Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- [228] (15.7.1960)
- Date
- 1960-07-15
- Page
- [Seite 12] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Weit vor zehn Jahren Berichte aus dem “Echo” Die Zeitung ist der Sekundenzeiger der Zeit und die Zeitschrift das Tagebuch des Lebens. In unserer schnelllebigen Zeit ist es interessant das Gedaechtnis aufzufrischen, einmal Rückschau zu halten, und das Zeitgeschehen von einiger Distanz her neu zu betrachten . Die 1. Ausgabe des ‘Echo" erschien im Zeichen ernster internationaler Spannungen und unser Zeit- Kommentar führte den Titel "Stehen wir vor dem dritten Weltkrieg?” ln diesem Artikel berichteten wir von den tendenzioesen Pressemeldungen, die das politische Klima vereisten und schrieben wir zu diesem Thema u.a : “Theoretisch sind wir bereits mitten im 3. Weltkrieg! Weser sogenannt*? “Kalte Krieg” ist ein Krieg der Dollars, der Nerven, der geistigen, politischen, der kapitalistische^ und sozialistischen, der reaktionaeren und progressiven Kraefte in aller Welt. Es wird gekaempft, es wird gerungen, nach den Prinzipien einer politisch infizierten Wirtschaft, der Macht und des Bluffs; die Staatskassen werden auf das aeussserste beansprucht , um klare Fronten zu legen und um Freunde zu kaufen”. So sah die politische Situatioim im Juli 1950 aus, die mit der im Juli 1960 eine bestiirzende Aktuaütaet besitzt. Die Welt ist nicht vernünftiger, nicht ruhiger geworden, der Kriegsgedanke ist heute wie vor 10 Jahren lebendig. Ueber Israel berichtet Nummer 1, dass die El AI 9 Apparate besitze und jetzt ein Landungsrecht in den USA erhalten habe. Israel wurde von 30 000 Turisten besucht, die “Palestine Post” hat den Namen in "Jerusalem Post” geaendert. Ueber Bolivien wurde am 15. Juli 1950 gemeldet, “dass die Herren Aramayo, Hauschildt u.a. Kapitalisten grosse Summen zur Aktivierung der Landwirtschaft in Santa Cruz investierten. Das Mitglied der Israel-Regierung, Dr. Drapkin, besuchte den boliv. Aussenminisfer, Dr. Zilveti Arce, um mit ihm wegen Installierung diplomatischer Vertretungen zwischen beiden Laendern zu verhandeln. Im “Weltspiegel” des ECHO N° 1 wurden Zahlen angegeben von Waffenlieferungen der USA fuer die halbe Welt. In Argentinien wurde eine starke Zunahme des Faschismus mit Unterstützung des Perön -Regimes festgestellt. Im “Blick in die Zeit" wurde mitgeteilt “dass die hohen Nazis in Deutschland immer mehr in Amt und Wuerden kommen, so seien z. B. in Württemberg 76 % aller hoeheren Regierungsfunktiensere “Ex- Nazis”. In diesem Zusammenhang werden viele Erscheinungen besprochen, die auf eine Aktivierung des Nazismus in Deutschland hinweisen. Nicht uebersehen werden soll auch der Abschied von dem Landes-Rabbiner von Bolivien, Dr. Fritz Winter, dem das “Echo“ einem herzlichen Artikel widmete. ln Nummer 2 beschaeftigt sich die Monatsschrift ’’Das Echo” besonders mit den Hintergründen des Antisemitismus.. Der Korea-Krieg bietet den politischen Mittelpunkt dieser Ausgabe; besonders wurde die Ohn-Macht der "Vereinten Nationen” in diesem Konflikt aufgezeigt und die Befürchtung ausgesprochen, dass der US-Krieg in Korea sehr viele Opfer fordern wird ohne eine perfekte Loesung zu schaffen. Unter "Kulturnotizen” wurde registriert, dass das “Deutsche Theater” in Berlin seinen 100. Geburtstag feiern konnte und wurden in diesem Artikel besonders d:e Leistungen der jüdischen Direktoren L’Aronge, Brahm und Reinhardt gewürdigt. Ueber den jüdischen Sport in Bolivien berichtete Arthur Spandau. Der bekannte bolivianische Arzt und mein von den Lesern als ein noch ungeloestes Problem behandelt wurde. Ein guter Erfolg war unser erstes Preisausschreiben "Wieviele Druckfehler enthaelt die Echo-Nummer 1?” Im "Is rael-Echo” Jasen wir, dass fuer die 's raelische Wirtschaft ein Vierjahresplan aufgesfeltt wurde. Albert Einstein wurde Ehrenpraesident der Hebraeischen Universitaet, Jascha Heifetz gab in Elath ein Freiluftkonzert vor mehr als 2000 Menschen und wir erfuhren auch, dass im Negew die erste Tclefonlinie diesen Landesteil mit dem uebrigen Israel verbindet. Lieber Bolivien berichteten wir, dass der nationale Zensus mehr als 10 Millionen Bs. kosten wird, dass z.zt. in den USA 173 Bolivianer an Universitaeten studieren und dass in der Casa de la Moneda in Potosí neue Maschinen montiert wurden, die 4000 Münzen in sechs Almuten praegen koennen. Folgende Notizen sind noch erwa«h- * * * * * 2£ * * Xj> NfeS Fut* C^KJiASAMft* e. DAS ECHO «. xmun USAthA¿\CtC£ JitiCHSCHÍ *Ö*AtsJCHW POiXtiW «y Ot 1/7*0** toi-. WIMSCHMT. <5ttUiOiA<l. WIMXSChaH UM?. r«jv;. j A u s dem Inhalt: jln Sntrf i Weltkrieg Nr* 3? |t*«i » a là Der Judenstaot und das WeltjudenproWem huuu Argentinien und de» FoscHfemtM-Dfe USA ob Waffen* lieferon* * Wohbruoderschoft et Tobram Wer Hitiei? Abschied von Fritz Winter Unser 1. Preisausschreiben! o*n Elend in Nordamerika; s.... «„,, Chojim Noch man * Bialik-in Memoriam! Wenn die Menschen : ehrlich waeren... j jll lil ïnt jlf Ha- Ntmi iw . Die erste Ausgabe! * * & * * & * * * * Politiker Dr. Daniel Bilb.ao Rioja bereicherte Nr. 2 des “Echo” mit einem Ar-, tikel "Das klimatische Wunder Boliviens”. ln Nummer 1 stellten wir dem Echo-Lesern die Frage “Wurde durch Schaffung des Staates Israel das Judenproblem geloest?”, die in dieser Austrabe diskutiert wurde und allgenenswert: In Deutschland gibt es noch immer ueber 500 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt, von den in Westdeutschland liegenden 500 juedischen Friedhoefen wurden 200 geschaendet, in W-Deutschland befindet sich fast Kerne juedische Jugend mehr; aus Salvador meldeten wir, dass dort eine Frau im Alter von 145 Jahren lebe, die sich bester Gesundheit erfreue und taeglich 15 Zigarren rauche. Die Ausgabe 2 wurde abgerundet mit dem "Welt-Spiegel”, der berichtete, dass in England Schmalhans Küchenmeister sei und dieses Land die hoechsten Steuersaetze Europas habe. Ein Artikel "Sei Nazi und du gewinnst!” beleuchtet die neonazistische Situation in Westdeutschland; ein sogen. Ex-Nazi hat danach bessere Moeglichkeiten der Entwicklung in Deutschland als ein Demokrat oder Sozialist. Wir wollen die Betrachtungen mit der kurzen Inhaltsangabe von Nummer 3 beschlossen. Ein Querschnitt durch die Wirtschaftslage unter besonderer Berücksichtigung der bolivianischen oekonomischen Situation, sagt u.a.: “Durch die Wirtschaftskrise in den letzten Monaten veranlasst, hat die Regierung Boliviens versucht, eine Besserung der wirtschaftlichen Situation des Landes durch Erhoehung des Dollar-Kurses zu erzielen, weil dadurch die Minenbesitzer mehr Bolivianos fuer ihre Devisen bekommen wuerden. Es isf allerdings klar, dass durch die Erhoehung des Dollarkurses von Bs. 42.— bezw. Bs. 56.— auf Bs. 60.— und Bs. 100.— die Preise aller Artikel stark ansteigen mussten und die Zeiten, in welchen Bolivien "das billige Land” war, bald vorueber sein werden". Ein grossangelegter Artikel, geschrieben vom Editor ues “Echo” “Quo vadis, Humanitas?..” beschaeftigt sich eingehend mit den neuen russischen und amerikanischen Geheimwaffen, in dem der Versuch unternommen wurde zu beweisen, dass die moderne Wissenschaft kriegsprovozierend wirkt und dass eine Hoechstleistung von Superleistungen überboten werden muss, ein Zustand der zum Kriege fuehren muss. Im “Weftspiegel” erfahren wir, dass Südkorea im letzten Jahr fuer 110 Millionen Dollar Kriegsmaterial aus den USA erhalten habe. Weiterhin wird darueber berichtet dass das Buch von Stalin "Der Krieg-" der Nationalen Befreiung”, die Auflage der Bibel uebertrotfen hat. Nach Berichten unterhielt Sowjet-Russland 2.800.000 Mann unter Waffen. Streichers antisemitische Bibliothek von 8000 Baenden wurde nach der Yeshiva Bibliothek in New _ York ueberfuehrt. Im Schnelltempo überflogen wir die drei ersten Echo-Nummern, die leider bewiesen, dass 10 Jahre Zeit -- 120 Monate nicht genügten, «mv Menschheitsliebe und Pazifismus zu vertiefen. Das geistige und kulturelle Niveau,, die politischen Spannungen haben sich in dieser langen Zeit kaum im positiven Sinne gewandelt. Hoffen wir, dass im naechsten Dezenium die Welt ruhiger und glücklicher lebet« wird. DAS ECHO DIE INTERNATIONAL VERBREITESTE ZEITSCHRIFT BOLIVIENS hat Freunde in vielen Laendern, eie wird staendig gelesen in: Argentinien . Australien / Belgien / Brasilien Chile / Deutschland / Ecuador / Finnland / Frankreich / Grossbritanien / Guatemala / Israel / Italien / Kolumbien / Kuba / Mexiko Norwegen / Oesterreich / Paraguay / Perú / Südafrikanische Union / Schweiz / Uruguay / Venezuela / Vereinigte Staaten von Nordamerika. lilllllli Unter den unabhaengigen deutsch-jüdischen Zeitschriften steht heute DAS ECHO an Streuung und Einfluss mit an erster Stelle! 70S y dimos SE COMBATEN RAPIDAMENTE POR LIS FAMOSAS kssS En venta en todas las farmacias del país.