* ¥-¥^¥+¥-¥^-¥+-¥-¥ •¥-¥•¥-¥■¥-¥■■¥ -k -k -k KAUFE •k $ -k -k -k “BRIEFMARKEN” -k -k * -k ■k in jeder Menge ■k -k -k zu hoechsten •k -k ■* Preisen! $ -k S . C A H N -k -k Casilla 384 •k -k COCHABAMBA •k ii INCATUR W t * * _ * 111 UH I Uli * í vermittelt Ihnen gutes Rei- $ J sien durch Flugzeug - Schiff t J oder Eisenhabil! Sorgfalt- I * tige Erledigung, von Frachj * ten und in allen Teilen I * der Weit! 5! “INCATUR” I $La Paz, Oruro, Cochabamba,* * Potosí, Sucre, Santa Cruz, £ * Yacuiba, Tupiza y Tarija. I ★★★ ★★★★★★★★★★★★★★* * * EXPRINTER Ltda. COCHABAMBA Casilla 856, Teléfono 2379 Plaza 14 dü Septiembre RE1SEBUERO UND WECHSELSTUBE REISE — SCHECKS UND AUSLANDS — GIROS. *r' i

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